Beiträge von Brick in the wall

    Naja, vielleicht erledigt sich diese Partei von selbst, in dem sie weiterhin alle verfassungsfeindliche Gesinnung zur Schau trägt.

    Leider ist diese Partei (relativ) groß geworden, weil/obwohl sie so ist, wie sie ist. Nach jedem Wechsel im Parteivorstand gab es eine Radikalisierung und zumindest bis jetzt einen Zuwachs an Wählerstimmen. Von selbst wird sich da nichts erledigen.

    Wer sich zu den Portalen äußern möchte:https://www.zeit.de/gesellschaft/s…icherung-lehrer

    Wer Deutschlehrer ist oder werden will, MUSS die deutsche Sprache sicher beherrschen, da gibt es gar nichts dran zu deuteln. Das muss aus meiner Sicht dem Ref gegenüber angesprochen werden, ich habe das bei Entwürfen auch schon immer mal wieder kritisiert.
    Einem Mathelehrer würde man eine Rechenschwäche auch nicht durchgehen lassen.

    Ohne jetzt auf die alte Leier, dass früher alles besser gewesen sei, reinfallen zu wollen: Bei uns nimmt die formal sichere Sprachbeherrschung in der Bewertung einen dermaßen geringen Stellenwert ein, dass es immer mal wieder erfolgreiche Abiturienten gibt, die die Rechtschreibung schlicht und einfach nur mangelhaft beherrschen. Sie geben dann an, "nicht drauf geachtet" zu haben. Und damit meine ich nicht de Konkunktiv II von selten benutzten Verben. Dass die Fähigkeit nicht irgendwann automatisch kommt, nur weil man diesen oder jenen Abschluss hat, ist klar. Leider.

    ich habe vor 20 Jahren mit dem Studium begonnen, die Rechtschreibung war Thema eines Seminars, allerdings unter dem Blickwinkel der Rechtschreibreform.

    Mir fällt ein: Wir hatten mal eine Referendarin, der ein längerer Auslandsaufenthalt nahegelegt wurde, um ihre Sprachkompetenz in einem ihrer Fächer zu verbessern. Wie gravierend die Probleme waren, kann ich nicht beurteilen.

    Wenn es um ein Klassenfest am Ende der gemeinsamen Zeit geht, sage ich, dass ich gerne komme, wenn ich als Gast eingeladen werde. Das bedeutet, dass ich nichts organisiere und dass die Initiative von der Klasse kommen muss, nicht von mir.

    Bei Elternstammtischen habe ich bisher immer mit der Begründung abgelehnt, dass meine Anwesenheit den Charakter der Veranstaltung ändert bzw. prägt. Wenn es also keinen handfesten Grund für meine Teilnahme gibt, also ein konkretes Anliegen an mich, dann komme ich nicht. Sage ich auch so, wurde bisher immer gut aufgenommen.

    [...]
    Du findest es vielleicht unkollegial in der Schulzeit krank zu sein und es kollegial sich bis in die Ferien zu schleppen. Ich empfinde es genau als anders herum so.
    [...]

    Ich finde es kollegial, wenn man für jemanden einspringt, der krank ist. Damit meine ich nicht die Übernahme von x Kursen/Klassen gleichzeitig, sondern von Vertretungsstunden im normalen Rahmen. Über einen längeren Zeitraum fällt da gelegentlich mal etwas an, gelegentlich erwischt dafür jeden auch selber mal eine Erkältung etc.
    In einem normalen Kollegium weiß das jeder und niemand wird schief angesehen, wenn er fehlt.
    Sich krank zu melden, wenn es nicht nötig ist, finde ich dagegen unkollegial, ja, das stimmt.
    Und damit bin ich raus aus der Diskussion.

    Sehe ich auch so.
    Wenn Kollegiumsmitglieder krank sind, springt jemand anderes ein. Wenn jemand verpasste Erholungszeit nachholt, führt das zu einer Mehrbelastung der Leute, die dann einspringen müssen. Welche Folgen das haben kann, ist bekannt.

    Ich würde mir die Kosten, die bei Tagesexkursionen entstehen, auch erstatten lassen. Das sind zwar meistens nur kleine Beträge, aber da geht es mir ums Prinzip.
    Gleiches gilt für Fortbildungskosten.
    Ich finde es schon ein starkes Stück, dass wir (NRW) Übernachtungs- und Fahrtkosten für Klassenfahrten erstmal (oft sehr lange) vorstrecken müssen und sie erst nach der Fahrt abrechnen können.

    Ich bin gerade nicht im Bilde, wie lange dienstliche Beurteilungen aktuell gültig sind.
    Seit ein paar Monaten gibt es aber neue Richtlinien für die Beurteilungen, es gibt ein punktesystem. Steht in einer der letzten Ausgaben vonS chule NRW.

    A15-Bewerbung:
    Der Schulleiter beurteilt dich.
    Dann kommt irgendwann (angekündigt) der Dezernent oder die Dezernentin der BezReg, du hast an dem Tag folgende Dinge zu tun:

    Eigene Unterrichtsstunde zeigen, inkl. Entwurf etc.
    Unterrichtsstunde in einem fremden Fach ansehen und nachbesprechen.
    Reflexion der Nachbesprechung.
    Leitung einer Konferenz von 45 Minuten (?) Dauer zu einem Thema, das zu der ausgeschriebenen Stelle passt.
    Reflexion der Konferenz
    Kolloquium von 60 Minuten Dauer.

