Ich denke mal, das mit den Defiziten ist je nach Schülerklientel sehr unterschiedlich.
Meine Schüler sind mehrheitlich aus bildungsfernen und wirtschaftlich schwachen Verhältnissen mit vielen Geschwistern und wenig Rückzugsräumen zu Hause. Ich merke bei mindestens einem Drittel deutliche Lerndefizite im Vergleich zu normalen Schuljahren.
Dabei haben sie sich, bis auf extrem wenige Ausnahmen, im Distanzlernen nach ihren Möglichkeiten bemüht. Die Quote der "Wegducker" lag ca. bei 0,5% und die haben wir in die Notbetreuung zwangseinbestellt.
Die Defizite allein in Ferienkursen aufzuarbeiten ist bei meinen Schülern völlig illusorisch. Wir sind gerade dabei, dafür Strukturen für die nächsten 1-2 Schuljahre zu planen.