Beiträge von DeadPoet

    Ich habe nicht beurteilt, ob die AfD demokratisch ist oder nicht, sondern inwiefern die LpB überparteilich ist, wenn sie eine Partei kritisiert.

    "noch dazu, wenn sie nicht verboten ist" - und auf den Zusatz habe ich mich bezogen. Und natürlich kann man überparteilich sein (die LpB kritisiert weder SPD, noch CDU, noch mittlerweile die Grünen etc - egal, wer in dem Bundesland gerade Regierungsverantwortung trägt) und gerade EINE bestimmte Partei kritisieren, weil das Verhalten dieser Partei eben nicht bestimmten Grundlagen entspricht.

    Beweisen lässt sich wohl weder das eine, noch das andere.Die LpB versteht sich selbst als "überparteilich". Ich weiß nicht, ob sie diesem Anspruch gerecht wird, wenn sie vor einer Partei warnt (noch dazu keiner verbotenen).

    Och, bitte jetzt aber nicht das Argument "die Partei xy ist harmlos/demokratisch, weil sie nicht verboten ist" ... die NPD ist auch nicht verboten - ist die damit demokratisch? Es gibt viele Gründe, warum eine Partei nicht verboten wird.

    Da stimmt ich Dir zu. Ich wollte nicht sagen, dass die Kritik heute unterbleiben sollte, weil sie damals (womöglich) auch unterblieben ist.
    Mir ging es darum, dass Parteipolitik im Unterricht, vor allem von einer Regierung gegen die Opposition, ein G'schmäckle hat - das des Wahlkampfs.

    Ich halte die von einer LpB geäußerte Kritik einer Oppositionspartei vor allem für ein Mittel zu dem Zweck, die politische Konkurrenz madig zu machen.
    (Das heißt nicht, dass an der Kritik nichts dran ist oder ich sie nicht womöglich teile.)

    Ich muss immer daran denken, wie ich das fände, wenn die andere Partei an der Regierung wäre und ihre Agenda in den Unterricht bringt bzw. die Lehrer das dann ausführen müssen.

    Ich glaube, da schätzt Du die LpB falsch ein. Es geht hier um was anderes, als politische Konkurrenz madig zu machen - denn wenn an der Kritik was dran ist, ist die AfD eben nicht nur eine politische Konkurrenz (meiner Meinung nach IST an der Kritik was dran). Ich kenne keine Unterrichtshilfe irgendeiner LpB, in der im Unterricht die CDU, die SPD, die Grünen etc. "madig" gemacht würden, ganz egal, wer in dem entsprechenden Bundesland gerade an der Regierung sitzt. Die Lehrer MÜSSEN das übrigens auch nicht ausführen.

    Die AfD ist ja auch im Kuratorium der LpB vertreten, allerdings mit weniger Vertretern als z.B. Grüne und CDU.Ich glaube nicht, dass die AfD die LpB abschaffen würde, wenn sie regieren würde. Ich glaube, dass die AfD dann die LpB genau so nutzen wurde, wie bisherige Regierungen auch.


    Wäre Interessant mal ein paar Heftle der LpB aus den 70ern daraufhin zu untersuchen, ob dieses "kritische Ansprechen" von Nazis im Landtag auch dann ein Muss ist, wenn sie zur Regierungs-, bzw. der Partei gehören, die im LpB die Mehrheit hat.

    Naja, wir sind aber nicht in den 70ern, sondern im hier und jetzt. Ich finde es wenig brauchbar, 40 Jahre in die Vergangenheit zu greifen ("ah, die haben damals aber auch (nicht) ..." - nur weil ich damals etwas nicht getan habe, heißt es ja nicht, dass man es heute auch nicht tun sollte), um heutiges dummes Verhalten zu entschuldigen (relativieren?). Eigentlich müsste die Menschheit sich ja weiter entwickeln, aus Fehlern lernen, eigene Dummheit/Beschränktheit/Borniertheit zurück fahren ... danach sollten wir streben.
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    Nein, Nebenjob hab ich keinen. Dafür hab ich mit Familie (2 Kinder) und Hobbys (z.B. Musik machen) keine Zeit und auch keine Lust. Mir mangelt es weniger an Geld als an Zeit. Ich spiel in einer Band und wenn man so will, ist das ein minimaler Nebenjob - ich seh das aber als Hobby.