    Auf der Basis des Prüfungstages und des Gutachtens erstellt die Bezirksregierung dann ein endgültiges Gutachten für das aktuelle Bewerbungsverfahren.

    ich glaube nicht, dass man es sich mit der Reaktion auf die Ergebnisse so einfach machen sollte.

    Warum?

    Klar, jeder von uns stellt Klausuren oder Klassenarbeiten, die wir für machbar halten, sonst würde wir sie ja nicht stellen. Trotzdem gibt es immer wieder SuS, die daran scheitern. Das sind einerseits diejenigen, die keine Mühe in die Vorbereitung investiert haben, andererseits aber auch diejenigen, bei denen es nicht reicht. Die SuS der ersten Gruppe sind oft auch mal irgendwann motiviert gewesen, haben die Motivation aber verloren. Beide Gruppen haben Misserfolge, langfrisig nagt das an jedem.
    Und für einiges, was die Ergebnisse aussagen (sollen), ist es auch unerheblich, ob es dafür (z.B. für die Angst) einen handfesten Grund gibt oder nicht.

    Ich bin bei uns nicht in der Beratung tätig, bekomme aber öfter mal mit, wie oft sich SuS mit persönlichen Problemen an unser Beratungsteam wenden. Wir haben auch immer mal wieder SuS, die aufgrund psychischer Erkrankungen längere Zeit schulunfähig sind - wir sind keine Brennpunktschule o.ä., sondern gehören in NRW zum sog. Standorttyp I. Die div. Anlaufstation bei uns in der Gegen (Schulberatungsstelle, Kinder- und Jugendpsychiatrie ambulant, stationär und niedergelassene Ärzte) arbeiten an ihren Kapzitätsgrenzen.

    Ich habe keine Antwort darauf, woher das kommt, aber reine Einbildung kann das nicht sein.

    Die oft erhobene Forderung nach kürzeren Unterrichtszeiten halte ich nicht für die Lösung. Mein Eindruck, dass diejenigen, die das fordern (ich meine nicht die Kollegen hier im Forum) oft gleichzeitig 1001 Sache zusätzlich haben wollen, die vermeintlich völlig unverzichtbar für das spätere Leben ist. Und nicht zu vergessen, dass alles gestrichen werden soll, was "man" sowieso nie wieder braucht. Der allgemeinbildende Anspruch wird außer Acht gelassen, gleichzeitig (und das kann ich gut verstehen) tun sich viele Schulabgänger unheimlich schwer damit, zum richtigen Zeitpunkt eine Entscheidung zu treffen, wie es nach der Schule erstmal weitergehen soll. NRW forciert diesen Entscheidungsprozess ja seit einiger Zeit mit dem Programm KAoA.

    Ich habe mich schon oft gefragt, ob die von den Schülern genannten Probleme "früher" auch ähnlich auftraten, aber nur nicht so sehr bemerkt/thematisiert wurden, oder ob sie zunehmen.

    Und natürlich ist klar, dass auch vieles von außerhalb der Schule eine Rolle spielen kann, z.B. Erwartungshaltungen oder Vernachlässigungen von zuhause und die ja schon fast zwanghafte Pflicht, sich online gut zu präsentieren, um Likes zu bekommen - wehe, es gibt keine oder sogar noch schlimmer...

    Verstehen kann ich gut, dass die genannten Jugendlichen froh sind, überhaupt mal gefragt zu werden. Das geht uns ja nicht anders, wenn wir z.B. die vermeintliche oder tatsächlich praxisferne Schulauficht schimpfen.

    Das sind jetzt viele Aspekte, die man sicher auch anders sehen kann. Gar nicht gesprochen habe ich dabei davon, dass jede Schulform natürlich auch ihre Ansprüche stellen muss.

    Ich habe Mathe als Drittfach von Anfang an studiert.

    Wenn es Mathe sein soll, würde ich empfehlen, es von Anfang an zu belegen. Der zeitlche Aufwand ist zwar nicht wenig, aber der Vorteil ist aus meiner Sicht, dass dann alles ungefähr zur gleichen Zeit zum Abschluss kommt. Letztlich ist das aber eine Frage des persönlichen Empfindens. Nur man wissen, dass Mathe an der Uni und Mathe in der Schule zwei völlig verschiedene Welten sind. Das spricht aus meiner Sicht dafür, gleich am Anfang zu beginnen, denn dann ist noch zeitlich Luft, falls du merken solltest, dass die Unimathematik nichts für dich ist.

    Die Zertifikatskurse in NRW sind nochmal eine ganz andere Sache. Auf der einen Seite ein Studium, auf der anderen Seite ein einjähriger Kurs.

    Firelillys Anmerkungen kann ich ebenfalls nicht teilen. Die wenigsten Fachschaften konferieren am laufenden Band, außerdem empfinde ich ein drittes Fach auch als persönliche Horizonterweiterung und Abwechslung. Klar, man muss auch in der Vorbreitung vielseitiger sein, aber man kann mit 3 Fächern durchaus A15 werden, das geht. Und zwar ohne in der Schule zu übernachten oder an Burn-Out zu leiden.

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