Ich habe in NRW an 4 Schulen gearbeitet und nur eine kennengelernt, an der tatsächllich keine Abstufungen unter Klassenarbeiten geschrieben wurden. Ich persönlich schreibe die Tendenz in Klammern dahinter. Eine 3+ ist halt doch irgendwie ein völlig anderes Kompetenzlevel als eine 3-. Bei Vokabeltests gibts 15 Wörter und 15 Punkte (orientiert am Oberstufensystem), ausschließlich ganze Fehler, fertig. Meines Erachtens werden nur 6 glatte Noten der Heterogenität der Leistungen nicht anatzweise gerecht.
Beiträge von Maylin85
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Okay, das hatte ich nicht mitbekommen. Ich sehe es selbstverständlich auch als unsere Aufgabe darauf zu achten, dass sich kein Mobbing entwickelt und ggf. zu intervenieren. Grundsätzlich ist das aber eine soziale Spannungssituation, in der Diskurs und Auseindersetzungen meines Erachtens nach eine logische Konsequenz der Sachlage und auch durchaus begrüßenswert sind. Es muss halt alles in einem gewissen Rahmen bleiben. Aber dass Entscheidungen im sozialen Handeln auch Konsequenzen haben und Gemeinschaft auf Konsensfindung basiert, dürfen die Schüler schon lernen

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Wieso ist das unfair? Verhalten wird IMMER beeinflusst von dem, was sich mehrheitlich als Norm und Konsens etabliert. Davon abzuweichen ist ja niemandem verboten, aber dann muss man eben auch aushalten ggf. anzuecken oder kritisiert zu werden. In diesem Fall ist es ja auch ein unmittelbar anti-soziales Verhalten gegenüber den Mitschülern, wenn man sich deutlich gegen Rücksichtnahme und Schutz anderer entscheidet - rechtlich in Ordnung, löst aber nunmal Reaktionen aus. Deal with it.
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Bei uns gab es (für mich unverständlicherweise) keinen Appell seitens der Schule, viele Schüler haben aber freiwillig weiterhin Maske getragen. Sofort weg waren die Masken zu überproportinalen Anteilen bei Schülern mit Migrationshintergrund - was mich innerlich ärgert, weil ich eben weiß, dass genau diese Schüler ständig im Familienverband in großen Runden zusammenglucken und sich wenig an Abstandsregeln u.ä. halten. Aber ist jetzt halt so. Ich vermute, dass die "Maskendisziplin" aber allgemein noch tendenziell abnehmen wird in den nächsten Tagen.
Ich bin heute auf FFP2 Maske umgeswitcht und muss leider sagen, dass das wirklich kein Vergnügen ist. Ich bin auch schlechr zu verstehen damit, mag aber auch nicht noch lauter sprechen, weil das einfach anstrengend ist. Ich werde mich am Wochenende hinsetzen und meinen Unterricht so umstrukturieren, dass wir eine Art "beaufsichtigte Wochenplanarbeit" machen und ich überwiegend nur noch unterstützend da bin. Wirkliche Frontalphasen kann ich mit der Maske nicht den ganzen Tag durchexerzieren.
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Eine Impfpflicht sehe ich auch als kontraproduktiv an, das schürt letztlich noch mehr Widerstand. Aber mit einer Impfung könnte sich zumindest der Großteil derer, die sich schützen wollen oder müssen, schützen. Das wäre schonmal ein großer Gewinn und eine Perspektive für eine Rückkehr zur Normalität.
Schlimm ist es halt für diejenigen, die aus guten Gründen nicht impfen können und auf Herdenimmunität angewiesen sind. Angesichts der gesellschaftlichen explosiven Stimmung gerade wird man auf diese Personengruppe aber keine Rücksicht nehmen, denke ich.
