Okay - ich dachte, dass man sich um eine sinnvolle Heranführung bemüht und Transparenz hinsichtlich der Erwartungen herstellt, wäre klar
Allerdings passiert das halt (bei mir) halt recht zügig in den ersten 2-3 Stunden und wochenlanges "Ankommenlassen" finde ich nicht notwendig oder zielführend.
Beiträge von Maylin85
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Palim, sorry, aber meinst du, ich lasse die Kinder komplett unvorbereitet ins offene Messer laufen? Wir thematisieren (meist direkt in der zweiten Unterrichtsstunde) natürlich Vokabellernstrategien, basteln Vokabelkarteikästen usw. und ich erkläre auch, was ein Vokabeltest ist und wie das Ganze funktioniert. Dass sie das von der Grundschule nicht kennen, davon gehe ich aus. Die drei schlechtesten Vokabeltestnoten im Halbjahr sind Streichergebnisse, von daher ist es auch okay, wenn sie 1-2 Wochen brauchen, um sich einzufinden. Aber genau WEIL sie das alles noch nicht kennen, finde ich halt wichtig, direkt ganz am Anfang damit loszulegen.
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Wir nutzen das Videokonferenztool einer Lernplattform. Die Eltern mussten unterschreiben, dass sie bei Nutzung und Anmeldung auch mit Videokonferenzen und ggf. gestreamtem Unterricht einverstanden erklären (wobei es jetzt glücklicherweise keine Quertreiber gab). Es gibt Überlegungen, ob man das direkt in den Schulvertrag mit aufnehmen könnte, der bei der Anmeldung geschlossen wird. Somit hätte man nicht das Problem, vor jeder einzelnen Stunde neue Einverständniserklärungen einholen zu müssen.
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Es ist ja keine Fixierung und auch nicht so, als würden wir nichts anderes machen. Ich finde auch wichtig, mit den Kindern über Strategien zum erfolgreichen Vokabellernen zu sprechen und die schlechte Note nicht einfach so stehen zu lassen. Die meisten haben den Dreh recht schnell raus - ich denke, der Hauptknackpunkt ist erst einmal tatsächlich die Umstellung auf diese Art des Lernens, die sie von der Grundschule nicht so gewohnt sind.
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Das macht man doch sowieso. Aber gerade, wenn es neben dem Erfassen der semantischen Bedeutung auch um das Erlernen der richtigen Schreibweise geht, finde ich Vokabeltests bisher unangefochen effektiv. In anderen Formaten liegt der Fokus (für mich) einfach zu wenig auf korrekter Rechtschreibung - insbesondere, weil die Kinder auch oft mit einem (latenten) mindset kommen, dass dieser Aspekt von Sprache nicht so wichtig it. Ist er aber.
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Klar kann man mit einer 3 zufrieden sein. Aber wir legen hier ja gerade Grundlagen und wenn bereits hier nur ein Befriedigend rausspringt, ganz am Anfang der Laufbahn, finde ich persönlich das etwas mau. Letztlich muss man alles, was nicht direkt vernünftig gelernt wird, zu einem späteren Zeitpunkt mühsam aufarbeiten oder schleppt die Defizite halt weiter durch. Ich sehe ehrlich gesagt wenig Sinn darin, nicht direkt ein sorgfältiges Lernen anzustreben. Das funktioniert übrigens bei den meisten dann auch recht schnell, denn Vokabeln korrekt zu lernen ist ja nun auch keine kognitive Höchstleistung, sondern einfach eine Fleißaufgabe.
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Hier auch. 31er bei den Kleinen plus IVK-Schüler, die temporär stundenweise dazustoßen. Dann liegt man bei 33-34 pro Raum.
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Hatte ich anfangs mal so gemacht. Dann sind die aber mit ihrer 3 zufrieden und lernen nicht gescheit. Einen halben Punkt gebe ich, wenn ein Apostroph oder sowas nicht oder falsch gesetzt wurde oder wenn eine Phrase mit Satzzeichen am Ende kein Satzzeichen hat, aber nicht für klassische Rechtschreibfehler.
