Beiträge von Maylin85

    Ist das jetzt ein ernstgemeinter Vergleich?

    Jein. Beides hat man sich irgendwann mal aus irgendwelchen Motiven angeschafft, beides sollte einem auch einen gewissen finanziellen Aufwand wert sein. Mich befremdet ganz ernsthaft die Anspruchshaltung, die viele Familien an den Tag legen. Kaum irgendwo gibt es so viele Zuschüsse, Erleichterungen und Subventionen für Kinder und Eltern, wie in Deutschland. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch okay, aber das Rundumsorglospaket zu fordern, finde ich schon irgendwo auch vermessen.

    Es wird halt häufig übersehen, dass Kinder kein Hobby für Besserverdiener sind, sondern die Stütze unseres gesellschaftlichen Lebens. Ohne Kinder fällt der ganze Laden über kurz oder lang in sich zusammen.

    Gewagte These auf einem überbevölkerten Planeten und angesichts von Prognosen, die bei fortschreitender Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Automatisierung den Wegfall eines signifikanten Teils von Arbeitsplätzen prophezeihen.

    Kinder sind kein sozialer Imperativ, sondern letztlich SIND sie ein Hobby.

    Mich befremdet die Diskussion. Ich zahle allein 600€ für Hundebetreuung; wieso ist bei Eltern die Bereitschaft so gering, für adequate Betreuung zu bezahlen? Für das, was man dort im Gegenzug an qualifizierter Leistung bekommt, meist noch inklusive Mittagessen, scheinen mir die Beiträge überwiegend doch recht moderat.

    Und nein, ich finde auch nicht, dass so etwas kostenlos sein muss. Kinderbetreuung wird doch bereits jetzt sehr großzügig bezuschusst... irgendwo muss auch mal gut sein. Die Entscheidung für Kinder trifft man ja bestenfalls bewusst und rechnet vorher hoffentlich mal durch, was finanziell passt und was nicht.

    Mag sein. Ist trotzdem insgesamt ein Aufschlag, mit dem man schon wieder andere Möglichkeiten hat und der mehr Spielraum ermöglicht. Klar kriegt man vermutlich keinen Komplettausgleich der Mehrkosten.. aber dafür wohnt man halt auch wieder in Düsseldorf und nicht in Solingen, das hat ja auch einen gewissen Gegenwert..


    ...soll der Nachwuchs sich halt ein Zimmer teilen 😁


    Im Grunde stimme ich meiner Vorrednerin Maylin zu, aber das obige Zitat ist ja wohl eine der meistgebrachten "Entschuldigungen" für sexualisierte Grenzüberschreitung.

    Das stimmt, aber sie singen diese Zeilen immerhin im Duett - interpretiere ich so, als dass hier gegenseitige Anziehung vorliegt und nicht "nur" die Frau durch ihren Hauch von Nichts verführt.

    Ich kann die Gedankengänge und Assoziationen rein bezogen auf den Text aber grundsätzlich verstehen, so ist es nicht 😊 Die Art der Inszinierung und der Gesamtkontext machen es für mich zur angegebenen Thematik aber etwas unpassend...

    An Chilis Gedankengang ist schon was dran. Bestes Beispiel meine Schwester und ihr Mann (Lehrer): Dienstort in Mietstufe IV, Wohnort war bis letzten Monat in einem Stufe VI-Gebiet. Nachdem jetzt Nachwuchs da ist, sind sie gerade frisch in Stufe III umgezogen, überlegen aber, sich jetzt mit dem Zuschlag zurück gen Stufe VI-Wohnort zu orientieren.

    Und zum Auslandsjahr: sie wohnt ja nicht bei dir im Haus. Mich würde interessieren, ob Menschen, die im Haus der Eltern wohnen, seltener für längere Zeit ins Ausland gehen. Ich weiß es nicht, es war nur ein Gedanke.

    Ich habe auf mein Auslandssemester letztlich verzichtet, WEIL ich eine eigene Wohnung hatte. Untervermieten konnte ich mir absolut nicht vorstellen (fremde Leute in meinen Sachen... meh) und parallel die Kosten fürs Ausland stemmen und meine Wohnung ungenutzt weiterlaufen zu lassen, war finanziell schlicht nicht drin.

    Hätte ich noch zu Hause gewohnt, wäre das alles gar kein Thema gewesen. Aber so vorausschauend war ich beim Auszug leider nicht.

    April 2020. Allerdings war das Angebot auch extrem gut und die Verkäufer hatten Zeitdruck und wollten nur möglichst schnell und ohne Minus raus, also gab es kein Bieterverfahren oder dergleich. In der Nachbarschaft ist was Vergleichbares mit schlechterer Ausstattung vor ein paar Monaten zu einem höheren Preis inseriert gewesen und letztlich auch verkauft worden. Für den Ratingen-West-Finanzrahmen würde man hier aber trotzdem was finden.

