Maylin85
Werden bei den Beamten nicht immer pauschal ein paar Prozentpunkte abgehalten?
Weiß ich nicht, da bin ich überfragt.
Maylin85
Werden bei den Beamten nicht immer pauschal ein paar Prozentpunkte abgehalten?
Weiß ich nicht, da bin ich überfragt.
Bei Übertragung auf Beamte liegt mein Prozentsatz übrigens höher. Auch das ist eigentlich absurd angesichts des ohnehin bestehenden Unterschieds zwischen Angestellten und Beamten. Als Mitglied würde ich erwarten, dass das Thema der Gehaltsangleichung viel stärker im Fokus der Gewerkschaftsbemühungen steht.
2b. Die 200 Euro Sockel sind, wie Du schreibst, auch tabellenwirksam. Das sind bei einem Monatsbrutto von 2400 Euro (A13 Stufe 6, NRW) immerhin 8,4 %.
Wo kommen denn die Werte her? E13 Stufe 6 hat laut Gehaltsrechner öffentlicher Dienst ein Monatsbrutto von 6037€, das macht dann 3,3%.
Möglicherweise rechne ich aber auch falsch 🤔
Richtig.
Aber sollte ein Streik nicht den Arbeitgeber direkt schädigen / unter Druck setzen? Was haben die unbeteiligten Mitmenschen damit zu tun?
Die unbeteiligten Mitmenschen sind Multiplikatoren, die den Druck auf den Arbeitsgeber erhöhen. Ich weiß nicht, ob die Arbeitgeber locker 2 Verhandlungsrunden aussitzen würden, wenn mal tatsächlich zentrale Funktionen des Landes lahm gelegt und die Auswirkungen auch in der Breite der Gesellschaft spürbar werden.
Manchmal wünsche ich mir ein bissi französische Protestkultur.
Tja, warum haben wohl 90% eine ablehende Haltung zur Inklusion? Ich war ein absoluter Inklusionsbefürworter, bis ich gesehen habe, was es praktisch bedeutet - für Lehrer, für Inklusionskinder, für die übrigen Kinder. Funktioniert hat es an keiner der drei Schulen, an denen ich im Inklusionskontext gearbeitet habe. Einigermaßen okayish lief es an der Realschule, in der die Inklusionsklasse konsequent durchgängig doppelt besetzt war (zwar nicht mit einem Sonderpädagogen, aber immerhin) UND zusätzlich ein separater Raum direkt gegenüber der Regelklasse zur Verfügung stand. Mit gesondertem Lernmaterial, aber auch einem Kicker und Gesellschftsspielen für eine Auszeit. Es funktionierte deswegen halbwegs, weil die I-Kinder jederzeit problemlos separiert (oder schöner ausgedrückt: einzeln gefördert) werden konnten, wenn sie Anzeichen von Überforderung zeigten und anfingen, den Unterricht der Restklasse erheblich zu stören. Ich habe keinen Tag erlebt, an dem es nicht nötig war, den Raum zu nutzen. An den übrigen beiden Schulen lief Inklusion katastrophal und dank dem einen oder anderen Systemsprenger war phasenweise nicht nur kein Unterricht möglich, sondern das miserable Verhalten färbte auf die Regelkinder ab, in den Klassen war halligalli und die Eltern gingen berechtigterweise auf die Barrikaden. Auch, weil es teilweise nicht möglich war, die Kinder vor ES-Kindern zu schützen, die mit Besen auf sie losgingen und Tische und Stühle durch die Gegend schmissen. Leider sind die Zustände zu erdulden, bis der schulische Maßnahmenkatalog durchexerziert ist - bis zum Schulausschluss und Schulwechsel dauert es ewig. Und es ist ausdrücklich NICHT so, dass Schule und Kollegen nicht bemüht und bestrebt gewesen wären, es hinzukriegen und allen irgendwie gerecht zu werden. Es geht unter den Bedingungen an durchschnittlich ausgestatteten Schulen einfach nicht und ist ein Verbrechen an allen Beteiligten.
Die Idee ist nach wie vor furchtbar nett und mit einem Teil der I-Kinder sicher auch umsetzbar. Mit einem signifikanten Teil aber eben nicht und dann bleibt das ganze Unterfangen letztlich linksideologischer, in der Praxis längst eindrucksvoll gescheiterter Blödsinn, von dem man sich selbst und seine Kinder besser bestmöglich fernhält.
Solche Fragen verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Beim Bahnstreik wird auch primär "die Gesellschaft" geschädigt. Wenn die Piloten streiken ebenfalls. Ein Streit, der ausschließlich (erstmal) den Arbeitgeber schädigt, funktioniert vielleicht in der Industrie, aber sonst nirgends. Dennoch kann das doch nicht ernsthaft ein Argument dafür sein, die Mittel nicht auszuschöpfen.
