Beiträge von kodi

    Wenn du Glück hast bekommst du ein paar Tage später noch eine Zusage, weil die höher priorisierten Bewerber die Stelle ausgeschlagen haben, z.B. weil sie auf mehrere Stellenangebote gepokert haben. (Jeder hat 3 Tage Bedenkzeit.) Lehnen die ersten 3 ab, kann das für den 4. im ungünstigsten Fall bedeuten, dass das Angebot nach 9 Tagen kommt. Ist ein seltener Fall in diesem Ausmaß.

    Ansonsten gehen die nicht vergebenen Stellen in der Regel ins Listenverfahren. In der Regel jedoch nicht für die Schule mit der leer gelaufenen Stelle, sondern für eine andere Schule. Manchmal wird die Stelle auch einer anderen Schule zugewiesen und die darf dann außerhalb der "normalen" Ausschreibungszeitpunkte ausschreiben.

    Die Lage der Bewerbungsgespräche ist unterschiedlich. Sie liegen oft an einem Tag, müssen es aber nicht. Die Schulen haben einen Zeitraum, wann sie diese durchführen können. Es hat nur jeder Angst, dass alle guten Bewerber weg sind, wenn man den Termin der Auswahlgespräche nicht auf die ersten Tage dieses Zeitraums legt.

    Die meisten Stellen werden zum 01.02. und zum 01.08. ausgeschrieben. Alle Einstellungstermine dazwischen sind eher die Ausnahme. Zum Sommer sollte es also deutlich mehr Ausschreibungen geben. Diese müssen aber nicht regional gleich verteilt sein. In meiner Region gab es zum Beispiel in letzter Zeit wenig Stellen, weil die alle einer notleidenderen Region zugeordnet wurden. Vor ~12 Jahren gab es in meiner Region für eine Schulform sogar mal 2 Jahre einen kompletten Einstellungsstopp, weil man einen Datenfehler in den Schülerzahlen festgestellt hatte und einen Lehrerstellenüberhang auf dem Papier abbauen mußte.

    In welchem Bundesland bist du denn?

    In NRW gibt es 3 Möglichkeiten.

    In der Reihenfolge der "Wertigkeit" (nicht der Person, sondern der Möglichkeiten hinterher.):

    1. OBAS - Seiteneinstieg mit Vorbereitungsdienst. Du bist hinterher regulärer Lehrer. Dir stehen alle Möglichkeiten offen und du verdienst wie ein normaler Lehrer. Dein Studienabschluss muss halbwegs strenge Anforderungen erfüllen, die Fächer passen und eine Schule eine Stelle dafür ausschreiben.
    2. Pädagogische Einführung - Du machst ein Begleitseminar, verdienst hinterher weniger als ein normaler Lehrer und dir stehen nicht alle Möglichkeiten offen. Die Anforderungen an deinen Studienabschluss sind geringer. Es muss eine Schule eine entsprechende Stelle ausschreiben.
    3. Entfristung einklagen - Geht nur aus der Vertretungstätigkeit heraus bei Formfehlern oder entsprechend langer Vertretungstätigkeit/Kettenverträgen. Inzwischen wird verstärkter darauf geachtet, dass das nicht passiert. Du hast hinterher nur den Anspruch auf die Stundenzahl, die du zum Zeitpunkt des Einklagen hattest. Du bleibst Angestellter und verdienst weniger als ein normaler Lehrer. Du bleibst im Status der Vertretungstätigkeit eingefroren und dir stehen keine Aufstiege offen. Anforderungen an deinen Studienabschluss gibt es nicht.

    Für NRW wäre dementsprechend der Seiteneinstieg über OBAS der beste Weg, wenn du die Bedingungen erfüllst.

    Er spricht FÜR die gleichen,

    es kommt aber anders an, ob in den Medien gesagt wird, man spreche für Philologen oder man spreche für Lehrer.

    Bei Philologen ist deutlicher eingegrenzt, wer gemeint ist, auch wenn nicht alle Philologen hinter der Meinung des Philologenverbandes stehen,

    bei Lehrer erweckt es noch mehr den Eindruck, er spreche für alle Lehrkräfte. Dem ist aber nicht so, war es vorher auch nicht.

    Das wird aber vielen Menschen nicht bewusst sein, wenn sie in den Medien hören, Meidinger sei vom Lehrerverband.

    Das kann ich nur unterstreichen.

    Ich hab mich auch lange gefragt, was das für ein Typ ist, der so tut, als würde er für mich sprechen.

    Bei uns gibt es bei halber Arbeitszeit zwei freie Tage und bei Dreiviertel-Teilzeit einen freien Tag.

    Unterhälftig Beschäftigte haben wir nur als Vertretungslehrer. Da versuchen wir die Stunden über diese Regelung hinaus zusammen zu blocken. Meistens sind da aber andere äußere Zeitvorgaben (Uni) eh relevanter.

    Bezüglich des Einsatzrahmens von Eltern mit kleinen Kindern treffen wir darüber hinaus noch individuelle Zeitabsprachen, die sich meist auf die erste Stunde oder den Nachmittagsunterricht beziehen.

    Ui, welche Präparate dürft ihr denn haben?

    Stark vereinfacht: Jedes Isotop hat bei uns eine festgesetzte Freigrenze. Solange diese unterschritten bleibt, dürfen die Schüler damit experimentieren.

