Beiträge von DeadPoet

    Ich kann mir vorstellen, dass das KM wenn die Abi / Abschluss-Prüfungen vorbei sind, die 5. Klassen, geteilt auch bei Inzidenz über 100, wieder an die Schulen holt (würde ich durchaus verstehen können ... vielleicht auch die 6.)

    1) Ich wollte einen Beruf, in dem ich mit jungen Menschen arbeiten kann, aber eher weniger mit kleinen Kindern (=> Gymnasiallehrer). Ich wollte einen Beruf, in dem ich eine gewisse Eigenverantwortung und Selbständigkeit habe und vielleicht auch etwas bewirken kann (ob das nun Realität geworden ist, sei dahin gestellt). Ich wollte keinen Beruf, in dem man jeden Tag die exakt gleichen Aufgaben hat, exakt das Gleiche macht. Ich interessiere mich auch privat unheimlich für Geschichte und Englisch ist in unserem Haus sowieso zweite Muttersprache (nicht wirklich, aber was Literatur, Film, Musik usw. betrifft schon).

    Dass das Lehramt ein recht sicherer und in meinen Augen gar nicht schlecht bezahlter Beruf ist, bestärkt einem dann in dem Entschluss. Allerdings ... als ich mich dafür entschied, war die Chance, Lehrer werden zu können, extrem gering (Einstellungszahlen). Ich bin also durchaus ein Risiko eingegangen.


    2) Ja. Ich mag meine Fächer immer noch, ab und zu habe ich das Gefühl, bei jungen Menschen etwas bewirkt zu haben und langweilig wird's nun wirklich nicht.


    3) Keine Ahnung, musst Du sie fragen. Man kriegt da recht wenig Rückmeldungen. Negative Rückmeldung kam bisher auch nie, aber würden sie sich's trauen? Positive Rückmeldungen gab es (und da waren ein paar dabei, die tragen einen durch viele bescheidene Zeiten) und meine Kinder stießen in ihrem Freundeskreis immer mal wieder auf ehemalige SchülerInnen von mir. Die scheinen dann - nachdem was sie meinen Kindern erzählt haben - ganz zufrieden mit mir gewesen zu sein. Aber nochmal: Wer mich für einen Idioten hält, wird das evtl. auch meinen Kindern nicht sagen ...


    Bonusfrage: Kommt drauf an. Natürlich könnte man sich darauf ausruhen. Andererseits gibt es mir auch eine gewisse Sicherheit, nicht sofort Eltern oder dem Chef nachzugeben.

    Geht mir genau so ... (außer, dass ich kein Schulkind mehr im Haus hab ... aber meine Tochter hat nach dem Studium eine Stelle und ist auch nicht glücklich, weil die Arbeit auch bei ihr pandemiebedingt ganz anders ist, als sie gedacht hat ... und auch da weiß man langsam nicht mehr, wie man Mut machen soll).

    Wenn es nur die Möglichkeit des Schnelltests an der Schule gäbe, könnte ich manche Eltern ja noch verstehen (Kind wird vor der ganzen Klasse "positiv" getestet). Aber da man bei uns auch mit einem PCR- oder Schnelltestergebnis kommen darf (nicht älter als x-Stunden, je nach Inzidenz) kann es das auch nicht sein ...

    Ich hoffe, dass so langsam ein Hauch von Normalität dann wieder einkehrt. Die Selbsttests (wir haben ja die Q12 vollständig und die Q11 im Wechsel im Haus) haben schon eine gewisse beruhigende Wirkung (und mit SchülerInnen in dem Alter auch in der Durchführung ok ... da erwarte ich in der Mittelstufe, wenn die dann mal kommt, größere Probleme).

    Und wenn jetzt die Impfungen wirklich auch für die meisten Lehrkräfte anfangen ... ich verspüren einen Hauch von Optimismus ...

    So ... die Kolleginnen und Kollegen an unserer Schule (Gymnasium) haben jetzt Impftermine angeboten bekommen. Der erste ist diesen Samstag, der zweite in den Pfingstferien. Auch wenn mich die Termine etwas ... verwundern ... ich werde sie wahr nehmen.

    DeadPoet : Ja, es war möglich mit Notabitur usw, aber das ist doch kein Vergleich - finde ich. ZB kannst du dich ja auch jahrelang von zB Kartoffeln ernähren ohne großen Schaden davonzutragen, aber wenn es anders geht und besser wäre... Dass hier Kriegssituationen als Vergleich herangezogen werden spricht doch schon Bände, oder? Ich mein, Kinder, die ein Notabitur etc erleben nehmen davon doch etwas mit, einen kleinen "Schaden", eine "Delle" (oder "Dullackn", wie man in Niederbayern so schön sagt), das könnte man doch den Kindern heute ersparen - meine ich und genau DAS ist die Frage - Luftfilter, mehr Personal, Testungen, Unterrichtsreduktion etc und jedes GS-Kind könnte jeden Tag zur Schule. DAS wäre doch 21. Jahrhundert, oder?

