Beiträge von kodi

    Und schön, dass mir Lehrer Sek. I oder aus Bundesländern mit Verboten erzählen, dass es bei ihnen klappt. Nicht rauchen klappt bei uns auch.

    Ich trau dir zu, dass du das hinkriegst. Irgendwelche Gesetze waren noch nie der entscheidende Grund wieso Classroommanagement (im weitesten Sinn) klappt oder nicht... ;)

    Zu den Zertifikatskursen wurde ja schon was geschrieben. Nur für bereits unbefristet Beschäftigte.


    Ansonsten versprich dir von den Zusatzqualifikationen zumindest einstellungstechnisch nicht zu viel.

    Letztlich gibt es da nur 3, die zählen/zählten:

    • Übungsleiterschein/Rettungsfähigkeit (Grundschule)
    • C1-Englisch-Qualifikation (früher Grundschule NRW, heute eher nicht mehr)
    • DAZ (Flüchtlingswelle ist allerdings vorbei und damit der große Bedarf in den Schulen auch)

    Als Exot gibt es dann noch diese Montessori-Qualifikation, wenn du an so eine Schule willst und die da streng ist.


    Alles andere machst du im wesentlichen aus Spaß an der Freude und für dich selbst und es ist unwahrscheinlich, dass es dir bei der Einstellung einen Vorteil bringt. Mein Rat ist, dich auf dein reguläres Studium zu konzentrieren. Wenn du wirklich nicht ausgelastest bist, kannst du ein reguläres Drittfach machen. Das eröffnet dann ggf. auch echte Chancen. Man muss aber ganz klar sagen, dass exzellente Noten im Zweifel noch vorteilhafter sind.

    Ich persönlich trinke auch auf Klassenfahrten grundsätzlich keinen Alkohol. Das hat einfach etwas damit zu tun, dass ich da die Verantwortung für die Kinder trage.

    Die ganze Diskussion um die Bananen oder irgendwelches vergorenes Obst halt ich für eine Scheinargumentation. Passiert etwas, hab ich keine Lust, erklären zu müssen, wieso ich Alkohol getrunken habe und dass das keine Auswirkungen hatte. Wenn ich in die Bildzeitung will, fallen mir auch bessere Wege ein, als vor Gericht den Alkoholspiegel mit 5 Bananen zu vergleichen... :autsch:

    Ich finde es jetzt nicht so schwierig.

    Bei mir ist es verboten. Wenn ich es sehe, werden die Schüler daran erinnert und ich sammel den Kram ein. Wiederholungstäter minderen Ausmaßes bekommen eine Erziehungsmaßnahme. Wenn sich einer massiv daneben benimmt, muss er abgeholt werden.

    Hat so bisher immer ganz gut funktioniert (auch in anderen Zusammenhängen).


    Jetzt sind meine Schüler allerdings maximal 17.

    Wie wäre es mal mit einem Wandertag der nichts kostet?

    Ich finde das Anliegen durchaus berechtigt. Viele Kollegen haben wirklich keine Vorstellung, wie knapp es finanziell in manchen Elternhäusern ist. Meine persönliche Erfahrung ist auch, dass zumindest meine Schüler kostenlose Wandertage auch nicht unbedingt schlechter finden, selbst wenn sie z.B. über den Fußweg am Anfang meckern. ;)

    Lass dich zur Einstufung am Besten vom (später) zuständigen Personalrat beraten. Dazu braucht man ein paar Hintergrundinfos, die du hier vielleicht nicht teilen solltest.

    Ansonsten ist das mit dem Hinzuverdienst schwierig. Du braucht eine Nebentätigkeitsgenehmigung bzw. musst die anzeigen. (Je nach Tätigkeit.) Der Umfang ist begrenzt und sie darf deinen Dienst bzw. dein Ref. nicht beeinträchtigen. Daneben gibt es dann nur exotische Dinge, wie Autorentantiemen, Gewinne aus der Landwirtschaft, etc. Klar Kapitalerträge und Gewinne aus Beteiligungen gehen auch immer. Aber das würdest du vermutlich alles kennen, wenn es bei dir relevant wäre.

