Beiträge von Maylin85

    Dann können die verursachenden Eltern ja gerne mit ihren Kindern nacharbeiten.

    Ich handhabe es genauso. Seit die Quarantäne vermeidbar ist, beschule ich die Betroffenen auch nicht mehr gesondert. Sie sind - wie im ganz normalen Krankheitsfall - angehalten, sich durch die Mitschüler mit Material versorgen und informieren zu lassen. Rückfragen beantworte ich gerne, aber nur noch während der Schulzeit. Von zu Hause schaue ich nicht mehr in die Lernplattform rein.

    Ich blicke neidvoll zu euch rüber. Bei uns wird und wurde alles in obligatorischer Präsenz durchgeführt - Tag der offenen Tür, Konferenzen, alles. Beim Praktikum gab es dieses Mal erstaundlich wenig Probleme und es gab insgesamt nur 3 Schüler, die keinen Platz gefunden haben. Mir scheint, die Betriebe öffnen sich zunehmend wieder.

    Also ich gehe ganz normal im Stoff weiter. Es sind ja nicht immer die gleichen Schüler, die fehlen, sondern sie rotieren durch - wenn sie nun nacheinander mal 2 Wochen ausfallen, ist das auch nicht anders, als bei anderen Krankheitswellen. Sie müssen sich den Stoff dann bitte in gleicher Weise besorgen und nacharbeiten, wie es sonst auch immer war.

    Bei uns wütet es aber zum Glück auch noch nicht im Kollegium, sondern beschränkt sich auf die Schülerschaft. Bei Personalverknappung sind die Zustände sicher anders.

    Wir testen die gesamte Schule seit den Ferien vorsorglich täglich. Finde ich auch gut so. In den stark betroffenen Klassen/Jahrgangsstufen scheint der Peak aber durch zu sein - ich hatte heute tatsächlich einen vollständig anwesenden Oberstufenkurs. Gab es seit Wochen nicht...

    Gerade mal bei LEO geschaut: in ganz NRW sind aktuell nur 181 Stellen für sämtliche Fächer und Schulformen ausgeschrieben. Stellenausschreibungen erfolgen immer zyklisch zu bestimmten Terminen und aktuell sind wir eben außerhalb des Haupteinstellungskorridors. Darauf würde ich erstmal nichts geben.

    Unabhängig davon kenne ich Spanisch aber auch eher am Gymnasium und in der Sek II. Würde die angestrebte Schulform noch einmal überdenken.

    Das Raster für Englisch ist extrem fragwürdig, finde ich. Kategorien wie "löst sich vom Ausgangstext und formuliert eigenständig" machen mir jedes Mal das Problem, dass man jemandem, der keinen gerade Satz raus bekommt, aber dabei wenigstens nicht wortgenau aus dem Originaltext übernimmt, konsequenterweise eigentlich Punkte geben müsste. Und ich frage mich jedes Mal, wofür eigentlich.. habe daher auch das Problem, dass selbst die (sprachlich wie inhaltlich) grottigsten Klausuren am Ende immer noch im Ergebnis bei 5 oder 6 Punkten rauskommen.

    Naja, ich kreuze den EWH durch (und ja, den schreibe ich sehr detailliert) und dabei kommt halt die entsprechende Note raus. Wobei ich dazu sagen muss, dass der Ausschlag für 14 oder 15 Punkte bei mir noch nie in den Inhaltskategorien gefallen ist, sondern die Punkte (sowohl in der Fremdsprache als auch im deutschsprachigen Sachfach) beim Kriterium Sprache/Sprachrichtigkeit verloren werden.

    Wenn jemand im Schriftlichen immer 14 Punkte und in der Sonstigen Mitarbeit 15 Punkte hat, kann man die 15 auch ohne irgendwelche Zögerlichkeiten geben.

    SoMi und Schriftlich sollen ja in etwa zur Hälfte einfließen. Die Bedingung „15 Punkte in mindestens einer Klausur“ ist demnach nicht wirklich in Ordnung.

    Ich hatte genau den Fall dieses Jahr (schriftlich 2x 14 Punkte, mündlich 2x 15) und für mich war klar, ich gebe 15 Punkte nur dann, wenn sie auch in mindestens einer Klausur erreicht wurden. 15 Punkte bescheinigen eine derart exzellente Gesamtleistung, dass diese Topleitung - für mich - auch in allen Teilbereichen mal erbracht werden musste, um gerechtfertigterweise so auf dem Zeugnis zu landen.