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Ich vergebe bei Rechtschreibfehlern immerhin noch einen halben Punkt, sofern das Wort noch deutlich zu erkennen ist.
In Klassenarbeiten mache ich das auch. In Vokabeltests, wo es ja explizit um das korrekte Lernen und Hinschreiben von Wörtern geht, finde ich halbe Fehler nicht so richtig angemessen. Ein Wort ist entweder richtig oder falsch, halbrichtig gibt es halt nicht.
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Merkwürdig! In Niedersachsen ist nämlich genau das jetzt vorgesehen.
Zitat aus dem "Ministerbrief" von heute: "Für Schulen in Landkreisen bzw. in kreisfreien Städten mit einem Inzidenzwert von über 200 gilt ab dem 01.12.2020:... Schulen der Sekundarbereiche I und II wechseln ab Jahrgang 7 automatisch ins Szenario B. Dies gilt für die Dauer der Überschreitung des Wertes von 200, mindestens aber für 14 Tage. Der Wechsel zurück ins Szenario A erfolgt erst, wenn der Wert für mindestens drei Tage wieder die 200 unterschreitet...."
("Szenario B" = Wechselunterricht)
Im Prinzip ist es in NRW so formuliert, dass die Hürden möglichst hoch liegen. Kann man an der konkreten Schule kein erhöhtes Infektionsgeschehen nachweisen, interessiert die Gesamtinzidenz auch nicht, denn dann gibts trotzdem kein Hybridsystem. Ich finde das extrem bodenlos angesichts dessen, dass bei uns die Mitschüler infizierter Schüler schon lange gar nicht mehr getestet werden, sofern sie selbst keine Symptome haben. Unser tatsächliches Infektionsgeschehen kennt faktisch niemand.
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Ja.. gerade WEIL sie im Deutschen so katastrophal schreiben, ist mir wichtig, es im Englischen von Anfang an anders anzugehen. Ich streiche mittlerweile auch die deutschen Fehler an (bei Tests, die in beide Richtungen gehen) und lasse sie verbessern. In der Mittelstufe schreiben viele unserer Schüler ein rechtschreibfehlerfreieres Englisch als Deutsch, das ist wirklich erschreckend.
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Wir hatten zusätzlich noch Kakaokassendienst, also das Geld einsammeln und Liste abhaken, wer bezahlt hat

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Hier ist Schwarzwald und wir halten es nicht sooo lange aus.
Ok, das ist vermutlich nochmal etwas kälter. Unsere Schüler sind inzwischen gut ausgestattet mit Decken, Tee, Handschuhen etc., das geht noch einigermaßen.
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Wir lüften immer noch fast durchgehend und machen nur zwischendurch mal 10 Minuten zu, wenn es allzu arg wird. Mir wäre bei nur alle 20 Minuten Stoßlüften auch absolut nicht wohl und ich bin froh, dass die Schüler noch so klaglos mitziehen. Spaß macht es allerdings nicht.
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Oder muss sich die Schule vielleicht umstellen? Vielleicht gibt man den 10-jährigen (!) ein paar Wochen mehr Zeit für die Umstellung auf neue Lehrer, Mitschüler, Stundentafel, etc, ehe man sie ab Woche 2 mit 5en bombardiert?
Nein. Das sind am Anfang irgendwas um 20 Wörter pro Woche, die sind zumutbar. Die schlechten Noten ergeben sich daraus, dass ich nur richtig oder falsch werte - sprich, ob das Wort einen Rechtschreibfehler hat oder überhaupt gar nicht gewusst wurde, macht keinen Unterschied und gibt beides 0 Punkte. In den ersten Tests lernen die Kinder einfach noch wahnsinnig schlampig und meinen es reicht, wenn ersichtlich ist, dass sie das richtige Wort meinen. Mir ist aber wichtig, dass sie von Anfang an sorgfältig schreiben. Auch wenn das vermutlich nicht ihren Erfahrungswerten aus der Grundschule entspricht. Fange ich damit erst verspätet an, weil sie erst "ankommen müssen", müssen sie hinterher doppelt lernen.