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Mir macht das auch Sorge, gesamtgesellschaftlich wie auch privat (wo die Positionen auch zunehmend unvereinbarer werden und die Beziehungen belasten). Ich bin ja auch tendenziell eher ein Vertreter einer extremeren Position, finde aber bedenklich, in welcher Weise die "Gegenseite" oft pauschal in die Schwurbler-, Verschwörungs- oder Neonazischublade abgekanzelt wird. Da gehören sehr sehr viele Gestalten, die man auf den Demos sieht und die sich in den sozialen Medien lautstark bemerkbar machen, auch definitiv rein, aber es gibt eben auch eine wachsende Zahl an völlig normal tickenden Menschen, die einfach keine Wahrung der Verhältnismäßigkeit sehen, Existenzsorgen haben, durch gegensätzliche Studienergebnisse zweifeln, etc. Mit Vertretern der letzten Gruppe muss ein kritisch-konstruktiver Austausch möglich sein, der ohne Vorverurteilungen und eine herabschauende Attitüde auskommt und auch eine entsprechende mediale Repräsentation findet. Mich stört auf beiden Seiten die gegenseitige Respektlosigkeit und das ständige Verunglimpflichen... seien es nun die Covidioten oder die Regierungsschafe... das spaltende "othering" trägt nicht dazu bei, die Debatte zu versachlichen und einen tragfähigen Konsens auszuhandeln.
Im privaten Umfeld habe ich mich aus Debatten weitestgehend zurückgezogen. Hier prallen teilweise unterschiedliche Sichtweisen aufeinander, die auch ganz maßgeblich der unterschiedlichen Betroffenheit von den Maßnahmen geschuldet sind. In meiner Familie ist niemand von Kurzarbeit oder Jobverlust betroffen, unser Fokus liegt eher auf der Sorge um die Gesundheit von Risikogruppenangehörigen. Ich finde alle Maßnahmen bis zu einer Änderung der Sachlage (Impfstoff, deutliche Mutation des Virus hin zu milderen Krankheitsverläufen) absolut gerechtfertigt und bin eher mit den vielen Lockerungen nicht einverstanden. Für diese Haltung kann ich von jemandem, der seinen Job verloren hat und von echten Existenzsorgen geplagt ist, aber keine Zustimmung erwarten. Jede Diskussion würde am Ende darauf hinauslaufen, dass aus meiner Sichtweise durchschimmert, dass mir seine Situation zwar wirklich leid tut und ich mitfühle, dass ich im Gesamtkontext der Pandemie seine Interessen hier aber nachrangig gegenüber anderen einstufe. Und ja, aus meiner bequemen Position heraus wirkt das verständlicherweise wenig empathisch und vielleicht auch ein bisschen zum Kotzen auf den Betroffenen.. also halte ich mich lieber zurück, denn die Situation ist es halt auch nicht wert, langjährige Freundschaften ernsthaft zu beschädigen.
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Nothilfe?! Sorry, aber da ist mein Verständnis ein anderes, wenn das Tierchen einfach nur seine Runde dreht. Ist ja nicht so, als würden Wespen gezielte Killerangriffe fliegen. Kurz still sitzen und fertig.
Ich finde es generell nicht so sonderlich angemessen, auf diese lapidare, geringschätzige Weise mit Lebewesen umzugehen. Und was mich an der Situation besonders geärgert hat, war die absolut mangelnde Einsicht. Dass jemand aus der Situation im Affekt heraus so agiert, okay, passiert, kein Ding. Aber das auch im Rückblick völlig okay zu finden, fand und finde ich sehr fragwürdig.
Hm, aber gut... vielleicht tickt die Masse da mal wieder anders als ich..
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Ich hatte letztens einen Schüler, der seine kreischende Mitschülerin heroisch vor der Wespe rettete, indem er sie durch dutzendfaches Einprügeln mit dem Hefter ausschaltete. Muss ehrlich sagen, ich war entsetzt und wusste nicht so recht, wie man damit jetzt angemessen umgeht. Nervig oder nicht, aber Wespen stehen immerhin unter Naturschutz und im Klassenraum welche erschlagen geht einfach mal überhaupt gar nicht. Einsicht nicht vorhanden - sanktioniert man sowas? Ja, nein? Wie?
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Eine Maskenpflicht für Lehrer wäre zumindest durchaus sinnvoll, allerdings nicht nur zum Schutz der Kinder, sondern vor allem auch zum Eigenschutz und um den Betrieb aufrecht zu erhalten und Ausfälle möglichst zu vermeiden. Dazu müssten aber FFP2 Masken gestellt werden.
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Doch, natürlich weiß man dass, Tausende von Fachleuten beschäftigen sich mit dem Aufklären von Infektionsketten und in Deutschland werden jede Woche mehr als eine halbe Millionen Tests gemacht. Hört doch auf, so zu tun, als würden wir hier die Augen verschließen und einen Blindflug machen, keine Krankheit in der Geschichte der Menschheit ist jemals mit einem vergleichbaren Aufwand erforscht, bekämpft und eingedämmt worden.
