Beiträge von kodi

    Ich bin recht neu und weiß nicht, wie ich weiter planen soll. Ich habe bis Mitte Februar alles Online geplant und weiß daher nicht, ob ich in zwei Varianten planen soll(entweder als Onlineform bei Lockdownverlängerung oder in Präsenzform)

    Plan zweigleisig, sodass du das meiste in beiden Modellen verwenden kannst.

    Selbst wenn der Präsenzunterricht wieder los geht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er Distanzlernanteile enthält, z.B. bei einem rollierenden System oder wenn die Präsenz freigestellt wird, spätestens aber wenn einer deiner Schüler in Quarantäne muss.

    Alle großen Gruppenaktivitäten und Veranstaltungen kannst du definitiv erstmal vergessen. Den Ostergottesdienst brauchst du z.B. ziemlich sicher nicht zu planen.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es so einfach ist wie es hier beschrieben wird. Wenn ich mir die folgende Grafik (Einstellungsprognose NRW) anschaue, dann graut es mir jetzt schon. Zu meinem Abschluss ist ein plus von 17.000 (!!!) Lehrkräften zu erwarten.

    Siehe https://www.schulministerium.nrw.de/sites/default/…s/Prognosen.pdf

    Das sind kummulierte Überhänge, die nicht der Realität entsprechen, weil die Leute ohne Stelle sich zwangsweise irgendwann umorientieren. Steht ja auch dabei.

    Entscheidender ist die Grafik eine Seite weiter (S. 22).

    Mathe hat da eine Idealkombination aus großer Einstellungschance und großer quantitativer Bedeutung.

    Wir behandeln Fehlzeiten wie sonst auch.

    Wenn jemand nicht erscheint, gibt es einen Anruf und wir fragen nach.

    Wenn jemand zum Arzt muss, dann bekommen wir eine Bescheinigung.

    Wenn jemand krank ist, müssen die Eltern das Kind abmelden.

    Für technische Probleme haben wir ein Supportteam. Der Fall ist dadurch abgedeckt.

    Die Fehlzeiten sind im Distanzlernen drastisch zurückgegangen, weil wir noch schneller nachhaken als sonst.

    Unsere Schüler haben aber auch jeden Tag verbindlichen Kontakt mit uns Klassenleitungen.

    Jetzt kam die mehr oder weniger höflich formulierte Anfrage, jeden morgen VK durchzuführen, weil das Kind nicht aufstehen wolle und es Kämpfe um die Aufgaben gebe.

    Das ist vermutlich ein Ausdruck der Hilflosigkeit der Eltern. Was die Anfrage angeht, macht natürlich "der Ton die Musik."

    Wir haben tatsächlich morgens und mittags feste Zeiten zu denen wir jeden Schultag verpflichtend Kontakt mit den Schülern aufnehmen.

    Das Mittel ist aber freigestellt. Es muss keine Videokonferenz sein.

    Es hilft sowohl den Schülern und Eltern als auch uns, die Verbindlichkeit des Distanzlernen zu stärken. Ich hab da auch schon einmal per Telefon jemanden geweckt oder von den Eltern wecken lassen. ;)

    Nicht jeder Schüler hat so gute Voraussetzungen zu Hause, wie wir alle.

    Versteh das jetzt bitte nicht falsch, ich kenne dich nicht und sehe das nur im Spiegel deiner Beiträge, aber mir scheint es so, dass du vor allem deine professionelle Einstellung neu justieren solltest:

    • Bildungsvoraussetzungen der Schüler: Wenn du aus dem Gesamtschulsystem bzw. der S1 kommst, dann sollte du die Klientel doch eigentlich kennen...nämlich alle, die an der Gesamtschule nicht in die Oberstufe gehen + alle anderen S1-Schüler, die nicht in die Oberstufe gehen/können/wollen.
    • Du mußt Schülern nicht den Hintern pudern, ihnen nicht irgendwas schenken und ihnen auc nichts vorheucheln.
      Du mußt sie aber individuell fördern und auf ihre Stärken, Schwächen und Lernvoraussetzungen eingehen.
    • Es geht nicht darum jedem zu suggerieren, er könnte alles erreichen. Es geht aber wohl darum jedem die Möglichkeit zu eröffnen, sein/ihr maximales Potential zu erreichen.
    • Intrinsisch motivierte Schüler wünschen wir uns alle. Das ist toll, wenn man sie hat oder diese Motivation wecken kann.
      Realität ist aber auch, dass Schüler nicht frei nach intrinsischer Motivation die Schule besuchen können. Sie unterliegen rechtlichen, sozialen oder wirtschaftlichen Zwängen. Das gilt meistens auch für die Schüler, die in den vermeintlich freiwilligen Bildungsgängen sind. Allerspätestens gilt es dann aber für einzelne Fächer innerhalb der Bildungsgänge. Insofern gehört der adäquate Umgang mit nicht intrinsisch motivierten Lernen zum professionellen Handlungsrepertoir.
    • Schulleitung ohne Rückrat:
      Wenn du erst 10 Monate an der Schule bist, davon 6 im Distanzunterricht, dann ist fraglich, ob du das überhaupt schon beurteilen kannst, selbst wenn du vorher 10 Jahre an einer anderen Schulform unterrichtet hast.
    • Du mußt nicht vorgaukeln wie toll Vorgaben, wie z.B. die Inlusion, sind.
      Du mußt sie bestmöglich im Rahmen der Möglichkeiten umsetzen und solltest sie nicht hintertreiben.

