Beiträge von kodi

    Du kannst immer Einzelfälle konstruieren, wo Aufgabe und Einschränkung eine gute Passung haben. Wenn man das für sich findet, super!

    Die Regel ist allerdings eher, dass die Beförderung das Arbeitspensum und den Stress erhöht, was dann auch wieder Auswirkungen auf andere Bereiche hat.

    Als Personalrat durfte ich jahrelang in den Ferien antanzen und Stundenpläne überprüfen. Es war schon auffällig, dass es bestimmte Kollegen regelmäßig besonders schlecht traf. Das beste Beispiel: ein Kollege hatte einen relativ langen Pendelweg. Dann wies sein Stundenplan am Freitag nur eine einzige Stunde auf. Gemeinsam haben wir bei Kollegen eine Tauschmöglichkeit gefunden, die für alle Beteiligten eine Verbesserung dargestellt hätte. Die Schulleitung lehnte ohne Begründung ab.

    Natürlich trifft es einige Kollegen öfter. Das kann zum Beispiel an einer ungünstigen Fachkombination liegen. Die Ursache muss noch nicht mal beim Kollegen selbst liegen, sondern er kann auch der Leidtragende einer Kopplung von anderen sein oder von zwingen zu erfüllenden Bedingungen an anderer Stelle. Das kann man mit einem alleinigen Blick auf den Einzelkollegen nicht adäquat beurteilen.

    Zu dieser Pendelsache vier Anmerkungen:

    1. In wie weit muss die Schule Rücksicht auf private Entscheidungen (Wohnort) nehmen?
    2. Psychologisch kann ich verstehen, dass eine Einzelstunde negativ empfunden wird. Letztlich ergibt sich aber kein wirklicher Unterschied zur Situation, wenn am Vortag eine Stunde weniger ist und dafür dann am Freitag zwei Stunden liegen statt einer. Letztlich ist der Wunsch den Tag dann ganz frei geblockt zu bekommen der Wunsch nach einem überdurchschnittlich gutem Plan.
    3. Eine Optimierungen für jeden Einzelkollegen durch Tausch, kann trotzdem insgesamt eine Verschlechterung sein. In einen Stundenplan spielen ja mehr Überlegungen herein, als nur die Optimierung der Kollegenpläne. Bestes Beispiel ist da die Verteilung der Klassenlehrerunterrichte über die Woche oder die der Hauptfächer.
    4. Man sollte eine Ablehnung von Tauschwünschen als SL allerdings schon begründen können.

    Was meine Ärztin manchmal fantasiert, sind Sachen, die man vielleicht in einem außerschulischen Setting gut umsetzen kann, aber nicht in einer Schule. Ich will nicht ins Detail gehen, aber es ist auffällig, wie viele Ärzte / Menschen keine Vorstellung von unserem Arbeitsplatz haben.

    Das finde ich auch immer wieder erstaunlich.

    Besonders überfordernd scheint für Ärzte auch zu sein, dass wir nicht im 45min-Takt unterrichten.

    Wir regeln solche Wiedereingliederungen oder Anforderungen über den Vertretungsplan.
    Meist dann aber auch gepaart mit gekoppeltem Unterricht oder mit Stützkursen.

    Machen wir auch so. Führt dann für den Betroffenen zu einem noch sanfteren Einstieg als vorgesehen, wo dann zu Wiedereingliederungsende und zum Stundenplanwechsel die Belastung sprunghaft steigt. Und die Ressourcen zur Absicherung völlig weltfremder Wiedereingleiderungspläne fehlen natürlich an anderer Stelle.

    Glücklicherweise denken meine Kollegen in der Regel mit und sagen dem Arzt, wenn er völlig daneben liegt.

    Was man als Zumutung und Belastung empfindet ist ja auch irgendwie individuell.

    Ich hab allerdings starke Zweifel, dass man ein zerrüttetes Verhältnis wieder so reparieren kann, dass man sich hinterher wieder wohlfühlt. Vermutlich wird man dann immer Dinge auf dem Hintergrund des bisher Vorgefallenem betrachten. Von daher ist es manchmal besser zu gehen.

    Die Chancen stehen nicht schlecht. Derzeit gehe ich bei anderen Schulen Klinken putzen. Tatsächlich käme ich ganz gut von der aktuellen Schule weg.

    Dann würde ich die Chance nutzen.

    Eine SL wird nicht so schnell ausgetauscht. Das dauert ähnlich lange, wie bei Lehrern, wenn nichts wirklich gravierendes vorliegt.

    Darüber hinaus ist vieles, was man als 08/15 Lehrer als Zumutung empfindet, letztlich dann doch dienstrechtlich gedeckt.

    Bevor du also Jahre in einen aussichtslosen Kampf investierst, der dir lediglich in der Zeit dein Berufsleben ruiniert, würde ich die Versetzung wählen.

