Beiträge von Anna Lisa

    Sie dürfen nicht fotografieren, das akzeptiert die Kollegin nicht mehr, das könnte sie selber., Scannen wie gesagt nicht, weil nur ich ein Geräte habe und das wird auch so bleiben.

    Wir haben auch nur einen Scanner verfügbar, mehr braucht man ja auch wirklich nicht.

    Ich mache das so zwischendurch. Wenn ich z.B. korrigiere, dann lege ich mal eben das Blatt auf den Scanner, korrigiere weiter, während er einliest und dann schnell abspeichern und per Mail ans Kind, dann kann er das selbst.

    Dauert 3 Minuten höchstens und dabei arbeite ich einfach weiter. Oder als Alternative machen wir das abends, wenn mein Mann auch zu Hause ist, dann kann er das übernehmen. Er hat auch noch einen Drucker mit Scanfunktion, aber das Zimmer ist tagsüber verschlossen, da dürfen die Kinder gar nicht alleine rein.

    Aber die Zeit der Kinder und Eltern wird eben auch nicht mehr, ich habe einfach nicht die Zeit für alle drei Kinder alle Arbeiten sinnlos hochzuladen, sprich Kollegen, die nicht korrigieren bekommen von mir nichts mehr, so einfach ist das.

    Aber deine beiden älteren Kinder müssten doch ihre Aufgaben selbständig hochladen können. Meine Kinder können das, da habe ich gar nichts mit zu tun. Und so viel Stress für ein Kind die Aufgaben hochzuladen ist es jetzt auch nicht.

    Aber man braucht ja auch eine Kontrolle, DASS etwas gearbeitet wurde. Wie soll das anders gehen als über "Beweisfotos"?

    Während ich im letzten Lockdown noch alles korrigiert habe (da hatte ich aber auch nur eine Klasse zu betreuen), werde ich dies jetzt nicht mehr tun. Ich habe 74 Schüler (bei halber Stelle) 2/3 davon Oberstufe.

    Das kann ich einfach nicht mehr leisten. Entweder wir korrigieren gemeinsam in der Videokonferenz (falls die irgendwann mal wieder gehen) oder ich lade Lösungen hoch.

    Trotzdem brauche ich ja Noten und muss gucken, ob die Schüler etwas gearbeitet haben.

    Ihr bekommt Vertretungsstunden bezahlt? Wir machen sie einfach so, unvergütet, es kommt auch nichts auf irgendein Mehr-oder Minderarbeitskonto, was hier erwähnt wurde. Ist das bundeslandspezifisch?

    Klar, ab der 4. Stunde im Monat kriegst du sie bezahlt, und zwar dann alle. Das dürfte bei einer regelmäßigen Vertretung ja der Fall sein. Teilzeitkräfte bekommen sie ab der 1. Stunde bezahlt. NRW

    Ich habe ja auch eine Fremdsprache und korrigiere nicht jede Woche von jedem Schüler irgendwelche Aufgaben. Sticprobenartig ja. Aber in der Videokonferenz führe ich Besprechungen durch, genauso wie ich es in der Schule auch machen würde. Zur "Peer Correction" schicke ich die SuS halt in Breakout Räume und schaue da mal vorbei. Feedbackbögen kann man (je nach System) wunderbar gemeinsam erstellen lassen.

    Wenn ihr kein Videokonferenztool habt, lässt sich da aber auch eine andere Lösung finden.

    Ganz einfach wäre, keine ganzen Analysen aufzugeben. Heute nur Einleitungsatz. Dann die Analyse eines Stilmittels (wer mehr schreiben will kann das ja machen), dann der Schlusssatz. Da die SuS dafür dann viel Zeit haben, sollte es halt auch entsprechend gut werden.

    Bei Kleineren würde ich dann auch ganz stark in Richtung Grammtikübungen gehen (das schadet NIE, kann man auch in der Oberstufe immer mal wieder machen). Zu Grammatikübungen einfach die Lösung ggf. mit Erklärungen bereitstellen. Eventuell kannst du das für die Schüler noch in einen "richtigen" Erwartungshorizont umformatieren. Dann können sie sich selber ihre Note ausrechnen, unten lässt du Platz für "das muss ich noch üben" dann können die SuS gleich auch mal ihren eigenen Leistungsstand reflektieren.

    Ja, danke. Ich werde jetzt umstellen. So wie im ersten Lockdown geht das nicht mehr. Ich habe jetzt auch 2 Kurse mehr.