    Nur zur Sicherheit und evtl. eine Antwort, die Dir hilft:
    Ich würde niemals behaupten oder erwarten, dass man 23 Wochenstunden als Berufsanfänger so perfekt vorbereiten kann, wie es im Ref bei 8-14 Wochenstunden erwartet wird/wurde.
    Bzgl. der Probezeit sollte man sich nicht die großen Sorgen machen ... ein paar weniger gute Unterrichtsstunden reichen da nicht aus, um die Probezeit nicht zu bestehen. Die meisten Schulleiter, die ich kenne, erwarten auch keine "Showstunden", wie sie z.T. im Ref gehalten wurden, sondern einfach nur vernünftigen "Alltagsunterricht". Und manchmal muss halt "Wir machen Buch S.10-12" reichen.

    Doch ... und nun?
    Bzw. "gehalten habe", das ist doch schon etwas her. Ich hab im Referendariat schon 18 Wochenstunden z.T. gehabt ... da ist es auf 23 nur noch eine Englischklasse.

    Unterlagen bekommt man nicht, die besorgt man sich oder macht selber (passt dann auch besser zur eigenen Lehrerpersönlichkeit).

    Gegen was willst Du Dich wehren? Du bist mit Deiner Berufsausbildung fertig. Der Beruf beinhaltet eine bestimmte Anzahl von Wochenstunden Unterricht - in meist zwei Fächern. Ja, wenn man Pech hat, sind das Klassenstufen, die man im Ref nicht unterrichtet hat und auch keine Parallelklassen. Das ist aber im Rahmen des Normalen und nichts, was man als Berufsanfänger einfordern kann (auch später meist nicht). Bei uns versucht der Personalrat auf bestimmte Dinge zu achten (Anzahl korrekturintensiver Klassen, Oberstufe etc), aber immer geht halt nicht alles. Im Extremfall hab ich halt viele verschiedene Klassen und / oder viel Oberstufe.
    Klar gibt es Situationen/Schuljahre, da ist das ziemlich stressig und evtl. kann ich mir halt das Problem mit bestimmten Fächern nicht so vorstellen, weil ich sie nicht unterrichte. Meist muss man aber durch so eine Situation einfach durch und das gehört in einem bestimmten Rahmen (ohne Angaben weiß ich ja nicht, ob der bei Dir eingehalten wird) zum Beruf.
    Wenn es um den Stundenplan geht - 10 Stunden am Tag sind zu viel - sollte man mit dem Stundenplaner reden. Vielleicht müsstest Du etwas konkreter werden ... z.B. auch Fächer angeben und Schulform.
    Die ersten Besuche kamen kurz vor oder nach Weihnachten ... fachfremd musste ich im ersten Jahr nicht, dann schon. Fachfremder Unterricht durfte damals bzgl. Beurteilungen nicht negativ gewertet werden.

    Elternabend ist für Eltern.
    Ich möchte da nicht hingehen, weil ich sonst ständig aufpassen muss, dass ich nichts sage, was abwesende Eltern als "entgangene wichtige Information" werten können (das hab ich dem Elternvertreter auch schon einmal so gesagt). Ich möchte auch in so einer "ungezwungenen" Atmosphäre nichts über Kollegen hören oder sagen müssen.
    Die Eltern mögen bitte verstehen, dass ich Lehrer bin, aber auch Ehemann, Familienvater etc und auch mal Freizeit brauche. Lehrer ist bereits ein Beruf mit 40+ Wochenstunden und meine Abende sind meist verplant (entweder mit Erholung, der Ausübung eines Hobbys - also z.B. Bandprobe, mit Unternehmungen mit Ehefrau / Familie, sogar mit Arbeit - Korrekturen - oder mit Verpflichtungen - Teilnahme an Elternabenden, aber als Vater meines Kindes).

    Und: Ich bin halt nicht Grundschule, von daher wohl einfacher.

