Beiträge von Anna Lisa

    Du meine Güte. Man kann sich aber auch Probleme herbeikonstruieren. Da muss doch alles zusammenkommen. Eine Sprechunfähigkeit, die sich morgens ganz plötzlich anbahnt, der Mann, der nicht erreichbar ist (es gibt auch Kollegen, Freundinnen ... auch früh am Tag ...) Man kann auch beim Nachbarn mit einem Zettelchen klingeln ... Zusammengefasst: Wenn man krank ist, sorgt man dafür, dass die Schule rechtzeitig Bescheid bekommt und dringende Sachen regelt man, so gut es eben geht. Das ist bei jedem anders und manche Leute haben kein Whatsapp und manche Schulen wollen angerufen werden ... so what. Erwachsene Menschen finden da einen Weg.

    Man kann es auch mal auf einer Konferenz thematisieren, wenn einem das Verfahren nicht passt. Nur so ein Gedanke.

    Keine Sorge, ich habe es in den vergangenen 25 Jahren immer sehr gut hingekriegt, mich rechtzeitig und ordnungsgemäß krank zu melden. Sehe ich auch gar kein Problem drin.

    Ich habe lediglich auf die Aussage reagiert, dass dann eben der Ehemann anrufen kann.

    Ohne mich jetzt genauer eingelesen zu haben, stimme ich zu, dass eine Zersplitterung von Arbeitszeit in aller Regel wohl nicht erlaubt ist.

    Wo ich deine Darstellung aber stark vereinfacht finde, ist die Annahme der regelmäßig nur am Vormittag stattfindenden festen Arbeitszeiten und die Verteilung gleichmäßig auf fünf Wochentage. Wahrscheinlich währe eher sowas wie montags 7.20 bis 13.20 Uhr, dienstags 7.20 Uhr bis 15.50 Uhr (inkl. einer halben Stunde vorgeschriebener aber unbezahlter Mittagspause, so kannte ich es zumindest im Amt), mittwochs 11 Uhr bis 17 Uhr, wobei die ersten zwei Stunden noch Unterricht sind, dann beginnt der Konferenztag, und dann donnerstags und/oder freitags entsprechend weniger Stunden gemäß deiner Arbeitszeit in TZ. Diese aber vielleicht durchaus am Freitagnachmittag.

    Das ist natürlich jetzt ein willkürliches Beispiel und alles hier ist Kaffeesatzleserei. Aber die Annahme "Ich gehe dann mit TZ jeden Tag mittags nach Hause und Konferenzen und Elterngespräche kann ich später mal als Überstunden abfeiern" dürfte doch stark idealisiert sein.

    Mache ich ja jetzt auch nicht, ich habe meist bis 15 oder 15 45 Uhr Unterricht

    Dafür fange ich aber deutlich später an.

    Der Unterschied ist, dass ich an Tagen, wo ich um 8 Unterricht habe und bis 16 Uhr Konferenz heute unbezahlte Überstunden mache. Mir Präenzpflichr und AZ Erfassung dann ich mehr. Dann erarbeite ich mir jedes Mal einen zusätzlichen Urlaubstag.

    Also eigentlich doch wie jetzt auch schon. Nur dann offiziell

    Ich bin mir nicht sicher, ob du das so ganz richtig siehst. 75% ist erstmal quantitativ und sagt nichts darüber aus, wann diese Stunden liegen - also dass du jeden Tag um 13.20 Schluss haben musst, ergibt sich daraus nicht. Sicherlich kann es nicht regelmäßige Zersplitterung geben, aber ganz so homogen würde es wohl eher nicht laufen.

    Ich denke, dass es außer in absoluten Ausnahmefällen gar nicht erlaubt ist, Arbeitszeit zu zersplitterten. Deshalb würde ICH in der zwangsweise entstandenen Wartezeit auf Konferenzen etc präsent sein und Unterricht vorbereiten etc und massig Überstunden sammeln, die ich dann in den Ferien abbbummele.


    Genau wie jetzt auch schon.

    Wenn ich 50 % Teilzeit mache und mein Arbeitgeber mich um 8 Uhr anfangen lässt und erwartet, dass ich von 14 - 16 Uhr an der Konferenz teilnehme, habe ich von 8- 16 Uhr gearbeitet abzüglich 30 Minuten Mittagspause, also 7,5 Stunden = 3,5 Überstunden.

    Endlich wird das dann mal gesehen!

    Telefonische Krankmeldungen sollten alleine schon deshalb verboten sein, oder zumindest nicht eingefordert werden, weil in dem persönlichen Gespräch IMMER ein gewisser Druck ausgeübt wird, ob es denn wirklich so schlimm wäre. Oder es kommen Kommentare wie "es fehlen aber auch schon xyz".

    So etwas gibt es bei uns tatsächlich gar nicht. Trotzdem ist es für mich eine Hürde und sehr unangenehm

    Mein Mann ist aber morgens schon längst weg, wenn ich aufstehe. Dann müsste ich ihm quasi eine Whatsapp schreiben, dass er bitte anrufen soll und dann darauf hoffen, dass er es auch rechtzeitig schafft, denn entweder sitzt er gerade im Auto oder ist am arbeiten und kann dann nicht gleichzeitig telefonieren bzw. meine Whatsap lesen. Nützt ja auch nichts ,wenn er um 8..12 anruft, aber schon um 8 Uhr eine Vertretung nötig gewesen wäre.

    unsere schule ist so laut, ungemütlich und dreckig.. die kinder rennen wie irre durch die hellhörigen gänge, auch nachmittags. jeder denkt, man sei für alles erzieherische zuständig, wenn man nachmittags mal über den hof oder durch den gang geht. und keine infrastruktur wie imbissbude, restaurant o.ä. für mittagspause in der nähe. es kommt nicht einmal warmes wasser. wenn ich da nur eine stunde länger festgehalten werde, werde ich dauerkrank. nicht nur gespielt, sondern in echt!