Grottig. Der Abschluss an sich, okay, naja, aber eine tabellenwirksame Erhöhung erst ab November 24 ist wirklich eine Frechheit.
Weil institutionelle Betreuung immer mit Stress verbunden ist (vgl. Cortisol-Studien zur Ganztagsbetreuung) und ich bezweifele, dass die Betreuung da besser ist, als in einem vernünftigen Elternhaus. Außerdem hätte ich persönlich abgekotzt, wenn ich unnötig lange in der Schule hätte bleiben müssen. Ich wollte danach erstmal meine Ruhe, ein paar Stunden irgendwas anderes machen, andere Leute sehen ( Verein, außerschulische Freunde) und habe mich dann eher abends nochmal mit Hausaufgaben beschäftigt. Ich finde den Gedanken, Kindern mehr und mehr die Freiheit zur eigenen Tagesgestaltung zu nehmen und parallel noch die Zwangsvergesellschaftung mit Mitschülern zeitlich auszudehnen, einfach nur komplett furchtbar, sorry.
Dann läuft da aber was schief, so lang hat das bei mir letztens nicht gedauert. (Kann ja eh kaum was einreichen, aber ging relativ flott)
Vielleicht muss ich mal nachhaken. Mein letzter Stand war, dass für uns ein einziger Mensch verantwortlich ist, der gerade krank ist.
Vielleicht stiftet mein neuer Erstantrag aber auch Verwirrung, weil ich schonmal eine andere Beihilfenummer hatte oder vielleicht noch habe, und ich bin erstmal auf dem "mache ich später mal"-Stapel gelandet.
Ich hätte eine Idee, die bereits an manchen Schulen erfolgreich umgesetzt wird (auch Hessen). Verbindliche Ganztagsschule, wo Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen gemeinsam und auf Augenhöhe auf dem jeweiligen Fachgebiet gemeinsam Kinder in ihrer Entwicklung, begleiten. Schwungübungen würden dann nämlich unabhängig vom Elternhaus geübt werden- in der Schule.
Es wird 2x im Jahr Geld eingesammelt und sämtliches Material vom Bleistift bis zum Arbeitsheft den Kindern direkt in der Schule zur Verfügung gestellt. Da rennt man 2x im Jahr zwar dem Geld hinterher, dafür nicht bei jedem voll geschriebenen Heft oder verloren gegangenem Bleistift.
Problem: An allen mir bekannten Schulen haben bei Einführung des Modells viele Lehrkräfte Versetzungsanträge gestellt, weil sie nicht bereit waren nach 13 Uhr in der Schule zu arbeiten.
Das ist sicherlich sinnvoll für Kinder aus sozialschwachen und bildungsfernen Haushalten, für alle anderen hat aufgezwungene institutionelle Dauerverwahrung sicherlich in erster Linie Nachteile.
Was ich mich frage... Wenn man erst um 10 oder 11 Uhr aufsteht, weil man später Unterricht hat, wie kommt man dann auf eine 45 bis 50 Stundenwoche, wie es häufig behauptet wird?
Falls die Frage tatsächlich ernst gemeint war: meine produktivste Zeit liegt zwischen 22h und 1h, manchmal sitze ich auch länger, wenn es gerade läuft. Dafür schlafe ich morgens gerne bis zur letzten Minuten und mache gerne langen Mittagsschlaf.
Mir geht so auf den Senkel, dass andere Biorhythmen ständig lapidar als Kuriosität abgetan werden. Ich kenne einen Haufen Kollegen, die bevorzugt nachts korrigieren.
Naja, "Interessenausgleich" heißt deiner Auffassung nach letztlich nur, dass das Interesse der Schule Vorrang hat.
Wieso gut zahlende Eltern? Ersatzschulen kosten meist gar nichts und stehen grundsätzlich jedem offen, der die Zugangsvoraussetzungen erfüllt.
Und ja, selbstverständlich geht es auch um das Verhalten - jedenfalls würde ich das als Elternteil, das eine Schule für sein Kind auswählen muss, als absolutes Topkriterium anlegen.
Dass Kinder aus sozial schwachen Familien häufig schlechter abschneiden, liegt meines Erachtens nicht an fehlenden Förderangeboten, sondern dass die Förderangebote von bildungsfernen Familien schlichtweg nicht angenommen werden. Das Problem löst sich auch nicht auf einer Gesamt- oder Gemeinschaftsschule. Da würden die Kinder aus sozial schwachen Familien vermutlich ebenso in den schwachen Kursen sitzen (bzw. nicht vermutlich, sondern das ist ja meistens faktisch auch so). Wie willst du das auflösen? Das Elternhaus legt den Grundstein für die Einstellung zur Bedeutung von Bildung.
