Danke für so viel Mitgefühl. Hoffentlich bist du nie alleinerziehend.
Laut deiner Logik, soll ich also Bürgergeld beziehen, bis mein Sohn 10 Jahre alt ist und sich sein Immunsystem stabilisiert hat. Da merkt man wieder, dass wir eben nicht in einem kinderfreundlichen Land leben. Aber dass die Menschen bei kranken Haustieren mehr Empathie als bei kranlen Kindern habe ist ja geläufig. Wenn der Hund der Kollegin krank ist, bekommt sie regelmäßige Mitleidsbekundungen und da ist es seltsamerweise nie ein Problem, wenn sie zum Tierarzt fahren muss. Wenn ich zum Kinderarzt fahre fragt man mich, warum mein Kind keine Oma hätte.
Mein Mitgefühl hilft dir nichts. Es ist nunmal faktisch allein dein Problem und so wird es nach Ausschöpfen einer gewissen Toleranzspanne auch deine Schule sehen.
Die Frage nach der Oma ist an sich ja gar nicht so abwägig. Vielleicht wäre ja ein Ansatz, seine komischen Familienverhältnisse (kein Kontakt zum Vater, kein Kontakt zu allen 4 Großeltern) mal zu sortieren und im familiären Umfeld nach Optionen zu schauen. Grundsätzlich haben Kinder nunmal zwei Elternteile. Dass ihr es nicht auf die Reihe kriegt, euer Verantwortung gemeinsam gerecht zu werden und die Belastungen aka Ausfalltage zu teilen, ist ebenfalls nicht Problem deines Arbeitgebers und dafür muss er auch nicht endlos Verständnis haben.
Ich bin in 16 Jahren "alleinerziehender" Hundehaltung übrigens keinen Tag ausgefallen und auch keine Minute früher gegangen. Man hat seinen Privatkram ganz einfach gescheit zu organisieren.