    Aber dafür haben wir inzwischen ein Videokonferenz Tool.

    Dann arbeite doch mit anderen Methoden der Kontrolle (Lösungsblätter verteilen, Schüler gegenseitig beurteilen und verbessern lassen, multiple choice Formate, usw.) Mündliche Aussagen kannst du in der Videokonferenz doch auch korrigieren. Du solltest auf keinen Fall alles schriftlich einfordern, da machst du dich unnütogerweise kaputt.

    Die Schüler kontrollieren aber nicht selbst und wenn sie es machen, dann haben sie trotzdem noch das meiste falsch. Ist in der Schule genauso, nur dass ich dann rumgehe und mir Hefte rauspicke und wir jeden Satz mehrfach korrigieren.

    Ohne Videokonferenz Tool kann ich schlecht mündliche Aussagen korrigieren.

    Ja, ich habe aus dem ersten Lockdown gelernt und werde es jetzt anders machen.

    Dazu siehst du dich gezwungen? Die "Anweisung" würde ich gerne sehen. Im Alltag korrigierst du auch nicht 150 Texte die Woche.

    Na ja, und dann soll ich den "Mist" so stehen lassen? Und sagen: prima gemacht! Und dann weiter machen im Stoff? Während ich feststelle, dass der alte noch gar nicht sitzt?

    Nein, im Alltag korrigiere ich gewiss nicht 150 Texte, aber da gehe ich in der Klasse rum und korrigiere, korrigiere mündliche Ausagen etc.......

    Da gehe ich von aus. "Distanzunterricht" war angesagt. Nicht "Distanzunterricht für ausgesuchte Fächer".

    Das sieht dann bei uns so aus: Sportlehrer schickt ein Blatt mit Übungen für zu Hause, das er aus seinem Kopien-Fundus eingescannt hat und das war's dann erst mal für 3 Wochen oder länger. Kontrollieren tut das keiner. Korrigieren muss er nichts. Mailen auch nichts.

    Der doofe Fremdsprachenlehrer hingegen kriegt wöchentlich 150 Texte von Schülern geschickt (manchmal auch 2x die Woche) und muss die dann korrigieren. Aufwand: Minimum 10 Minuten pro Schüler, oft auch länger. Von dem Aufwand für die Online Stunden mal ganz zu schweigen.

    Wie soll das auch gehen? Geht man davon aus, dass Distanzunterricht nach Plan erteilt wird, dann kann ja niemand gleichzeitig auf die Betreuung achten. Oder denke ich zu kompliziert?

    Wir haben auch gar kein sonstiges Personal.

    Es könnten z.B. die Sportlehrer die Notbetreuung machen, die ja gar keinen Distanzunterricht erteilen (bei uns jedenfalls nicht).

    Oder andere Nebenfachlehrer zumindest tageweise. Unsere Schüler bekommen vor allem in den Hauptfächern, NW und GL Aufgaben. Reli z.B. gar nicht, Technik nicht, Hauswirtschaft nicht, Musik nicht, Kunst nicht. Da sind ja schon eine Menge Kapazitäten frei. Es kann ja auch nicht sein, dass die Hauptfachlehrer da bis zum Umfallen arbeiten und korrigieren, während andere Lehrer sich eine schöne Zeit machen.

    Ich kann mich da nicht mit meinem Mann abwechseln (zumindest nicht bezahlt) da unsere Tochter bei mir privat krankenversichert, mein Mann aber gesetzlich versichert ist. Seine GKV zahlt nicht die Krankentage für ein privat versichertes Kind. Macht ja auch Sinn.

    Und bei uns sind alle 4 privat versichert, d.h. mein Mann kriegt gar keine Kindkranktage. Er würde aber trotzdem zu Hause bleiben. Im Zweifelsfall baut er eben Überstunden ab

    Ja aber mal ehrlich: Wenn jetzt alle Lehrer und Erzieher mit Kind sagen: Super, dann nehme ich jetzt im Januar die 10 Extratage, damit mein Kind zu Hause bleibt und ich dafür auch Zeit habe, dann bricht das ganze System doch zusammen...

    Sind das denn so viele? Es betrifft doch nur Lehrer und Erzieher mit kleinen Kindern. Meine beiden (gerade 13 geworden) bleiben problemlos alleine zu Hause, während ich in der Schule bin. Und dann könnten sich diese Lehrer ja auch noch mit dem Partner abwechseln. Lehrer sollten halt auch die gleiche Rechte haben wie andere AN.

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