Beiträge von Maylin85

    Danke für die Antworten!

    Ja, der Gleichbehandlungsgrundsatz leuchtet ein. Mich "verwundert", dass das an alter Wirkungsstätte immer ein superwichtiges Dogma war und bin davon ausgegangen, dass es tatsächlich irgendwo festgeschrieben ist... woanders hört man dagegen von freiwilligen ergänzenden Abivorbereitungstreffen bis kurz vor Prüfungstag, also scheint es ja mindestens schwammig zu sein. Hier gehts jetzt um eine Anfrage, nochmal Übungsaufgaben zu korrigieren und weiteres Übungsmaterial zu stellen. Ersteres werde ich nicht tun, Übungsaufgaben in Moodle zu packen ginge evtl. noch und wäre dann ja auch jedem zugänglich.

    Vorweg: sorry, mir fällt kein gescheiter Titel ein.

    Aus gegebenem Anlass stellt sich mir gerade die Frage, inwiefern man sich nach Beginn der Prüfungsphase noch mit Schülern über Fachliches austauschen darf. An meinen Vorgängerschulen gab es dazu Jahr um Jahr die ganz klare und mehrfach eindringlich wiederholte Ansage, dass nach der Zulassungskonferenz keinerlei Beschulung, Beantwortung von Fragen, Erklärung von Korrekturanmerkungen etc. mehr stattfinden darf - auch nicht im zwanglosen Geplauder beim zufälligen Treffen an der Bushaltestelle oder dergleichen. Genau so habe ich es bisher auch immer gehandhabt. Aktuell habe ich einen "Fall", der gerne noch mehr Materialinput hätte und auf meine Ablehnung hin nach der Rechtsgrundlage dafür fragt. Und ich stelle fest, ich finde trotz längeren Suchens gar keine. Gibt es diese Vorgabe offiziell überhaupt? 🤔 Es geht um NRW.

    Von außen betrachtet: diese ganze Klassenzusammenlegerei liest sich gruselig. Was sind das denn bitte für Zustände 😳 Hat man da überhaupt Ruhe und Kontinuität in seinen Klassen, um vernünftig arbeiten zu können?

    Mich ärgert die Flickschusterei generell im Schulsystem. Eigentlich müsste man realistisch schauen, was mit dem verfügbaren Personal an einer konkreten Schule zu erreichen ist, und dementsprechend die Stundentafeln runterkürzen. Im Hybridunterricht unter Corona-Bedingungen war halbe Zeit mit halber Lerngruppe oft effektiver als der Regelbetrieb. Statt Lerngruppengrößen zu verdoppeln, müsste es bei angespannter Personalsituation eigentlich in die andere Richtung gehen und der Fokus auf ggf. quantitativ weniger, aber qualitativ hochwertige Lerneinheiten mit bestmöglichen Lernbedingungen gelegt werden statt auf maximale Kinderaufbewahrungsdauer.

    Warum sollte der Weg für Frauen denn steiniger sein? An fast allen meiner bisherigen Schulen saßen mehr Frauen als Männer auf Abteilungsleiterposten und/oder in der erweiterten Schulleitung. Generell ist das im Berufsleben sicher so, im öffentlichen Dienst bzw. zumindest an Schulen sehe ich dafür aber nicht unbedingt überzeugende Indikatoren.

    Sehe ich im öffentlichen Dienst auch nicht. Mir ist auch noch kein Mansplaining begegnet, an keiner Schule. Wenn überhaupt, kann man evtl. vorsichtig festhalten, dass in vielen Kollegien tendenziell überwiegend Frauen mit Extrawünschen und "kann nicht, weil Kind" aufwarten (und damit letztlich fürs gleiche Geld weniger leisten, was aber nichtmals zwingend ein Beförderungshindernis ist - alles schon gesehen).

    Ich glaube mit unseren krummen und immer unterschiedlich langen „Semestern“ sind wir da nochmal abgestumpfter :D

    Darauf entfallen von meinen 12 Jahren aber nur 2 😄

    Ich "kann" einfach nicht planen. Ich finde es völlig sinnfrei, irgendwas aufzuschreiben, was hinterher eh anders kommt, und deswegen verweigert sich ein Teil von mir dieser Art von Beschäftigungstherapie. Ich gucke wohl, was ich inhaltlich für die Klausur/Klassenarbeit einführen muss, aber das wars dann auch.

    Für den skizzierten Fall ist "Wertschätzung" vielleicht einfach das falsche Wort. Es gibt sicherlich ein gutes Gefühl, wenn man realisiert, dass man wichtig war und für jemanden einen Unterschied machen konnte. Vielleicht ist das weniger "Wertschätzung" als vielmehr eine Bestätigung, dass unsere Arbeit grundsätzlich doch sinnvoll und bedeutsam ist.

    Ich finde es toll, wenn Eltern ihrer Verantwortung nach kommen und ihren Kindern ein Studium ermöglichen, bei dem sie sich ohne Existenzsorgen auf das Studieren konzentrieren können. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, wenn man sich für Kinder entscheidet.

    Ich habe kein Bafög bekommen; dass meine Eltern gerade mitten in der Scheidung steckten und beide finanziell keinen sehr rosigen Status hatten, wurde bei der Berechnung nirgends berücksichtigt. Seine Eltern verklagt man aber natürlich auch nicht und lebt dann halt irgendwie mit dem, was sie einem in der Situation zukommen lassen können und wollen. Plus Job natürlich und am Ende auch plus Studienabschlussdarlehn. War okay und reichte aus, hätte aber bequemer sein können und vielleicht hätte man in entspannterer finanzieller Situation auch den Studiengangswechsel vorgenommen, dem man heute noch hin und wieder hinterherweint.

    Verstehe die Krik an sissy daher nicht.


    Ob man die Zuschläge angemessen findet, ist ein anderes Thema.

    Ich nutze diese Sprachform nicht und ein Teil meiner Schüler gendert trotzdem. Erstmals bewusst aufgefallen ist mir das übrigens bereits im Abitur vor 4 Jahren. Kann ich persönlich mich nicht für begeistern, aber dafür, dass die junge Generation den Sprachwandel tendenziell eher vorantreibt, sehe ich durchaus auch Indizien.

    Das kann ich dir leider auch nicht sagen. Vielleicht reicht es aber auch, seine Arbeitszeit zu tracken um zu sehen, wie viel man wirklich arbeitet und wieviel es gefühlt ist. Wenn man feststellt, dass man zu viel arbeitet, dann bestimmte Dinge nicht mehr (so gründlich) machen.

    Das schützt einen halt auch nicht davor, sich 26 Stunden pro Woche (+ Vertretung, noch schlimmer) in ständiges Geschrei und Gezeter begeben zu müssen. Und die Vertretungsstunden ggf. nichtmals bezahlt zu bekommen, was in Teilzeit ja zumindest der Fall ist. Es geht ja weniger um die Arbeitsstunden an sich, sondern um die "anstrengenden Faktoren" in den Präsenzstunden, die nicht gerade zu gesteigerter Lebensqualität beitragen und nur begrenzt erträglich sind.

    Aber wie gesagt, ich spreche aus der Erfahrung mit meiner letzten Arbeitsstelle heraus und woanders mag die Welt anders aussehen. Ich hatte vorher auch mal normale Lerngruppen ohne verhaltensgestörte Kinder und da war Vollzeit kein Thema. Allerdings nicht an staatlichen Schulen...

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