Beiträge von kodi

    Wir (NRW)haben letzte Woche von der Kommune die Anordnung bekommen, dass die Temperatur in den Fluren bei 12 Grad C liegen darf, in den Klassenräumen und im Lehrerzimmer bei 17 Grad C.

    Interessant wie unterschiedlich das ist. In meiner Kommune wurden die Schulen explizit von der Absenkung ausgenommen.

    Größtes Problem ist aus meiner Sicht nicht das normale Heizen, sondern die Corona-Lüftungsregelung. Die hat in der Praxis letztes Jahr zu explodierendem Heizbedarf an meiner Schule geführt.

    Beide Extreme sind nicht in Ordnung, weder die Gerontokratie von früher, wo Kollegen der Meinung waren, irgendwelche Vorrechte zu genießen, nur weil sie seit 20 Jahren auf dem gleichen Lehrerzimmerplatz sitzen, noch die Haltung, dass alles bisherige schlecht ist und ersetzt werden muss.

    Tendenziell beobachte ich aber auch, dass sich die Einstellung neuer Kollegen verändert hat. Das ist auch kein Wunder. Das ist die erste Generation, die mit den Idealen der individuelle Selbstverwirklichung und Selbstoptimierung sowie der Social-Media-Selbstdarstellung "Hochglanz-Leben" aufgewachsen ist.

    Dass sich die "jungen" Kollegen ein Stück weit an den Alten abarbeiten, war hingegen immer schon so. Irgendwie ist das auch das Vorrecht der Jugend.

    Es macht mich traurig, wie weltfremd dieser Datenschutz-Wahn in der Schule zu sein scheint. Der Staat führt sich auf, wie dieser eine Freund, der noch nie ein Smartphone hatte, sondern maximal per SMS auf seinem alten Nokia-Ziegelstein zu erreichen ist, weil "die da oben" ihn sonst verfolgen.

    Das kannst du auch umgekehrt sehen:

    Es ist erschreckend wie wie fahrlässig illegal in dem Bereich gehandelt wird und wie Rechtsbrüche der Firmen toleriert werden und das Vorgehen dagegen systematisch diskreditiert und als Ausrede für eigenes Versagen/Fehlverhalten genutzt wird. ;)

    Ist kein Angriff auf Marsi oder andere hier, sondern soll nur die andere Perspektive aufzeigen.

    Grundsätzlich diskutierst du nichts.

    Ich würde auf Einzelarbeit umstellen. Die ganzen kooperativen Lernformen setzen eine kooperative Lernatmosphäre voraus.

    Ipads und Experimente gibt es nicht, solange die Klasse sich nicht benimmt und nicht in der Lage ist, damit verantwortlich umzugehen. 0-Toleranz an der Stelle. Wer Mist baut, verwirkt das Privileg solche Medien zu nutzen.

    An euren Störungssystem müsst ihr als Kollegium arbeiten, denn es scheint offensichtlich ins Leere zu laufen.

    Wichtig ist dabei eine niedrige einheitliche Toleranzschwelle, Vorhersehbarkeit und klare Konsequenz.

    Persönlich lasse ich Störer und auch exzessive Klo-Gänger grundsätzlich nacharbeiten. Stufe 1 durch Nacharbeitsaufgaben und Stufe 2 mit Präsenzpflicht. Schließlich müssen sie den versäumten Stoff aufholen. Das impliziert selbstverständlich auch sinnvolle fachliche Förderaufgaben und keine Abschreibtexte etc. Darüber hinaus werden konsequent (und individuell) die Eltern informiert und bei Wiederholungen zum Gespräch gebeten. Wenn das nichts hilft werden Ordnungsmaßnahmen eingeleitet.

    Gutes Verhalten und gute Mitarbeit der ganzen Klasse loben und Fortschritte positiv zurückmelden.

    Bitte nicht falsch verstehen:

    Kennst du alle Schüler mit Namen und kannst du sie ansprechen?

    Kommt halt auf die Einsatzart an. Wenn man bei Padlet keine personenbezogenen Daten verarbeitet, sollte man es doch eigentlich auch einsetzen können.

    Viel interessanter finde ich die Frage der Lizenz. Ist zum Beispiel der Einsatz der freien Lizenz bei Taskcard im Schulumfeld ok oder benötige ich die Schullizenz?

    ... solche ekelhaften Vorurteile und Stereotype ..

    Ich glaube diese Vorurteile sind tatsächlich auch ein relevanter Grund für den geringen Männeranteil in der Grundschule.

    Niemand setzt sich diesen Vorurteilen gerne aus. Selbst wer sie nicht direkt erfährt, erlebt das durch sie erzeugte niedrige Sozialprestige des Jobs 'männlicher Grundschullehrer'.

    Wenn man mehr männliche Beschäftigte in dem Bereich will, muss man sich gesellschaftlich überlegen, wie man diese Struktur durchbrechen kann.

    Ich kenne so Situationen leider auch. vorwiegend mit Inklusionshelfern und Praktikanten.

    In der Regel lief das auf 3 Ursachen hinaus

    • Unwissen und Unsicherheit, was zu tun ist.
    • Langeweile
    • Unkenntnis über die schulischen Regeln

    Die beste Strategie ist meiner Erfahrung nach, diese Leute gezielt einzubinden. Weise ihnen Aufgaben zu, die du gleich bei der Unterrichtsplanung mit vorsiehst. Damit leitest du sie einerseits an und gibst ihnen aber auch ein Handlungsmuster, an dem sie sich orientieren können, wenn sie noch unsicher und unerfahren sind. Wenn sie dann etwas selbstständiger (geworden) sind, kannst du ihnen mehr Autonomie gewähren.