    Meine allererste Wohnung war in einem 7-Etagen-Hochhaus ganz oben (ich weiß, da gibt es noch ganz andere Dimensionen) und die Wohnung an sich war super - geräumig, groß, immer hell, Sonne bis spätabends, niemand kann reingucken... hab da grundsätzlich gerne gewohnt. Aber auch mit "nur" 21 Parteien war es für mich schon teilweise anstrengend mit den ganzen Nachbarn, denen man ständig begegnet. Die Krux an Hochhäusern sind halt die vielen Mitbewohner auf engem Raum. Muss man mögen.

    Ich hab übrigens gerade mal spaßhalber geschaut, was eine Wohnung in Ratingen-West so kosten würde (Hochhaussiedlung, eher als Brennpunkt verschrien und schön ist anders, aber verkehrsgünstig zu Düsseldorf gelegen). Hui. Ich hab für mein kleines Häuschen mit Garten ein paar Kilometer weiter nördlich im Ruhrgebiet ca. 25% weniger bezahlt als man dort für 2 oder 3-Zimmer-Wohnungen (quasi kein Preisunterschied übrigens) hinblättern müsste. So supergünstig finde ich das jetzt nicht...

    Ich zweifel mal an, das es für Singles so viel einfacher ist, bezahlbaren Wohnraum in passender Größe zu finden. Mit zwei Zimmern kommt man in unserem Job nicht gut hin, bei drei Zimmern hat man direkt Quadratmeterzahlen, die man eigentlich nicht bräuchte (da auf die 1-Kind-Familie ausgelegt), aber halt dann trotzdem nehmen und bezahlen muss.

    Würde der Dienstherr generell (=für alle) im Gehalt einen mietniveauabhängigen Teil verankern, würde ich das okay finden, denn dann würde man allgemein anerkennen, dass angemessene Alimentation auch Lebenshaltungskosten berücksichtigen muss. Mir erschließt sich allerdings nicht, wieso dieser Faktor ausschließlich in den Zuschlägen berücksichtigt werden soll. Erscheint mir ein wenig arg einseitig Lebenswirklichkeiten berücksichtigend.

    Wir hatten 7 positive Selbsttests heute und zwei meiner Schüler haben sich schon vorher per Mail als positiv abgemeldet. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

    Was mich ärgert, sind Reiserückkehrer-Quarantänen, durch die Klausuren verpasst werden. Die Eltern argumentieren, bei den wöchentlich wechselnden Einreisebestimmungen sei das nicht absehbar gewesen, ich sehe das bei Reisezielen wie der Türkei anders. Wenn man da unbedingt hin muss und und dann erst Sonntag vor Schulbeginn zurückkommt, ist das halt irgendwieschon fragwürdig. Wie gehen andere Schulen damit um? Werden die Fehlstunden entschuldigt? Dürfen die Schüler nachschreiben? Müssen sie distanzbeschult werden?

    Dann scheint es regional sehr unterschiedlich zu sein.

    Ich bin Mitte Dezember an einem Sonntag abends gegen 18.30h spontan geboostert worden, nachdem eine Arztpraxis im Netzwerk der Stadt bei fb um kurz vor 18h online gepostet hatte, dass sie noch Restbestände haben. Solche Angebote lese ich hier quasi täglich. Mehrfach. Dazu gibt es Impfbusse, Impfzelte, Imofcontainer, Impfaktionen in Einkaufszentren oder Arenen... also wer möchte, der kriegt auch kurzfrsitig eine.

    Gibt es das tatsächlich, dass Leute noch auf den Booster warten? Hier gibt es derart viele niederschwellige Angebote, dass man eigentlich täglich spontan irgendwo aufschlagen und sich boostern lassen könnte.

    Ich finde es bei sehr betagten Leuten nicht verwerflich, individuell eine Entscheidung für eine zeitige Viertimpfung zu treffen. Kaputt machen wird man damit nichts und angesichts der recht kurzen Wirkungsdauer der Impfung und derTatsache, dass sich bei älteren Menschen sowieso eine schlechtere Wirksamkeit zeigt, finde ich den Wunsch nach einem zeitigen Nachimpfen völlig legitim.

    Okay, diese Mittagessenslogistik ist dann wohl komplexer, als ich sie mir vorgestellt habe. Wir haben keinen Mensabetrieb. Dass das so viele Stunden bindet, war mir nicht klar.

    Ich finde das trotzdem sehr unglücklich und meine, dass die übergeordneten Stellen dafür Lösungen finden müssten.


    Das Kurssystem mit der entsprechenden Durchmischung findet bei uns leider auch statt.

    Richtig, dann müsste die Schule eine Aufsicht abstellen (oder vielleicht lässt sich sowas auch über OGS oder dergleichen abdecken). Finde ich unter Pandemiebedingungen jetzt nicht soooo unzumutbar, aber kenne die Rahmenbedingungen bei euch natürlich nicht. So oder so würde ich - mal aus Elternsicht gedacht - erwarten, dass für solche high risk Situationen ein Plan B existiert, falls ich mein Kind so etwas nicht aussetzen möchte.

    Schwierig alles.

Werbung