Beiträge von Maylin85

    Dafür muss aber erst mal Virus von irgendwo kommen, damit er auf einer grossen Feier vermehrt werden kann.

    In NRW spielt hier der Heimattourismus der vielen Migranten keine unwesentliche Rolle, denke ich. Der erste Coronafall in unserer Schülerschaft war direkt in der ersten Schulwoche nach den Sommerferien jemand, der bei den Großeltern im Kosovo war. Bei Fall Nr. 2 hat der Vater das Virus aus Serbien mitgebracht.

    Ich glaube nicht, dass der Grenzverkehr hier im westlichen Ruhrgebiet und Rheinland das Problem ist. Es gab zwar Einkaufstourismus in die Niederlande, aber unsere Hotspots hier waren soweit bekannt überwiegend private Feiern und insbesondere Großhochzeiten. In Duisburg sind die Stadtteile mit den höchsten Zahlen z.B. Marxloh und Hochfeld. Dass man dort zuvor viel in die Niederlande gereist ist, bezweifel ich^^

    Inwiefern die Einstellung der Heizung relevant ist, erschließt sich mir auch nicht. Ob die voll an ist oder nicht, veeinflusst höchstens die Raumtemperatur, aber nicht die Aerosolkonzentration.

    Ehrlich gesagt liest sich das für mich insgesamt aber auch alles etwas drüber. Will ich lüften, dann lüfte ich. Zumindest, bis irgendwo eine Verordnung herauskommt, die mir das ganz klar verbietet. Damit ist das Thema für mich eigentlich erledigt und was die Kollegen vorber oder nachher machen, ist mir relativ wumpe.

    Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und lebe auch nicht mit Zugehörigen zu eben jener zusammen, ich möchte mich trotzdem nicht anstecken und fühle mich an der Schule derzeit nur begrenzt wohl. In der beschriebenen Situation möchte ich nicht stecken, das klingt sehr belastend.

    Was man machen kann: FFP2 oder FFP3 Masken und möglichst am geöffneten Fenster stehen bleiben. Schüler auf Abstand halten. Mehr Möglichkeiten sehe ich nicht.

    Bei uns ist in Sachen Ausstattung bisher auch exakt nichts passiert. Allerdings haben wir das Glück, dass die meisten Schüler nach eigenen Angaben ausreichend ausgestattet sind und es inzwischen auch eine funktionierende Lernplattform gibt, die sich bei den Quarantäneschülern bereits im Großen und Ganzen bewährt. Fortbildungstag dazu gab es ebenfalls schon, insofern wären wir startklar und könnten recht nahtlos ins Distanzformat wechseln, denke ich. Zumindest bei den höheren Jahrgängen könnte das bei steigenden Zahlen ja durchaus sinnvoll sein.

    Stimmt, man könnte es auch noch simpler formulieren: der Lehrer ist Erklärer von Sachen, der Rechtsanwalt so Berater mit Gesetzen und der Onkel Dokter ist Verschreiber von Medizin.

    Was sollen eigentlich die Kolleg*innen an den Geistigbehindertenschulen sagen? Oder Psychiaterinnen? Oder Verhaltensbiologen, die Kakadus beim Rätsellösen beobachten? Haben die alle nicht richtig studiert, weil diejenigen, mit denen sie arbeiten, keine intellektuell ebenbürtigen Gesprächspartner sind?

    Ich habe nie gesagt, wir hätten "nicht richtig studiert". Wo liest du das raus? Aber dass das Studium eben je nach Fachrichtung nicht mit reinen Vollstudiengängen mithalten kann, ist nunmal Tatsache. Und dass wir keine Vollpädagogen sind ebenfalls, wobei ich mitgehe, dass das je nach Schulart sicherlich unterschiedlich aussehen kann. Dass wir interdisziplinär ausgerichtet einen auf die Schule und die Tätigkeit abgestimmten Mix studiert haben, streite ich weder ab noch finde ich das falsch oder in der Gesamtheit geringwertiger.

    Ich hab da keine Meinung zu. Wenn es infektionstechnisch Sinn macht und dafür alle Abschlussprüfungen ebenfalls entsprechend nach hinten rücken, sehe ich kein Problem. Die ganze Urlaubsthematik kann hier ja nicht ernsthaft ein Argument sein, wenn es darum geht, die Problematik Corona und Winter in den Schulen zu entschärfen.

    Allerdings wird das die Problamatik ja nicht lösen, sondern nur verschieben. Richtig kalt wird es auch im Februar noch.

    Natürlich sind wir keine Pädagogen. Meine Schwester hat Pädagogik als Vollstudium absolviert und da kommen wir im Lehramt über die absolut basalen Grundlagen natürlich nicht hinaus. Müss(t)en wir aber auch gar nicht - wenn Schulen mit vernünftigen multiprofessionellen Teams ausgestattet wären, in denen dieser Bereich durch Fachkräfte abgedeckt wird. Ich sehe uns als Vermittler von Fachwissen, die im Zuge dessen aufgrund der Zielgruppe zwangweise auch pädagogisch einwirken. Aber wir sind weder Pädagogen noch ist unser Bildungsauftrag unter den gegebenen Rahmenbedingungen immer mit eigentlich pädagogisch verantwortungsvollem und sinnigem Handeln vereinbar.

    Grundlagen in Didaktik machen natürlich Sinn, hier sehe ich es allerdings auch so, dass das bis zum Eintritt ins Ref überwiegend totes Wissen ist, das im Studium selbst erstmal wenig Relevanz hat. Im Referendariat hat mir der Ordner mit dem Didaktikkram aus der Uni dann allerdings doch recht gute Dienste getan.

    Je nach Entwicklung der Fallzahlen ziehe ich den Distanzunterricht dem erhöhten Infektionsrisiko am Arbeitsplatz definitiv vor. Und übrigens auch dem ständigen zeitintensiven Parallelismus von Präsenz- und Distanzunterricht, denn hier sind ja seit Wochen ständig Schüler in Quarantäne.

    Was bringt es denn, massenhaft zu testen? Explodierende Zahlen, Panik, strengere Maßnahmen, aber auch nicht mehr Erkrankte. Wem ist damit geholfen?

    Ist das ernst gemeint? Solange asymptomatisch Erkrankte das Virus weitergeben können, macht es imo durchaus Sinn zumindest bei klarer Indikation (= nachweislich erkrankte Haushaltsmitglieder) zu testen und diese Leute möglichst aus dem Verkehr zu ziehen. Sonst hat man nämlich sehr wohl im Fortsatz mehr Erkrankte.

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