Beiträge von kodi

    Ist denn Landwirt unter deinen Schülern ein beliebtes angestrebtes Berufbild? Ich hatte fairerweise noch keine Schüler aus Bauernfamilien, aber von denen ohne entsprechenden Hintergrund ist mir keiner bekannt, der mal den Wunsch geäußert hätte, in diese Richtung beruflich gehen zu wollen.

    Wobei man fairerweise sagen muss, dass man sich da einen Berufseinstieg ohne Erbe oder Familienhof auch nur schwer leisten kann. Zumindest wenn es ein eigener Hof sein soll.

    Ernsthaft? Warum sollte man das nicht dürfen?

    Wegen Korruptionsbekämpfung. Ist natürlich irre, wenn man das mit anderen Bereichen vergleicht und was da so passiert.

    Bei uns in NRW ist das auch so geregelt.

    Letztlich ist das aber kein wirkliches Problem: Schulstempel in Freiexemplar, inventarisieren, ausleihen und nach dem Schuljahr in die Lehrerbib zurückgeben. ;)

    Wobei das eher für die Lehrermaterialien relevant ist, weil man hier die Schülerbücher auch als Lehrer gestellt bekommt. Gab es mal Anno-Dazumal ein Urteil zu.

    Ich vermute mal eure Konferenztermine liegen aus schulorganisatorischen Gründen immer auf dem selben Wochentag. Vermutlich weil dadurch wenig Unterricht ausfällt.

    Ich würde an deiner Stelle darauf dringen, dass dein freier Tag dann im nächsten Stundenplan nicht mehr auf diesem Tag liegt, wenn du dieses Jahr da Pech hattest. Zumindest über die Jahre muss es eigentlich möglich sein, diese Zusatzbelastung etwas zu streuen.

    Ich finde den Standardweg zum Lehrer, wie in Deutschland, eigentlich ziemlich gut. Er stellt sicher, dass ein Lehrer die fachlichen, fachdidaktischen, fachmethodischen und pädagogischen Fähigkeiten besitzt, die nötig sind.

    Das einzige, was mir fehlt, sind klarere und unschädlichere Exit-Möglichkeiten für Leute, die nicht geeignet sind.

    Da wurde mit der Bachelor/Master-Umstellung leider eine Chance vertan. Das Problem ist ein bisschen dabei, dass sich gute Exit-Möglichkeiten mit der erwünschten schulpraktischen Verzahnung im Studium beißen, weil diese zwangsweise zu Lasten der Fachinhalte geht, wenn man nicht die Studiendauer verlängern will. Eine gute Möglichkeit wäre ein System aus reinem Fachbachelor mit Lehramtsmaster gewesen. Wobei dann die Fachdidaktik und das 2. Unterrichtsfach in den Master gewandert wäre.

    Ich kann mir durchaus auch andere Modelle als das deutsche vorstellen, solange die nötigen Kompetenzen weiterhin erworben werden.

    Wovon ich allerdings überhaupt nichts halte, sind diese Notfall-Schnellabkürzungen, die den Einstieg ohne oder nur mit einem Teil der nötigen Kompetenzen erlauben.

    Mal unabhängig davon, ob das derzeit wegen absoluter Personalnot geht.

    Wieso glaubst du, dass du als Gym/Ges-Lehrer auch nur annähern qualifiziert bist an einer Grundschule zu unterrichten?

    Hast du eine realistische Vorstellung von der Arbeit an der Grundschule?

    Das ist jetzt nicht konfrontativ gemeint. Ich persönlich würde mir dahingegen einiges an Gedanken machen, obwohl ich das GS-Lehramt sogar mitstudiert habe und im Ref dort eine Praxisphase machen musste.

    Ich halte es auch für eine Pseudo-Diskussion, denn für jeden KuK, der das ernsthaft möchte, gibt es in der Schule außerhalb der Unterrichtszeit reichlich platz. Teilweise sogar während der Unterrichtszeit. Bei der letzten Renovierung wurden bei uns im Lehrerzimmer 10 PC-Arbeitsplätze mit eingeplant, durchschnittlich ist etwa 0,1 davon besetzt, zu Hoch-Zeiten (Zeugniskonferenzmarathon) vielleicht mal 2.

    Ähnliche Erfahrung bei uns. Unsere Arbeitsplätze sind in einem eigenen Raum und entsprechen in der Tat allen Vorschriften.

    Auf der anderen Seite hat sich die Einrichtung auch für die handvoll Kollegen gelohnt, die sie tatsächlich nutzen, auch wenn das die absolute Minderheit des Kollegiums ist. Ich würde die Arbeitsplätze immer wieder einrichten lassen.