    Das sind dann natürlich keine besonders starken Strahler.

    Mit meinen Demostrahlern, von denen der älteste von 1980 ist (mit einer Bauartzulassung von 1965 ^^), darf inzwischen nur noch ich als Strahlenschutzbeauftragter experimentieren, weil die Grenzwerte strenger geworden sind.

    In NRW dürfen auch Schüler mit radioaktiven Stoffen experimentieren.

    Es gibt ein paar Auflagen (RiSU-NRW 8.10), die aber in keiner Weise im Schulunterricht einschränkend sind.

    Das Problem ist eher, dass die Strahler inzwischen so teuer sind, dass es wenig Sinn macht einen Schülersatz anzuschaffen.

    Das Geld gibt man besser für breiter nutzbares Experimentiermaterial aus.

    Stell dir erst einmal vor du bekommst ein Mauspaket und die Maus ist nicht mehr drin! :geschenk::traenen:

    Bei mir ist DHL top. Super Typ, sehr zuverlässig und freundlich, App, Benachrichtigung und Ablageort klappt 1a. :top:

    Hermes und DPG gehen, wenn man eine Abstellgenehmigung gibt. Ohne sind die der Alptraum weil das Paket irgendwo landet. Bei DPD meist ohne Benachrichtigung. Manchmal finden die mein Haus nicht. :traenen:

    Amazon ist nervig, weil ich den Ablageort nicht individuell festlegen kann und die vorgegebenen nicht passen.

    Am meisten ärgert mich aber bei Hermes, DPD und Amazon, dass ich das starke Gefühl habe, dass die Fahrer ausgebeutet werden.

    Irgendwo setzt auch mal die Eigenverantwortung ein.

    Wenn ich etwas von meinem Dienstherren will (Corona-Präsenzbefreiung), dann ist doch klar, dass ich mich über den Erlass informiere (muss ich eigentlich ja eh) und dem Arzt die notwendigen Informationen gebe.

    Ich frag mich auch, wie bei einer individuellen Risiko-Bewertung eine Vorformulierung möglich sein soll. Das widerspricht sich doch.

    Der Schüler war Freitag in der Schule, bekam am WE Symptome, hat Montag früh aus eigener Initiative einen Schnelltest gemacht und nach positivem Test sofort die Schule benachrichtigt, die umgehend die Mitschüler in Isolation geschickt hat. Ich weiß nicht, welche andere Strategie da eine Quarantäne verhindert hätte.

    Selbsttest jeden Tag vor Schulbeginn.

    Ist der Politik aber scheinbar zu teuer. Soviel zum Thema Wert des Präsenzunterrichts.

    Du hast aber insofern recht, als dass das ein Grenzfall ist, der nach den aktuellen Bedingungen optimal gelaufen ist.

    Aber Tirschenreuth ist halt doch irgendwie komisch? Irgendwo stecken sich die Menschen nunmal an.

    Irgendwo las ich, dass der tschechische Nachbarlandkreis eine Inzidenz von 1000 hat.

    Ich kenne das jetzt dort nicht, hab aber mal im Dreiländereck Belgien, Niederlande, Deutschland gewohnt. Da gab es defakto keine Grenze mehr. Ich nehme mal an, dass das in Tirschenreuth ähnlich ist. Dann wären die Fälle in Tirschenreuth die ganz normale Ansteckungsdiffusion durch die lokalen kleinräumigen Kontakten zwischen den Landkreisen.

    Und was kosten uns die Folgen dieses Lockdowns?

    Kürzlich las ich, dass der Lockdown 3,5 Mrd. pro Woche kostet.

    Bei der Bankenrettung 2008 haben wir für 500 Mrd. gebürgt. (Wir hatten damals Glück und mussten letztendlich effektiv nur ca. 80 Mrd. bezahlen.)

    Nimmt man mal den damals möglichen Betrag zur Grundlage, können wir uns den Lockdown 142 Wochen leisten, also etwas weniger als 3 Jahre! Das Geld ist also gesamtwirtschaftlich nur ein sekundäres Problem. Für den Einzelnen kann das natürlich ganz anders aussehen.

    Viel interessanter finde ich allerdings die Frage, was uns das Ganze kosten würde, wenn wir keinen Lockdown machen.

    Da gab es von Thunderf00t auf Youtube mal ein Video für die USA, wo er überschlagen hat, was Corona-Tote langfristig kosten, einfach weil sie nicht mehr da sind und für den Rest ihrer ursprünglichen statistischen Lebensspanne nicht mehr am BIP mitwirtschaften. Das war eine ziemlich heftige Summe.

    Jetzt kehren die Klassen genau am Wendepunkt der Infektionsentwicklung zurück, ich mache mal die nächste Vorhersage: Die Schulöffnung wird ein Fiasko werden und binnen 5 Wochen kassiert.

    Ich glaub es läuft eher darauf hinaus:

    "Jetzt sind bald Osterferien, bis dahin müssen wir Durchhalten und die Schulen offen lassen!

    ..... würden die Lehrer nicht so viel privat feiern wäre es nicht so schlimm"

    Man ersetze die Schuldzuweisung durch eine beliebige andere absurde Sache, die Lehrer angeblich tun und so Corona verbreiten. ;(

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