Beiträge von Brick in the wall

    Zum eigentlichen Thema:
    Eigentlich habe ich ein recht dickes Fell, wenn irgendjemand irgendwas über "die" Lehrerinnen und Lehrer kundtut.

    Bei dieser Provokation hier fällt mir das aber ziemlich schwer - oder ich habe die satirische Absicht nicht verstanden, vielleicht ist die ja im vorletzten Absatz.
    http://www.faz.net/aktuell/feuill…lehrer-15848449

    Schade, dass die FAZ sowas nötig hat. Die haben eigentlich ein gutes Team, das über Bildung, Schule etc. schreibt.


    -> Zu seinem letzten Lernplan sagte er nur: "Ich weiß gar nicht, ob ich das zeitlich schaffe... hab viel zu tun in meiner Freizeit."

    Hab keine Ahnung, wie ich das einordnen soll...

    Die Einordnung hat er ja selber vorgenommen: Schulischer Erfolg steht auf der Priritätenliste ziemlich weit hinten. Solange sich das nicht ändert, wird er die Konsequenzen tragen müssen. Als Schule kann man dann zwar Angebote machen, aber mehr auch nicht.

    Gibt es bei euch die Möglichkeit eines Langzeitpraktikums für Schüler, deren Abschluss gefährdet ist?

    Wenn alles gute Zureden nicht hilft, ist es leider so, wie Morse sagt. Der Einfluss von Eltern und Lehrern ist begrenzt. ich kenne ein paar vergleichbare Fälle, die dann zumindest bei uns auf der Schule gegen die Wand gefahren sind. Auf der dann folgenden Schulform ging es teilweise besser.

    Ein Königsweg ist das zwar wirklich nicht, ich rate aber meist dazu, dann zum Halbjahr eine Klassenstufe zurückzugehen. Wer sich die komplette 9 hängen lässt, wird die Versetzung nicht schaffen. Falls der Warnschuss mit dem Rückgang etwas bewirkt, hätte er im nächsten Durchgang die Chance, in der 9 von Anfang an etwas zu verbessern. Ggf. müsstest du nachsehen, ob bei euch einmal augesprochene Versetzungen erhalten bleiben.

    Naja, vielleicht erledigt sich diese Partei von selbst, in dem sie weiterhin alle verfassungsfeindliche Gesinnung zur Schau trägt.

    Leider ist diese Partei (relativ) groß geworden, weil/obwohl sie so ist, wie sie ist. Nach jedem Wechsel im Parteivorstand gab es eine Radikalisierung und zumindest bis jetzt einen Zuwachs an Wählerstimmen. Von selbst wird sich da nichts erledigen.

    Wer sich zu den Portalen äußern möchte:https://www.zeit.de/gesellschaft/s…icherung-lehrer

    Wer Deutschlehrer ist oder werden will, MUSS die deutsche Sprache sicher beherrschen, da gibt es gar nichts dran zu deuteln. Das muss aus meiner Sicht dem Ref gegenüber angesprochen werden, ich habe das bei Entwürfen auch schon immer mal wieder kritisiert.
    Einem Mathelehrer würde man eine Rechenschwäche auch nicht durchgehen lassen.

    Ohne jetzt auf die alte Leier, dass früher alles besser gewesen sei, reinfallen zu wollen: Bei uns nimmt die formal sichere Sprachbeherrschung in der Bewertung einen dermaßen geringen Stellenwert ein, dass es immer mal wieder erfolgreiche Abiturienten gibt, die die Rechtschreibung schlicht und einfach nur mangelhaft beherrschen. Sie geben dann an, "nicht drauf geachtet" zu haben. Und damit meine ich nicht de Konkunktiv II von selten benutzten Verben. Dass die Fähigkeit nicht irgendwann automatisch kommt, nur weil man diesen oder jenen Abschluss hat, ist klar. Leider.

    ich habe vor 20 Jahren mit dem Studium begonnen, die Rechtschreibung war Thema eines Seminars, allerdings unter dem Blickwinkel der Rechtschreibreform.

