Beiträge von Maylin85

    Ich würde es ziemlich vermessen finden, wenn Schule oder Ausbildungslehrer solche Gedanken hätten, wie von chili ausgeführt. Jemand wird mit einem mehr als überschaubaren Gehalt nach Köln geschickt und muss zusehen, wie er seine Lebenshaltungskosten gedeckt bekommt - kann man da wirklich KEIN Verständnis für haben?

    Mir waren die Reffis mit den hingerotzten Arbeitsblättern übrigens lieber als die mit hochkreativem Schnickschnack, die dafür aber regelmäßig länger krank ausgefallen sind. Weil das eben dauerhaft auch nicht gesund funktioniert. Wer im Ausbildungsunterricht wenig Arbeit in ein Arbeitsblatt investiert, in den UBs gut performed und seinen Alltag ansonsten so gewubbt kriegt, dass noch Luft für Nebenjob oder Freizeit ist, erscheint mir zumindest recht berufsgeeignet 😊

    das ist auch korrekt so, dass Lehrkräfte Vertretungsunterricht machen müssen §13 ADO NRW

    Absolut. Es ist aber fragwürdig, dass es dafür keine Obergrenzen gibt. Und unter dem Gesichtspunkt hält man bezüglich der Parallelaufsichten halt lieber die Füße still als zu riskieren, dass das nicht mehr gemacht wird und man statt dessen noch mehr Bereitschaften aufgebrummt bekommt.

    Vertretungsbereitschaften

    Sind wie Unterricht zu vergüten, zumindest wenn sie die Randstunden betreffen. Ausnahmen bedürfen eines Vertretungskonzeptes, welches in der LKbzu beschließen ist. So zumindest in NRW.

    Spannend, vergütet wurde da nämlich nichts (an keiner Position).

    Die meisten lagen allerdings in Springstunden und da jeder x Bereitschaften leisten musste, wurden die Pläne auch entsprechend gestrickt. Bei einer notwendigen Erhöhung der Bereitschaften hätte man noch längere Pläne bzw. noch mehr Springstunden gehabt.

    Wahrscheinlich sollte man zumindest offiziell auf das Problem hinweisen, um rechtlich aus der Verantwortung zu sein. Machen muss man es dann auf Answeisung ja eh.


    Bei uns war das auch an der Tagesordnung und niemand hat remonstriert. Warum? -> weil es sonst garantiert noch mehr Vertretungsbereitschaften gegeben hätte und eigentlich hatten wir davon bereits mehr als genug im Plan.

    Woher kommt diese Aufsteherei und Rumlauferei eigentlich? Dürfen die Kinder das an der Grundschule?

    Mir ist das bei den 5ern auch oft aufgefallen... Gang zum Waschbecken, um Papierkorb, zum Fach, alles völlig selbstverständlich mitten im Unterricht. Und da kann man sich anfangs auch wirklich den Mund fusselig reden, dass das absolut nicht angesagt ist, die rennen trotzdem bis Weihnachten rum. Ich hätte es jetzt nicht am Elternabend angesprochen, aber irgendwie aufällig ist das ja schon und dass es stört, kann ich ebenfalls nachempfinden 😊

    Ich habe ebenfalls einmal Mehrarbeit zugestimmt und am Ende keinen Cent dafür rausbekommen. Dafür aber 2 Klassenarbeitsdurchgänge für umme auf dem Tisch gehabt, toll war das. Das war allerdings zu Zeiten, als ständig Klassen nach Coronafällen zu Hause blieben (und die Stunden trotz Distanzbeschulung gegengerechnet wurden). Ich wäre mal vorsichtig optimistisch, dass das in Zukunft nicht mehr passieren und man deutlich weniger Ausfall haben wird.

    Bei den aktuellen Preissteigerungen und mitten in Köln ist das Ref finanziell aber wirklich herausfordernd 😕

    Es liegt nicht an den Grundschulen. Das was ich vor 20 Jahren gemacht hätte, kann man heute nicht immer erwarten. Viele Kinder können sich nicht konzentrieren und irgendetwas ohne Fehler abschreiben.

    Ich gebe dir Recht und würde mich von meinem eigenen Satz als GS Lehrerin auch angegriffen fühlen.

    Spannend wäre ja, wie man in den "Kernkompetezen" wieder bessere Ergebnisse erzielen könnte. Wenn ich mein Patenkind sehe, denke ich ja öfters, vielleicht sollte der in der Schule mal weniger basteln und malen und singen und wundersame Projekte machen, sondern einfach mehr Diktate schreiben 🙈 Aber vermutlich ist es komplexer. Und von außen klugscheißt es sich ja eh immer gut.

    Von daher, ich hätte das anders formulieren sollen 😊

    Ich nehme den Satz zurück - ist vielleicht arg wenig wertschätzend gegenüber den GS Kollegen formuliert und möglicherweise unfair (ich kenne die Bedingungen ja nicht, unter denen dort gearbeitet wird).

    Was die Kinder an nicht vorhandenen Schreibfähigkeiten mitgebracht haben, hat allerdings nie aufgehört mich zu entsetzen und kannte ich aus anderen Städten nicht so desaströs. Irgendwas lief da schief.

