Beiträge von Anna Lisa

    Nun, der Partner geht ggf. auch plötzlich fremd, obwohl man zu ihm vertrauen hat und das niemals gedacht hat. Oder wird straffällig oder gewalttätig. Ich schaue doch auch meinem Partner immer nur vor den Kopf und hab keine Garantie, wie sich eine Partnerschaft oder der Mensch selbst entwickelt. Ich hab schon viele sehr harmonische Paare gesehen, die sich plötzlich bei der Trennung zerfleischen. Sich da vollständig auf den Partner in Sachen Verhütung zu verlassen, ist naiv und leichtsinnig. Dazu ist die Konsequenz einfach zu sehr lebensverändernd.

    Für mich war immer klar: wenn ich keine kinder will, ergreife ich auch die Maßnahme dagegen. Was nützt es mir, mich auf den anderen zu verlassen und dann am Ende womöglich als Alleinerziehende dazustehen? Die Folgen sind mir doch zu gravierend.

    Das ist aber auch irgendwie traurig.

    Also okay, wenn man sich erst 3 Monate kennt. Aber spätestens in einer langjährigen Partnerschaft sollte doch das Vertrauen da sein.

    Ich hatte auch mal einen starken Kinderwunsch und mein Mann nicht. Aber niemals hätte ich ihn hintergangen.

    Was will man als Frau auch mit einem Kind, wenn einem dafür der Mann wegläuft?

    Du hast aber schon das Wort "zusätzlich" gelesen? Klar machen Kinder Arbeit und kosten Geld. Nur ist die Arbeit unabhängig davon ob ich in Düsseldorf (Mietstufe 6) oder in Brilon (Mietstufe 1) wohne. Außerdem dürften die Lebenshaltungskosten, wenn wir mal die Wohnung außen vor lassen, ähnlich hoch sein. Was bleibt ist die Tatsache, daß der Beamte mit Kindern (bei mir sind es 2) in Düsseldorf wesentlich mehr Geld überwiesen bekommt als der Beamte in Brilon. Wohnt der Beamte jetzt nicht zur Miete (und gibt so das Geld gleich wieder aus) sondern finanziert damit seine eigene Immobilie, kann er diese in Düsseldorf bei Auszug der Kinder wesentlich hochpreisiger verkaufen als der Beamte in Brilon und hat so ohne zusätzliche Mehrarbeit einen guten Kapitalstock fürs Alter gebildet.

    Der Beamte in Düsseldorf muss aber auch das 3fache für seine Immobilie bezahlen wie der Beamte in Brilon

    Irgendwie werden sie das Problem gelöst kriegen müssen. Alle anderen, die arbeiten müssen das auch. Fremdbetreuung (bezahlt, Freunde, Familie), Arbeitgeberwechsel, (weitere) Arbeitszeitreduzierung, Kind mit zur Arbeit nehmen etc. Es gibt viele Möglichkeiten. Die konkrete Lösung hängt von der konkreten Ausgestaltung des Problems und des Umfeldes ab.

    Aber Arbeitszeitreduzierung - wie von dir vorgeschlagen- funktioniert ja als Lehrer gerade nicht. Kind mit zur Arbeit nehmen auch nicht. Arbeitgeberwechsel auch nicht. Und Fremdbetreuung gibt es ja eben nicht, sonst würden wir das hier nicht diskutieren .

    Habe ich geschrieben, dass ich 7.-9. habe?
    Ich habe nur 8. oder 8./9.
    Und ja, ich komme mal später oder habe eine Lücke am Vormittag.
    ICH finde mich mit dem Stundenplan sehr gut ab, aber es ist im Prinzip fast nutzlos, weil ich trotzdem 8 halbe Tage da.
    Und ja, klar werde ich dafür bezahlt, aber da ich genauso wenig wie die TZler*innen einen Arbeitsplatz habe, sind zerstückelte Stundenpläne auch doof, was die Unterrichtsvorbereitung angeht.

    und DAS ist der größte Hohn überhaupt. Du bist aus NRW, du wirst mitbekommen haben, dass dies nicht mehr ohne Weiteres geht.
    Ich habe die Erlaubnis NICHT bekommen (interessanterweise jemand anders mit dem selben "Mangelfach", es kotzt mich echt an).

    Es ging ja um die Eltern mit Betreuungsproblemen. Die können sehr wohl entscheiden.