    Dieses Verhalten verantwortet jeder einzelne Kollege mit, bei dem die Notenskala grundsätzlich nur bis 3 geht. Ich reibe mir bei Zeugniskonferenzen auch jedes Mal die Augen, was dort so rausgehauen wird...

    Bei Notenbessprechungen teile ich Notendefinitionen aus (fachspezifisch ausdifferenziert) und möchte dann erstmal eine begründete Selbsteinschätzung haben. Wer sich bei 14 oder 15 Punkten sieht, kann das ja hoffentlich auch entsprechend erläutern (gilt natürlich genauso für 8 und alles andere).

    Was spricht gegen Verdichtung? Da würde ich einmal hierauf verweisen. Und dann ist es einfach persönlicher Geschmack meinerseits.

    Okay, persönlicher Geschmack kann ich nachvollziehen. Ich finde beschaulichere Innenstädte und niedrigere Geschosshöhen subjektiv auch schöner. Ich halte es trotzdem nicht für zeitgemäß, vor allem auch in Bezug auf sinnvolle Flächennutzung. Je kompakter und dichter die Städte, desto weniger urban sprawl, Flächenversiegelung ins Umland, Pendlerströme, etc.

    In deutschen Städten haben wir z.B. noch viel Verdichtungspotential in innerstädtischen Industriebrachen, die sich für entsprechende Konversationsprojekte eignen (wird ja auch schon vielerorts gemacht).

    Ich bin ehrlich, ich weiß nicht, wie man das Problem lösen sollte, da ich gegen Verdichtung, aber auch gegen irgendwelche Quotenregelung bin.

    Was spricht gegen Verdichtung? Ich halte Verdichtung für die deutlich bessere Option als weitere Flächenexpansion mit noch ausgeprägterer Flächenversieglung und Druck auf unsere eh schon sehr belasteten Verkehrssysteme. Ein komptakter, verdichteter Siedlungskörper ist in modernen Ansätzen der Stadtplanung durchaus etwas Anstrebenswertes.

    Man könnte auch erheblich mehr Wohnraum schaffen, wenn man vorhandene Gebäude (wo möglich) aufstockt und Neubauten generell mehretagig als bisher plant. Nicht als Hochhaussiedlung irgendwo am Stadtrand, sondern insbesondere auch Innenstadtwohnblocks.

    ...und da auch Busfahrer und Krankenschwester irgendwo wohnen müssen, wäre ich dafür, bei Neubau- oder Konversationsprojekten eine Sozialraumwohnungsquote oder zumindest eine Quote für Wohnungen mit gedeckelten Mieten festzulegen. Dass das für Investoren zunächst mal unattraktiver ist, mag gerne sein, wäre es aber flächendeckender Standard, würde man sich vermutlich trotzdem damit arrangieren, sofern damit immer noch Gewinne eingefahren werden. Auch mit kleineren Margen.

    Wir reden hier von Kindern. Kindern! Denen man erst recht nach zwei Jahren mit Verständnis begegnen sollte!

    Wie verbittert muss man sein, um das Nachhauseschicken derart gutzuheisen? Du tust mir wirklich leid.

    Oh bitte. Erzähl mir nicht, dass Kinder, die seit 2 Jahre täglich daran erinnert werden müssen ihre Maske gescheit zu tragen, das aus Gründen des Vergessens tun. Zumindest ich erinnere immer wieder die gleichen Kandidaten daran... die überwiegende Mehrheit kriegt es problemlos hin. Das Maskentragen sollte inzwischen wohl zur Routine gehören und wo sie immer noch falsch sitzt, ist das entweder bewusst so oder zeugt von einer Nachlässigkeit, der man ruhig mal mit erziehrischem Nachhauseschicken begegnen kann. Meine ich. Insbesondere - wie im geschilderten Fall - wenn es schon 2 Erinnerungen gab.

    Naja. Nach 2 Jahren Pandemie könnte man aber durchaus zu dem Schluss kommen, dass die "Erziehung" offensichtlich nicht funktioniert und dass das angebliche Vergessen vermutlich eine etwas lahme Ausrede ist. Ich finde es super, dass es anscheinend Schulen gibt, wo man sich nicht mehr verarschen lässt und die Kinder konsequent nach Hause schickt.

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