Beiträge von kodi

    [...]Ich finde es auch nicht richtig zu suggerieren, dass lernen immer lustig sein soll und Spass machen muss. Im leben ist auch nicht alles toll und spaßig. [...]

    Ich denke das ist eins der Grundprobleme. Die Frage ist nur, wie geht man damit um.
    Die Erwartungsnorm ist leider die der maximal individualiserten, egozentrischen Spaßgesellschaft.

    Hast du mal geguckt, ob deine Fächer und dein Einsatzwunsch unter Berücksichtigung der verfügbaren Fachkollegen organisatorisch zusammenpassen?
    Einige Berufsschulklassen haben doch garnicht jeden Tag Unterricht. Vielleicht hakt es schlicht an der Kombi aus Fächern, Klassen, Unterrichtsbedarf und Nebenbedingungen.

    Fall du Freizeitreiterin bist, die auch mal zu Turnieren fährt, kannst du das sicher weiter machen. Das ist eine Frage der Prioritäten in deiner Freizeit.... Reiten statt Tatort gucken/In der Woche arbeiten, statt am Wochenende. ;)

    Wenn du mehr oder weniger professionelle Sportreiterin bist, kannst du das eher nicht machen. Dafür hast du dann doch zu wenig Zeit und einen zu kleinen Verdienst. ;)

    Am besten geht das meiner Erfahrung nach so:

    • Im Vorfeld informelle Mitstreiter suchen
    • Thema von mehreren Kollegen vorschlagen lassen
    • Wenn öffentlicher Vorschlag, dann schlägt einer vor und 2-3 melden sich mit unterstützenden Beiträgen.
    • Lehrerrat (Personalrat an der Schule) einbinden, falls es den bei euch gibt (Bundesland?)
    • Schulinterne Fortbildungstage sind prädestiniert für so ein Thema, falls es die bei euch gibt (Bundesland?). Für die werden ja immer (verzweifelt) Themen gesucht.
    • Falls alles nicht hilft, macht ihr es einfach mit den willigen Kollegen selbst und überlaßt die anderen ihrem Chaos. Je mehr Mitstreiter pro Klasse desto einfacher wird es natürlich.

    @Krabappel & @kodi

    Ich hoffe, Sie, Krabappel, bekommen bald Ihr W-LAN Passwort . Ich finde den Ansatz mit dem Fachpersonal für Digitales ein heißes Thema. Das spiegelt sich auch in der Antwort von Ihnen, kodi, und vielen weiteren, wieder. Sie sagen 1 Systemadmin für 80 PC Arbeitsplätze… Wer kümmert sich aktuell darum? Gibt es zumindest einen Medienassistenten an Ihrer Schule? Oder lastet die Arbeit auf einem bis wenigen Lehrern? So wie ich es in den anderen Antworten lese, übernehmen Lehrer die Aufgabe der Wartung und erhalten dafür kaum Ermäßigungsstunden. Wie gehen Sie damit um?


    Sie sprechen auch von Hochverfügbarkeitslösungen? Auf welche Geräte spielen Sie hier an? Oder ist es eher eine allgemeine Aussage für „die Geräte müssen darauf geprüft werden, dass Sie genug Leistung mitbringen“.

    Derzeit gibt es 1,5 Systemsadmins beim Schulträger und 1 Systemadmin beim IT-Dienstleister, dazu pro Schule einen Lehrer mit 0-3 Entlastungsstunden. In meiner Stadt gibt es ca. 1000 PC im Grundschulbereich (50 Grundschulen) und vermutlich 1500 PC im Sekundarbereich. Berufsschulen hab ich keinen Überblick, die sind nicht mitgerechnet.

    Mit Hochverfügbarkkeitslösungen meine ich so Sachen wie:

    • Jeder Server ist virtualisiert und für jedes Hardwaregerät gibt es ein Backupgerät das automatisch hochfährt, wenn das Hauptgerät ausfällt.
    • Server grundsätzlich mit RAID
    • Jeder Internetzugang wird über zwei unterschiedliche Anschlussarten gebalanced, sodass immer eine verfügbar ist.
    • Sämtliche Endgerät sind standarisiert, laufen per Netzboot (haben wir) und Image (haben wir)
    • Für alle Endgeräte gibt es mind. 1 Backup auf Lager.
    • Es gibt einen Techniker/Sysadmin der defekte Geräte binnen einer Unterrichtsstunde tauscht, jedoch spätestens zum nächsten Tag.
    • Gleiches für den Softwaresupport

    Gibt es da auch eine sinnvolle Verwaltungslösung für die Geräte?


