Beiträge von kodi

    Zahlt mir die 30 000 Euro nach, dann bin ich auch bereit wieder normal zu arbeiten. Bis dahin, Sparflamme.

    Jetzt mal ketzerisch gefragt: Hast du nach dieser Logik überhaupt Anspruch auf eine Nachzahlung? Du implizierst ja nicht 'normal' gearbeitet zu haben und wiegst das mit dem Entfall der Sonderzahlung auf. ;)

    Meine Schüler sind zwar nicht erwachsen, aber ich bevorzuge die direkte Ansprache mit Ich-Botschaft, wenn es nicht die Schulsozialarbeit übernehmen kann.

    Bei uns sind es eher andere Drogen, aber übertragen auf Alkohol liefe es so:

    Schüler in Situation alleine:

    XY mir ist aufgefallen, dass ich in der Nähe deines Platzes oft Alkohol rieche. Gibt es da etwas über das du reden möchtest? Kann ich dir irgendwie helfen?

    Dann guckt man halt wie reagiert wird.

    Wenn der Betreffende nicht zugänglich ist, hab ich manchmal so Kärtchen mit Beratungsstellen und sag, "Guck mal, ich hab hier die Karten von Beratungsstelle X. Ich leg ein paar hier aus. Wenn du willst, kannst du eine mitnehmen." Dann gebe ich Gelegenheit, wo der Betreffende unbeobachtet eine einstecken kann. (Wobei "hier" durchaus auch am Flyerregal für Schüler im Flur sein kann.)

    Bei meinen Schülern ist natürlich anders, dass es eine Grenze gibt, ab der ich die Erziehungsberechtigten informieren muss. Das mache ich dem Schüler auch immer transparent.

    Wenn immer vertreten werden muss, muss auch genug Personal da sein.

    Dünnes Eis, denn dafür ist vorgesorgt in NRW.

    Während der Kernzeiten kannst du zur Vertretung verpflichtet werden. ADO §13 (3). Nur mal so zum Thema, wo zu große Kooperatonsverweigerung dann zum Boomerang werden kann. Trifft den Kranken dann natürlich nicht direkt, sondern erst wenn er gesund und ein anderer krank ist.

    Insofern ist es immer besser eine Regelung zu finden, die allen Interessen gerecht wird. Reines zurückziehen auf Formalia und das kurzfristig vermeintlich beste individuelle Ergebnis, kann mittelfristig auch ziemlich nach Hinten losgehen. Nehmt euch nicht selbst die Gestaltungsspielräume.

    Bevor ihr euch alle weiter heiß diskutiert, schaut doch mal auf die Schulformen im Profil.

    Natürlich braucht man je nach Schulform vielleicht auch andere Regelungen.

    Ein BK im ganztägigen Schichtbetrieb oder ein WBK im Abendbetrieb ist was anderes als eine allgemeinbildende Schule, ein Gymnasium, welches Schüler teilweise unbeaufsichtigt lassen kann, ist etwas anderes als eine Grundschule oder S1-Schule, wo immer vertreten werden muss.

    Ich hab nur einen Rat am Rande der Thematik:

    Wenn du Mathe nachstudieren willst, wird das eine ziemliche Umstellung.

    Prüfe im ersten Mathesemester rechtzeitig, ob du das schaffst und zieh ggf. die Konsequenzen. Bei einem Start im WiSe ist in der Regel um Weihnachten klar, ob es Sinn macht das Mathestudium fortzusetzen.

    Wir hatten bereits beide Meldesysteme Telefon und Mail im Einsatz.

