Beiträge von kodi

    Ich bin an folgender Frage gescheitert und konnte die Umfrage nicht abschicken, weil sie eine Pflichtfrage war:

    Zitat

    Wofür benutzen Sie das Physikbuch im Unterricht?

    Ich benutze das Buch...

    1. für meine eigene fachliche Vorbereitung
    2. zur Reihenplanung
    3. zum Abgleich mit dem Lehrplan
    4. als Ideengeber für Experimente
    5. zur Differenzierung

    Keiner der Punkte trifft zu.

    Ich benutze das Buch lediglich als Informationsquelle für die Schüler. Alle Punkte die mich selbst (1-4) betreffen, treffen nicht zu und als Differenzierung ist kein mir bekanntes Physikbuch geeignet.

    Naja seien wir doch mal realistisch.

    Da wird auf einem Entertainmentgerät mit simpel gestrickten Schrott-Cash-Cow-Apps gearbeitet, die ihre Daten ohne Einhalten irgendwelcher Standards irgendwohin speichern. Dass es da schwierig wird, ein professionelles Backup aufzuziehen ist doch irgendwie klar.

    Es ist meiner Meinung nach eine der zivilisatorischen Leistungen des letzten Jahrhunderts, dass die Menschenrechte universell gelten (sollten). Egal ob friedlicher Lehrer, Obstverkäufer, etc. oder Terrorist und Krimineller. Wenn man sich von dieser Haltung verabschiedet, dann begibt man sich im Prinzip auf die gleiche Stufe mit Terroristen und Unrechtsregimen.

    Insofern ist es absolut richtig, dass Ärzte ohne Grenzen oder der UN-Generalsekretät auf das Leid der Zivilisten im Gazastreifen aufmerksam machen. Egal wie widerlich ihre Unterstützung für die Hamas ist. Das schmälert und relativiert auch nicht das Leid der Israelis.

    Ich sehe allerdings auf der anderen Seite auch keine wirkliche Alternative für das aktuelle Vorgehen der Israelis. Und bei allem Leid, das ein Krieg bringt, weiß ich nicht, wie man den besser gestalten könnte, als die Menschen vorher zu warnen und zum Verlassen der entsprechenden Region aufzufordern. Insofern handelt die israelische Armee da sehr viel vorbildlicher und humaner als es viele andere Armeen in der Vergangenheit getan haben.

    KI kann in Sekundenschnelle diagnostizieren und differenzierte Aufgaben erstellen. Das klappt noch nicht perfekt, aber in 5-10 Jahren wird das grandios gut sein meiner Vermutung nach. Wenn dann alle mit iPad da sitzen (ebenfalls in 5 Jahren realistisch), werden alle Zugriff haben auf digitale Superstunden auf e-learning-Plattformen mit KI-Unterstützung.

    Kurzfristig weht der Wind noch nicht so eisig, aber die Weichen hin zum selbstgesteuerten Lernen sind gestellt.

    Das wäre doch gut, weil es uns dann Freiräume für andere Bereiche gibt. Ich fände eine KI, die das wirklich erfüllt und nicht wie beim derzeitigen Hype eine geschickte Textvervollständigungsmaschine ist, für meinen Unterricht extrem bereichernd.

    Schlussendlich darf man davon allerdings auch nicht zu viel erwarten. Es wird immer Lernziele geben, die du besser handelnd, in Präsenz und im sozialen Setting erreichst. Auf einem völlig anderen Niveau siehst du das z.B. beim Vergleich der Online-Unis (seien es klassische Fernunis oder die neuen wie Udacity und Khan Academy) mit den Präsenzunis.

    Natürlich wird sich Unterricht verändern. Der Pool an "dummen" Aufgaben erweitert sich. Das ist so ein bisschen wie in Mathe, wo lange händische Rechnungen anders als früher heute ihre Relevanz verloren haben. Das wird in Zukunft auch die sprachlichen und geisteswissenschaftlichen Fächern im Bezug auf ihre klassischen Aufgabenformate im Bereich Textreproduktion, Informationsaggregation, etc. betreffen.

    Frage mich, wie die SL eine Gefährdung beurteilen kann/soll. Ist sie medizinisch ausgebildet? Diesen Schuh würde ich mir nicht anziehen wollen und eine Kollegin mit dieser Vorgeschichte nach Hause schicken.

    Du klärst über die Arbeitsschutzregelungen auf. Dann gehst du einen standardisierten Fragebogen durch und ergänzt den mit den individuellen Empfehlungen des Arbeitsmedizinischen Dienstes und ggf. des privaten Arztes.

    Das ist ein rechtlich durchgeregelter Vorgang. Du kannst da weder jemanden zu etwas jenseits der Vorschriften verpflichten, noch jemanden eigenmächtig ohne medizinische Empfehlung einfach dauerhaft nach Hause schicken. Letzteres ging auch während Corona nur auf Basis eines explizit eingeräumten Entscheidungsspielraums.

    Ich halde für pädagogisch sehr wertvoll, dass Schüler lernen, dass der Tiktok-Login etwas anderes ist als der Online-Banking-Login.

    Mag sein, aber das ist halt nicht Teil des Lehrplans in *beliebiges Fach* Mathematik. Entsprechend gehört es auch nicht als künstliche Hürde in diesen Unterricht.