    Letztlich musst du dir ausrechnen, ob der Schuldienst für dich langfristig gehaltstechnisch attraktiv ist und ob du die Durststrecke im Ref zwischenfinanzieren kannst oder deine Ausgaben temporär entsprechend senken kannst.

    Die Christen haben diese heidnischen Feiertage übernommen.

    Genau. Das war auch durchaus schlau, wenn man seine Religion verbreiten will, zeigt aber auch, dass Dogmatismus an der Stelle eher auf schwachen Beinen steht.

    Abgesehen davon kann man sich durchaus fragen, ob alle christlichen Feiertage heute noch die Reichweite haben, dass sie einen Feiertag rechtfertigen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass andere Religionsgemeinschaften ihre besonderen Tage vielleicht intensiver zelebrieren. Ich denke das könnte man durchaus mal etwas umverteilen oder durch ein ganz anderes System ersetzen.

    offene Machtdemonstrationen im Sinne von Unterrichtsbesuchen umangekündigt, woraus dann noch mehr Zusatzaufgaben resultierten.

    Wo ist das Problem? Und wo ist die Zusatzaufgabe, wenn du anständigen Unterricht machst...

    UBs seitens der SL sind keine Machtdemonstration, sondern ein Mittel um die Datengrundlage für deine Dienstbeurteilung zu gewinnen.

    Kommunikation sehr weisend und ohne Konsens,

    Konsens ist zwar vorzuziehen, aber letztlich bist du in einem hierarchischen System tätig.

    3.) 5,5 Wochen später kam eine Email vom Senat: "Herr REFI-0815, Sie sind ab nächsten Montag mit Wirkung an Ihrer Wunschschule eingesetzt. WOW toll.

    Ja, das ist wirklich super. Deinem Wunsch wurde entsprochen, obwohl das eigentlich nicht vorgesehen ist. Was willst du mehr?

    An der neuen Schule stand ich nach den Strapazen auf wackligen Beinen und wollte ankommen (neue Schule, Kultur, Schüler:innen, Kolleg:innen uvm) und mein Hauptseminarleiter kam auf die grandiose Idee mir in diesen Wochen vor den Sommerferien noch Unterrichtsbesuche in beiden Fächern einzudrücken, obwohl ich protestierte und sagte, dass ich noch nicht fit genug bin. "Sie haben solange gefehlt, sonst verlieren Sie ja den Anschluss"... Wieder kein Konsens, wie mit der SL vorher, obwohl ich menschlich und transparent bin. Es wird nur die Sprache der AU verstanden. Du bist da, also funktionierst du!

    Die Schule ist keine Therapieeinrichtung.

    Natürlich werden UBs angesetzt, schon alleine damit du eine ordentliche Ausbildung durchläufst, Defizite aufarbeiten kannst und vor allem genug Zeit zwischen den restlichen UBs hast um dich weiter zu entwickeln.

    Innerhalb von 13 Tagen hatte ich 2 UBs und ontop noch eine Präsentation (weil die UBs ja nicht reichen), über ein Thema in welchem ich nicht mich auskenne und keine Zeit hatte mich vorzubereiten (Begabtenförderung).

    Wo ist das Problem? Du hast 13 Tage Zeit. Wenn du das ernsthaft jeweils länger als einen Arbeitstag vorbereitest, dann läuft etwas schief.

    6.) Ich habe bereits Bewerbungen für HR gesendet und feile am CV, da ich studierter Wirtschaftsingenieur bin und es mich jetzt wieder in die Wirtschaft zieht, weil dieses System marode und ungesund ist und ich den Eindruck habe, dass ich dieses System psychisch nur überstehe, wenn ich mich aufgebe und zu einer mehr oder weniger Lehr-Maschine werde, was ich eben nicht kann.