Und das - zumindest in Deutschland - in den letzten 4 Monaten ausgesprochen erfolgreich.
Mag ja sein, dass wir aktuell viel testen. Getestet wird aber explizit NICHT an Schulen, jedefalls nicht in der Schülerschaft. Was ist es denn bitte sonst wenn kein Blindflug, wenn in einer Klasse gleich 2 Fälle auftreten und nichtmals die direkten Sitznachbarn getestet werden oder in Quarantäne gehen? Wissend, dass die allermeisten Kinder völlig symptomlos bleiben und nur bei Symptomen überhaupt eventuell mal getestet wird (aber auch das nicht immer, oftmals sollen die Kinder auch einfach zu Hause bleiben), finde ich die Anzahl der nachgewiesenen Fälle unter den Schülern schon recht hoch. Das Aufklären von Infektionsketten funktioniert halt auch nur, wenn man die Infektionen erstmal feststellt...
Wie auch immer. Mich würde wenig wundern, wenn die Zahlen zeitversetzt zum Schulstart in 3-5 Wochen nochmal deutlich steigen. Dann halt, wenn sich die Ketten bis zu einer nennenswerten Zahl symptomatischer Erwachsener fortgesetzt haben. Wenn es nicht so kommt -> schön, umso besser. Aber so zu tun, als gäbe es kein erhöhtes Risiko einer massiven Dunkelziffer in den Schulen, finde ich sehr realitätsfern.
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Man weiß doch gar nicht, ob es "nennenswertes Infektionsgeschehen" gibt. Wir haben gleich mehrere positive Fälle und nichtmals die direkten Sitznachbarn gehen in Quarantäne oder werden getestet. Es ist nicht ansatzweise bekannt, wie viele symptomlos Infizierte in den Schulen rumsitzen und das Virus munter weiterverteilen. Wieso testet man denn nicht mal zwecks Erkenntnisgewinn stichprobenartig komplette Schülerschaften an Schulen mit Coronafällen durch? Fakt ist doch, man möchte es lieber gar nicht wissen... denn dann müsste man sich ja evtl. doch was anderes überlegen..
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Ich bin entsetzt, dass die Maskenpflicht im Unterricht tatsächlich aufgehoben wird. Heißt für mich, ich werde auf FFP2 Masken umsteigen und die Schüler im Unterricht noch deutlicher auf Abstand halten, aber ob das ausreicht.., man wird sehen..
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Nein, bei uns definitiv nicht. Überhaupt nicht. Wir hatten Besuch aus Deutschland und waren letztes Wochenende selbst zu Besuch in Deutschland. Corona-mässig sind das zwei verschiedene Welten - sagt der Besuch und kann ich selbst uneingeschränkt bestätigen.
Ich bin doch selber Master of Desaster mit einem positiv getesteten Schüler in der Klasse. Ich stress mich trotzdem nicht. Es sind zwei verschiedene Wahrnehmungen ein und derselben Sache. So einfach ist das.
Das stimmt wohl, meine Verwandschaft in Waldshut erzählt das auch in Bezug auf ihre "Grenzerfahrungen"^^
Vielleicht wäre meine Wahrnehmung eine andere, wenn man wenigstens in allen Bereichen des öffentlichen Lebens konsistent agieren würde, aber es tun sich einfach riesen Diskrepanzen auf.
Und davon abgesehen trägt die Entwicklung des Infektionsgeschehens insgesamt auch nicht dazu bei, dass ich Entspannung für angesagt halte. Dazu sind wir her zu sehr mittendrin.
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Man könnte auch sagen dass diese Einschätzung masslos übertrieben ist. Das wäre jetzt meine Meinung dazu.
Dennoch wird in fast allen Bereichen danach gehandelt. So viel Aufwand und Kosten für nix? Hm...
