Beiträge von Joker13

    Ein Mittelwert der Einzelbewertungen

    Ich glaube, ich schrieb es schon mal, ich bilde da keinen Mittelwert. Ich habe aber eine sehr gute Gesamtübersicht über das vergangene Quartal als Grundlage für meine Bewertung. Ob die Notizen nun eine Note sind, verbal formulierte Notizen oder irgendwelche Systeme mit ++/+/0/-/-- oder Ähnlichem, das wird unterm Strich auf dasselbe rauskommen. Vielleicht liegt der Unterschied aber wirklich in der Anzahl der SuS, die man zu bewerten hat und der Häufigkeit, mit der man die einzelnen Lerngruppen sieht.

    Wenn ich also den Mittelwert aus den Einzelbewertungen bilde kommt das raus, was ich als Gesamtbild habe.

    Darauf wollte ich ja auch noch eingehen - genau das bezweifle ich eben. Zumindest bei mir persönlich ist meine Erfahrung ganz klar eine andere. Ich mache nämlich manchmal die Probe aufs Exempel und überlege mir erst, was ich als Gesamtbild eintragen würde, bevor ich dann die einzelnen Notizen nochmal sichte. Dabei treten schon immer mal wieder interessante Unterschiede zutage. Oft eben wie gesagt, weil ich zum Beispiel nur die letzten zwei Wochen im Gedächtnis noch sehr präsent habe, aber dabei nicht mehr berücksichtige, das die zwei Monate davor ganz anders aussahen bei Einzelnen.


    Das hier:

    Ich habe festgestellt, dass bei einer kontinuierlichen Aufzeichnung die Bewertung nicht zum Gesamtbild passt.

    verstehe ich daher ehrlich gesagt nicht, wie meinst du das? Was ist denn mit Gesamtbild gemeint, eine Art Bauchgefühl? Worauf basiert das dann, wenn nicht auf einer kontinuierlichen Beobachtung? (Bitte nicht in vorwurfsvollem Ton vorstellen, ich bin ehrlich interessiert, kriege meine Fragen aber gerade nicht besser formuliert.)

    Vielleicht habe ich auch nur den Luxus, sehr viele Stunden in den gleichen Klassen zu verbringen und die Leute dort dann doch ganz gut kennenlerne. Vielleicht wäre es für mich auch schwieriger, wenn ich mehr Gesichter zu bewerten hätte.

    Ich hatte heute Mittag auch überlegt, ob es daran liegen könnte. Ich unterrichte 8 verschiedene Lerngruppen, die meisten sehe ich nur ein Mal pro Woche. Teils noch nicht einmal das. Da helfen die Aufzeichnungen schon.

    Ansonsten gehe ich ähnlich wie WillG vor, ich mache ja nicht einfach eine Art Durchschnittsnote aus lauter "kleinen Noten", sondern ziehe die Notizen aus all den Stunden dann zur Notenfindung mit heran. Und tatsächlich kommen seither weniger häufig die Noten 2 und 3 vor, die Noten 1, 4 und auch 5 dagegen häufiger als damals, als ich mich nur etwa quartalsweise damit auseinandergesetzt habe.

    Und ein angenehmer Nebeneffekt ist auch, dass ich bei Rückfragen viel besser begründen kann, weshalb die Note als Bewertung der Gesamtleistung angemessen ist.

    Meiner Meinung nach kann man das nur über mehrere Stunden hinweg einschätzen, wie sicher sich die einzelnen Schüler in den Anforderungsbereichen "bewegen". Erst dann hat man auch für alle eine hinreichend lange Beobachtungszeit.

    Genau, und ich persönlich kann mithilfe meiner Notizen über die einzelnen Stunden eine viel belastbarere Aussage über die tatsächliche Leistung in den letzten paar Wochen treffen, als wenn ich mich am Ende einer solchen längeren Bewertungsperiode hinsetzen und dann Noten aufschreiben soll. Bei Letzterem habe ich nämlich selbst schon die Erfahrung gemacht, dass das Bild dann häufig durch die letzten 1-2 Unterrichtsstunden recht verzerrt sein kann (in beide Richtungen).

    Wie anstrengend, sind deine Themen so kurz? Kann ich mir gar nicht vorstellen, es gibt bei mir viele Stunden in denen nur gearbeitet wird und wenig in Plenum gesprochen wird.

    Sonstige Noten brauchen sich ja nicht nur auf mündliche Mitarbeit im Plenum beziehen. In Arbeitsphasen kann ich ebenso rumgehen und Beobachtungen machen, die in die sonstige Note einfließen können. Außerdem kann ich mit einzelnen SuS sprechen, mir ihre Vorgehensweise erklären lassen und so weiter.

    Emerald Ich finde, du solltest dich erklären, wenn du solche starke Wortwahl verwendest. Ein Einzeiler mit der immer wieder gleichen Wiederholung eines solchen Vorwurfs, nur um dann mit weiteren derartigen Worten - erneut ohne Erklärung - nachzulegen, widerspricht dem Sinn eines Diskussionsforums und wird Kris24 auch nicht gerecht, der/die hier ja wirklich versucht, die eigene Position nachvollziehbar zu erläutern.

    Emerald Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht genau, was du meinst. Was genau ist hier eklig?

    Da springt keine*r "freiwillig" ein

    Bei uns schon und wenn das funktioniert, finde ich das auch besser, als von oben aufgedrückte Mehrarbeit.

    @FridaK Hast du denn die Kollegin selbst einmal darauf angesprochen, dass du dich so ärgerst? Das fände ich angemessener, als direkt Beschwerden einige Ebenen höher ins Auge zu fassen.

    Gibt es auch reine Jungsschulen? Das wäre eher was für mich, glaube ich. Mit so drama queens, die ja unter den Mädchen leider doch im Mittel weiter verbreitet sind, komme ich weniger gut klar als mit vielleicht etwas schluffigeren oder ruppigeren Jungen.

    Hm, Leistungsüberprüfung als "Strafe", da bin ich auch nicht so sicher, ob ich das gut finde. Dann lieber unangekündigte Tests und die SuS daran gewöhnen, dass das ganz normal ist, ab und an mal schriftlich was abliefern zu müssen, und kein Grund, sich komplett verrückt zu machen deswegen (also eher: das Ganze weniger spannend, mehr als Selbstverständlichkeit sehen zu können).

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