Beiträge von Brick in the wall

    Ich habe den Eindruck, dass die, die bei uns seltener im LZ präsent sind, auch deutlich weniger über das informiert sind, was in der Schule so passiert. Das ist ein Nachteil.

    Ansonsten ist es wie in jedem Beruf: Mit manchen Kollegen kann man auf der zwischenmenschlichen Ebene besser arbeiten als mit anderen.

    Schülerinnen und Schüler brauchen aber Lehrerinnen und Lehrer, die den Kontakt nicht scheuen. Das ist für mich eine Grundbedingung für den Beruf. Ohne das jetzt in deinem Fall beurteilen zu können, aber Unterrichtsstunden, die man als Student im Rahmen eines Praktikums hält, sind auch auf der menschlichen und kommunikativen Ebene eine ganz andere Nummer als die verantwortliche Leitung einer Klasse.

    Sorry, da würde ich gar nicht lange fackeln. Attestpflicht und fertig. Und wenn das Mißtrauen gegenüber den Eltern deutlich macht, ist ja hier auch angebracht. Verstehe nicht, warum diese Möglichkeit hier umgangen werden soll.

    Weil ich nach Ideen suche, die dazu führen, dass der Schulbesuch regelmäßig erfolgt, ohne gleich fast das ganze formale Pulver zu verschießen. Mir ist durchaus bekannt, dass ich die Möglichkeit hätte, das Jugendamt einzuschalten. Mit denen habe ich zum Glücl wenig Erfahrungen. Die Erfahrungen, die ich gemacht haben, lassen mich aber mehr als sicher dran zweifeln, dass sie irgendwie eingreifen würden, wenn der Fall so ist, wie ich ihn beschrieben habe.

    Ja, er ist im soliden Bereich.
    Vielleicht habe ich mich ungenau ausgedrückt. Die Elern sagen, er sei krank. Nur eben immer zeitweise (Magen-Darm, Erkältung usw.).

    Wir haben mit der Attestpflicht in der Oberstufe ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass diejenigen, die wir als Schwänzer im Verdacht haben, darüber nur kalt lächeln.

    Habt ihr eine bewährte Methode aus der Praxis für einen vergleichbaren Fall?

    Schüler (Jg.9) fehlt in diesem Schuljahr häufig, an ca. 20-25% der Schultage ist er nicht da, oft mehrere Tage am Stück. Alle Fehlstunden sind entschuldigt, er wird regelmäßig und pünktlich von den Eltern abgemeldet. Ein Muster (immer montags, immer bei Klassenarbeiten etc.) liegt nicht vor. Elterngespräch hat stattgefunden, vor allem vor dem Hintergrund, den Eltern mitzuteilen, dass so häufige Erkrankungen nicht normal seien und auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hindeuten könnten. Das wurde zur Kenntnis genommen, seitdem ist die Situation unverändert. Laut Aussage der Eltern liegt keine chronische oder ernsthafte Erkrankung vor.

    Einen Anhaltspunkt, dass geschwänzt wird, gibt es nicht.

    Mir ist natürlich klar, dass niemand im Detail über seinen Gesundheitszustand rechenschaftspflichtig ist, das ist auch richtig so. Mit gesundem Menschenverstand muss ich aber abstreiten, dass jemand über einen längeren Zeitraum an 1 bis 2 Tagen pro Woche erkältet ist oder sich allgemein nicht wohl fühlt, wenn gleichzeitig nach eigener Aussage nichts anliegt.

    Die Fehlzeiten haben sich über die letzten Jahre ziemlich regelmäßig gesteigert.

    In NRW gibt es in besonderen Fällen die Möglichkeit, Attestpflicht etc. einzuführen. Hat jemand einen Tipp, wie man das evtl. umgehen kann (das macht ja auch Misstrauen gegenüber den Eltern deutlich), gleichzeitig aber einen regelmäßigen Schulbesuch sicherstellen kann?

    Und klar ist: Wer krank ist, ist krank und soll zuhause bleiben!

    Soviel zur Theorie.

    Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, dass die durchschnittlichen V-Plan-Macher z.B. Mütter in Teilzeit einteilen, wenn die Kinder aus der Kita abgeholt werden müssen. Wirklich nicht.
    Und dass nur diejenigen vertreten können, die gerade Zeit haben, sollte eigentlich nicht diskutiert werden müssen.

    Meine Erfahrung mit mittlerweile 5 versch. V-Plan-Machern: Man kann mit Leuten reden, dann wird man auch mal nicht eingeteilt. Umgekehrt zeige ich aber auch nicht den Mittelfinger, auch verbal nicht. Natürlich bleiben bei uns mal Leute länger oder kommen früher. Aber Vertretungen liegen immer nahtlos am regulären Unterricht.

    Ich habe jetzt keine Lust, das nachzuschlagen, meine aber, dass man in NRW schon die erste Vertretung bezahlt bekommen, wenn man in Teilzeit arbeitet.