    Nein, ich gehe zu so etwas nur, wenn ich wirklich will bzw. es für sehr, sehr nötig erachte (weil ich eben Dinge erfahre). Falls beides nicht der Fall ist, bleibe ich guten Gewissens daheim.

    Und Whatsapp hab ich nicht (und mein Wissensstand ist, dass ich das Zeugs dienstlich sogar nicht nutzen darf/soll).

    Das Meldeportal der AfD Ba-Wü ist down, ich bin betrübt.

    Waren die 1000 Andromeda Galaxien doch zu viel ...

    Auf der Hamburg Seite stehen ein paar interessante Dinge:

    "Schüler, die den Verdacht haben, Verstöße gegen das schulische Neutralitätsgebot wahrzunehmen, sollten das Gespräch mit dem Fachlehrer oder ggf. seinem Vorgesetzten, also einem Mitglied der Schulleitung, suchen und beschreiben, wie sie die Situation im Unterricht erlebt haben. Hierbei ist es wichtig zu begründen, warum sie darin einen mutmaßlichen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot sehen. In der Regel lässt sich mit einem persönlichen Gespräch die Sache klären und auch eine Verhaltensveränderung erreichen, wenn wirklich gegen das Neutralitätsgebot verstoßen wurde.
    Um solch ein Gespräch mit dem Lehrer erfolgreich führen zu können, bedarf es einigen Mut und entsprechendes Vorwissen. Die Rechtshinweise auf dieser Seite stellen hierfür eine gute Grundlage dar, aber im Zweifel sollte man auch bei einem unguten Gefühl das Gespräch mit dem Fachlehrer suchen."

    Da gehe ich jetzt fast konform (außer dass ich mir wünschen würde, dass man immer erst mit dem Fachlehrer spricht und erst dann mit dem Vorgesetzten).


    "Allerdings kann es Situationen geben, in dem sich Schüler oder auch Eltern nicht getrauen oder nicht kompetent genug fühlen, Probleme direkt mit dem Lehrer oder Schulleiter zu besprechen. Vielleicht auch, weil sie persönliche Nachteile befürchten. Dann kann es hilfreich sein, sich an Dritte zu wenden.
    In solchen Fällen machen wir im Rahmen unserer Aktion „Neutrale Schulen Hamburg“ ein Angebot: Mutmaßliche Verstöße gegen das Neutralitätsgebot können uns vertraulich über das folgende Kontaktformular oder über eine Nachricht an die unten angegebene E-Mail-Adresse berichtet werden."


    So ... und was befugt die AfD nun, sich hier als kompetente Dritte anzudienen? An die Deutschlehrer: "Allerdings kann es Situationen geben, in dem (sic!) sich Schüler oder auch Eltern nicht getrauen" (usw.) ... gruselt es Euch auch schon?

    Das ist eben die große Gefahr, wenn man es allen recht machen will.
    Alternativvorschlag: Einen Brüller loslassen, dass den Gofen die Ohren schlackern. Muss man aber üben, sonst klingt es unsouverän und geht auf die Stimmbänder.

    Da ich nicht an der Grundschule unterrichte, ist dass durchaus (m)eine Art, für Ruhe zu sorgen. Wirkt sofort ... ;)

    a) Freiplätze dürfen in Bayern (soweit ich weiß) angenommen werden, wenn man sie angeboten bekommt. Einfordern darf man sie nicht.

    b) Leider leisten wir uns ein Fahrtenprogramm, das das Budget sprengt. Die meisten Kollegen/Kolleginnen akzeptieren dann halt, dass sie - entgegen der Rechtslage - nur einen Teil ihrer Kosten bekommen.

    c) Das letzte Mal, als wir das Budget sprengten, hat der Elternbeirat die Differenz bezahlt (nicht gerade der Sinn, oder?).

    Ich würde lieber Fahrten streichen (oder die Ziele etwas runterschrauben). Natürlich würden sich Eltern und Schüler beschweren (wenn z.B. das Skilager ausfällt) ... und klar ist das schade. Aber anders wird wohl kaum Druck nach oben aufgebaut, das Budget (das ja wirklich klein ist) aufzustocken.

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