Beiträge von kodi

    Warum machen wir das Theater mit den Sitzplänen etc. überhaupt? Das Gesundheitsamt (bei mir am Ort) sagt eh, daß es die kompletten Klassen in Quarantäne schickt mit Ausnahme der Geimpften und Genesenen.

    Bei uns genau das Gegenteil. (Ich meine wir wären grob gesehen Nachbarn).

    Hier werden zum Teil nicht einmal die Nachbarn in Quarantäne geschickt und selbst der stickigste Raum zum bestgelüftetsten risikofreien Gebiet erklärt. ;(

    Gerade hier frage ich mich, ob man diesen Kollegen nicht zum Amtsarzt schicken kann. Man kann doch auch als Beamter nicht einfach ständig krank sein ohne vernünftigen Grund.

    Das ist extrem schwierig und in einem Fall, wo jemand immer erst im Laufe des Tages erkrankt, quasi ausgeschlossen.

    Selbst wenn jemand unter die einschlägigen Regeln fällt, gibt es dann erst ein BEM und eine Wiedereingliederung. Bis die Dienstfähigkeit aberkannt wird ist es ein sehr sehr langer Weg. Vor allem wenn das gegen den Willen des Betroffenen passiert.

    (Irgendwie auch zu Recht...)

    - Wie durchlässig ist unser Schulsystem für Lehrer mit dem Schwerpunkt Gymnasium/ Gesamtschule? Kann man sich problemlos auf Sek1-Stellen einer Realschule bewerben?

    Die Stelle muss dafür geöffnet sein. Du bist dann ein nachrangiger Bewerber und musst nach ca. einem Jahr eine Überprüfung für den Laufbahnwechsel machen. Bis dahin bekommst du weniger Geld.

    Für die meisten, die ich kennengelernt habe, war der Umstieg schwer und man merkte die ersten Jahre, dass sie nicht in der Schulform das Ref gemacht haben. Das zeigt sich in der Regel bei den Punkten Classroommanagement, Individualisierung&Differenzierung und Schülerorientierung.

    Bei der umgekehrten Richtung also GS-Lehrer, die an die Realschule gehen, merkt man das auch, nur dass diese in den genannten Punkten sehr deutlich viel viel besser als der durchschnittliche Realschulkollege sind. Das war eine echte Bereicherung und hat bei uns viel verändert. Immer bezogen auf die Fälle, die ich persönlich kennengelernt habe.... Leider hat sich der Abschluss da geändert, sodass da nur noch wenige neue Kollegen aus deren Reihen zu uns kommen.

    Normalerweise ist die Beratung zumindest an meiner Schulform relativ umfangreiche und unter Einbeziehung der BKs. Corona hat da allerdings eine kräftige Lücke geschlagen.

    Das Hauptproblem ist die schwindende gesellschaftliche Akzeptanz für alle nichtakademischen Werdegänge. Entsprechend meiden unsere Schüler leider Ausbildungen etc. wollen höchstens im Büro arbeiten, aber eigentlich erstmal weiter zur Schule gehen und "irgendwas" studieren, obwohl das oft ein schwieriger und wenig Erfolg versprechender Weg. Es ist extrem schwierig, erfolgreich gegen das Elternhaus und die gesamtgesellschaftliche Haltung zu beraten.

    Was wünscht ihr euch denn alle für Maßnahmen?

    1. FFP2-Maskenpflicht ohne Ausnahmen
    2. Schnelltest jeden Tag
    3. Quarantäneaufhebung grundsätzlich nur nach negativem PCR-Test
    4. Luftfilter für jeden Raum

    In dieser Reihenfolge.

    1-3. sind für mich das Minimum und ausreichend, wenn konsequent ohne Ausnahmen durchgeführt.

    4. wird für mich zum Muss sobald die Politik gezielt sämtliche Maßnahmen durch Ausnahmeregelungen und Aufweichungen torpediert, wie das bisher der Fall ist.

    Bei der aktuellen laschen Ausführung der Maßnahmen und der Verweigerung Luftfilter flächendeckend anzuschaffen, müssten die Schulen eigentlich konsequent bei Inzidenz 35 (also der Überlastungsgrenze der Gesundheitsämter) zugemacht werden.

    Persönlich glaube ich übrigens, dass wir bei konsequenter Umsetzumg von 1-3 in allen Bereichen vermutlich gesellschaftlich und ökonomisch am Besten weg kommen würden. Das teuerste sind nämlich nicht funktionierende Maßnahmen gepaart mit dann irgendwann wieder nötig werdenden Not-Shutdowns und wirtschaftlichem Untergang ganzer Branchen. Also das, was wir die ganze Zeit 'tun'... ;(

    Zum BK kann ich nichts sagen, weil das System ja völlig anders ist.

    Aber zumindest für die S1-Schulen lohnt auch mal der Perspektivwechsel, wer Zeitverschwendung steuern/vermeiden kann.

