Im wesentlichen ist das eine Frage der realistischen Einstellung und Erwartungen:
- Du bist ein Anfänger. Mit dem Studium hast du nur die theoretischen Grundlagen gelernt.
- Fachdidaktische und pädagogische Fachliteratur ist idealisiert. Der Alltag ist komplexer und es gibt keine monokausalen Zusammenhänge oder einfache Lösungen.
- Ältere auf den ersten Blick innovationsträge Kollegen, haben das meiste, was du als neu ansiehst, schon ausprobiert und gucken sehr viel stärker auf die Kosten-Nutzen-Bilanz. Die haben einen Pool an erprobten und effektiv funktionierenden Methoden.
- Dir fehlt die Erfahrung um die Struktur des Systems, Schulentwicklung und Unterricht realistisch zu bewerten. Das ist ein Punkt an den du stößt, wenn du neue Ideen einbringst. Das kann frustrierend sein, weil erfahrene Kollegen Probleme sehen, die du noch nicht beurteilen kannst.
- Schüler haben die ganze Bandbreite an Interesse an deinem Fach/Unterricht, von gar keinem bis interessiert. Verlierst du davon eine Gruppe aus dem Blick, geht dein Unterricht schief.
- Schüler sind nicht deine Freunde. Du brauchst eine Professionelle Distanz. Schüler dürfen nicht den Kern deines Selbstwerts bestimmen.
- Kritik im Ref geht an dich als professionelle Person in deiner Lehrerrolle, an dein professionelles Handeln, nicht an den Kern deiner Persönlichkeit.