Beiträge von Anna Lisa

    In allen seriösen Rankings in Sachen Verdienstmöglichkeiten sind die Ärzte die Spitzenverdiener in diesem Land. Lehrer tauchen dort meist gar nicht auf, so weit rangieren sie dahinter.

    Ich finde es haarsträubend, was du hier schreibst. Glaubt du ernsthaft, das Burnout-Risiko sei bei Ärzten höher als bei Lehrern? Viele Lehrer, die ich kenne, arbeiten 7 Tage die Woche.

    Ich bin einer davon.

    Ja, das denke ich ernsthaft, weil ich es tagtäglich erlebe und WEIß, dass die Belastung enorm viel höher ist.

    Selbst schuld, wenn man 7 Tage die Woche arbeitet. Zwingt einen keiner dazu. 5x 9 Stunden macht 45 Stunden. Das reicht völlig. Alles andere ist Selbstausbeuterei.

    Du stellst also fest, dass sich beide Berufe schwerlich vergleichen lassen und willst sie doch auf Teufel komm raus vergleichen?

    Nö. Will ich nicht. Will gar nicht vergleichen. Lempira hat behauptet, dass die die genügsamen Lehrer ihr Gehalt oft mit Pflegekräften, aber nicht mit Ärzten vergleichen. Und ich wollte lediglich sagen, dass man das ruhig kann (könnte).

    Mein einziger Punkt ist: In anderen akademischen Berufen verdient man sich ebenfalls keine goldene Nase. Und die Bedingungen sind auch nicht unbedingt besser.

    Das war's. Mehr möchte ich dazu gar nicht diskutieren.

    Man müsste mal das Lebenseinkommen vergleichen. Was verdienen Ärzte im Laufe ihre Berufsleben von bis und was von dienen Lehrkräfte. Ich denke, dass die meisten Ärzte zurecht deutlich über den Lehrkräften liegen.

    Lehrer machen aber weder 24 Stunden Dienste, noch Wochenend- oder Feiertagsschichten. Sie haben keinen Rufdienst. Und 12 Wochen Ferien. Da ist die Belastung schon eine ganz andere.

    Das stimmt so nicht. Dazwischen gibt es noch den Facharzt.

    Der Vergleich mit den Assistenzärzten hinkt übrigens insofern, als dass diese bekanntermaßen im Krankenhaussystem nicht sonderlich gut bezahlt werden.

    Das wiederum lässt sich dadurch erzwingen, dass Ärzte 5 Jahre lang zwingend in die Facharztausbildung müssen. Vorher dürfen sie sich beispielsweise nicht niederlassen. Während dieser 5 Jahre sind sie von Beurteilungen der Kliniken abhängig. Ihre Verträge sind obligatorisch befristet. Der Umgang und Ton sind häufig katastrophal, der Einsatz der Jungärzte oft fahrlässig bis rechtswidrig.

    Die Zahl der Assistenzärzte nimmt seit Jahren dramatisch ab. Für diejenigen, die es doch wagen, gilt häufig "Nur raus aus der Klinik"

    Der Vergleich hinkt also schon sehr. Aber er gibt auch Gelegenheit, mal einen Einblick in die Unbillen anderer Berufe zu erhaschen.Un

    Na ja, es gibt ja auch Chirurgen oder Anästhesisten, die nicht raus aus der Klinik können. Und wenn du deinen Facharzt hast, aber keine Oberarztstelle, bleibst du Assistenzarzt. Kriegst nur einen Zuschlag für den Facharzt. Aber ist noch kein Oberarztgehalt.

    Also nein, der Vergleich hinkt gar nicht.

    Diese Einstellung der Genügsamkeit höre ich häufig aus Lehrermündern - besonders von Frauen, die auf Teilzeit arbeiten, weil ihre Männer das eigentliche Kerngehalt verdienen. Solche Kollegen vergleichen ihre Gehälter gerne mit denen von Krankenschwestern, natürlich nicht mit denen von Ärzten.

    Ich behaupte: Durch die Verweiblichung unseres Berufs und der wachsenden Teilzeitrate wird es immer schwieriger, Gehaltsforderungen von Lehrern Nachdruck zu verleihen.

    Kann man ruhig mit Ärzten vergleichen: ein Assistenzarzt verdient weniger als ein Lehrer.

    Nö, genau das darfst du nicht, dazu gibts Urteile.

    Danke

    Ich arbeite z.B. nur 60% habe sogar nur 12 Unterrichtsstunden und komme trotzdem in manchen Wochen auf über 40h, wie das geht, ist ganz einfach, ich arbeite z.T. auch am Wochenende und meine Abende enden in der Regel erst um Mitternacht.

    Wieso sind denn 12 Stunden 60 % bei euch? Bei uns sind das weniger als 50 %

    Wenn Du eine halbe Stelle hast, heißt das bei uns Teilzeit. Und wie ich bereits geschrieben habe, muss man das bei solchen Regelungen sicherlich berücksichtigen. Durch eine solche Regelung darfst du natürlich nicht mehr arbeiten müssen als deine vertraglich vorgesehene Arbeitszeit. Aber auch da wäre sicherlich eine Regelung angemessen, dass man nicht erst um 13:45 Uhr absagt, wenn man um 14:00 Uhr Unterricht hat.