    Natürlich gibt es so etwas...sogar von verschiedenen Firmen. ;)
    Eine Übersicht findest du hier: https://androidenterprisepartners.withgoogle.com/emm/#

    Leider verleugnet das mein Schulträger und sein IT-Dienstleister, weil er sich voll auf die Konkurrenz festgelegt hat. ;)

    Das Problem ist, dass man sowas halt nicht als einzelne Schule abschließen kann, sondern da immer auf den Schulträger angewiesen ist.

    Meine Gedanken dazu:

    • Bitte 1 Sys-Admin pro 80 PC-Arbeitsplätze einstellen.
    • Bitte nur Hochverfügbarkeitslösungen kaufen. Ausfallzeiten sind ein KO-Kriterium für jeden Digitalunterricht.
    • Digitalisierung nur da, wo es Mehrwert bringt
    • Für die tausende von €€, die die digitalen Geräte und Lizenzen alle paar Jahre kosten, kann ich sehr schönes, mindestens 15 Jahre haltbares Experimentiermaterial kaufen.

    Bei mir gab es:

    • Leistungsnachweise - da schrieb man eine Klausur. Sie wurden bepunktet, aber nicht benotet. Ab einer Mindestpunktzahl bekam man den LN.
    • Teilnahmenachweise - da mußtest du nur anwesend sein und ggf. mal eine Seminarsitzung vorbereiten oder sowas.
    • Praktika - Da wurdest du mündlich vor jedem Praktikumstag geprüft um für den Tag zugelassen zu werden. Für das ganze Praktikum gabe es entweder einen TN oder LN, aber nur wenn du alle Tage absolviert hattest. Ein Praktikumstag/Versuch durfte wiederholt werden.
    • Veranstaltungen deren TN/LN Vorbedingung für die Teilnahme an einer anderen Veranstaltung war.
    • Veranstaltungen die garnicht für die Prüfung zählten udn wo es weder TN noch LN gab.

    Praktika, Teilnahme- und Leistungsnachweise waren Voraussetzung für die Prüfungsanmeldung.
    Die Prüfung bestand aus mündlichen Prüfungen, schriftlichen Prüfungen und Examensarbeit.

    In den Prüfungen konnte aus allen Bereichen geprüft werden.
    Oft wurde das auf 2/3 Fachbereiche per Absprache eingeschränkt, z.B. Analytische Geometrie und Algebra.

    Die Endnote setzte sich dabei nur aus den Prüfungen + Examensarbeit zusammen.

    Ist vielleicht auch Typsache welche Art von Prüfung man bevorzugt.

    Die Leistungsnachweise hattest du als LPOler ja auch.
    Sie zählten nur nicht mit in die Note, sondern waren Zugangsvoraussetzung für die Stex-Prüfung.
    Der Vorteil für 'schwächelnde' Studenten war allerdings, dass sie die Leistungsnachweise so oft probieren konnten, wie sie wollten. ;)

    Ich hab noch Stex gemacht.

    Nach den Modulbeschreibungen meiner Uni ist die Schwierigkeit in meinen Fächern ziemlich gleich geblieben.

    Ein Vorteil ist in meinen Augen das konsekutive Prüfungsverfahren im BA/MA.
    Die alles entscheidenden Stex-Prüfungen fand ich nachteilig, weil es eben eine punktuelle Prüfung war.