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Und wenn jeder Fachlehrer so das Tempo anzieht, fehlt meiner Meinung nach eben der Übergang. Nur um den geht es mir bei der Diskussion. Dass das Gymnasium kein Ponyhof ist, ist mir schon klar. Ich bereite meine Schüler auch aufs Abitur vor und singe und male dabei nicht.
Ich finde das aber notwendig. In meiner letzten 5. Klassen hatte ich in den ersten 3 Vokabeltests 1/3 5en, weil die Kinder nicht gewohnt waren sich hinzusetzen und richtig zu lernen (inklusive korrektem Schriftbild). Das ist aber nunmal gerade am Anfang superwichtig, sonst sind sie ruckzuck abgehangen bevor wir überhaupt richtig angefangen haben. Die frühen Noten waren auch für die Eltern ein klares Signal, dass es so nicht funktioniert und sie sich umstellen müssen.
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Ich streame recht bedenkenlos in der Oberstufe, weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass da noch Eltern im Hintergrund sitzen, die Interesse an meinem Unterricht haben könnten. In der Unter- und Mittelstufe streame ich nicht, da es dort eben durchaus anders sein könnte und mir das unangenehm ist. Man muss halt einen individuellen Umgang finden, mit dem man sich wohl fühlt.
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Das Vorwissen aus der Grundschule ist ehrlich gesagt so marginal, dass es da nicht viel zusammenzufassen gibt. Die Kinder können ein paar Vokabeln zu bestimmten Wortfeldern, was auch schön ist, wo aber meist noch das Schriftbild zu fehlt. Dazu ein paar Phrasen, die man mal kurz wiederholen kann, die aber bereits für die allererste Unit eigentlich weder zielführend noch ausreichend sind. Man fängt sowieso bei null an, von daher finde ich diese Anknüpfungsseiten (wo ein paar Farben oder Tierbezeichnungen oder dergleichen wiederholt werden) nicht besonders sinnig und eher Zeitverschwendung. Klasse 5 ist in Englisch so überladen (ich hab noch NIE das Buch durchgeschafft und musste immer einen Teil mit in die 6 nehmen), dass ich gerade am Anfang zügig vorwärts kommen möchte. Malen und singen - finde ich nach der Grundschule im Fachunterricht jetzt auch nicht mehr so angebracht, kostet unverhältnismäßig viel Zeit ohne viel Lernzuwachs, und ist auch nicht mein Ding. Ich persönlich fange in Woche 2 mit wöchentlichen Vokabeltests an und erwarte auch, dass Kinder mit Gymnasialempfehlung mit halbwegs zügigem Lerntempo klarkommen.
Der Kollege hat es vielleicht nicht sehr diplomatisch ausgedrückt, aber mit der Grundaussage hat er zumindest nicht Unrecht. -
Ok, WLAN und Gerät (privat oder halt schulisch) braucht man natürlich. Unser WLAN deckt inzwischen fast alle Räume ab und notfalls hätte die Schule auch ein paar Bestandsgeräte, mit denen man arbeiten könnte. Die meisten nutzen private Geräte. Da ich die auch sonst nutze, ist ausgerechnet diese Situation jetzt keine Stelle, an der ich ein Fass aufmachen würde.
Ich hätte mir Hybridunterricht ab Klasse 7 (kein Betreuungsargument mehr) gewünscht, weil es einfach die verantwortungsvollere Variante im Hinblick auf den Gesundheitsschutz vor Ort wäre. Man hätte es zumindest den Schulen mit den passenden Möglichkeiten und einem Klientel, dem man diese Unterrichtsform zutraut, freistellen können.
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Wir streamen bereits seit Ende August auf freiwilliger Basis für die Quarantäneschüler und es funktioniert gut. Wer das nicht möchte, muss halt Aufgaben und Unterrichtsergebnisse bereitstellen und für den Schüler per Telefon- oder Videosprechstunde erreichbar sein. Viele empfinden Streamen als den geringeren Aufwand und die Schüler loggen sich auch gerne dazu.
Ich finde das in der Praxis alles unkomplierter als im Vorfeld angenommen. Es braucht auch keine große technische Ausstattung, sondern mein iPad ohne extra Kamera oder Mikro reicht anscheinend aus, um den Ton ausreichend zu übertragen.
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