    Vielleicht ist das wirklich der bessere Weg für dich. Meine persönliche Beobachtung ist, dass Kollegen, die bei der Wortwahl 'Lehr-Maschine' und ähnlichem angekommen sind, keine gesunde und positive Zukunft im Lehrerjob haben.

    ich wünsche mir eine Art Wiedergutmachung nach dieser Durststrecke, aber weiß ich rational, dass es das nicht geben wird, aber emotional :(

    Wer soll da was wiedergutmachen und weshalb?

    Es gab kein Rückkehrgespräch aus der Krankheit, in keinem Fall.

    Du meinst ein BEM? Vermutlich hast du die dafür nötige Krankheitszeit nicht gesammelt.

    In meinem Welt- oder Arbeitsweltbild erwarte ich, dass wenn eine Lehrkraft oder erst recht ein REFi der vulnerabel ist und die Zukunft der Bildung ist, die Schule wechselt, dass jemand vom Senat oder sonstiger Stelle Kontakt aufnimmt und fragt, wie es einem geht, aber nein ich wurde komplett alleine gelassen in meiner Ohnmacht und sage, dass ich solch einen Umgang nicht verdient habe.

    Der Senat hat sicher anderes zu tun, als das Wohlbefinden eines einzelnen Lehrers zu tracken und zu päppeln, solange nicht gewisse Kriterien/Ausfallzeiten erreicht wurden. Sind sie das, muss und wird ein BEM angeboten. Mit irgendwelchen emotionalen Kategorien wie "verdient" hat das aber nichts zu tun, sondern nur mit der Wiederherstellung der Dienstfähigkeit.

    Das ich 2 Mangelfächer habe, fühle ich nicht in der Wertschätzung, Umgang und Vertrauen (welcher).

    Das ist eine falsche Erwartung. Hofiert wirst du mit Mangelfächern allenfalls bei der Einstellung.

    Wenn wir schon bei wünsch dir was sind...

    Ich hätte am liebsten wieder 1 Woche Herbstferien und 3 Wochen Osterferien.

    Dann könnte ich auch wieder in Weltregionen reisen, wo das Klima in unseren Sommerferien ungünstig ist.

    Weiterhin fände ich gut, wenn diese ganzen christlichen Feiertage neu und besser verteilt würden.

    Sie legen Taschen und Ipads vor dem Fachraum im Flur auf den Boden, wenn sie keinen Spint haben. Die Flure sind in der Pause gesperrt. Meine Herzchen klauen nicht und sind auch sehr vorsichtig mit ihren Sachen und denen von anderen. Die Vorurteile über Brennpunktschulen stimmen eben auch oft nicht. ;)

    Früher haben die Fachlehrer auch schon mal die Klassen im Klassenraum abgeholt und die dort ihre Sachen lagern lassen.

    Wenn der vorherige Lehrer noch im Fachraum ist, lassen wir die Schüler auch ihre Sachen kurz in den Fachraum legen.


    Letztlich hängt es entscheidend von der Schule, der Schülerschaft und der baulichen Situation ab, was sinnvoll ist.

    Kein Fachleiter aber ich verplane viele...

    Unsere sind nur am Seminartag im Seminar. In der Regel haben/wollen sie einen weiteren unterrichtsfreien Tag geblockt für UBs + sie haben mehrfach im Schuljahr Sonder-Seminarveranstaltungen, Intensivtage, Fortbildungen, Dienstbesprechungen, etc. Unsere FL sind übrigens alle recht zufrieden mit ihrer Tätigkeit dort.

    Susannea, du redest dich mal wieder um Kopf und Kragen. Selbst wenn du dir selbst widersprichst, du behauptest einfach alles und gleichzeitig das Gegenteil, ich verstehe das manchmal nicht.