    Die Bedenken sind verständlich aber nicht zielführend.

    Bei Teildienstfähigkeit oder Dienstunfähigkeit geht letztlich kein Weg an den entsprechenden Konsequenzen vorbei. Das ist man ja nicht ohne Grund. Deshalb wird es ja auch durch den Amtsarzt festgestellt. Das ist ja keine Life-Style-Entscheidung.

    Ich wäre jetzt auch vorsichtig mit solchen Ratschlägen und Ferndiagnosen. Ab 40 macht sich das Altern bemerkbar. Da kann Bluthochdruck auch so auftreten. Ein Schulwechsel ist immer anstrengend und der Job ist bis auf wenige Exoten-Nischen generell anstrengend.

    Müdigkeit und dadurch bewirkte geringe Aktivität und Antriebslosigkeit kann übrigens auch von den Blutdrucksenkern kommen. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Das erste Jahr, in dem man die nimmt, kann extrem hart sein in der Hinsicht. Liegt am veränderten Stoffwechsel und der Blutdruckabsenkung. Muss der Körper sich erst wieder dran gewöhnen.

    Wenn die Religionen alle so ähnlich wären, hätten wir nur halb so viele Konflikte auf der Welt. Ähnlich kann man das wohl nur als Außenstehender finden.

    Als Außenstehender sieht das tatsächlich so aus.
    Strukturelle Mechanismen gleich, Gesellschaftsbild gleich, psychosoziale Druckmittel/Bindung gleich, Wahrheitsgehalt gleich, Anspruch gleich, historische Fossilierung gleich. Ist auch kein Wunder, weil die drei großen Religionen in einer evolutionären Entwicklungslinie stehen und einige andere aus der selben Weltregion stammende Religionen zumindest verwandt sind.

    Dass man als Insider natürlich viele Unterschiede sieht ist klar. Irgendwie muss man sich ja abgrenzen und die Eigenständigkeit der eigenen Religion legitimieren.

    Das Konfliktargument ist spannend. Ist die Feindlichkeit anderen gegenüber den Religionen inhärent oder nicht?

    ich plane gerade meine UPP im Fach Geschichte (Klasse 6, Hauptschule) zum Themenfeld „Römisches Reich“ und überlege, eine Stunde zu den römischen Göttern zu machen.

    Du gehst da in der falschen Reihenfolge dran.

    Guck in euren Lehrplan, was da an Kompetenzen gefordert wird. Eventuell habt ihr da auch große Themen stehen.

    Dann überlegst du dir die Lernziele und erst dann das Thema deiner Stunde, mit dem du die erreichen willst.

    Schule ist weltanschaulich neutral, religiöse Feste im eigentlichen Sinne haben an staatlichen Schulen überhaupt nichts zu suchen

    So sehe ich das auch. Allerdings können sie im Rahmen des Religionsunterrichts gefeiert werden.

    So ist der Weihnachtsgottesdienst eine Unterrichtsveranstaltung des ev./kath Religionsunterrichts. Andere Gäste sind natürlich freiwillig eingeladen.

    Analog würden wir es auch mit anderen Religionsunterrichten handhaben, wenn es die denn gäbe.

    Ansonsten besteht halt die Möglichkeit sich für das entsprechende religiöse Fest vom Unterricht befreien zu lassen und es im außerschulischen Rahmen zu feiern.

    Um welches Bundesland geht es denn?

    Bei uns in NRW heißt "bis A13", dass man seine Besoldungsgruppe behält, aber nicht höher besoldet sein darf.
    Ferienregelung wäre bei einer halben Abordnung noch die schulische.
    Ferien/Urlaubsregelung und Ermäßigungsstunden sind aber bundeslandspezifische Regelungen.

    Bezüglich der Ermäßigungsstunden würde ich bei der Rechtsabteilung deiner personalaktenführenden Stelle fragen. Da ist die Frage, ob sie voll dem schulischen Teil oder auch der Abordnung zugeordnet werden.

    Vermutlich hängt die zeitliche Organisation und der Spielraum auch mit deinen Fächern zusammen. Ich stell es mir zum Beispiel schwieriger vor, wenn du der einzige Physiklehrer des WBKs bist, als wenn du einer von 5 Deutschlehrern bist.

    Wie hätte das ohne saubere Kommunikation funktionieren sollen?

    Um das mal als Aufhänger zu nehmen... Die Frage ist halt immer, was saubere mathematische Kommunikation ist.

    Mein persönlicher Eindruck ist, dass sie mit der Einführung der Kompetenzorientierung viele Bereiche des Mathematikunterrichts zu Gunsten von verkapptem Sprachunterricht entmathematisiert wurden. Ein mathematisch sauberer Beweis ist viel aussagekräftiger als eine umgangssprachliche Erklärung. Leider testen die heutigen Abschlussprüfungen primär Sprachekompetenzen und nicht mehr Mathematik.

Werbung