Beiträge von Maylin85

    Ich stimme zu, dass es am Ende wahrscheinlich sehr auf den Amtsarzt ankommt, weil es eben (unverständlicherweise) scheinbar keine einheitlichen Grundlagen gibt. Meine Amtsärztin hat damals ewig lange auf einem Leberwert rumgeritten, der am oberen Spektrum des Normbereichs (!) lag, und mich monatelang Blutbilder erbringen lassen, weil sie sehen wollte, dass der Wert stabil ist. Mein Hausarzt fand das völlig albern und im Endeffekt hat es die Verbeamtung deutlich verzögert. In meinem Bekanntenkreis war ich auch die Einzige, deren Amtsarzt überhaupt Blutbilder erstellt hat.

    Dafür war mein (damals noch deutlich sichtbares) Lipödem bei BMI 27 kein Problem und wurde gar nicht thematisiert. Hierzu muss ich sagen: ich hab mich 2 Jahre später operieren lassen, weil das definitiv perspektivisch zum Problem im Job geworden wäre und ich die Einschränkungen bereits deutlich gemerkt habe.

    Ich hab noch nie eine sanierte Schule betreten dürfen, aber wenn ich so einer Rarität mal begegne. werde ich mal auf die Waschbecken achten 😊

    Grundsätzlich finde ich Waschbecken aber auch ohne Kreidetafel recht sinnvoll. Ob für verschmierte Schokoladenhände, ausgelaufene Füller oder auswurfreiches in-die-Hand-Niesen...

    In meinen Kursen trägt immer noch durchweg mehr als die Hälfte Maske und im Kollegium ebenfalls. Wenn ich hier lese, vermute ich, wir ticken etwas anders als der große Rest 😄 Ich hab die Maske letzte Woche weggelassen, diese Woche bin ich doch wieder zurückgeswitcht.

    Eine Busfahrt mit einem Haufen maskenloser Kinder bei schlechter Belüftung wäre mir extrem unangenehm und ich würde wohl versuchen, nicht mitfahren zu müssen.

    Ich arbeite auch im Ruhrgebiet, allerdings am Gymnasium, und bin auch entsetzt. Sogar an meiner Schule hatte ich anfangs einen kleinen Kulturschock, fand das Niveau wahnsinnig niedrig, die Schüler unfassbar schlecht erzogen und hatte auch nirgends vorher so arge Disziplinprobleme. Wir haben auch ab und an Vandalismus, Schmierereien in den Toiletten, angezündete Briefkästen und Papiertuchhalter, zertretene Glastüren usw., aber das sind Ausnahmen und wenn ich deine Schilderungen lese, weiß ich, was die Kollegen meinen, wenn sie sagen, bei uns sei die Welt doch in Ordnung. Ich weiß auch, dass die örtliche Gesamtschule einen ganz üblen Ruf hat und es dort schlimm zugehen muss.

    Sinnvollen Input habe ich allerdings leider auch keinen. Ich weiß nur, ich könnte so nicht arbeiten und würde alle Hebel in Bewegung setzen, um dort weg zu kommen.

    Ich glaube, ob ich mit vollen Einkaufstaschen zurück zum Auto laufe oder zur Haltestelle, umsteige, und von der Haltestelle nach Hause laufe, käme unterm Strich aufs Gleiche raus.

    Grundsätzlich fahre ich aber auch nicht gerne mit dem Auto in die Innenstadt und allzu oft passiert das nicht.

    Zentral wohnen ist natürlich super.

    Gibt schon noch eine Reihe anderer Gründe:

    • Es stinkt nicht.
    • Du hast einen Sitzplatz.
    • Niemand unterschreitet deine intime Distanz.
    • Du wirst nicht angepöbelt oder angegrabscht.
    • Du musst nicht umsteigen.
    • Wenn du irgendwo wartest, dann im Auto und nicht an einer zugigen Haltestelle.

    + Klimaanlage im Sommer (da fahre ich tatsächlich auch lieber Auto als Fahrrad)

    + mehr Stauraum

    + kurzes Richten vorm Spiegel noch möglich, bevor man am Ziel ankommt 😄

    Ich hab meistens Hunde dabei, das nervt mit Bus und Bahn. Und je nachdem, wo man in der Stadt wohnt, ist die Anbindung auch nicht so supertoll. An meinen beiden Düsseldorfer Wohnorten fuhr der Bus bzw. die Bahn gen Innenstadt nur halbstündig, es ging nicht ohne Umsteigen, die Verbindungen klappten nicht ohne Warterei... kurzm, es war unbequemer und dauerte länger. Und ein flexibler spontaner Abstecher ist mit den Öffis auch nicht drin. Als Bonus findet man sich oft noch in äußerst fragwürdiger Gesellschaft.

    Ich bin dann doch eher Typ Fahrrad, wenn ich alleine unterwegs bin.