    Ich würde von der arbeitsteiligen Erarbeitung absehen. Die Konflikte sind so umfangreich, dass das Schüler eigentlich nur überfordern kann, wenn man z.B. allein die Frage nimmt, wer im Nahen Osten Konfliktpartei ist. Oder wer in und um Syrien warum mit wem verbündet oder verfeindet ist.

    Meine Erfahrung: Lieber einen Konflikt mit nicht zu vielen Konfliktparteien nehmen. Auch an dem sitzt man länger.

    Wenn es eine aus deiner Sicht besondere Situation ist, kannst du auch besonders reagieren. Du hast niemanden beleidigt und wurdest hoffentlich verstanden.

    Ja, ich gehe manchmal unzufrieden aus einer Klasse- Mal liegt das an mir, mal ander Klasse, mal an beiden. Und manchmal weiß ich es auch nicht so genau.
    Wie ich damit umgehe? Möglichst schnell anhaken. Und wenn ich der Meinung bin, mich für etwas entschuldigen zu müssen, dann tue ich das. Für dein Verhalten würde ich mich aber nciht entschuldigen, erst recht nicht 2 Monaten später.

    Du musst (fast) alles schlucken, was man dir serviert; das wird erwartet und wer das verweigert, wird diversen "Sonderbehandlungen" zugeführt

    Das ist eine stark verallgemeinernde Aussage, die so einfach nicht stimmt. Ich will nicht bestreiten, dass es im Ref Ungerechtigkeiten geben kann, aber es kann ebenso eine gute und fundierte Ausbildung und umfassende Vorbereitung auf das Berufsleben sein.

    Es sollte also endlich mal damit aufgehört werden, angehenden Refs schon Angst zu machen, bevor das Ref begonnen hat. Das wird nämlich allen, die an der Ausbildung beteiligt sind und nach bestem Wissen und Gewissen einen guten Job machen, nicht gerecht. Und bringt die Refs in eine Situation, in der sie fast nur scheitern können. Wie die Schüler, die am Tag vor einer Arbeit schon wissen, dass es mit viel Glück noch eine 5 wird.

    Und: Nein, ich bin kein Fachleiter und kein Ausbildungsbeauftragter.

    Das ist alles schwierig zu beantworten.

    G/Info ist sicher eine ungewöhnliche Kombination, aber diu weißt nicht, an welche Schulen du geraten könntest. Vielleicht triffst du auf eine Schule, die in x Jahren in diesen beiden Fächern einen Mangel hat, aber nur eine Stelle ausschreiben darf. Dann bist du sehr gefragt. Vielleicht triffst du aber auch auf eine Schulleitung, die nur Personen mit mindestens einem Hauptfach einstellen will, weil jemand mit G/Info nie Klassenlehrer werden kann. Oder vielleicht sind gerade ein oder zwei Jahre vorher Lehrkräfte für Info eingestellt worden, so dass der BEdarf da erstmal gedeckt ist.

    Was das Drittfach angeht, ist das auch schwer zu sagen. Ich bin über mein (gesuchtes!) Drittfach an eine Stelle gekommen. Ich hatte das FAch vor über 20 Jahren aufgrund von damals aktuellen Bedarfsprognosen bewusst ausgewählt. Klar, das Studium hat sich dadurch verlängert. Mir hat es nicht geschadet.

    Und zur letzten Frage: Der sog. Schweinezyklus ist auf dem Lehrerarbeitsmarkt ein guter alter Bekannter, aber darauf kann man sich nicht verlassen.

    Wenn du 2019 Abi machst, dann wirst du in frühstens 6 (?) Jahren mit der Ausbildung fertig sein. Was genau dann los sein wird, weiß hier niemand. Die Alterstruktur der Kollegien kennt man zwar, aber andere Dinge eben auch nicht. Dass z.B. im Zuge von 2015 der Lehrerarbeitsmarkt eine ganze Weile komplett leer war, insbseondere bei DaZ-Lehrkräften, tauchte in keiner Prognose auf.
    Das hilft die alles nicht sehr viel weiter, weiß ich. Aber es ist leider so, dass es die Topantworten nicht gibt.

    Meine Meinung zu dem Fragesteller: Das ist wieder so einer, der in der freien Wirtschaft nicht unterkommt und jetzt aufgrund der Radiowerbung (ja, die gibt es in NRW echt, in Sachsen auch?) jetzt auf Lehramt machen will und meint, daß ihn da alle doch hofieren müssen, weil ohne Quereinsteiger wie ihn der Laden doch zusammenbrechen würde.

    Nichts davon kann man aus dem Post herauslesen. Mich würde es zwar auch wundern, wenn man ohne richtig triftigen Grund am Anfang der Ausbildung eine Woche in die USA fliegen könnte, trotzdem sollte man auf dem Teppich bleiben und die Erfahrungen, die an der eigenen Schule mit anderen Leuten gemacht wurden, nicht pauschalisieren.
    Das mögen wir ja umgekehrt auch nicht, wenn es um den Halbtagsjob, den Tennisplatz, die Ferien, die Benotung und und und geht.

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