Beiträge von Joker13

    Es ging und geht hier nicht um Geschmack,

    Doch, das geht es in einigen Beiträgen hier schon, finde ich.

    sondern um das Verdecken von Gesichtern, Verstecken in Kapuzen und Tragen von Klamotten, die nicht für Innenräume ausgelegt sind. Wenn jemand einen Regenschirm für modisch hält, dann darf er den aufspannen? Nein, zumindest nicht in meinem Klassenraum, denn ich arbeite nicht im Zirkus.

    In der Ausgangsfrage ging es eigentlich generell um das Tragen von Mützen und dergleichen, nicht um das Verstecken von Gesichtern/Augen. Letzteres würden die meisten Beitragsschreibenden hier im Unterricht ja auch ansprechen, wie mehrfach zu lesen war. Beim Regenschirm gäbe es ein ähnliches Problem, dass der Unterricht dadurch vermutlich gestört würde, weshalb der Vergleich natürlich hinkt.

    Dein von dir selbst verlinkter Beitrag aus der SZ besagt ja genau dasselbe - als Kommunikationsbarriere werden Kopfbedeckungen noch heute von den meisten Menschen als störend wahrgenommen; die prinzipielle Regelung, dass sie beim Betreten eines Raumes abgenommen werden, existiert heute aber nicht mehr wie früher. Daher muss sie meines Erachtens in Schulen auch nicht mehr in der Form wie früher gelehrt werden. Mit dem Link stützt du also eher die These deiner (vermeintlichen?) Diskussionsgegner.

    Die persönlichen Grenzen erläutern kann jede Lehrkraft gegenüber den Klassen ja trotzdem. Diese Grenzen können gern auch je nach Lehrkraft verschieden sein, wurde ja auch schon geschrieben, solang der Umgang gegenüber den Schüler*innen wertschätzend bleibt. Ich finde nur Regelungen, die allzu pauschal und nach dem Motto "weil es halt immer schon so war" kolportiert werden, immer wieder hinterfragenswert.

    Wenn du "keine Lust auf Erklärungen" hättest, wäre es an meiner Schule dir als Lehrkraft überlassen zu sagen, dass du nicht möchtest, dass die SuS Mützen, Caps u. ä. im Unterricht tragen.

    Könnte ich, würde aber nicht stimmen, denn ich hätte ja nichts dagegen, dass die SuS Mützen tragen. ;) Aber wenn es eine schulische Regelung ist, müsste ich sie mittragen und da wäre für mich diese Formulierung dann zumindest in der von dir geschriebenen Form nicht so richtig hilfreich, denn Mützen, die nicht als modisches Accessoire verstanden werden können, müsste ich dann verbieten.

    Aber ich muss eure Regelung ja auch gar nicht nachvollziehbar finden, also alles gut.

    wie auch (dicke Woll-)Mützen während des Unterrichts ausgezogen werden sollen. Caps und Mützen, die nur aus "modischen Gründen" getragen werden, dürfen die SuS aber aufbehalten

    Diese Regelung finde ich sehr seltsam. Ich wüsste nicht, wie ich diese Unterscheidung treffen sollte und hätte dazu ehrlich gesagt auch keine Lust, mir bei jeder Mütze erklären zu lassen, ob sie nun modisch zu verstehen sei oder nicht.

    Zumindest zu Stundenbeginn hätte ich schon gern signalisiert, dass sie anwesend und präsent und nicht mehr draußen sind.

    Das geht aber auch anders als über das "Mützen-Signal". Wie kann ein Schüler, der draußen gar keine Mütze trägt, ansonsten signalisieren, dass er präsent ist? ;)

    Ich handhabe es persönlich so wie viele der Kolleg*innen hier: Augen sehen können ist wichtig, Rest ist mir egal, so lange es keine Sicherheitsbedenken bei Experimenten gibt und so lange die SuS nicht rumnerven mit den Klamotten. Wenn jemand konzentriert mitarbeitet, freundlich ist usw., spielt die Kopfbedeckung für mich nun echt keinerlei Rolle. Deswegen auch hier:

    Manchen Schüler tragen immer eine Mütze, u.U. auch eine dicke Winter-Strickmütze. Letzterer S würde am liebsten rund um die Uhr auch in seiner dicken schwarzen Winterjacke im U sitzen, diese Jacke trägt er ab September (so viel zum Thema Winter).

    Soll er doch. Gewöhnen sich alle schnell dran. Auch Temperaturempfinden kann sehr unterschiedlich sein. Für mich wäre nur wichtig, ob er damit den Unterricht stört oder sich selbst vom Lernen abhält.