    Grob gesagt war die Erfahrung aus Sicht des Planungsteams für Erstkrankmeldungen wie folgt:

    Telefonische Krankmeldung:

    + Zuverlässigere Einhaltung des Meldezeitraum

    + Öfter Prognose-Infos für die nächsten Tage

    - Dokumentation nötig

    - Telefon muss besetzt und Leitung frei sein

    Insgesamt: Organisatorisch aufwendiger aber bessere Planbarkeit

    E-Mail-Krankmeldung:

    + bequemer für die Kollegen

    + Telefon muss nicht so früh besetzt sein

    + Krankmeldung dokumentiert

    - Mails oft unstrukturiert

    - Mails nicht pünktlich (wegen Kollege)

    - Mails nicht pünktlich (wegen Mailsystem)

    - mehr kurzfristige 'Salamie'krankmeldungen, immer nur für den aktuellen Tag

    Insgesamt: Orga-Aufwand bezüglich der Krankmeldung selbst kleiner und bequemer für den kranken Kollegen. Planbarkeit deutlich schlechter und dadurch erhebliche Mehrbelastung für die anwesenden Kollegen, die vertreten müssen.

    Was bei uns allerdings immer möglich war, ist der Mailkontakt für planbare Krankmeldungen, langfristige Krankmeldungen, Folgekrankmeldungen und alles was sich so über den Tag ergibt, wenn man bereits krank gemeldet war.

    Egal wie man es regelt, wird es immer Lücken, Härtefälle und die Notwendigkeit von abweichenden Einzelfallentscheidungen geben.

    Wichtig ist nur, dass man einen Konsenz hat, der dann auch die Folgen mit abdeckt.

    Konkret heißt das:

    Stelle ich Planbarkeit in den Hintergrund, weil Kind-Sonderurlaubsmeldungen um 7 Uhr mir unzumutbar erscheinen und will das erst kurz vor knapp melden, dann muss ich ggf. auch damit leben, dass Vertretungen suboptimal geregelt werden müssen und ich ich im Ausnahmefall z.B. mal 2 Klassen zur Aufsicht in der 1. Stunde habe.

    Entschuldigung, auf dem Niveau möchte ich nicht mir dir diskutieren. Wenn du Belastungen durch Kinder mit zocken oder feiern vergleichst bin ich raus.

    Es geht nicht um die Belastung, sondern um die Haltung, dass es ok ist sich missbräuchlich selbst krank zu melden. Die empfinde ich persönlich als untragbar für Beschäftigte im ÖD.

    Klar, und der nächste ist dann 'gerechtfertigt' krank weil er zu lange gezockt oder gefeiert hat? :autsch:

    Für Kind-Krank-Fälle gibt es doch extra die Sonderurlaubsregelung. Im Vergleich zu anderen Arbeitgebern ist die auch nicht lächerlich, sondern eher großzügig. Zumindest ist das mein Eindruck, weil einige Kolleginnen sehr offensiv erzählen, sie müssten die Tage immer nehmen, weil ihr Mann mit dem 'wichtigen' Job nie frei bekäme.

    Online-Unterricht ist nicht gestattet und ich frage mich wirklich, warum.

    Weil die Eltern rumgejault haben beim Corona-Onlineunterricht und kein Politiker das Risiko einer Wiederholung eingehen will.

    Übrigens mein Beileid zum Wetter. In der Gegend hab ich auch mal unterrichtet. Selbst mit Auto war es nicht lustig. Ich musst damals mehrfach mein bis zur Dachkante verschüttetes Auto ausgraben. ;)

    Aber keiner der Kollegen mit Kindern gibt in dieser Diskussion zu, dass die Familienzuschläge+Mietstufe in NRW völlig ungerecht ggü. Kinderlosen und Angestellten sind. Dass dies von den meisten Forenteilnehmern als selbstverständlich angenommen und auch noch damit argumentiert wird, dass Kinder ja Geld kosten würden, ist eine absolute Frechheit. Kein Arbeitgeber subventioniert dir den Wohnort und die Anzahl der Kinder derart, dass jeden Monat mehr als 1000€ Netto! mehr dabei herausspringen.

    Natürlich ist das ungerecht. Ich glaube das sieht niemand anders.

    Die Frage ist halt, was man daraus macht. Eine Forderung auch die Angestellten zu berücksichtigen oder eine Neidhammeldebatte.

    Einige prominente Posts hier im Forum gingen mehr in letztere Richtung. Dem muss man nicht zustimmen, selbst wenn man das Problem als ungerecht und lösungsbedürftig empfindet.

    Alternativ kann man sich auch damit auseinandersetzen, ob das Konzept Alimentierung noch zeitgemäß ist.

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