Beiträge von pepe

    Oder ich hätte gerne für alle Schüler der Schule genau das selbe Heft, kann ich jedes Elternteil kaufen lassen und habe sicher mindestens 30 verschiedene oder mache es mir einfacher und der Förderverein kauft es.

    Eine verschwindende Minderheit von Eltern sind in unserem Förderverein. Das Problem mit dem Material lösen wir über die (natürlich auch umstrittenen) Klassenkassen. So stelle ich sicher, dass alle Kinder dieselben Hefte, A3-Zeichenpapier usw. bekommen. Und zwar bezahlt von ihren Eltern, nicht von den paar, die den Förderverein unterstützen.

    "Arbeitgeber" in "Gänsefüßchen" ist nicht natürlich meine Schulleitung, ich denke, das sollte klar sein.

    Aber dass ganz liebe Lehrer immer wieder in die eigene Tasche greifen, um Dinge zu bezahlen, ist ein Grund, warum Schule überhaupt noch funktioniert. Als alte Häsin kennst du doch die Diskussionen hier, oder?

    Und ein Förderverein tut im Prinzip nichts anderes, wenn er notwendige Arbeitsmittel (Stifte, Papier) bereitstellt. Ein Förderverein sollte nur das finanzieren, was zusätzlich zum regulären Schulbetrieb angeboten wird.

    Nachdem das Nachbarforum schulthemen auch faktisch tot ist, können wir uns wohl glücklich schätzen, das im Zeitalter (a)sozialer Netzwerke Eltern, Schüler und andere Nicht-Lehrkräfte andere Spielwiesen gefunden haben, um sich "auszutauschen".

    Bitte keine Links dazu! :schreien:

    Apropos Förderverein: Ich finde es immer ein bisschen surreal, dass man als Lehrkraft (und das ging mir schon mehrfach so) immer wieder freundlich und/oder deutlich aufgefordert wird, Mitglied eines Fördervereins für die eigene Schule zu werden. Abgesehen davon, dass ich ja schon (inkonsequenterweise) von privatem Geld Ausgaben für die Schule tätige (wovon mir das Finanzamt dann 30-40% vielleicht zurückgibt), ist für mich die Mitgliedschaft im Förderverein ein absolutes No-Go. Ich bin ja auch als Siemens-Mitarbeiter keine Mitglied im Siemens-Förderverein...

    Mal so am Rand.

    Wir waren aus Überzeugung immer Mitglied in den diversen Fördervereinen der Schulen unserer Kinder. Aber an meiner eigenen Schule - nie. Es erschließt sich mir nicht, warum man dem eigenen "Arbeitgeber" Geld gibt, damit man seine Arbeit ordentlich erledigen darf...

    Ach. Wie schön das wäre...da gehen Theorie und Praxis leider sehr weit auseinander...zumindest ist das meine persönliche Erfahrung.

    Aktuelles Beispiel bei mir:

    -> Vernachlässigtes Kind, hat schon Klasse 1 wiederholen müssen. Die Fehlzeiten, zumeist unentschuldigt seit über zwei Jahren, tendieren gegen 50%. Jugendamt, Polizei, Familienhilfe - alle "im Boot". Nach dem letzten meldepflichtigen Vorfall (unentschuldigte Fehltage vor und nach den Herbstferien) kam vom Jugendamt: Wegen mangelnder "Mitarbeit" der Familie wird jegliche Unterstützung eingestellt. Keine Familienhilfe mehr, Jugendamt "ist raus".

    Bei diesem erneuten Schulabsentismus muss das ganze Verfahren (was wir schon zweimal "durch" haben) neu aufgerollt werden.

    So viel zur Kompetenz der Institutionen wie Jugendamt... Ich mache da nicht mehr viel, tut mir leid für's Kind.

    Ich weiß, dass ich diese Arbeitsecke steuerlich nicht absetzen kann, weil sie nicht die Anforderungen eines Arbeitszimmers erfüllt.

    Darum würde mich interessieren, wie ihr dieses Problem gelöst habt.

    Das Problem kannst du nicht lösen. Aber alles andere was du für deine Arbeit brauchst, jedes Mousepad, jede Büroklammer, kannst du steuerlich absetzen. Ich weiß nicht, welche Antworten du dir hier erhoffst.

    Als ich mein Arbeitszimmer wegen des Nachwuchses räumen musste, habe ich mir ein externes in derselben Straße wie unsere Wohnung anmieten können. Das war meine Lösung.

    Hier in meiner Region haben wir einen wirklich eklatanten Mangel an Grundschullehrkräften. Und das liegt auch an den hier nicht vorhandenen Ausbildungsplätzen.

    Unsere "Elite"uni hat keine Studiengänge für die Primarstufe. Ich bin mir sicher, wenn man hier das "Lehramtsstudentenleben" genießen könnte und nicht nur das meist nervige Referendariat, würden auch viel mehr ausgebildete Lehrkräfte im "Westzipfel" bleiben. Ich wäre auch gern an meinem Studienort geblieben, wenn es nicht wichtige persönliche Gründe für einen Wegzug gegeben hätte. (Aber hier fühle ich mich seit Jahrzehnten auch wohl.)

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