    Ich hab nicht nur Krieg als Beispiel heran gezogen ... genau das doch aber ist die Frage: Wie viel "Delle" muss sein und was kann durch Testungen usw. ausgeglichen werden. Nur ... darüber streiten sich sogar die Fachleute (die Mehrheit der Infektologen scheint allerdings inzwischen GEGEN Präsenzunterricht zu sein, aber da sieht ja jeder nur seinen Bereich. Die Mehrheit der Entwicklungspsychologen ist wohl dafür). Mehr Personal und Luftfilter wären toll, sind aber aus meiner Sicht im Moment Wunschdenken (bei uns hat sich der Stadtrat gegen Luftfilter ausgesprochen ...). Ich bin dafür, nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern und Großeltern zu sehen und generell bin ich (nicht nur wegen der oben geschilderten privaten Betroffenheit) eher ein übervorsichtiger Mensch.

    Wenn es dumm läuft ... ist eine "Delle" das Schlimmste was den Kindern mit Distanzunterricht passieren kann (ich bin jetzt mal soweit Optimist, dass ich sage, es geht maximal nur noch um dieses Schuljahr und das nächste läuft wieder normal).

    Was ist das Schlimmste, was den Kindern im Präsenzunterricht passieren kann?

    Vielleicht habe ich als Geschichtslehrer da ein schiefes Bild ... aber ... alle Generationen, die Katastrophen, Pandemien, Kriege (auch als Kinder) durchleben mussten, kamen wieder auf die Beine (oder wie mein Onkel sagte: "Aus uns ist trotz Notabitur auch was geworden"). So schlimm einige Zeit Bildungsausfall ist, das kann aufgeholt werden, "gerichtet" werden ... oder man kann (je nach Jahrgangsstufe) sogar sagen, dass das zwar gut im Unterricht gewesen wäre, wenn es angesichts einer Katastrophe aber weg fällt, geht es auch ohne.

    Menschen, die an der Pandemie sterben oder schwer mit Folgeschäden erkranken ... die können das nicht mehr "aufholen" oder das kann nicht "gerichtet werden".

    Ich formuliere das jetzt evtl. härter, als ich es sonst tun würde (liegt evtl. auch daran, dass eine Cousine von mir mit Covid auf Intensiv liegt und auf der Station KEIN weiteres Bett mehr frei ist) ... aber irgendwie habe ich schon manchmal das Gefühl, dass unsere Gesellschaft Prioritäten in einer Zeit setzt, in der tausende Menschen mit dem Tod konfrontiert sind, die man evtl. überdenken sollte. Auch ein Maß "Normalität" wird gewünscht (gefordert), das einfach im Moment nicht möglich ist. Natürlich sehe ich, dass jüngere Kinder bei Distanzunterricht nicht gut klar kommen, die Eltern oft als Ersatzlehrer einspringen müssen (und wenn sie das nicht können, geht die Schere in der Bildung auseinander) ... aber was sind die Alternativen? Gerade mit Mutationen?

    Wir haben in vielen Kreisen eine Inzidenz über 100 ... da finde ich, sollte man nicht über mehr Öffnung diskutieren.

    Ich hab gestern erst zu meiner Frau gesagt, dass der, der Mebis (diese bayerische Lernplattform, die es so gut schafft, nützliche Funktionen hinter irreführenden Bezeichnungen zu verstecken) programmiert hat, auch für Cubase verantwortlich ist. Das Ding ist KOMPLIZIERT. Aber die Funktionen sind schon gewaltig (also "mehr können" definitiv). Intuitiv ist es in vielen Bereichen NICHT. Für's Abmischen find ich es aber sehr gut, da sieht die Benutzeroberfläche einfach wie ein richtiges Mischpult aus.

    Ich bin dazu über gegangen, einfache Dinge in Audacity zu erledigen und für bestimmte Arbeitsschritte dann Cubase zu verwenden. Ich hab Cubase auch nur, weil es das im Bundle mit irgendwas anderem gab (dem Pod Go?).

    Hm ... ja, ich hab für die Musik auch einige Teile angeschafft, in den letzten Monaten. Ampitube und Cubase für den PC, dazu ein Pod Go ... damit kann ich nun recht "professionell" Gitarre, Gesang u.a. auf dem PC aufnehmen ... leider spiel ich selbst kein Schlagzeug und Sohnemann (der das tut) mag E-Drums überhaupt nicht.

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