Beiträge von Maylin85

    Ich finde, man darf weder die Tat eines Einzeltäters zur Stigmatisierung einer Gruppe instrumentalisieren, noch tut man sich einen Gefallen, wenn man Hintergründe - und dazu gehören auch Herkunft und Nationalität - krampfhaft totschweigt. Gerade bei Messerangriffen scheint es gewisse Korrelationen zu geben. Im schulischen Kontext muss es auch erlaubt sein anzusprechen, wenn das Aggressionspotential und die Verhaltensauffälligkeiten bei bestimmten Bevölkerungsgruppen überdurchschnittlich hoch sind. Ich bin der Meinung, dass eine ehrliche Bestandsaufnahme hier Grundlage aller Überlegungen bezüglich Präventationsmaßnahmen sein muss.


    An der Frage eines angemessenen Strafmaßes, und letztlich auch Strafrechts, scheiden sich die Geister. Ich empfinde in Deutschland deutliche Verschärfungen als überfällig.

    Da bekommt der Threadtitel eine ganz neue Bedeutung: Alternative zur Beförderung? Kinder zeugen!

    3 Kinder sind ein größerer Unterschied als A13 zu A16. So rekrutiert man leistungsfähiges Personal an Schulen.

    Na dann lies mal die Summen für Mietstufe 6, da wird einem komplett anders - edit,zu spät 😊


    Okay, kurze Ergänzung zu meinem letzten Beitrag für alle, die nicht ganz so gerne aktiv mitdenken: da Bevölkerung logischerweise nicht innerhalb einer Generation auf 0 fällt und diesen Planeten mehr als 8 Milliarden Menschen bevölkern, muss man sich wohl wenig Sorgen um seine Altenpflege machen. Möglicherweise wäre es ja sinnvoll, es einfach mal mit einer besseren globalen Verteilung der Bevölkerung zu versuchen - um ein mögliches demographisches Defizit auszugleichen, braucht man nicht zwingend selbst die Geburtenraten steigern.

    Und zum Punkt, dass am Ende mehr Steuern generiert als Kosten verursacht werden: na dann hoffen wir doch einfach mal, dass das auch zukünftig so bleibt 🤗 Bei fortschreitendem Verfall des Bildungsniveaus und Tendenzen, dass gut ausgebildete Gutverdiener auch gerne in Länder abwandern, die ihnen nicht so tief in die Tasche greifen, darf man gespannt sein, wohin die Reise geht.


    Friesin

    Nein, natürlich ist eine Entscheidung gegen Kinder kein aktiver Beitrag gegen Überpopulation. Es ist schlicht genauso eine private Entscheidung wie die Entscheidung für Kinder. Der Punkt ist doch, dass es keinen nachvollziehbaren Grund gibt, die eine Variante durch großzügige Finanzspritzen zu fördern, während objektiv betrachtet die andere Variante weniger impact verursacht.

    An der Meinung der Kollegin finde ich nichts "menschenverachtend".

    Kinder bekommt man, weil man sie haben möchte. Aus ganz egoistischen Motiven. Auf einem überbevölkerten Planeten sehe ich auch wenig rationalen Sinn darin, Leute durch Extrazahlungen noch zur Vermehrung zu ermutigen und den Druck auf Ressourcen zu erhöhen. Das Rentenargument ist auch nur so semi legitim - müsste man keine Abgaben für u.a. großzügige Familienzulagen, Entlastungen für Familien, Subventionen von Kindergärten und Schulen usw. zahlen, könnte man auch mehr zurücklegen und privat besser vorsorgen. Wir brauchen perspektivisch eh ein System, das nicht mehr primär auf dem Generationenvertrag beruht, sondern auf mehr Eigenverantwortung setzt. Mit fortschreitendem Einsatz künstlicher Intelligenz in diversen Arbeitsfeldern wird auch langfristig kein so großer Bedarf an Bevölkerung mehr da sein, so dass auch aus dieser Perspektive keine hohen Geburtenraten sinnvoll sind.

    Nebenbei bemerkt, wenn Menschen aufhören würden sich so übertrieben zu vermehren, bräuchten wir uns auch keine Gedanken um endliche Ressourcen machen und uns für nachfolgende Generationen einschränken, mit denen man als kinderloser Mensch übehaupt nix zu tun hat und für deren Versorgung man keine Verantwortung trägt. Also ganz nüchtern betrachtet, kann ich den Gedanken der Kollegin sehr gut folgen.

    Darauf sollte eine Schulleitung bei der Einstellung fairerweise schon hinweisen. Ich würde vermutlich vor dem Hintergrund der Bezahlung auch sagen, dass ich keine Sek II Kurse unterrichten möchte. Wird darauf nicht eingegangen, sofortige Kündigung. Es sind doch mehr als genug Vertretungsstellen ausgeschrieben, dass man sich nicht verarschen lassen muss.

    Wenn irgendwo explizit stünde, dass für die Korrektur einer Klausur 20 Minuten veranschlagt sind, würde ich mich darauf berufen und so korrigieren, dass dieser Zeitrahmen nicht überschritten wird - sprich, mehr als Überfliegen ist dann eben je nach Seitenzahl nicht drin, es wird nur selektiv mal was angestrichen und am Ende steht eine einigermaßen hinkommende Note. Ist ja dann wohl angemessen und so vorgesehen.

    Problematisch ist es doch, sobald eben kein spezifischer Zeitrahmen dafür veanschlagt ist.