    Im Abitur ist eine Seite ja blanko, da muss man sich schon anstrengen, dort "aus Versehen" drüberzuschreiben.

    Ich hatte mal mit einem Zweitkorrektor Diskussionen, weil eine Schülerin für ihre letzten paar Sätze wohl keinen neuen Bogen mehr holen wollte und auf den Rand geschrieben hat. Er meinte, streng genommen dürfe man das nicht mehr werten. Wir haben uns im Sinne der Schülerin geeinigt. Ich weiß aber bis heute nicht, ob er rein formell Recht gehabt hätte.

    Keine reiche Elternschaft. Wohl eher "hätt noch immer jot jejange"-Haltung und die Hoffnung, dass schon nichts passieren wird. Ist es zum Glück auch nicht.

    Der Ernstfall wäre allerdings wohl spannend gewesen...

    Ich muss aber dazu sagen, dass es keinen Druck gab, unbedingt mitfahren zu müssen. Es war ein schulisches Angebot unter Offenlegung bekannter Risiken in diesen Zeiten, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich hatte eine Schüerin, die mehrfach komplett alle Spalten des Klausurbogens vollgeschrieben hat. Ohne Rand, in wirrer Reihenfolge. Bei der ersten Klausur hab ich mit Extrablatt korrigiert, bei der zweiten nur noch (ohne Korrekturzeichen) reingekritzelt. Lesbar war da natürlich nix mehr, bestand aber auch offensichtlich kein Interesse dran (es gab keine Nachfragen).

    Freut mich für Dich. Bei mir war es genau andersrum. Einmal auf dne Brettern gestanden, bereits am Idiotenhügel (äh Übungshang) nicht im Pflug stehen können, weil die Ski nicht genug gebremst haben, irgendwie ohne bremsen oder lenken zu können den Hügel runter geschliddert, irgendwann kamen von hinten die Schreie: "Schmeiß dich!" ... und ich habe mich absichtlich auf die Nase gelegt, um irgendwie zum Stoppen zu kommen. Dabei sind dann noch beide Skibindungen aufgegangen und ein wegfliegender Ski hat ein Kind am Kopf getroffen, dank Integralhelm gottseidank folgenlos. Die Anderen fragten mich nur noch, ob ich mal im Zirkus Sarasani angestellt gewesen wäre, wohl weil das "Schmeiß dich" so spektakulär aussah. :daumenrunter:

    Damit war das Thema Alpin-Ski für mich beendet.

    Warum gibt es eigentlich so viele Pauker, die unbedingt Wintersport machen wollen? Warum nicht Windsurfen, Kart-Fahren, Segelfliegen, Fallschirmspringen... ?
    Im Sommer gibt es solche Angebote komischerweise nie, dafür gefühlt an praktisch jeder Schule Wintersport.

    Autsch. Okay. Das klingt weniger nach Spaß.

    Ich war kein sonderlich sportbegeistertes Kind, im Skifahren war ich aber auf Anhieb gut und hab das klasseninterne Abfahrtsrennen gewonnen UND bin sturzfrei durch die gesamte Woche gekommen 😄

    Zum letzten Satz: man kommt ja selbst kaum vernünftig zum Skifahren, weil die Ferien leider nicht im optimalen Zeitkorridor liegen... und weil es da außerdem teuer und brechend voll ist... da kommen Schulskifahften vielleicht ganz gelegen 😊

    Und alle Eltern haben unterschrieben, dass sie mal eben nach Irland fliegen, dort eine Unterkunft für die Zeit der Quarantäne buchen, weil man ja positiv nicht fliegen darf???

    Yes, tatsächlich alle.

    Wüsste auch nicht, wie das anders gehen soll. Dass die eigenen Eltern das Kind in Quarantäne "begleiten", erscheint mir zumindest logischer, als dass es im Zweifelsfall ein Lehrer tun muss.

    Wir konnten damals auch zwischen einer Woche Skifahren oder einer Woche Segeln wählen.

    Teuer und ein bisschen elitär war wohl beides. Aber eben auch etwas, womit man je nach Elternhaus sonst nicht zwingend in Berührung kommt und was ich daher im schulischen Bereich auch nicht grundsätzlich falsch finde.

    Und - wäre das schlimm? Skifahren (alpin) ist nun mal so ziemlich das beschissenste, was man in den Bergen machen kann. Ich bin durchaus der Meinung, dass man das nicht (mehr) fördern sollte.

    Kann man so sehen, ja. Da ist man auf der Grundsatzebene Naturschutz vs. wirtschaftliche Erschließung eines Raumes.


    Die Klausel mit dem Abholen im Coronafall hatten wir übrigens auch für Irland zwei Jahre in Folge drin. Wie soll man es - aus Schulsicht - auch sonst machen? Mit den Schülern ggf. Quarantäne absitzen ist jetzt auch nicht so prickelnd und auch personell schwierig. Alternative ist, dass in diesen Zeiten keine Fahrten stattfinden können.

Werbung