    Eigentlich doch nicht:

    1. Arbeitgeber muss schützen, wenn Schwangerschaft bekannt ist. An dem Punkt hast du bei einigen Schutzmaßnahmen keine Wahlfreiheit mehr.
    2. Arbeitgeber kann nur schützen, wenn Schwangerschaft bekannt. Für das was er nicht weiß, ist er nicht verantwortlich.
    3. Schwanger bedeutet nicht den grundsätzlichen Verlust der Rettungsfähigkeit.
    4. Bekannte Schwangerschaft bedeutet Tätigkeitsverbote, die sich mit ziemlicher Sicherheit auf den Schwimmunterricht und auch die Rettungstätigkeit beziehen --> AG darf dich nicht mehr als rettungsfähige Lehrerin einsetzen.
    5. Es gibt keine Pflicht die Schwangerschaft bekannt zu machen.

    Wenn du allerdings tatsächlich körperlich nicht rettungsfähig bist, dann musst du das sagen. Das ist ja immer so, auch wenn du dir z.B. 'nur' den Fuß verstaucht hast.

    Bei den ganzen Schwangerschaftsregelungen geht es zunächst nur um den Schutz der Schwangeren und ihres Kindes und nicht um andere. Schwanger heißt ja nicht krank und zwangsweise körperlich eingeschränkt. Dritte sind da ggf. erst mittelbar durch die Schutzmaßnahmen betroffen.

    Ich stelle mir erst mal gar nichts vor. Wichtig ist, dass man überhaupt erst mal auf nicht akzeptables Verhalten reagiert, statt immer nur die gleichen "Ganz schlimm, aber was soll man machen, bringt ja alles nichts"-Diskussionen im Lehrerzimmer führt. Und das geht ja schon auf der untersten Stufe los, als Klassenlehrer muss ich die am lautesten jammernden KuK quasi zwingen, wenigstens man eine Nachricht an die Eltern zu schicken, wenn X im Unterricht wieder nur Mist gemacht hat. Schon das ist vielen zu viel Aufwand.

    Das ist übrigens oft auch genau der Punkt, wieso die Entlassung von der Schule oft nicht klappt. Weil die Erziehungsmaßnahmen und die milderen Ordnungsmaßnahmen nicht angewendet oder nicht ordentlich dokumentiert wurden.

    Es müsste konsequent ausgeschult werden, Streichen von Kindergeld und Kürzung bei Sozialleistungen… oder halt ab arbeiten statt in der Schule weitere Kosten zu verursachen ohne jegliche Erfolgschancen.

    Was glaubst du wird dann passieren? Welcher Arbeit werden sie ohne Schulbildung nachgehen können? Was meinst du woher sie das zum Leben nötige Geld beschaffen werden, wenn die Sozialleistungen gekürzt werden?

    Ich denke, dass das weder die gesellschaftlichen Kosten senken wird noch eine Gewaltproblematik behebt. Ganz im Gegenteil.

    Ich sehe das immer wieder im Urlaub in anderen Ländern, dass ungebildete, sozial nicht abgesicherte, chancenlose Menschen zu großen gesellschaftlichen Herausforderungen führen und auch das Leben gut Situierter nachhaltig negativ beeinflussen. Ich meine, wer will schon gerne in einer gated community wohnen müssen und selbst dort Dauerziel von Armutskriminalität sein...

    Ich habe - als das Thema Messerangriffe letztes Jahr mal in einem Kurs aufkam - mal gefragt, wer denn jetzt gerade eins dabei hat. Verlegenes Grinsen, Rumgedruckse. Ergebnis, im Endeffekt fast alle männlichen Teilnehmer.

    War in meiner Kindheit auch so. Es gab aber quasi keine Messerstechereien.

    Darum halte ich auch nichts von den Waffenverbotszonen. Reine Symbolpolitik.

    Die viel wichtigere Frage wäre, wieso heute die Bereitschaft so hoch ist, Messer als Waffe auch einzusetzen.

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