    Ehem nein. Es gibt in Moodle Module, die eine Verbindung zu einem Videokonferenzsystem herstellen. Ein Videokonferenzsystem selbst ist aber nicht Bestandteil von Moodle.

    Ist mir schon klar. Wie ich schrieb, geht es um die Integration aus Anwendersicht. Aufgerufen durch Moodle ist besser als separater Login in einer anderen Plattform.

    Welche Gewerkschaft bzw. Verband würde einen Kollegen dabei denn unterstützen? Ich kenne niemanden, der bereit wäre einen Kollegen beim Weg durch alle Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof zur Seite zu stehen. Ich gehe nämlich davon aus, daß man bis zum EuGh gehen muss, um die EG/2003/88 wirklich durchzusetzen.

    Die GEW macht das in Fällen, die für alle wichtig sind und Aussicht auf Erfolg versprechen.

    Aktuelles Beispiel: Beamtenstreikrecht

    Beispiel aus der näheren Vergangenheit: A13-Klagen

    Interessanter Hintergrundartikel zu den technischen und politischen Verwerfungen.

    Leider ignoriert er die Anwendersicht völlig. Gut, jetzt ist die c't natürlich auch nicht gerade im Verdacht besonderer Schulkompetenz....

    Trotzdem wäre der Anwenderblick auch schön gewesen, denn so viele Punkte an denen es aus Anwendersicht hakt, gibt es ja eigentlich gar nicht.

    Unsere (möglicherweise schulspezifische) Liste:

    • unterschiedliche Logins
    • durch Einschränkungen kaputt konfiguriertes Moodle
    • externes Chat/Videomodul, statt Integration in Moodle.
    • keine Schüler/Elternaccounts in der Groupware
    • Cloudspeicher ohne Möglichkeit Links zu teilen
    • kein kollaboratives Office
    • Auto-Logout-Timer der Groupware viel zu kurz

    Das kann man auf 3 wesentliche Maßnahmen eindampfen:

    1. Volle Moodleintegration und Freischaltung aller Module. Damit ist dann Chat und Videokonferenzfunktion dort abgedeckt.
    2. Aktivierung der Accountsynchronisation für Moodle und Groupware. Zumindest Moodle beherrscht das.
    3. Umstieg auf Nextcloud und Einbindung in Moodle. Löst alle Cloudprobleme und stellt collaboratives Office bereit.

    Wenn dann irgendwelche Funktionen fehlen, dann sollen sie eine Firma beauftragen, die ein entsprechendes Opensource-Plugin für Moodle oder Nextcloud programmiert und pflegt, damit es auch anderen zu Gute kommt bzw. irgendwann in die reguläre Codebase wandert.

    Jetzt mal fernab von den aktuellen Entwicklungen (die ja dem „Theater“ einer Tarifverhandlung folgen), habt ihr nicht das Gefühl, dass sich unsere Interessenvertretungen, mit ihren sachlichen Forderungen, verzockt haben?

    Nur insofern, als dass bei uns Lehrern, die einkommensmäßig immer noch zu den oberen 20% (A12) bzw. 10% (A13Z) der abhängig Beschäftigten zählen, die Gehaltshöhe nicht das große Problem ist, sondern die Arbeitsbedingungen.

    Und ja, ich weiß, dass es bei der TVL um die Angestellten geht und nicht die Beamten... Die Besoldungsstufen dienen nur der Veranschaulichung.

    Lehrämtler*innen sind (im Durchschnitt) überdurchschnittlich sesshaft und immobil. Grundschulleute noch weniger als Sek2-Leute.

    Wobei das auch nicht verwunderlich ist. Schließlich gibt es fast überall Schulen. Da hat man auch einfach eine sehr gute Jobchance im lokalen Umfeld.

    Beispielsweise als Kernphysiker muss ich dagegen zwangsläufig mobil sein, da es nur wenige Orte gibt, wo ich in meinem Berufsfeld arbeiten kann. ;)

    Klar, aber wieso sollte man dann Lehrer zweiter Klasse sein? Man wird doch genauso behandelt wie alle anderen angestellen Lehrkräfte oder habe ich da was verpasst?

    Nein. Dein Status wird quasi eingefroren.

    Du hast kein Recht Stunden zu erhöhen. Du kannst dich nicht auf Aufstiegsstellen bewerben. Du bleibst im meist schlechteren Tarif hängen.

    An der Schule behandelt dich (hoffentlich) keiner als Lehrer 2. Klasse, das Gesamtsystem tut es hingegen schon. Oft führt das im Laufe der Zeit zu einer starken Verbitterung, genauso wie bei Leuten, denen die Verbeamtung verwehrt wurde.

    Bei uns ist bei PKB-Stellen soviel ich weiß sogar die Zustimmung des PR- und der Frauenvertretung entbehrlich

    In NRW muss das immer durch den Personalrat. Das allein dauert mindestens eine halbe Woche, wenn man Pech hat auch mal zwei. Das größte Problem sind allerdings die erweiterten Führungszeugnisse sobald jemand neu anfängt oder das alte älter als 3 Monate ist und man auch nur einen Tag (!) :autsch: eine Vertragslücke hatte. Wartezeit bis zu 3 Wochen.

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