    Nö, gehalten werden kann man nicht. Man kündigt ja ganz normal. Bei mir dauerte die Entlassung allerdings ewig, weil die zuständigen Stellen irgendwie nicht so ganz auf zack waren... inklusive Gehaltsüberweisungen für Monate (Mehrzahl), in denen ich eigentlich schon raus war. Für die Rücküberweisung wird dann unverschämterweise das Bruttogehalt eingefordert, das nervte schon ziemlich. Hier würde ich rückblickend rechtzeitig regelmäßig penetrant nachhaken, wie der Stand der Dinge ist.


    Ob die Konditionen bei kirchlichen Trägern 1:1 identisch sind, weiß ich nicht. Mein Vertretungsvertrag beim Bistum Münster enthielt damals durchaus Passagen, die über die Pflichten im Staatsdienst hinaus gingen (betraf so Dinge wie unverheiratetes Zusammenleben und christliche Taufe möglicher Kinder)

    Aber was macht man nicht alles, wenn man prokrastinieren will.

    Freut mich, dass ich nicht alleine bin.

    Immerhin ist schon alles griffbereit in Reichweite ausgelegt. Seitdem hakt der Arbeitsflow merklich.


    Antimon

    Siehste, das hätte ich jetzt nicht gedacht. Und klingt cool. Doch, hätte ich Lust zu 😊

    ...aber ohne Einbruch in Flüsse und so. Vielleicht ist deine Fußabsetztechnik ausfeilbar? 😄

    Ich würde es auch als Zumutung empfinden. Ebenso wie eine Grundschulabordnung. Ich habs nicht studiert, nicht gewählt, ich will es nicht machen, ich will mit der Altersgruppe nichts zu tun haben und wenn man mir das zumuten (im Wortsinne = etwas verlangen, was ich nicht oder nur schwer leisten kann) würde, dann kann man das auch genau so bezeichnen.

    Zu behaupten, es gäbe "keine prinzipiellen oder wesentlichen Unterschiede" ist so absurd lächerlich, dass man es gar nicht weiter kommentieren braucht.


    Antimon

    Autsch. Aber tolle Bilder 👍

    (Gibt es eigentlich einen prinzipiellen oder wesentlichen Unterschied zwischen Gletscherwanderung und Bummelrunde durch den durchschnittlichen großstädtischen Stadtpark? Der Thread lässt mich gerade grübeln.. fällt schließlich beides in die Kategorie "Gehen")

    Mag sein. Ich sehe eher den Effekt, dass auf der anderen Seite "ist ja gar nicht so schlimm" ankommt und an überhaupt gar nichts gearbeitet wird. Ich verstehe den Gedanken dahinter aber - könnte so aber nicht arbeiten, das würde sich für mich "unkorrekt korrigiert" anfühlen.

    Rechtschreibung korrigiere ich nur oberflächlich.

    Das finde ich unabhängig von Fach und Sprache zum Beispiel ganz schlimm. Viele Schüler schreiben eh schon gruselig schlecht und dann wird es ihnen nichtmals durch saubere Korrektur gespiegelt.


    Ansonsten werde ich mal versuchen, einige Impulse hier aufzunehmen 👍

    Mein Zeitfresser sind Anmerkungen. Ich erkläre gerne in episch langen Anmerkungen, warum etwas inhaltlich unschlüssig ist, warum die zitierte Textstelle nicht zur Untermauerung der eigenen Schlussfolgerung taugt, etc. Mache ich keine ausführlichen Anmerkungen, finde ich die Note für den Schüler schwer nachvollziehbar. Dass es oft gelesen wird, glaube ich allerdings auch nicht.

    Richtig raus hab ich den Dreh auch nicht, aber ich hab mich immerhin bei 1-1,5 Stunden pro Klausur eingependelt. In Ausnahmefällen auch mal 2-3. Aber 5 ist heftig 😳

    I feel you. Ich versuche (und nein, es gelingt mir auch oft nicht) nicht mehr in jedem Satz 8 verschiedene Fehlertypen exakt auszuweisen, sondern unterstreiche einfach alles und markiere es als Grammatikfehler (wahlweise mit Ergänzung "/Ausdruck"). Verbesserungsvorschläge gibt es auch nicht mehr zu jedem kruden und ohnehin überwiegend unverständlichen Satz, sondern nur noch selektiv über die Seite gestreut. Englisch ist teilweise wirklich ein Fass ohne Boden und man kann stundenlang daran rumkorrigieren in dem Wissen, dass der Schüler es vermutlich eh nicht liest. Perlen vor die Säue...

    Ergänzung Schriftbild: ich gucke 3 Sekunden aufs Wort, kann ich es dann nicht entziffern -> Kringel drum und Fragezeichen gepaart mit Wortfehler. Mein Spitzenkandidat brachte es mal auf 27 in einer Spalte.

    Bei uns in der Zeitung stand ein ausführlicher Artikel darüber, dass man seinen *Balkon* vor Silvester aufräumen soll. Weil da ja jederzeit ein Querschläger kommen könnte und dann steht alles in Brand.

    Sollte man sich nicht schnell etwas ausdenken, was passiert, wenn eine Rakete in einem Hundehaufen landet?

    Das ist uns tatsächlich irgendwann in den 90ern mal passiert. Wir hatten damals einen Holzbalkon mit Holzpergola und die Rakete ist gegen die Pergola geflogen und brannte dann auf dem Balkon rum. Wurde aber direkt bemerkt und behoben.

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