    Mir wird es in 1,5 Jahren ähnlich wie dir gehen und ich habe jetzt schon eine Riesen-Angst davor. 6 Korrekturen werde ich definitiv nicht schaffen.

    Es geht doch nicht darum, womit man kein Problem hat. Es geht darum, was man erwarten kann und was Nettigkeit der Schule ist. Mal davon abgesehen, dass bei uns an der GS die meisten mehr als 50% bei Teilzeit machen, sind doch 2,5 Arbeitstage bei 50% rechnerisch logisch. Wenn ich den freien Tag abziehe, der der Person gesetztlich zusteht, habe ich eine 4-Tage Woche. Also könnte die Person vier Vormittage und zusätzlich einen Nachmittag arbeiten.

    Aber genau so wird es ja bei uns gemacht.

    Nur habe ich den Eindruck, dass hier im Forum deutlich mehr verlangt wird.

    Bei uns muss man sich entscheiden: Morgens frei oder nachmittags. Beides ist wirklich nicht zu realisieren.

    Also wenn du darauf bestehst, immer die 1. frei zu haben, dann musst du damit rechnen, auch Nachmittagsunterricht zu haben. Oder du sagst: Nur bis zur 6. und musst dann aber auch zur 1. kommen..

    Bei mir war es so, dass ich jahrelang gesagt habe, ich kann 1.-7. Stunde und das hat wirklich NIE geklappt. Schon armselig, dass man 35 Stunden die Woche zur Verfügung steht - bei einem Pensum von 13 - und noch nicht mal das realisierbar ist.

    Doofe Frage, aber warum?

    Was spricht dagegen, dass die Lehrkraft 4 h am Vormittag und 2 am Nachmittag macht und vielleicht am nächsten Tag dafür frei hat?

    Natürlich geht wäre es nicht ok, wenn jemand in Teilzeit. jeden Tag 1. und letzte Stunde hätte und dazwischen frei. Aber wenn es in der Summe ungefähr passt, sehe ich da kein Problem.

    Man hat mit 50 % eh Anspruch auf einen freien Tag. Wenn es denn dann ein 2. freier Tag wäre, hätte ICH persönlich da nichts gegen, aber für viele andere könnte das vielleicht ein Problem werden.

    Wenn das immer so wäre, hätte man ja quasi sogar in 2 Tagen sein Pensum abgearbeitet. Das fände ich persönlich sogar total prima, nur an 2 Tage in die Schule zu müssen, dafür würde ich gerne auch nachmittags bleiben.

    Schön für euch.

    Ich habe zum ersten Mal nur 3 Nachmittage (ich zähle ab der 7. Stunde und nicht 6.), ich hatte schon ganz oft 4, sogar mal 5 (der Freitag ist bei uns möglich, wenn auch nur sehr wenige Fächer).
    Ich finde meinen Stundenplan super, nicht falsch verstehen (auch wenn ich anfänglich in einer Woche nur 2 Nachmittage hatte und dann kam der 3. dazu), aber nicht jede Stunde plant mit denselben Bedingungen.
    Wir sind Ganztag, da gibt es nachmittags ganz normal Unterricht, oder Lernzeiten, in denen wir auch sitzen.

    Dann musst du aber dafür ganz viel vormittags frei haben. Denn wenn du 3x die Woche 7. - 9. Stunde hast, ist ja schon über ein Drittel deines Deputats abgearbeitet.

    Bei uns hat kein Vollzeitkollege mehr als 2 Nachmittage.

    Hier im Forum klingt das immer so, als ob das absolut unzumutbar wäre und doch bitte die Teilzeitkräfte mehr machen sollten. Warum eigentlich? Damit ihr nur noch 1 Nachmittag habt? Oder gar keinen? Ihr müsst doch damit rechnen, als Vollzeitkraft DEN GANZEN TAG eingesetzt zu sein. Warum gönnt ihr es denn den Teilzeitkräften nicht, evtl gar keinen Nachmittag zu haben, damit das Kind jeden Tag pünktlich aus der Kita geholt werden kann?

    Gibt es hier wirklich Vollzeitkräfte, die mehr als 4 Nachmittage haben?

    Ich arbeite übrigens 50% und habe 2 Nachmittage + Konferenznachmittag. Da haben wir 2-3 Termine im Monat.

    Vormittag ist für mich 1. - 6. Stunde. Nachmittag 7. - 9. Stunde.