    Mache ich auch nie. Bisher war ich immer pünktlich.

    Ich rede eher von 8 Uhr statt 7.

    13.45 Uhr käme mir wirklich nicht in den Sinn.

    Was ich mich frage... Wenn man erst um 10 oder 11 Uhr aufsteht, weil man später Unterricht hat, wie kommt man dann auf eine 45 bis 50 Stundenwoche, wie es häufig behauptet wird? :teufel:

    Ganz einfach: man braucht das nicht, weil man nur Teilzeit arbeitet und da reichen dann 22 - 25 Stunden 😉

    Sooo späten Unterrichtsbeginn hat man ja selten als Vollzeitlehrer

    An normalen Arbeitstagen muss ich aber die Interessen meines Arbeitgebers beachten. Wenn die Schule für eine bestimmte Uhrzeit eine Konferenz ansetzt, kann ich auch nicht sagen, da mache ich aber immer meinen Mittagsschlaf. Am Ende geht es darum die Interessen von Schule und Lehrer zu berücksichtigen und zu gewichten. Es geht hier auch nicht um eine Aufstehzeit. Es geht darum, dass ich bis dahin mich krank melden muss. Ich kann mir einen Wecker stellen, merken dass ich gesund bin und mich wieder umdrehen. Die meisten Menschen werden es sowieso früher merken, dass sie krank sind.

    Das hilft nur nichts. Ich merke oft erst, dass ich nicht arbeitsfähig bin, wenn ich eine halbe Stunde oder länger rumgelaufen bin.

    Also bei vielen Menschen wird es so sein, dass sie schon nachts / am Vorabend merken, dass sie krank werden. Wenn es bei dir anders ist, stellst du dir einen Wecker auf 7:00 Uhr. Es ist ein normaler Arbeitstag für dich. Weder Ferien noch Wochenende noch Urlaub.

    Wenn ich nachmittags Unterricht habe, entscheide ICH, ob ich vormittags AUCH arbeiten möchte, habe schließlich eine halbe Stelle.

    Aber der Arbeitgeber kann nicht über meinen Vormittag UND über meinen Nachmittag verfügen, da muss er sich schon entscheiden.

    Hm.

    Wenn ich in der Nacht nicht schlafe, merke ich es auf jeden Fall.

    Natürlich merke ich das.

    Ich bin aber in 99 % der Fälle dann arbeitsfähig.

    Ich schlafe mindestens jede 2. Nacht schlecht. Da kann ich mich ja nicht jedes Mal krank melden.

    Manchmal kommt es aber vor, dass mein Kopf dann so in Watte gehüllt ist oder ich solche Kopfschmerzen habe, dass es dich nicht geht. Das weiß ich aber nicht immer um 7.

    Bzw. ich habe eine gute Chance, dass ich gehen kann, wenn ich länger schlafen kann. Wenn ich aber den Wecker stellen muss, dann wird es definitiv nicht gehen.

    Mich wundert es echt. Habe ich so ein komisches Immun-System?

    Bevor ich morgens krank aufwache, habe ich nachts schon einen dermaßen unruhigen Schlaf mit komischen Träumen, Schwitzen, etc, dass ich die ganze Nacht über schon weiß, dass ich am Morgen gar nicht erst aufstehen muss.

    Ein Aufwachen und dann spontan merken, dass ich krank bin, habe ich noch nie erlebt. Finde ich interessant. Ich dachte immer, diese "Vorwarn-Funktion" im Schlaf wäre normal.

    Du redest hier aber von grippalen Infekten. Man kann aber auch krank sein, weil einem der Kreislauf wegsackt, man schlimme Kopfschmerzen hat, Magen-Darm Probleme etc

    Oder in der Nacht nicht geschlafen. Dann merkt man u.U auch erst nach dem Aufstehen, dass es doch nicht geht.

    Heißt das, du rufst um 9 Uhr an und sagst, dass du um 10 Uhr nicht kommen kannst und die meisten Schreiber hier finden das gut? Sorry, du hast nicht einfach nur einen Computer, den du ausnahmsweise heute nicht anmachen kannst. Wir sind ein kleines Kollegium, da hat fast niemand eine Freistunde und kann schnell mal vertreten. Finde ich unkollegial.

    Nee, aber z.B. an dem Tag, wo ich erst nachmittags Unterricht habe, habe ich nur Oberstufe. Der Unterricht entfällt dann einfach. Sollte doch kein Problem sein.

    Ich hätte oft übrigens kein Problem, mich schon um 5 oder 6 telefonisch krank zu melden. Aber genau exakt um 7 passt es oft eben nicht. Leider geht ja 5 oder 6 nicht, da geht keiner dran. Aber das wäre ja noch rechtzeitiger.

    Wenn es jetzt per Mail ginge, hätten die Planer die Krankmeldung noch viel rechtzeitiger. Manchmal dann schon eben mitten in der Nacht oder abends um 23 Uhr. Wollen sie nicht.

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