Beiträge von kodi

    Ein Punkt an dem sich 70% meiner lokalen Gymnasien deutlich professionalisieren müssen, ist der Umgang mit späteren Schulformabsteigern.

    Ich finde es eine absolute Katastrophe, wenn wir die Schulformabsteiger an der Realschule erstmal ein halbes Jahr psychisch wieder aufbauen müssen.

    Auf Nachfrage bei der abgebenden Schule erfahren wir dann oft, dass Begriffe wie Förderplan und Zielvereinbarungen völlig unbekannt sind und vorher offenbar nichts stattgefunden hat, um den Schulformabstieg frühzeitig abzuwenden. Besonders traurig ist das, weil die Mehrheit der Schulformabsteiger nach der 10. Klasse doch noch die S2 erfolgreich absolviert und ein gutes Abi macht. So ganz falsch waren sie ursprünglich also nicht an der Schulform Gymnasium.

    Ich möchte das jetzt nicht auf alle Gymasien verallgemeinern, denn in meiner Stadt können wir diese Probleme ganz klar einzelnen Schulen zuordnen.

    Von diesen Schulen raten wir auch aktiv jedem unserer Schüler ab und schicken dort auch keine Schulformaufsteiger hin.

    Genauso gibt es auch Schulen, wo diese Probleme nicht auftauchen und von denen Schulformabsteiger nicht traumatisiert zu uns kommen, eine Förderung erkennbar und dokumentiert ist und klar ist, dass einfach das Leistungsniveau des Gymnasiums nicht erreichbar war.

    Schüler, die wir als Schulformaufsteiger dort hinschicken, werden dort auch gerne angenommen, gut integriert und sind sehr erfolgreich. Diese Schulen empfehlen wir explizit weiter.

    ...außer in der Woche vor Weihnachten! Hat ja laut WDR ein elfjähriger Berater von Laschet rausgefunden...:sterne::autsch::spritze:

    ...wobei das Problem nicht der 11-jährige ist!

    Immerhin hat Laschet da jetzt einen Berater gefunden, der seine Kompetenzlücken erfolgreich füllt. ^^

    Ich hätte da auch noch 29 kleine Berater. Vielleicht könnten die ja Frau Gebauer kompetenzmäßig auf die Sprünge helfen!

    Sie sprechen sogar verschiedene Sprachen und sind zusätzlich Experten in einfacher deutscher Sprache. Das versteht sie dann bestimmt und die Eltern auch.

    Also ich hab mich in so viele Kurse eingetragen, weil ich nebenbei noch ein weiteres Fach studieren muss und nicht noch mehr Zeit dafür brauchen wollte.

    Den Fehlschluß hab ich damals auch gemacht. Auf dem Papier kürzer heißt manchmal in der Realität länger... ;)

    Ich habe dann damals die Anzahl der Veranstaltungen auf ein schaffbares Maß reduziert.

    Versuch das ganze ansonsten als einen Crashkurs in Selbstorganisation zu sehen. Aspekte von dem, was du beschreibst, kommen später bei deiner ersten Vollzeitstelle auch auf dich zu (Infoflut, x-gleichzeitige Aufgaben, unterschiedliche Anforderungen, etc.).

    Vielleicht helfen die folgende Tricks:

    • Nutze ein Mailprogramm (Thunderbird/Outlook) und leg dort Unterordner, automatische Filterregeln an. So kannst du deine Mails vorsortieren lassen und zum Beispiel potentiell wichtigere über Schlagworte/Absender farblich hervorheben lassen.
    • Nutze einen Kalender, um Abgabetermine zentral zu vermerken. Mit den Kalendern von Outlook und Thunderbird kannst du auch Erinnerungen anlegen lassen und dich z.B. 2 Tage vor Fälligkeit des Termins erinnern lassen.
    • Erstell dir einen festen Stundenplan, um deinen Tag zu strukturieren. 8:00Uhr - 9:00Uhr Matheübungen rechnen, 9:30Uhr -10:30Uhr Seminaraufgaben Pädagogik, etc. Plan Pausen ein und setz die Zeiten realistisch an.
    • Strukturier deinen Arbeitsplatz. Trenne deinen Arbeitsplatz von privatem Kram soweit möglich. Als Student hast du vermutlich kein Arbeitszimmer, aber du kannst zB. darauf achten, nicht am Schreibtisch zu essen, gamen und derlei. Ziel des Ganzen ist, dass du mental in Arbeitslaune/erwartung bist, wenn du dich an den Schreibtisch setzt.
    • Nutze des Pareto-Prinzip (20% Einsatz für 80% Ergebnis), sprich ziel nicht auf Perfektion ab, sondern auf effektives Arbeiten bei soliden, nicht perfekten Ergebnissen.
    • Videokonferenzen mit Kamerazwang/Dozenten ohne Respekt für die Privatsphäre: Erstell dir einen Video-Loop "aufmerksames zuhören" und stream den mit Open Broadcaster statt des realen Bilds. Wenn du natürlich interagieren mußt, geht das nicht bzw. du mußt dir überlegen, wie du dann passend auf das echte Bild umschaltest. Das muß ein bischen geplant sein, damit du nicht z.B. plötzlich anders gekleidet bist. ;)
    • Mach dir klar, dass Selbstorganisation eine relativ hohe Anforderung ist. Du bist nicht die einzige, der das schwer fällt.
    • Plan deine Woche so, dass du einen freien Tag hast, an dem du gar nichts für die Uni machst. Der Tag dient dazu etwas schönes zu machen und dich zu erholen.

