Es ging und geht hier nicht um Geschmack,
Doch, das geht es in einigen Beiträgen hier schon, finde ich.
sondern um das Verdecken von Gesichtern, Verstecken in Kapuzen und Tragen von Klamotten, die nicht für Innenräume ausgelegt sind. Wenn jemand einen Regenschirm für modisch hält, dann darf er den aufspannen? Nein, zumindest nicht in meinem Klassenraum, denn ich arbeite nicht im Zirkus.
In der Ausgangsfrage ging es eigentlich generell um das Tragen von Mützen und dergleichen, nicht um das Verstecken von Gesichtern/Augen. Letzteres würden die meisten Beitragsschreibenden hier im Unterricht ja auch ansprechen, wie mehrfach zu lesen war. Beim Regenschirm gäbe es ein ähnliches Problem, dass der Unterricht dadurch vermutlich gestört würde, weshalb der Vergleich natürlich hinkt.
Dein von dir selbst verlinkter Beitrag aus der SZ besagt ja genau dasselbe - als Kommunikationsbarriere werden Kopfbedeckungen noch heute von den meisten Menschen als störend wahrgenommen; die prinzipielle Regelung, dass sie beim Betreten eines Raumes abgenommen werden, existiert heute aber nicht mehr wie früher. Daher muss sie meines Erachtens in Schulen auch nicht mehr in der Form wie früher gelehrt werden. Mit dem Link stützt du also eher die These deiner (vermeintlichen?) Diskussionsgegner.
Die persönlichen Grenzen erläutern kann jede Lehrkraft gegenüber den Klassen ja trotzdem. Diese Grenzen können gern auch je nach Lehrkraft verschieden sein, wurde ja auch schon geschrieben, solang der Umgang gegenüber den Schüler*innen wertschätzend bleibt. Ich finde nur Regelungen, die allzu pauschal und nach dem Motto "weil es halt immer schon so war" kolportiert werden, immer wieder hinterfragenswert.