Vielleicht ist Dein Buchstabe gerade krank?
Ja, da ist anscheinend tatsächlich jemand krank. Angeblich der eine Mensch, der für uns zuständig ist.
Nun ja, irgendwann tut sich sicher was...
Wenn nicht inflationär unpassendes Klientel aufs Gymnasium strömen würde, müssten Eltern auch nicht Lehrer spielen. Die leistungsstarken Schüler kommen auch auf dem Gymnasium ziemlich gut alleine zurecht, zumal auch jedes mir bekannte Gymnasium Förderkurse, Hausaufgabenhilfe und dergleichen anbietet.
Aktiv beschulende Eltern brauchen eigentlich nur die Kinder, die eigentlich ohnehin besser woanders aufgehoben wären. Und ja, da zeigt sich dann natürlich ein Unterschied zwischen bildungsfernen und bildungsaffinen Elternhäusern. Das müsste aber nicht so sein, wenn die Selektion von vornherein besser liefe.
Warum AfD wählen? Läuft!
Nur, wenn man nicht auf dem Privatschulhaufen liegt 😫
Mein Antrag liegt da seit Juli.
Also zumindest hier in Sachsen arbeiten an Schulen in privater Trägerschaft Lehrkräfte, die nicht fertig ausgebildet sind oder darauf warten, beim Staat eine Stelle zu bekommen. Solange der Staat solche Gehälter anbietet, mutmaße ich, dass ein Privatschulsystem in Deutschland nie eine ernsthafte Rolle spielen wird.
Es gibt sicherlich gute und schlechte Privatschulen, da muss man genau hinschauen. Und es gibt auch einen Haufen Ersatz- und Ergänzungsschulen, die ihre Lehrkräfte als Kirchenbeamte oder Planstelleninhaber zu gleichen Konditionen beschäftigen.
Davon abgesehen wäre das für mich nicht das entscheidene Kriterium, sondern der zentrale Punkt ist die soziale Selektion. Ja, politisch furchtbar unkorrekt, schon klar, aber schaue ich mir mein Wohnumfeld an, würde ich meine Kinder nicht mit dem Bevölkerungsquerschnitt in einer Schule wissen wollen. Es ist ein legitimes Interesse von Eltern steuern zu wollen, mit wem ihr Kind Umgang hat.
Das Problem ist gerade, dass das dreigliedrige System nicht annähernd so durchlässig ist, wie gerne dargestellt wird. Die Durchlässigkeit innerhalb einer einzigen Schule ist mit Sicherheit erheblich höher als zwischen verschiedenen Schulformen. Wenn man sich dann noch klar macht, dass die Schulformempfehlungen und -zuweisungen gerade in Deutschland selbst bei gleichem Leistungsstand noch immer stark vom sozioökonomischen Stand abhängt, dann ist ein mehrgliedriges Schulsystem durchaus problematisch und lässt Potenzial liegen.
Bei uns war es durchlässig. Zugegeben aber sicherlich auch deswegen, weil unser Gymnasium sicher nicht zu den Topperformern gehörte, weil man ja bereits bei der Anmeldung nicht mehr angemessen selektieren darf.
Ich schlafe in jedem Zustand wie ein Stein und wirklich merke nichts, bis der Wecker klingelt. Einzige Ausnahme bisher (wiederholt) Magenschleimhautentzündung, die macht sich scheinbar besonders gerne nachts bemerkbar.
Im Endeffekt ist ein Gesamtschulsystem immer auch ein selektives System. Das fängt bei den E- und G-Kursen an, kann aber noch durch weitere Wahlen ausdifferenziert werden. Wären wirklich ALLE Schüler an diesen Gesamtschulen kann das System durchaus auch funktionieren.
Ich weiß nicht, wer auf die unsägliche Idee kommt, ein dreigliedriges System und ein Gesamtschulsystem parallel laufen zu lassen. Beides kann nur ernsthaft funktionieren, wenn man daraus ein „entweder oder“ macht.
Stimmt wohl.
ich hätte allerdings auch bei "entweder oder" Vorbehalte und würde dann wohl eher irgendeine Privatschule wählen.
Es setzt ein Zeichen, dass es Grenzen gibt. Nicht mehr, nicht weniger. Meines Wissens ist TuiFly damit auch nicht alleine, sondern auch andere Beschäftigte haben auf diese Weise mal einen "Warnschuss" abgegeben (die Air Berlin Piloten, die eine oder andere Feuerwehr etc.). Ich habe da absolut Sympathien für.
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