    Ich denke, dass ich eh vor den Aktionen unterwegs bin.

    Ich ärger mich aber, dass ich aufgrund des Hobbys quasi zwangsweise im Bauernverband Mitglied bin.

    Für mich ist dieses übertriebene Theater Anlass mich in Zukunft für den Abbau aller Agrarsubventionen einzusetzen.

    Ich finde man kann die eigene persönliche Situation schon einberechnen.

    Man darf es halt nicht verallgemeinern (Hat er auch nicht gemacht.) und muss sich bewusst sein, dass man über einen Sonderfall spricht. Umgekehrt gilt das genauso. Plattyplus Fall entwertet nicht die Standardsituation.

    Ich weiß nicht, wie das bei euch so ist, aber die Kollegen, die ich kenne und die an der Dienstunfähigkeit entlang schrappen, kann ich mir auch kaum in einer anderen Verwendung vorstellen. Vor allem nicht bei Wegfall der Lehrerprivilegien, wie freie Zeiteinteilung von 1/3 der Arbeitszeit, Erweiterung der effektiven Urlaubstage durch aus den Ferien wegverschobene Arbeit, weitgehend freie Gestaltung der genauen Ausführung der eigenen Tätigkeit, etc.

    Offenbar nicht. Unsere Mensa ist nicht subventioniert und kalkuliert kostendeckend. 11 CHF pro Essen und Lebensmittel sind in Deutschland nicht mehr so billig wie auch schon.

    Für etwa den Preis kann man bei uns in der Bezirksregierung essen. Und oh Wunder...das Essen ist auch ganz hervorragend und muss einen Vergleich zu Mittelklasse-Restaurants nicht scheuen. ;)

    Wie viel Qualitätsunterschied schon 1€ Preisunterschied beim Schulessen ausmachen kann, hab ich vor ein paar Jahren mal bei einer Fortbildung bei einem reicheren Schulträger erlebt. Das hat mir wirklich die Augen geöffnet. Ich halte das Schulessen in NRW für völlig unterfinanziert und wunder mich oft, wie gut unser Caterer das bei einem Preis von 4,50€ trotzdem noch hinkriegt.... im Rahmen des für den Preis erwartbaren...

    Wie viel Subvention da noch drauf ist, keine Ahnung.

    Egal wer da bei euch jetzt rechtlich zuständig ist, es ist auf jeden Fall sehr ungeschickt, sich für eine Fobi von einer nicht betroffenen SL freistellen zu lassen. Die SL der Abordnungsschule ist da zu Recht verstimmt.

    Rechtlich ist vermutlich die Frage, wer in der Abordnungszeit bei euch in RLP der Dienstvorgesetzte ist. Ich würde das mit der SL besprechen, die dich freigestellt hat. Hängt ja auch ein bisschen davon ab, ob der Termin voraussehbar war oder nicht. Entweder ist die Zuständigkeit klar geregelt oder beide SL können da ggf. untereinander einen Deal machen.

    Sollte ich mich also doch noch irgendwie in den Februar retten, um sicherzugehen...

    Wenn das für dich wirklich so ist, wie du es schreibst und du dich hast beraten lassen, dann ganz klar nein.

    Es ehrt dich, dass du an die Übergabe denkst, aber wenn es wirklich so weit ist, dass es nicht mehr geht, dann musst du zuerst an dich denken. Man kann die Intention auch im Vorfeld der SL inoffiziell mitteilen. Achte bei deinem Ausstieg auch auf die Kündigungsfristen.

    Anspruch auf die Zahlung hast du (als TVL-Beschäftigter!) so oder so, wenn du die Kriterien erfüllst. Notfalls wird sie halt nachgezahlt. Ich würde allerdings schon eine aufmerksamen Blick auf das Konto werfen und sie ggf. anfordern, wenn das LBV pennen sollte.

    Ist das ein Trend, den ihr auch bemerkt? Ehrlich gesagt fällt mir das weniger bei Eltern auf als bei jungen Kolleginnen und Kollegen. "Gentle teaching" sozusagen, wozu mindestens zu gehören scheint, dass man die Klasse über alles abstimmen lässt:flieh:

    Mir fällt die Zunahme von gentle parenting auch auf. Meistens allerdings eher als Ausrede um das Weglassen des parenting-Teils zu rechtfertigen. ;(

    Ich hab mit dem Konzept an sich kein Problem, solange die Erziehungsaufgaben von Eltern (und auch Lehrern) weiterhin wahrgenommen werden.

Werbung