    Wir haben lieber vorher einen Teil dieser Zeit eingesetzt, um die Schüler zu fördern aber vor allem gründlich zu beraten. Entsprechend gab es dann auch keine "verschwendete" Zeit mit aussichtslosen oder ausgefallenen Nachprüfungen.

    Zum gemutmaßten generellen Sterben der Gymnasien:

    Ob das formal NRW-weit passiert, muss man abwarten. Sicher wird das Gymnasium aber insofern sterben, als dass es die jetzige inhaltliche Form nicht mehr beibehalten kann.

    Nachdem die Hauptschulen gestorben sind, sterben gerade die Realschulen und die Sekundarschulen siechen auch mehr dahin, als ein Erfolgsmodell zu sein.

    Nur gibt es die entsprechenden Schüler halt weiterhin und sie müssen irgendwo hin. Das wird in Zukunft noch stärker dazu führen, dass Schüler an Gymnasien drängen, die früher nicht dem Gymnasium zugeordnet worden wären. Entsprechend wird sich auch das Gymnasium anpassen müssen.

    1. Für wie wahrscheinlich haltet ihr es, dass im ländlichen Raum bestehende Gymnasien mittelfristig eventuell geschlossen oder in Gesamtschulen umgewandelt werden? Ist das mein Hirngespinst oder eine reelle Entwicklungsperspektive?

    Das ist in vielen ländlichen Gebieten in NRW eine realistische Perspektive und der Prozess hat in einigen Orten schon begonnen. Oft reicht nämlich die Schülerzahl (und das Geld) auch für eine Sekundarschule und ein Gymnasium nicht mehr.


    Was geschieht mit den Kollegen an einer solchen Schule: Werden aus ihnen dann ggf. Gesamtschullehrer, oder werden sie an das nächste Gymnasium versetzt?

    Eine Schule kann nicht einfach umgelabelt werden. Die alte läuft aus, die neue wird gegründet.

    Die Kollegen können in so einem Fall in der Regel Wünsche angeben. In wie weit die realisiert werden können, hängt dann natürlich von den örtlichen Gelegenheiten im jeweiligen Regierungsbezirk ab.

    Aufgrund der unterschiedlichen Fachbedarfe zwischen aufbauender und schließender Schule ist in der Regel nur die Übernahme von ca. 1/3 des Kollegiums gesichert. Es ist also gar nicht unbedingt so einfach, an die neue Schule zu wechseln.

    Ich soll zum Schüler nach Hause fahren und dort unterrichten (das Kind ist lebensbedrohlich erkrankt). Ich selbst bin Klassenlehrerin (einer anderen Klasse) mit voller Stundenzahl. Ich werde für die Zeit aus meinem eigenen Unterricht herausgezogen, dafür werden Klassen(teile) zusammen gelegt. Stundenplanerisch passt das gerade.

    Falsches Bundesland, aber genau so läuft das bei uns auch. Bei uns sind die Zeiten fest in Absprache mit dem Lehrer und den Familien.

    Natürlich ist es für die Kollegen psychisch extrem belastend, ein Kind zu unterrichten, bei dem klar ist, dass es das Schuljahr nicht überlebt. Der Unterrichtsstoff steht dabei nicht mehr im Vordergrund, sondern die soziale Komponente.

    Ja, das ist eine gute Idee - aber leider ist der Mailserver laut dem IT-Team nur noch über diese Webseite zu erreichen - wo Ordnerstruktur samt Mails schön aufgelistet sind - da wir auf einen neuen Server umgezogen sind.

    Ich würde die einfach bitten, dass sie dir die Mails exportieren. Schließlich haben sie es ja auch umgestellt und die Mails vom alten auf den neuen Server migriert.

    Ich hab eine ähnlich gelagertes Postfachproblem, wo der Schulträger auch noch eine beträchtliche Summe Geld für den Fernzugriff verlangt, seit die imap und smtp-Zugänge abgestellt wurden. Ich hab es so gelöst, dass ich einen Autoresponder eingerichtet habe, der das Problem erläutert und auf eine Alternativadresse verweist und diese Schulträgeradresse nicht mehr abrufe. Da mir über diese Mailadresse eh nur der Schulträger selbst schreibt, geb ich das Problem quasi an den Verursacher zurück.

    Hängt halt immer davon ab wie sehr es gebraucht ist. Wenn ich Physik als Fach hätte, wäre mein Zweitfach auch Recht egal.

    Es hängt eher von den Erlassen und Gesetzen des Bundeslands ab. Flexibilität gibt es nur in deren Rahmen.... also oft garnicht. ;)

    Selbst wenn in irgendwelchen Quereinstiegsmaßnahmen irgendwelche Berufe in völlig unerwartete Fachkombis umgewandelt werden, heißt das noch lange nicht, dass man als normaler Bewerber diese Möglichkeiten auch hat.

    Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass eine nicht zugelassene Fachkombi in realistischer Zeit plötzlich ermöglicht wird.

    Aber ich finde schon bedenklich, dass das scheinbar in NRW so unterschiedlich zu sein scheint (wobei ja scheinbar in anderen BL auch).

    Eigentlich ist das hier ganz gut geregelt. Eine Woche vor Schulbeginn mußt du für rechtzeitig vorher angekündigte Konferenzen, Fortbildungen, Nachprüfungen, etc. verfügbar sein.

    Je nach äußeren Umständen und Organisation der zu erledigenden Aufgaben durch die jeweilige Schule, braucht man mal mehr mal weniger Tage.

    Das hat auch etwas mit Belastungssteuerung zu tun. So kann man z.B. Dinge in diese Vorbereitungszeit schieben, die dann während des laufenden Schulbetriebs nicht mehr gemacht werden müssen...oder umgekehrt.

    Deine Ordnungsgruppe ist in NRW vor allem entscheidend, dass du überhaupt zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst.

    Am Tag der Auswahlgespräche ist dann alles offen.

    - Physik (fachliche Nähe zu Mathe)

    Wenn ich dir einen Tipp geben darf, dann solltest du das im Auswahlgespräch etwas besser begründen. Da du an der Schule keine theoretische Physik unterrichten wirst, nimmt dir jeder Physiklehrer, der zufällig in der Auswahlkommission sitzt, diese Aussage auseinander.

    Ich hab vor einigen Jahren mal einen interessanten Chemieraum gesehen, der aus einem doppeltem Raum bestand. Die eine Hälfte war eine Hörsaalbestuhlung mit naturwissenschaftlicher Tafel, die andere Seite bestand aus Experimentiertischen in Gruppenanordnung. Entsprechend hatte der Raum natürlich die doppelte Größe. Fand ich relativ spannend, weil man die Arbeitsphasen da auch räumlich gut trennen konnte.

    Ob das bei euch realisierbar ist, hängt natürlich stark vom Gebäude ab.

    Der öffentliche Rundfunk bekommt demnächst über die Rundfunkgebühr jährlich 8 Milliarden Euro. Um das mal ins Verhältnis zu setzen. Das Land NRW wendet für die Versorgung ALLER seiner Lehrkräfte (inkl. Hinterbliebenen) 6,4 Milliarden im Jahr auf. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, wie die Summe für den ÖR gerechtfertigt ist. Ein bissl TerraX, die Tagesschau, 536 Polizeiruf-Tatorte, Sport für absurde Summen - bei mir läuft nix mehr, das nicht on demand ist.

    Das habe ich früher auch gedacht und mich darüber geärgert. Sicher könnte man den ÖR auch wesentlich effizienter gestalten, wenn man die verschiedenen Parallelstrukturen abbauen und die ganzen politischen Versorgungsposten in den Rundfunkverwaltungen wegkürzen würde.

    Wenn ich allerdings die lokale Berichterstattung, die Qualität der Dokumentation und der Doku-Kanäle, die Auslandsberichterstattung und die Investigativformate zwischen Privatsendern und ÖR vergleiche, dann finde ich schon, dass man für den Rundfunkbeitrag deutlich etwas Besseres bekommt.

    On Demand im Zusammenhang mit ÖR ist ein schwieriges Thema.

    Schließlich wurden die 'On Demand'-Angebote des ÖR auf Betreiben der privaten Sender deutlich Beschnitten und eingeschränkt. Absurderweise sind die Mediatheken des ÖR trotz ihrer Einschränkungen um Welten besser, als das was man bei den privaten Sendern gegen Cash bekommen kann...

    Falls du doch eine feste Elektro-Kleinspannungeinspeisung wählst, dann achte darauf, dass die Stränge unabhängig sind, damit nicht die Spannung für alle einbricht, wenn einer Mist baut.

    Du schriebst etwas von "Grundlagenversuche aus dem Fach Naturwissenschaft" je nachdem, was ihr da macht sind Kacheltische wegen der Unebenheiten unpraktisch.

    Bei den Grundschulen ist der Mangel doch klar:

    • relativ schlechtes Gehalt für den Umfang an Arbeit
    • wenig Entlastungsstunden
    • zum Teil kein Konrektor vorgesehen
    • keine durchgehend besetzten Sekretariate
    • Karriere/Status-Typen fehlen im potentiellen Bewerberpool, da die eher nicht im Bereich GHR unterwegs sind.
    • aufwendiges Bewerbungsverfahren (NRW)

    Zum Gehalt für GS-Schulleitungen:

    A14 ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber immer noch eine Unverschämtheit, wenn man sich die Arbeit und die Verantwortung anguckt und die geringen Entlastungsstunden und das kleine oder nicht vorhandene Leitungsteam mit bedenkt....vor allem auch im Vergleich mit anderen Schulformen. A12Z oder A13 wie früher in NRW bei kleinen Grundschulen war völlig daneben...

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