Eine Schule hat regelmäßig geplanten Unterrichtsausfall. Notenkonferenzen, pädagogische Tage etc. finden vormittags statt,
Ehrlicherweise muss man sagen, dass die Gesetzeslage aus der Zeit der Halbtagsschulen da heute auch nicht mehr passt. Große Schulen, die im Ganztag sind, können diese Termine gar nicht mehr nur nachmittags nach Unterrichtsschluss abhandeln. Selbst wenn das ginge, wäre das manchmal auch dumm. Ich glaube z.B. fest daran, dass eine Notenkonferenzwoche, wo jeden Tag nach Unterrichtsschluss noch elend lang Konferenzen stattfinden müssen, die Unterrichtsqualität in diesem Zeitraum sehr viel mehr in den Keller schießt, als ein gebündelter pädagogischer Tag. Schon allein, weil übermüdete Lehrer ohne Zeit für die Unterrichtsvorbereitung erstaunlicherweise
miesen Unterricht halten.
Ist es ehrlicherweise also Neid? Oder einfach nur besseres Wissen um die Gesetzeslage? Sorge um verpassten U-Stoff?
Sicher alles drei. Das finde ich auch verständlich und menschlich.
Wie würdet ihr (als Eltern) verfahren?
Wenn es ein so großes No-Go ist, dass es die Vorteile der Schule aufwiegt, dann würde ich meine Kinder woanders anmelden.
Ansonsten würde ich auf qualitative Selbstlernaufgaben dringen, aber nicht mehr.
Große juristische Gefechte mit Institutionen schaden eigentlich immer allen Betroffenen, auch einem selbst bzw. den eigenen Kindern. Egal wie im Recht man auch ist. Ist ziemlich traurig, aber da muss man realistisch sein. Ich würde mein Kind jetzt nicht zum Märtyrer machen.
Man muss sich die Kämpfe aussuchen, die sich lohnen...