Weißt du, ich war vor ein paar Wochen noch recht entspannt. Aber wenn die Fälle jetzt munter durch die eigene Schule wandern und man sieht, dass an Konsequenzen einfach NICHTS passiert, fängt man an es anders zu sehen. ich hätte zumindest erwartet, dass die betroffenen Klassen oder die erweiterte Familie der Betroffenen sofort in Quarantäne gehen. Aber das passiert einfach nicht. Nun mag das ja vielleicht sogar gut gehen, wenn Masken tatsächlich einen Effekt haben sollten. Wäre ja schön. Aber vielleicht geht es auch nicht gut und unsere Schülerschaft durchseucht sich symptomlos - weiß ja niemand, wird ja nicht getestet. Das hat für mich nichts mit Schutz zu tun, sondern mit bewusstem Wegschauen und Hoffen, dass es irgendwie gut geht und nur die weiter entfernten Glieder der potentiellen Infektionsketten ernsthafte Probleme bekommen.
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Ja, so in etwa sieht es bei mir auch aus. Und ich finde es scheusslich, weil das für meine Fächer eigentlich überhaupt nicht funktioniert.
Wenn die Maskenpflicht hier für die Schüler fällt (und davon gehe ich aus), steige ich auf FFP2 um.
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Wollsocken, es geht mir einfach um etwas Grundsätzliches. Wenn die Sachlage so eingeschätzt wird, dass diese Maßnahmen nötig sind und es verhältnismäßig ist, dass nur 3 gut durchdesinfizierte Leute in einen riesen Raum dürfen und man deswegen 6 Wochen auf einen Termin warten muss, dann ist es auf der anderen Seite absolut NICHT angemessen andere Berufsgruppen ohne nennenswerten Schutz mit +1000 Leuten in ein Gebäude zu stopfen. Die riesengroße Diskrepanz zwischen sehr vorsichtigem Agieren und maximalem Schutz einerseits und Vollbetrieb und alles egal andererseits ärgert mich einfach maßlos. Dieser Masse an Kontakten in Verbindung mit kontextbedingter hoher Aerosolexposition sind auch Supermarktmitarbeiter nicht ausgesetzt und dieser Vergleich geht mir auch langsam auf den Keks.
Und was mich tatsächlich "stresst", ist das Rumgeeier zwischen absurden Vorgaben, Hygieneregeln ignorierenden Schülern, stinklangweiligem Dauerfrontalunterricht, Distanzbeschulung und Überlegungen, wie man sich selbst dabei so schützt, dass man den Rotz nicht doch mit nach Hause nimmt und in der Verwandschaft einschleppt. Es nervt einfach nur.
Und nein, ich will mich nicht krank schreiben lassen. Wie lange denn bitte auch, das ist doch keine Lösung... ich kann nur trotzdem leider nicht aufhören mich darüber aufzuregeln, dass wir Vollbetrieb fahren müssen und kein verantwortungsvolles Rotationssystem mit der Möglichkeit zur Abstandswahrung haben. Auch wenns nix bringt.
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Na, gut gestartet ist wohl relativ.
Ich war eben im Bürgeramt, um mich umzumelden. Zutritt nur mit Termin, an der Tür Security, die darauf achtet, dass man sich die Hände desinfiziert, im Wartebereich maximal 3 Leute mit jeweils 2 Metern Abstand gestattet, bei Eintritt ins Büro noch einmal Hände desinfizieren, die Mitarbeiter sind durch Masken + Plexiglas geschützt. Wenn ich das mit unserem Schulalltag vergleiche, erscheint dieses Maß an Infektionsschutz geradezu absurd. Oder unser Schulalltag ist völlig absurd. Je nachdem, wie man es denn sehen möchte.
Wir dürfen Kinder, die ständig den Mundschutz falsch aufsetzen oder komplett runterziehen, jetzt offiziell nicht mehr nach Hause schicken. Gleichzeitig sind in den Klassen, die ich unterrichte, heute nochmal 2 Quarantänefälle dazu gekommen (über den Rest habe ich keinen Überblick, uns wird nur mitgeteilt, was uns unmittelbar selbst betrifft). Macht jetzt 11 Schüler im quarantänebedingten Distanzlernen. Dass bei diesen Voraussetzungen über das Ende der Maskenpflicht gesprochen wird, finde ich höchst bedenklich.
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Hatte ich vor einigen Jahren auch. Wir haben das Kind bei jeder Gewalttätigkeit gegenüber anderen Schülern sofort abholen lassen, parallel gab es Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen und schließlich den Schulverweis.
Diese Art der Inklusion ist wirklich eine Zumutung für alle Beteiligten - inklusive dem Kind selbst, denn es erhält im Regelschulsetting ohne Schulbegleiter nunmal auch nicht die Unterstützung, die es dringend bräuchte.