    Bei uns genauso. Das Gesundheitsamt ist total unfähig.

    Naja, wenn ich daran denke, wie schwer es ist meine Schülereltern zu erreichen und wie kurz die Haltbarkeit von Telefonnummern ist....

    Das Problem haben die Gesundheitsämter jetzt jeden Tag. Den ganzen Leuten hinterher zu telefonieren ist ein undankbarerer und zeitraubender Job.

    Kein Wunder, dass sie am oder über dem Limit sind. Ich will mit denen nicht tauschen!

    Spätestens wenn die Schule einen Schüler oder eine Schülerin mit Bedarf zugewiesen bekommt, muss das sowieso gelöst werden....

    Ich habe keine Ahnung wie das für Lehrer läuft, aber bei meinem Schulträger werden entsprechende Schüler schlicht lediglich den Schulen zugewiesen, die die baulichen Voraussetzungen erfüllen. Verwiesen wird dabei darauf, dass du zwar das Recht auf eine Schulform aber nicht auf eine bestimmte Schule hast.

    Ich bin etwas hin- und hergerissen, was ich von dieser "pragmatischen" Lösung halten soll.

    Eine entsprechende Nachrüstung der Schulen mit Fahrstühlen ist auf jeden Fall angebracht.

    Wir (ohne Fahrstuhl) haben es z.B. ca. 2x im Jahr, dass wir Klassen verlegen, weil sich ein Kind ein Bein gebrochen hat.

    Auf der Einsatzjacke ist es leider fest vernäht. Mit Klett ist es nur auf der Weste... Aber die hilft nix gegen Kälte... Wieso müsste ich das weg machen? Weiß doch eh jeder der mein Auto kennt bei welcher HiOrg ich bin. ;)

    Jetzt hab ich es verstanden!

    Ich hatte mich schon gewundert, dass ihr euch in Flecktarn vor die Klasse stellt und seit wann die Hoheitszeichen geklettet sind. :D

    Ach, Schichtbetrieb bzw. geteilte Lerngruppen kommt bestimmt noch.

    Ich halte auch Schulschließungen noch für möglich.

    Die kalte Jahrezeit, wo sich alle in potentiell ansteckenden Innenraumsituationen aufhalten, fängt ja gerade erst an.

    So lange die Coronamaßnahmen so halbherzig bleiben wie bisher, ist doch abzusehen, dass die Zahlen weiter steigen und die Politik vermutlich um Weihnachten dann in Panik gerät.

    Ich verstehe wirklich nicht, warum man nicht zumindest einen gestaffelten Unterrichtsbeginn (z.B. nach Schulart) macht, um den ÖPNV zu entzerren.

    Das Problem fängt leider schon bei so banalen Dingen an wie "Es muss eine Firma kommen um die Schulklingel umzuprogrammieren. - Vorlaufzeit 6 Wochen"

    Dann geht das Geschrei los wegen verschobener Betreuungszeiten und als nächstes das wegen irgendwelcher zeitlich gebundener Teilzeitvereinbarungen, weiterhin kann der Caterer seine Essenslieferung nicht umstellen, sodass der ganze Stundenplan neu gemacht werden muss, etc....

    Es ist einfach traurig...

    Ich wünsche mir folgende Änderungen:

    • Herbstferien wieder 1 Woche lang und die Osterferien dafür 3 Wochen lang.
    • Umwandlung der ganzen christlichen Feiertage im 2. Halbjahr in bewegliche Ferientage.
    • Begrenzung der Klassen auf 24 Schüler
    • Unterrichtsverpflichtung von max. 25 Schulstunden pro Woche oder alternativ mehr Entlastungsstunden für die ganzen Zusatzaufgaben.
    • Fortbildungsangebote für meine Fächer
    • Aufsichtspflicht nur in dem Rahmen, wie sie auch die Eltern erfüllen. Es kann nicht sein, dass ich die Schüler stärker beaufsichtigen muss, als ihre eigenen Eltern das zu Hause tun.
    • Mindestens den vierfachen Schuletat.
    • Zusammenlegung von Verwaltungsetat und Schulbuchetat.
    • Digitale Endgeräte (mit Wartung und Updateplan) für alle meine Schüler.
    • Abschaffung der Erfahrungsstufen/Senilitätszulage. Umlage der Hälfte auf das Gehalt und die andere Hälfte als Bonus für Zusatzaufgaben. Mich stört, dass man die mit den Erfahrungsstufen verbundene Gehaltserhöhung nicht dann bekommt, wenn man sie am meisten braucht (als junger Mensch), sondern dann wenn der Finanzbedarf sinkt (als älterer Mensch). Darüber hinaus stört es mich, dass es keine Leistungsanreize gibt.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass das am Gymnasium klappt.

    Wir anderen Schulformen sind keine Resterampe.

    Wir brauchen nur gute Leute, die sich bewußt und informiert für unsere Schulform entscheiden. Vielleicht bist du das, wenn es dann mal so weit ist. Solltest du aber irgendwelche Zweifel an der Entscheidung haben, dann solltest du dich auf keinen Fall bei uns bewerben.

    Ich finde es schwierig das (finanzielle) Verhalten von anderen als Außenstehender zu bewerten.

    Erstens gibt es neben den stillen Reichen genauso die stillen Schuldner.

    Zweitens ist das doch alles eine subjektive Attribution. Ob man manche Verhaltensmuster jetzt als pathologisch geizig, schwäbisch sparsam oder nachhaltig bezeichnet, sagt doch eigentlich mehr über einen selbst aus, als über die andere Person.

Werbung