    Letztendlich ist das aber schwer zu vergleichen, da die Studiengänge von Uni zu Uni sehr stark variieren können.
    Während z.B. an meiner Uni das Mathestudium in das normale Mathefachstudium integriert war, war/ist das an der Uni meines jetzigen Heimatortes völlig anders.
    Kollegen die da studiert haben, haben zum Teil ganz andere Sachen gemacht bzw. der Stoff war schulbezogen und ganz anders organisiert.
    Die gucken mich immer komisch an, wenn ich erzähle dass Mathe weltweit gleich aufgebaut ist mit: Analysis, Linearer Algebra, Algebra, etc.
    Ob das jetzt leichter oder schwerer ist, will ich mir nicht anmaßen zu beurteilen, zumindest schien es stärker auf den Lehrerberuf zugeschnitten zu sein, als bei mir.

    Letztendlich zeigt das Berufsbeamtentum die Wertschätzung, die Bildung einmal besaß.

    Bei der Gründung der BRD wurde eine für alle frei zugängliche einheitliche Bildung noch für so wichtig erachtet, dass sie den hoheitlichen Aufgaben zugeordnet wurde. Ein Faktor war da vielleicht, dass es erst wenige Jahrzehnte her war, dass Bildung in der Praxis nicht allen zugänglich war und es damals deshalb noch offensichtlicher war, dass sie die Basis für die moderne Wirtschaft und moderne Staatsformen ist.
    Daher schien es eine gute Idee, Lehrer stärker an den Staat zu binden als nur durch Geld, um diese hoheitliche Aufgabe zu sichern. Deshalb wurde die Tradition Beamtentum also Tausch von Loyalität, Treue, Pflichterfüllung gegen Alimentierung wiedereingeführt/weitergeführt.

    In der heutigen individualisierten Ich-Gesellschaft sind Werte wie Loyalität, Treue, Pflicht natürlich für die Mehrheit völlig fremdartige Konzepte dem Staat gegenüber. Alle Werte werden vor dem individuellen persönlichen Nutzen beurteilt. Persönlichen Nutzen kauft man heute am leichtesten mit Geld. Entsprechend ist der Tausch Geld gegen "eine Leistung" für die meisten der Normalzustand.

    Dazu kommt, dass Bildung massiv an Wertschätzung verloren hat. Es gibt niemanden mehr in Deutschland, an dem man die Folgen von mangelndem Zugang zu Bildung erkennen kann. Bildung wird in unserer individualisierten Ich-Gesellschaft als individuelles Merkmal wahrgenommen. Der Bildungsversager ist selber schuld, die Erfolgreichen glauben, alles aus eigener Kraft ohne Hilfe erreicht zu haben oder hätten erreichen zu können (Stichwort: Vom Baby als Autodidakt zum Arzt ohne Schule/Uni). Entsprechend schwindet der Gesellschaftliche Konsenz, dass Bildung eine hoheitliche Aufgabe ist. Das sieht man auch an der Übertragung neoliberaler Konzepte auf den Bildungsbereich und der Zunahme an Privatschulen.

    Letztendlich bleiben dadurch in der Realität leider nur drei Aspekte, die das Beamtentum aufrechterhalten:

    • Trägheit der Gesellschaft/Politik Änderungen vorzunehmen
    • Vorteil des Streikverbot für den Staat
    • Vorteil für die Politik die Pensionsrückstellungen für andere Dinge zu mißbrauchen, da die Folgen erst weit nach der eigenen Amtszeit sichtbar werden.

    Ob man Bildung heute noch als hoheitliche Aufgabe betrachten will oder nicht und ob man Lehrer durch ein Beamtenverhältnis an den Staat binden muß, ist wie bei allen hoheitlichen Aufgaben eine Frage des gesellschaftlichen Konsenz.

    Letztendlich unterscheidet das den Status:
    Lehramtsstudium+Referendariat/Vorbereitungsdienst-->Lehramtsbefähigung-->Verbeamtung (falls gesund)
    Obas-->Lehramtsbefähigung-->Verbeamtung (falls gesund)
    PE-->Unterrichtserlaubnis-->keine Verbeamtung

    In der regulären Lehramtsausbildung erwirbt man die Lehramtsbefähigung in den studierten Fächern der entsprechenden Schulart.
    Du kannst diese dann mit Z-Kursen ggf. durch die Unterrichtserlaubnis in einem anderen Fach erweitern.
    Als S1/GHR-Lehrer an der Gesamtschule kannst du auch per Z-Kurs im eigenen Fach die Unterrichtserlaubnis für E/Q1 der Oberstufe zu bekommen. Daraus ergibt sich aber keine Status/Laufbahnänderung, dh. die Besoldung bleibt wie vorher.