    Schlußendlich zu den Alternativen:

    • Probleme mit den grundlegenden Leitlinien des Schulsystem: QuaLis, Uni
    • Schwierigkeiten mit Lernervoraussetzungen/individueller Förderung: Uni, Medienzentrum
    • Genervt von Verwaltungsarbeiten: QuaLis, Bezirksregierung, Ministerium, Uni, Medienzentrum

    Wie eingangs schon gesagt, vielleicht ist der Eindruck, der bei mir aus den Posts entstand, völlig falsch.

    Vielleicht bist du auch im Moment wegen der aktuellen Situation in einer gedanklichen Negativspirale. Das ist mir auch schon passiert und da kommt man auch wieder heraus.

    Schwierig wird es halt immer, wenn man sich pauschal auf irgendwas einschießt, seien es die Schüler, die Vorgaben, das System, das Bildungsniveau, etc.

    Juna, schöpfst du dein Deputat mit dem Distanzunterricht aus oder nicht?

    Also rein formal gesehen.

    Hintergrund der Frage:

    Ist die Notbetreuung eine Deputatsstunde (also statt eines Unterrichts, der im Distanzlernen einfach weg fällt...keine Ahnung Musik, Sport, Klassenstunde oder sowas?) oder eine zusätzliche Aufgabe, wie Aufsicht. Bei letzterem greift die TZ-Regelung ziemlicher, bei ersterem vermutlich nicht.

    Falls Du die APO-GOSt nicht durchziehen willst, brauchst Du eine Änderungsverordnung nach § 52 SchulG - so gesehen ein Bildungssicherungsgesetz 2021

    Ich kann mir bildlich vorstellen, wie da im Ministerium und im Landesparlament bei einigen vor Schreck die Kaffetasse aus der Hand fällt.

    Geht ja gar nicht, dass freche Lehrer bereits nach 10 Monaten Pandemie erwarten, dass die wohldurchdachten mit Goldlettern für die Ewigkeit in feinsten Stein gemeißelten APO's jetzt schon so hastig angepaßt werden sollen. ;):P

    Zitat von Zitatkorrektur für Frau Gebauer

    „Wir müssen wieder Schul-Türen öffnen für das soziale Miteinander mehr Corona-Ansteckungungen und für mehr Anwesenheitszeiten von Schülerinnen und Schülern in den Schulen auf Beerdigungen von ihren Angehörigen und Lehrern.

    Ich hab ihr das Zitat mal korrigiert.

    Die meisten Fächer haben irgendwelche Belastungsspitzen.

    Sie sind nur anders verteilt:

    Große Korrekturbelastungsspitzen:

    Deutsch, Englisch, generell Sprachen

    Kleine Korrekturbelastungsspitzen:

    Mathematik, andere Fächer in Facharbeitsphasen, Leistungskurse

    Lärmbelastung:

    Sport, Technik

    Belastung durch ortsgebundene Vorbereitung im Fachraum:

    Biologie, Physik, Chemie, Technik, Kunst

    Belastung durch Gefahrenpotential/besonderer Aufsichtsaufwand im Unterricht:

    Technik, Kunst, Chemie, (Physik)

    Belastung durch hohen Materialeinsatz:

    Technik, Kunst, Sachunterricht

    Belastung durch viele Lerngruppen:

    alle Nebenfächer, alle Kursfächer

    Da gibt es sicher noch mehr....

    Blöd wird es halt, wenn du zwei Fächer mit sich addierenden Belastungen hast, z.B. die berühmte Deutsch/Englisch-Kombination.

    Gut ist es, wenn du Fächer hast, deren Belastungen sich nicht gegenseitig verstärken, z.B. Mathe/Physik.

    Ich persönlich würde mich in diesem Fall eher an die Schulleitung wenden.

    Zusätzlich würde ich sämtliche nicht verpflichtenden Treffen mit den entsprechenden Kollegen vermeiden. Sollen sich die beiden alleine in den Herzinfarkt brüllen...

    Sprich mit deinem Personalrat.

    Selbst wenn du in der Probezeit eventuell kein Recht auf eine Versetzung hast, wie es in NRW der Fall wäre, geht manchmal trotzdem etwas auf Kulanz oder weil jemand tauschen will.

    Bezüglich der Probezeitbeurteilung würde ich mir keine Sorgen machen. Die Hürden für eine Nichtbewährung sind sehr hoch.

    Natürlich kann es aber sein, dass deine SL dich dann nicht unbedingt für langfristige Projekte einplant, wenn sie weiß, dass du gehst. Schüleraustausch initiieren, Z-Kurs machen, etc. wird dann ggf. schwerer. Das muss aber nicht so sein und sollte dich auch nicht abschrecken.

    Funktioniert denn der angekündigte Messenger mittlerweile? Gibt es ein Videotool, das dann auch auf der Oberfläche aufgesetzt wird ...

    Kurzzeitig gab es vor den Herbstferien mal die Möglichkeit eines (Einzel-)Videocalls über den Messenger.

    Das wurde aber wieder abgeschaltet.

    Ansonsten funktioniert der Messenger jedoch.

    Hat aber folgende Probleme:

    • Weboberfläche macht Probleme in Handybrowsern, weil es Fehler in der Mobilansicht gibt. Desktopansicht ist im Handybrowser zu klein (und auch nicht voreingestellt).
    • Element/Riot-App verunsichert Eltern wegen Ü16/Ü18-Kennzeichnung
    • Element/Riot-App ist für unbedarfte Anwender etwas umständlich zu konfigurieren
    • Schüler können im Messenger ihre Usernamen ändern. Das ist derzeit nicht sperrbar.
    • Passwortrücksetzungen für den Messenger können nur die (Schul-)Admins und nicht die normalen Lehrer --> Supportflut bei den Admins

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