    Ich bin aber sowieso jemand, der Kleidungskonventionen am liebsten abschaffen würde.

    Ja, das mache ich doch auf'm Laptop mit OneNote.

    Dann brauche ich aber ein Tablet/Laptop o.Ä. mit Stifteingabe. Das müsste der Arbeitgeber erstmal zur Verfügung stellen. Mir ging es um den Vorteil von Smartboards gegenüber Kreidetafeln; in dem Beitrag von dir, auf den ich reagiert habe, war nicht von Beamern und OneNote die Rede.

    Und manchmal halte ich es schon für sehr praktisch, Erklärungen am Board "vorturnen" zu können - also mit großer Gestik etwas einzutragen, erscheint immer mal wieder didaktisch sinnvoller, als wenn ich mit einem Stift auf meinem Grafiktablet schreiben würde und die Schüler nur das Ergebnis erscheinen sehen.

    Vielleicht verstehe ich aber auch falsch, wie du das mit OneNote machst.

    Was an "Smartboard" ein Qualitätsmerkmal sein soll, habe ich noch nie verstanden.

    Jetzt unabhängig von der Marke (muss ja nicht von der Firma "Smart" sein), gibt es schon Vorteile: Kein Kreidestaub oder Dreckwasserschlonz, viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, Tafelbilder können abgespeichert und in der Folgestunde wieder aufgerufen werden oder sie können vorab vorbereitet werden, oft papier- bzw. foliensparende Anwendungen, und auch einige neue Möglichkeiten, die mit einer Tafel nur mit ziemlichem Umweg machbar wären (ich kann z.B. auch ein Video pausieren und dann direkt in das Standbild hineinzeichnen/-skizzieren, und so weiter).

    Trotzdem würde ich aber als Ergänzung auch immer ein "analoges" Whiteboard oder eine Tafel haben wollen, falls die Technik mal streikt oder es andere Gründe für old-school-Herangehensweisen gibt.

    Ich würde die Schulleitung fragen, wie es gehandhabt werden soll. Fände es seltsam, wenn jede Lehrkraft sich da individuell den Kopf zerbrechen muss, schließlich sollte es auch für alle Klassen einheitlich sein (finde ich).

    Also die Damen im Sekretariat meines Gymnasiums waren sehr lieb beim Ausstellen des Schülerausweises. Keiner von uns wurde dabei tot geschlagen

    Vorsicht - es könnte sich hier auch um einen Fall von survivorship bias handeln...

    @alle aus Bayern: Wünsche euch einen guten Start! Passt auf euch auf, lasst euch nicht stressen!

    ein einbeiniger Physiklehrer? Den würde es bei uns zumindest im Fachraum nicht geben

    Bei uns schon - aber der Unterricht wird dann entsprechend gestaltet. Zwischen Tischreihen durchhüpfen kommt selbstverständlich nicht in Frage, praktisches Arbeiten auch nicht bzw. extrem eingeschränkt.

    ...oder halt mit dem Standardspruch: "Sehe ich aus wie Frau xy?", je nach Typ garniert mit augenzwinkernder Theatereinlage (in Top-Model-Selfie-Pose werfen oder ähnliches). Und ansonsten ignorieren. (Dies gilt natürlich nur für die Aussage aus dem Threadtitel, nicht für die restlichen beschriebenen Verhaltensweisen.)

    plattyplus Danke für deine Ausführungen in #149. Das klingt ja nach ganz anderen Überlegungen als im Post, auf den ich mich bezog. Ich hatte dich im ursprünglichen Post anders verstanden, nämlich dass aus Selbstverwirklichung folgt, dass man alleinerziehend wird (denn du schriebst "dass sie dann alleinerziehend werden"). Diese Logik erschloss sich mir nicht. Vermutlich meintest du aber eher, "...was es für Folgen hätte, wenn sie dann alleinerziehend werden sollten". Danke für die Klarstellung.

    Wenn jemand sagt "Ich will mit der katholischen Kirche nichts mehr zu tun haben, aber für euch arbeiten möchte ich schon", ist das zumindest inkonsequent meiner Meinung nach.

    Danke, dass du das weiter klarstellst. Das Argument kann ich zwar gut nachvollziehen, aber "ich hatte noch nie was mit der katholischen Kirche zu tun, sondern entweder "bin ich bei der Konkurrenz" oder überhaupt nicht in einem solchen Verein, aber für euch arbeiten möchte ich schon" ist auch nicht so viel konsequenter. Mir ging es aber auch mehr um die Perspektive der katholischen Kirche, bei der ich nicht logisch finde, nach welchen Kriterien nun eine Einstellung von Lehrkräften als problematisch empfunden wird.

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