Ich finde OBAS ist nicht das Problem. Ganz im Gegenteil, das ist der gute und richtige Weg einen Seiteneinstieg zu organisieren.
OBAS'ler werden intensiv ausgebildet und vorbereitet. Das System kann man sicher verbessern, vor allem mit Hinblick auf die eigenständige Stundenzahl, aber im Grund ist es gut gemacht.
Problematisch sind die ganzen Wege in den Schuldienst ohne eine Vorbereitung auf die jeweilige Schulform oder mit einer Schmalspurvorbereitung: PE, Entfristung von Nichterfüllern, Einstellung von Schulformfremden, oder (neu) Einstellung von Lehrern ohne Fach der Schulart
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Das richtige Problem dabei ist, dass hinterher keine Qualitätskontrolle und kein strukturelles Qualitätsmanagement stattfindet. Es liegt dann in der Eigeninitiative der Lehrkraft entsprechende Fortbildungsangebote zu finden, die es kaum gibt und diese wahrzunehmen oder überhaupt das eigene Problem zu erkennen... Das kann es nicht sein.
Wenn man die Eingangsvoraussetzungen absenkt, dann muss man das mit einer klaren Strategie flankieren, wie man dadurch vorhandene etwaige Defizite strukturell abfängt und aufarbeitet. Das täte übrigens generell uns allen ganz gut. Lebenslanges Fortbilden ist ja in der Realität mangels Ressourcen eher eine hohle Phrase.