    Wenn ich von Teilzeitkräften spreche, meine ich eigentlich immer die 50% Kräfte oder die unwesentlich mehr haben. Dass jemand mit 80 oder 90 % auch mal nachmittags ran muss, sollte klar sein, das müssen wir hier nicht diskutieren.

    Es sollt aber doch möglich sein, 13 Unterrichtsstunden auf die 30 zur Verfügung stehenden zu legen.

    Und wenn jemand unbedingt die 1. frei braucht, wird er halt auch mal in der 7. eingesetzt dafür.

    Ich hoffe doch, dass die TZ-Kräfte dann auch entsprechend die anderen Tage frei haben. 50 % heißt für mich jedenfalls nicht 5 Tage vormittags und 2 Tage zusätzlich nachmittags.

    Wenn dann aber die Teilzeitkraft vormittags frei hat, damit die Vollzeitkraft nachmittags frei hat stellt such doch die Frage, wieso die nicht einfach tauschen. Dann hätte die Teilzeitkraft kein Kinderbetreuungsproblem.

    Woran machst Du das fest? Unser Stundenplan ist ziemlich gut und wir haben die letzten Jahre einen guten Kompromiss gefunden. Letztlich schaffen wir es, dass jeder mal Nachteile hat aber alle zufrieden sind. Dazu gehört natürlich auch Rücksicht auf die Bedürfnisse anderer zu nehmen. Das ist vor allem auch eine Frage des Miteinander des Kollegiums.

    Also dass die TE einen schlechten Stundenplan hat, ist hiervon losgelöst.

    Ansonsten haben viele Schulen viele Teilzeitkräfte. Es gibt z.B. auch viele ältere Lehrkräfte, die nur noch Teilzeit arbeiten wollen. Oder Kollegen mit älteren Kindern. Aber selbst die Vollzeitkräften haben bei vier Ganztagen Freistunden.

    Wir hatten zu Hochzeiten rund ein Drittel Kollegen mit Kindern. Wenn wir diese nur im Vormittag einsetzen würden, müssten andere Kollegen dann statt 2 auf einmal 4 Nachmittage kommen.

    Ja, und wenn die Vollzeitkollegen nur an 2 Nachmittagen kommen, müssen die Teilzeitkollegen auch an 2 Nachmittagen kommen. Und das geht eben nicht. Vollzeitkollegen sollten auch doppelt so viele Nachmittage haben. Sie bekommen ja schließlich auch doppelt so viel Geld.

    An meiner Schule hat kein Vollzeitlehrer 4 Nachmittage. Aber sehr viele Teilzeitlehrer 2. Und das ist eben ungerecht.

    Grundsätzlich ja, aber das bedeutet nicht, dass man an einer Ganztagsschule Anspruch auf reine Vormittagsarbeitszeiten hat, wenn man die Kita nur Vormittags bucht.

    1. Sie KONNTE die Kita nur so buchen. Und bis 14 Uhr sehe ich auch nicht als Vormittagsplatz. Ein Vormittagsplatz wäre für mich bis 12 Uhr. Das geht ja schon in den Nachmittag rein.

    2. Wenn man Betreuung bis 17 Uhr will (bis 16 Uhr Schule + Fahrzeit), dann muss man auf jeden Fall einen 45-Stunden-Platz buchen. Wieso kann eigentlich verlangt werden, dass jemand, der mit halber Stelle arbeitet (also 21 Stunden pro Woche) 45 Stunden Betreuung braucht - mehr als doppelt so viel?

    => Das ist NICHT Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

    3. Eine Arztpraxis hat auch Öffnungszeiten bis 18 Uhr und trotzdem gibt es genügend Arzthelferinnen, die nur Vormittags arbeiten. Ein Supermarkt oder ein anderes Geschäft ist sogar bis 20 Uhr geöffnet und trotzdem gibt es Menschen, die dort nur vormittags arbeiten. Das Finanzamt hat auch länger als 12 Uhr geöffnet und trotzdem gehen da einige Mitarbeiter. In der freien Wirtschaft und in anderen Berufen des öffentlichen Dienstes sucht man sich einen Arbeitsplatz, der dies ermöglicht. Ein Lehrer kann das aber nicht.

    Meine Nachbarin ist städtische Beamtin, die kann ganz selbstverständlich sagen, dass sie nur bis dann und dann arbeitet. Sie kann das sogar für einzelne Tage genau festlegen. Und natürlich hat ihre Dienststelle viel länger geöffnet. Dann arbeiten da halt nur die Vollzeitmitarbeiter.

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