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Äh... Doch. Es hat wirklich numllkommagarnichts mit Disziplin und Gedöns zu tun sondern schlicht mit Physik. Fenster dürfen nicht so tief sein, dass man mit dem Körperschwerpunkt über der Kante steht. Punkt. Frag beim Bauamt nach wenn Du weiterhin was anderes meinst. Elektrik muss auch gegen Kurzschlüsse gesichert sein. Da könntest Du ja bitte auch immer selber dran denken, dann könnte man sich den Sicherungskasten sparen.
Naja, unsere Fenster beginnen bei mir auf Hüfthöhe, aber auch nur mit hohen Absatzschuhen. Die meisten Kinder dürften ihren Körperschwerpunkt etwas tiefer haben.
Zum Rest: es hat evtl. etwas damit zu tun, ob am Fenster rumgeturnt wird oder ob im Klassenraum auf dem Stuhl gesessen und dem Bewegungsdrang in der Pause draußen auf dem Hof gefrönt wird. Dass es Vorschriften gibt stelle ich gar nicht in Frage, wirklich nachvollziehbar finde ich sie trotzdem nicht in Kombination mit der Tatsache, dass das Notausstiegsfenster ja auf gleicher Höhe angesetzt ist und auf geht.
Aber ist auch müßig, lassen wir die Diskussion einfach. Ich kann es ja so unverständlich finden wie ich will und es ändert nichts an den Begebenheiten. Und möglicherweise bin ich in dem Punkt ja auch tatsächhlich auf dem Holzweg mit meinen Ansichten und die Vorschriften haben einen tieferen Sinn
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Die Sache mit den Sicherheitsbedenken wegen der Fenster ist für mich halt nur so halbwegs schlüssig. An meiner letzten Schule gingen die Fenster komplett auf, die Schüler hatten einen Klassenschlüssel (konnten also auch unbeufsichtigt in den Raum) und da saß auch niemand auf der Fensterbank. Es ist halt letztlich doch auch nicht unwesentlich eine Frage dessen, welche Erziehung das Schülerklientel grundsätzlich genossen hat und ob vereinbarte Regeln eingehalten werden oder nicht. Für mich offenbart diese Diskussion daher AUCH, dass das Verhalten vieler Schüler in der schulischen Umgebung grundsätzlich völlig fehlgeleitet ist, wenn man mit "Unfällen" rechnen muss, bei denen jemand aus dem Fenster geschubst wird. Ich glaube nicht, dass es dieses Problem in Ländern gäbe, in denen in Schulen ein anderes Verhalten und eine andere Disziplin eingefordert werden.
Bei uns ist es übrigens außerdem so, dass zumindest eines der Fenster als Notausstieg sowieso komplett auf geht. Im Prinzip müsste das den Sicherheitsbestimmungen ja auch konträr laufen und ist ein wenig inkonsequent, denn auch aus diesem Fenster könnte ja jemand verunfallen.
Ich schließe mich ansonsten Piksieben an, ich bin auch schon ein wenig geschlaucht. Ich habe 7 Schüler im Distanzlernen aufgrund von Quarantänen und 2 Risikogruppenschüler, die zu Hause beschult werden müssen. Unser Konzept dazu finde ich gut, inkl. Verpflichtung zu Feedback und Sprechstunde per Chart oder Videochat ist es aber insgesamt doch ein deutlicher Mehraufwand. Dazu werden die Schüler von Tag zu Tag schlampiger mit den Masken und ich bin die übertreibende Tussi, die alle ständig zum Schulleiter schickt. Nun wurde mir gesagt, ich möge Verstöße doch bitte mit "mehr Augenmaß" behandeln - ja was denn nun, sollen wir die Maskenpflicht durchsetzen oder soll ich weggucken?! Bin genervt. Dazu kamen dann noch die ersten Elternabende und schwachsinnige Diskussionen a la "dieses Jahr bezahle ich kein Kopiergeld, weil wir ja Druckerkosten hatten".
Argh. Morgen kommt ein Testteam zu uns an die Schule und ich ertappe mich schon bei dem Gedanken, dass ich gar nichts gegen ein paar Treffer und 2 Wochen Quarantäne und komplettes Umschalten ins Distanzlernen hätte..
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