    Mir fällt ein: Wir hatten mal eine Referendarin, der ein längerer Auslandsaufenthalt nahegelegt wurde, um ihre Sprachkompetenz in einem ihrer Fächer zu verbessern. Wie gravierend die Probleme waren, kann ich nicht beurteilen.

    Wenn es um ein Klassenfest am Ende der gemeinsamen Zeit geht, sage ich, dass ich gerne komme, wenn ich als Gast eingeladen werde. Das bedeutet, dass ich nichts organisiere und dass die Initiative von der Klasse kommen muss, nicht von mir.

    Bei Elternstammtischen habe ich bisher immer mit der Begründung abgelehnt, dass meine Anwesenheit den Charakter der Veranstaltung ändert bzw. prägt. Wenn es also keinen handfesten Grund für meine Teilnahme gibt, also ein konkretes Anliegen an mich, dann komme ich nicht. Sage ich auch so, wurde bisher immer gut aufgenommen.

    [...]
    Du findest es vielleicht unkollegial in der Schulzeit krank zu sein und es kollegial sich bis in die Ferien zu schleppen. Ich empfinde es genau als anders herum so.
    [...]

    Ich finde es kollegial, wenn man für jemanden einspringt, der krank ist. Damit meine ich nicht die Übernahme von x Kursen/Klassen gleichzeitig, sondern von Vertretungsstunden im normalen Rahmen. Über einen längeren Zeitraum fällt da gelegentlich mal etwas an, gelegentlich erwischt dafür jeden auch selber mal eine Erkältung etc.
    In einem normalen Kollegium weiß das jeder und niemand wird schief angesehen, wenn er fehlt.
    Sich krank zu melden, wenn es nicht nötig ist, finde ich dagegen unkollegial, ja, das stimmt.
    Und damit bin ich raus aus der Diskussion.

    Sehe ich auch so.
    Wenn Kollegiumsmitglieder krank sind, springt jemand anderes ein. Wenn jemand verpasste Erholungszeit nachholt, führt das zu einer Mehrbelastung der Leute, die dann einspringen müssen. Welche Folgen das haben kann, ist bekannt.

    Ich würde mir die Kosten, die bei Tagesexkursionen entstehen, auch erstatten lassen. Das sind zwar meistens nur kleine Beträge, aber da geht es mir ums Prinzip.
    Gleiches gilt für Fortbildungskosten.
    Ich finde es schon ein starkes Stück, dass wir (NRW) Übernachtungs- und Fahrtkosten für Klassenfahrten erstmal (oft sehr lange) vorstrecken müssen und sie erst nach der Fahrt abrechnen können.

    Ich bin gerade nicht im Bilde, wie lange dienstliche Beurteilungen aktuell gültig sind.
    Seit ein paar Monaten gibt es aber neue Richtlinien für die Beurteilungen, es gibt ein punktesystem. Steht in einer der letzten Ausgaben vonS chule NRW.

    A15-Bewerbung:
    Der Schulleiter beurteilt dich.
    Dann kommt irgendwann (angekündigt) der Dezernent oder die Dezernentin der BezReg, du hast an dem Tag folgende Dinge zu tun:

    Eigene Unterrichtsstunde zeigen, inkl. Entwurf etc.
    Unterrichtsstunde in einem fremden Fach ansehen und nachbesprechen.
    Reflexion der Nachbesprechung.
    Leitung einer Konferenz von 45 Minuten (?) Dauer zu einem Thema, das zu der ausgeschriebenen Stelle passt.
    Reflexion der Konferenz
    Kolloquium von 60 Minuten Dauer.

    Auf der Basis des Prüfungstages und des Gutachtens erstellt die Bezirksregierung dann ein endgültiges Gutachten für das aktuelle Bewerbungsverfahren.

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