    Parallel spreche ich klipp und klar die Regeln ab. Wenn das nicht klapp, erinnere ich erst nach der Stunde daran, als zweites dann in der Stunde und wenn alles nicht hilft, werfe ich die Leute auch raus.

    Manchmal liegt die Schwierigkeit auch zu einem Teil bei einem selbst.

    Damit sich jemand einbringen kann, muss man demjenigen natürlich auch etwas Entfaltungsraum lassen und Aufgaben abgeben. Das finde ich manchmal nicht ganz einfach. So ganz leichte Vibes in der Richtung lese ich aus dem 3. TO-Post heraus. Ich mag mich da täuschen, also bitte nicht falsch verstehen....

    Gerade beim "Lernen" bin ich sehr dagegen, diese SuS an einem Gymnasium zu beschulen.

    Sie sind an allen anderen Regelschulformen genauso zieldifferent, wie am Gymnasium.

    Vergleicht man das mit den SuS ohne Förderschwerpunkt (Lernen oder GB), lässt man außer Acht, dass am Gymnasium ohne gymnasiale Berechtigung immer nur ein Zeugnis mit einem "Förderschul-Vermerk" ausgegeben wird. Das wäre echt schade für jemanden, der an einer Realschule normalerweise den erweiterten Sek-I Abschluss erreicht hätte. Der Vergleich von SuS mit / ohne Förderstatus ist an dieser Stelle also nicht zielführend.

    An allen anderen Schulen bekommen sie doch auch ein Förderschulzeugnis. Wo ist der Unterschied?

    Mich nervt diese Tendenz vieler Gymnasien sich der Inklusion zu entziehen echt an.

    Bei uns wären das ganz normale Wünsche, die wir auch ohne "Wunsch" von alleine anstreben würden.

    Jetzt passen die Fächer dazu nicht, aber ansonsten würden wir vermutlich in so einem Fall sogar versuchen auf 2 Tage zu blocken, falls das gewünscht wird.

    Das ist gerade etwas Kaffeesatzlesen. Noch gibt es kein Gesetz dazu. Von daher ist alles Spekulation.

    Die Bandbreite das gut oder mies zu lösen, ist doch extrem groß.

    Allerdings ist jetzt der richtige Zeitpunkt um über Berufsverbände und Gewerkschaften das Problembewusstsein zu schärfen und der Politik Druck zu machen keinen Mist zu bauen.

    Ja, leider. Dann droht die Gefahr der Abordnung/Versetzung.

    In der Realität gibt es da noch ein paar andere Probleme...nämlich dass die Stellen landesweit nicht wirklich bedarfsgerecht "gleichmäßig" über die Schulformen und Bezirksregierungen verteilt werden. Auch dadurch kann es zu Unterbesetzungen kommen.

    Vielleicht ging da etwas durcheinander bzw. wir schrieben aneinander vorbei:

    • Elternzeit/Langzeitkrank - befristeter Ersatz über Vertretungskräfte. Das stimmt
    • Reguläre Teilzeit - "fehlende" Stellenanteile werden der Schule wieder zugewiesen
    • Temporäre Reduzierungen wie Wiedereingliederung oder Kurzzeitkrankheiten - kein Ersatz.

    Ich bezog mich nur auf die reguläre "Dauer"-Teilzeit.

    Das ist bei uns anders.

    Du bekommst die weggefallenen 50% Stellenanteil als Schule wieder zugewiesen und schreibst entsprechend aus oder bekommst einen Versetzer. Landesweit wird die durchschnittliche Teilzeitquote mit eingerechnet.

    Natürlich kann es auch dabei an einzelnen Schulen mal eine temporäre Schieflage geben, bis die durch Versetzungen, Neueinstellungen oder Abordnungen ausgeglichen wurde.

    Ich versteh das Teilzeitproblem nicht. Das ist doch landesweit halbwegs gut berechenbar. Stellen dürfen halt nicht von der Kopfzahl her, sondern müssen von den Stundenanteilen her berechnet werden. So ist das bei uns in NRW auch.

    Zu glauben, dass man durch eine restriktivere Teilzeitregelung mehr Mangelfachlehrerinnen bekommt als jetzt, ist auch eine große Illusion. Die fehlen weil in den Fächern das Paket Lehramtsstudium&Schuldienst gegenüber der Alternativen nicht attraktiv genug ist. Das würde nicht besser, indem man die Attraktivität durch eine Ruinierung der Teilzeitregelung weiter senkt....

    Mal abgesehen davon, dass man ggf. weitere Lehrkräfte verlöre, weil dann wieder Elternteile in das Vollzeitelternteil-ohne-Job-Modell gedrängt würden.

    Ungünstig finde ich, dass ich nur einen Chat mit der Klassenlehrerin habe, und ich kann bei der OGS Gruppenleitung eine kurze Nachricht hinterlassen (der Chat ist aber nicht offen, sondern beschränkt). Sonst kann man niemanden selbst anschreiben. Ist aber wahrscheinlich eine Einstellungssache von der Schule. Fänd es aber praktisch der Sportlehrerin zB auch was mitzuteilen (Kind macht nach Erkältung noch 2 Tage keinen Sport mit), das geht aber nur per Zettel.

    War das nicht das entscheidende, stark beworbene Feature von sdui? ... die Möglichkeit die Kommunikation zu beschränken.

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