Pekuniäre Interessen!
Ich hoffe, dass das jetzt genau so Ironie ist, wie die Berufung oben. Wer nur aus finanziellen Interessen Lehrer geworden ist, hat irgendwo mein Unverständnis und Mitleid (seine SchülerInnen haben ebenfalls mein Mitleid). Wer aus "pekuniären Interessen" Lehrer wird ... äh ... hat es zu mehr nicht gelangt? Bei entsprechender Qualifikation kann man doch - wie manche hier so gerne betonen - in der freien Wirtschaft viel mehr verdienen ...
Ich denke schon, dass man seinen Beruf auch nach Interessen wählt - was NICHT heißt, dass man soviel Spaß dabei haben muss, dass man umsonst arbeitet bzw. sich ausbeuten lässt.
Warum ich Lehrer bin? Ich wollte tatsächlich mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ihnen etwas beibringen, sie als Pädagoge begleiten. Das bedeutet aber nicht, dass ich das für lau oder für einen Hungerlohn machen würde. Natürlich will ich dafür auch vernünftig bezahlt werden (was auch - nach meinem Empfinden - der Fall ist), denn ich glaube, dass ich auch eine vernünftige "Leistung" erbringe. Ich halte unsere Mehrarbeitsregeln auch für ausbeuterisch und habe deshalb auch schon mal Dinge nicht mehr angeboten, die das Schulleben bereichert hätten. Ich arbeite, um zu leben. Dass ich dabei etwas tue, was mich interessiert, ist gut so und sollte so sein. Aber Schule ist nicht mein "Hobby" und ich bin nicht mit ihr (und auch nicht mit den Schülern) "verheiratet".