    So oder so fände ich es lustig, wenn eine Schülerin so ein Gerücht anfängt und sich dann herausstellt, dass der Lehrer homosexuell ist und somit kein sexuelles Interesse an Frauen hat - geschweige denn minderjährigen.

    Das fändest du sicher nicht, denn das Gerücht würdest du nie wieder los.
    Fakten sind an der Stelle leider keine Hilfe.

    Wer wissen will, wieso man als Mann in so Fällen besser paranoid ist, der kann sich mal mit dem Fall Horst Arnold beschäftigen. (Auch wenn es da keine Schülerin war..)
    Es ist im Zweifel egal, wie die Fakten sind, es ist egal, ob du gerichtlich freigesprochen wirst, du wirst trotzdem nicht wieder eingestellt und auch nicht entschädigt.
    Da kann jetzt jeder selber entscheiden, welche Risiken er im guten Glauben eingehen will....

    Du kannst es nennen wie du willst, defakto wird eine Bezahlung für nicht geleistete Arbeit gefordert. Das finde ich persönlich nicht in Ordnung.

    Die einzige logische Schlussfolgerung aus diesem Fall ist, dass Veträge nur noch mit Schulbeginn starten sollten. Das wäre extrem ärgerlich für alle befristet Angestellten, deren Schulbeginn nicht am erstend es Monats ist.
    Von daher hoffe ich zum Schutz derjenigen, die nicht solche Vertragskunststücke machen, dass der beschriebene Fall im Sinn von Bundesland Y gelöst wird, damit sich daraus nicht negative Konsequenzen (Vertragsbeginn nur zum Schulbeginn) für alle anderen ergeben.

    Alle externen Fortbildungen waren bisher nach Interesse. Das Angebot ist sehr dünn. Sie fanden sowohl innerhalb der Unterrichtszeit als auch außerhalb der Unterrichtszeit statt.

    Weiterhin haben wir jedes Jahr schulinterne Fortbildungen. Die sind verpflichtend und weit von meinem Interesse (und Qualitätsanspruch) entfernt.
    Schulintern heißt dabei, dass jeder Kollege der Schule teilnehmen muss und diese in der Regel während der Schulzeit stattfinden.
    Die Referenten sind sowohl externe Referenten als auch mal Kollegen der eigenen Schule. Bei letzteren ist die Qualität der Fortbildung tendenziell etwas höher.

    Also wir bekommen jedes Jahr so Gutscheine für die Erste-Hilfe-Kurse.
    Ab und an führen wir auch einen in der Schule für die Schulsanitäter durch. Da kann man als Lehrer auch teilnehmen.

    Das Problem ist bei uns nicht die Bezahlung, sondern mehr das fehlende Interesse der Kollegen.

    Es müssen in NRW glaub ich 20% der Lehrkräfte als Ersthelfer ausgebildet sein.


    Dann kann man natürlich verlangen, dass es bis 7:30 Uhr zu passieren hat, bei uns ist wie gesagt ein Krankmeldung nur zwischen 7 Uhr und 7:30 Uhr und dann nur wenn man durchkommt und jemand ans Telefon geht! Und das finde ich dann etwas viel verlangt, dass man das leisten soll!

    Das Telefon muss natürlich besetzt sein, aber wo ist denn sonst das Problem?
    Du wachst auf, merkst dass du unerwartet krank bist und rufst eben an? Ich find das schon zumutbar.

    • E-Mail hat keine Zustellgarantie.
    • Messengerdienste nerven durch gepiepse und manche Kollegen neigen massiv zur Übergriffigkeit bei der Messengerverwendung. (Nachrichten nachts um 4 wegen Belanglosigkeiten, die nichtmal den nächsten Tag betreffen)
    • Das persönliche Gespräch ermöglicht Zusatzinfos abzufragen, die die Kollegen nicht in Mails schreiben, z.B. ob man sie gleich mehrere Tage ausplanen soll.

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