    Maylin85

    Und ich wäre dafür, daß wirklich mal konsequent abgeschleppt wird, damit der Verkehr wieder fließen kann und die Umweltverschmutzung dank Dauerstau weg ist.

    Ich stelle mir das so vor, daß der Mitarbeiter/in vom Ordnungsamt gleich mit auf dem Abschleppwagen auf dem Beifahrersitz sitzt. Sobald dann ein Pkw in 2. Reihe gesichtet wird, wird direkt abgeschleppt, es wird nicht erst 30 Minuten auf den Abschlepper gewartet und in den umliegenden Geschäften geguckt… sofort weg!

    Das wäre natürlich auch eine schöne Variante 👍

    Addiert man in Düsseldorf die Fläche der Parker in zweiter Reihe auf, kommt man auf ordentlich Innenstadtparkraum.

    Ich wäre dafür, dass man aus diesen durch die geduldeten Falschparker eh selten befahrbaren zweiten Spuren konsequent Fahrradstraßen macht.

    Schon klar, dass es um das Recht geht. Mich nervts trotzdem. Ich habe ein einziges Mal erlebt, dass Elternvertreter da waren.. und dafür sitzt man abends um 19h in der Schule rum. Absagen, damit die Konferenz auf nach Unterrichtsschluss vorgezogen werden kann, ist ja auch zu viel verlangt. Ich finde es schön, wenn Eltern sich beteiligen möchten, aber wenn man sich schon dafür meldet, sollte man es auch halbwegs ernst nehmen.

    Kann an anderen Schulen aber natürlich anders aussehen.

    In den Fachkonferenzen sitzen Elternvertreter*innen und SuSvertreter*innen beratend

    Wenn sie denn kommen. Praktisch werden diese Konferenzen extra abends angesetzt, um Berufstätigen die Teilnahme zu erleichtern, und man sitzt am Ende doch in den allermeisten Fällen alleine..

    Für NRW: Minusstunden gibt es generell für entfallende Unterrichtsstunden. Egal ob wegen Klassenfahrt oder weil in die Stunde eine Infoveranstaltung fällt oder, wie neulich, weil sturmbedingt die Schule früher endet. Diesem Minuskontingent werden dann Vertretungsstunden gegengerechnet. Bleibt man unterm Strich im Minus, ist das fürs Gehalt allerdings egal und man bekommt natürlich nicht weniger.

    Ich kenne Kolleginnen, die dann etwas hineininterpretieren und die Punkte dafür geben, was die Schülerin gemeint haben könnte. Das finde ich schräg.

    Das ist generell ein interessanter Punkt - bepunkte ich nur, was auch explizit verständlich ausgedrückt ist, oder gebe ich Punkte, wenn ich erahnen kann, was gemeint ist?

    Ein Beispiel aus dem aktuellen Abitur: ich habe für Sätze wie "der tertiäre Sektor steigt an" keine Punkte vergeben, sondern ich erwarte, dass dort sowas steht wie "der Anteil der Beschäftigten im tertiären Sektor nimmt zu" oder "der Anteil des tertiären Sektors am BIP steigt an". Der Kollege, dessen Zweitkorrektur ich hatte, gibt dafür aber Punkte. Unterm Strich führt das zu nicht unerheblichen Notendifferezen, wenn sich dieses schwammige Level einigermaßen konsequent durch Klausuren zieht.

    Und bei komplett sprachlich unverständlichen Abschnitten sehe ich es eigentlich auch nicht als meine Aufgabe, darin nach möglicherweise gemeintem Inhalt zu suchen.

    Bei Schulveranstaltungen habe ich mich bisher überwiegend rausgehalten. Wegen mir müssen die nicht stattfinden - wer das möchte, muss eben auch bereit sein die Mehrarbeit zu investieren, denn zumindest ICH habe dafür keine freien Kapazitäten mehr in der regulären Arbeitszeit dafür übrig.

    Trotzdem ist "freiwillig" natürlich relativ, denn es wird schon ein gewisser Druck zum Mitziehen ausgeübt und es braucht mitunter ein dickes Fell.

    Ich bin ja nicht vom Fach, daher entschuldige bitte, falls der Vorschlag Quatsch ist: Wäre es eine Idee, dass du dir während der inhaltlichen Korrektur von Nr. 1 zu Ausdruck und Wortschatz Notizen oder Kreuzchen auf einem Bewertungsraster machst, sodass du am Ende nicht alles nochmal auf die sprachlichen Aspekte hin durchlesen musst, sondern diese Notizen heranziehen kannst? Auf diese Weise könntest du trotzdem aufgabenweise korrigieren, musst aber am Ende nicht alles nochmal durchlesen.

    Ja, das ginge natürlich. Wenn ich aber auch noch anfange Zwischennotizen zu machen, dauert es vermutlich unterm Strich insgesamt länger. Müsste man mal ausprobieren.


    yestoerty

    Spannend. Dass auf Deutsch gefragt, habe ich auch noch nie gehört.

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