    Aber all das müsste ja verbessert werden, bevor die Präsenzpflicht kommt. S. Lärmschutz, Arbeitsstättenvorschriften etc. Bei mir zu Hause gibt es auch keine Imbissbude in der Nähe und ich war auch noch nie mittags in einer. Brauche ich nicht. Kiosk in der Mensa hingeben haben wir jetzt schon. Die verkaufen sehr leckere Brötchen, Bagels, Wraps und ganz viel anderes Gebäck. Und Mittagessen gibt es ja sowieso. Bei mir zu Hause nicht. Außer ich habe gekocht. ;)

    Bitte alle dann einen Arbeitsplatz in der Schule beantragen! Und so lange der nicht da ist, darauf verweisen, dass Präsenzpflicht nicht einhaltbar ist.

    Niedliche Idee.

    Genau. Ganz cool bleiben. So lange die keinen Arbeitsplatz nach Arbeitsschutzbedingungen zur Verfügung stellen, braucht man das auch nicht zu machen. Und wenn sie es tun: Juchu! Gehe sehr gerne nach 4 Stunden nach Hause und habe absolut gar nichts mehr für die Schule zu tun! Keine Wochenendarbeit mehr, keine Feiertagsarbeit! Prima. Dazu ein schicker Arbeitsplatz in der Schule, nette Kollegen um sich. Was will man mehr?

    Bei uns ist die telefonische Krankmeldung schon seit einer Weile gar nicht mehr gewünscht. Da erwischt man ja im Zweifel den Hausmeister, der dann rennen muss. Und das Vertretungsteam kann das auch viel einfacher per Mail abarbeiten. Also Telefon ist zweite Wahl, falls es nicht anders geht.

    Aber wenn anrufen halt gewünscht ist und ich könnte nicht sprechen, dann würde ich jemand anders bitten, für mich anzurufen. Dafür kann es ja auch andere Gründe geben außer Halsentzündung. Irgendwen wirst du schon finden, oder?

    Und wer sollte das sein?

    Notizen, die ohne dass klar war, dass es sich um ein bewertungsrelevantes Protokoll gehandelt hat, nebenbei angefertigt wurden, gehören für mich nicht in die Hand eines Schülers. Sie sind aber so auch keine Bewertungsgrundlage, sondern nur eine Gedächtnisstütze für die anschließende Besprechung.

    Bei jeder mündlichen Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, aus dem sich anschließend die Note ergibt und bei dem auch dem Protokollanten vorher klar ist, dass dies Protokoll auch eingesehen werden kann. Mit der entsprechenden Sorgfalt hat er das Protokoll zu führen.

    Einsehen ist aber nicht gleich Herausgeben. Ich hätte kein Problem damit, mein Gekritzel zu zeigen, um nachvollziehbar zu machen, wieso es in einer Kategorie soundsoviel Punkte gab, aber ich möchte es nicht herausgeben.

    Im Abitur erhält man das Protokoll ja auch nicht, darf es aber einsehen.

    Du unterstellst, dass Naturwissenschaftler keine Fremdsprache außer Englisch auf C1-Niveau sprechen könnten. Da würde ich dir zustimmen. Aber da du Spanisch unterrichtest betrachte ich das als deinen Job. Also nochmal, welche Sprachen sprichst du denn SONST noch so auf C1-Niveau.

    Darum geht es doch gar nicht. Die Sprachen zu erlernen bzw. zu perfektionieren ist Aufgabe eines Sprachstudenten (in Spanisch haben viele erst an der Uni angefangen). Dafür absolvieren viele mehrere längere Auslandsaufenthalte. Man muss auch ständig lesen, hören, gucken. Die "Anstrengung" und "Leistung" eines geisteswissenschaftlichen Studiums ist also durchaus vergleichbar. Nur anders. Ich finde es echt daneben, wie eingebildet so manch ein Naturwissenschaftler ist.

    Du möchtest den Lehrerberuf also entakademisieren? Den Abistoff kennen reicht doch.

    Nein, das möchte ich nicht. Mich stört nur, dass Naturwissenschaftler immer wieder betonen, wieviel mehr wert ihr Studium doch sei und sie oft irgendwelche Privilegien fordern (müssten besser bezahlt werden etc.).

    Ein akademisches Studium halte ich für wichtig. Das soll so bleiben. Aber einmal im Schuldienst leisten wir alle auf verschiedene Arten die gleiche Arbeit (das meiste ist ja eh pädagogisch / organisatorisch). Deswegen sollte das Studium bei Bezahlung etc. keine Rolle spielen.

    Wenn du mit Doktortitel in Agrarwissenschaften in der Bäckerei Brötchen verkaufst, bekommst du trotzdem keinen höheren Stundenlohn.

    Und ja mei, das Studium ist lange her. Das waren mal ein paar Jährchen im Leben. Für diese vermeintliche Mehrleistung jetzt lebenslang bessere Behandlung oder Bezahlung zu erwarten finde ich echt daneben.

    Ich wette auch, viel Naturwissenschaftler schaffen es nicht, eine Fremdsprache außer Englisch auf C1 Niveau zu beherrschen.

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