Beiträge von Maylin85

    keckks, ich persönlich finde nichts davon okay, ich finde aber auch schwierig, eine religiös orientierte Institution zu zwingen gegen die eigenen Leitsätze zu handeln. Das ist unglaubwürdig und passt irgendwie nicht zusammen. Das grundlegende Probleme ist für mich tatsächlich auch die Finanzierung über Staatskassen. Würden diese Institutionen sich selbst tragen, wäre es (für mich) in Ordnung, wenn sie ihre eigenen Regeln aufstellen. Niemand ist gezwungen dort zu arbeiten. Sobald öffentliche Finanzierung dabei ist - ja, strenggenommen dürften dann konsequenterweise auch keine Sonderregelungen bei den Arbeitnehmerrechten herrschen.


    Ich finds schwierig. Und das als explizit nicht religiöser Mensch. Die Kirchen sind generell nicht auf der Höhe der Zeit und vertreten nicht akzeptable Positionen, dennoch kann man ja eine Modernisierung oder Revolution der Leitsätze nicht extern erzwingen. Und wenn diese Institutionen nunmal als Träger von Einrichtungen in Erscheinung treten (dürfen), finde ich verständlich, dass das auch irgendwo mit deren Ideologien unter einen Hut passen muss.

    Vorweg, ich bin überhaupt nicht religiös und deswegen wäre ich an meiner Ex-Schule auch langfristig falsch gewesen. Aber ich verstehe grundsätzlich schon, dass kirchliche Institutionen auch auf eine kirchliche Hochzeit pochen. Das fällt ja nunmal in deren "Kernaufgabenbereich" und wenn eine Ehe nach Auffassung der Kirche vor Gott geschlossen werden muss, um von ihnen vollwertig anerkannt werden zu können, das ist das eben so. Gleiches gilt für das Taufen von Kindern. Wenn nichtmals die eigenen Mitarbeiter das noch weiter mittragen und leben, macht sich die Institution als solche ja auch irgendwie unglaubwürdig.


    Mich wundert, dass das bei dir kein Thema bei der Einstellung war, wenn es tatsächlich ein Thema von Bedeutung sein sollte. Ich hatte damals ein Gespräch im Generalvikariat, wo mir gewisse Vorstellungen erläutert wurden (und das war wie gesagt nur eine Vertretungsstelle und ich war nichtmals katholisch).
    Vielleicht ist in deinem Fall aber auch einfach nur deine Kollegin besonders konservativ eingestellt und ihr ist das ein Dorn im Auge - ohne dass der gesamte Träger diese Auffassungen so streng vertritt.

    Was steht denn in deinem Arbeitsvertrag? Ich war mal ein Jahr lang Vertretungslehrkraft an einer katholischen Ersatzschule und da waren gewisse "Erwartungen" bereits im Arbeitsvertrag formuliert (z.B. dass man ein Kind christlich taufen lassen muss, dass ein uneheliches Kind ein Kündigungsgrund sein kann, dass eine Heirat auch kirchlich erfolgen muss etc.). Ich weiß, dass bei einem Kollegen, der unverheiratet mit seiner Freundin zusammengelebt hat, auch ein ziemlicher Druck aufgebaut wurde zu heiraten (oder eben nicht zusammen zu wohnen). Inwiefern das rechtlich jetzt alles im Härtefall durchgegangen wäre, kann ich nicht sagen, aber es schafft natürlich ein unangenehmes Arbeitsklima, wenn man deswegen ständig im latenten Konflikt mit Schulleitung und/oder Träger steht.

    Im Bekanntenkreis setzen die Eltern eines ADHS-Kindes auf Mitochondrientherapie und meinen, dass die Ergebnisse besser seien als unter Ritalin. Ich kenne das Kind nur sehr oberflächlich und kann dazu nichts weiter sagen, aber evtl. ist das ja für das Ausgangsposting eine Alternative.



    Ich persönlich verstehe die Skepsis gegenüber Ritalin nicht. Das Mittel ist bewährt und funktioniert; die meisten Betroffenen empfinden Entlastung und Erleichterung unter Medikation (ich kenne jedenfalls kein einziges Negativbeispiel). Ich gebe Thamiel Recht, dass das Ansetzen am Betroffenen natürlich die „einfachste“ Variante ist, aber es ist eben auch die einzig gangbare. Andernfalls müssten die Kinder in gesonderten Einrichtungen mit speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Bedingungen beschult werden - für alle Beteiligten im Regelsystem unter Normalvoraussetzungen sind sie jedenfalls unbehandelt kaum tragbar.

    Bei uns sieht das Teilzeitkonzept vor, dass Teilzeitkräfte eben NICHT an allen Konferenzen teilnehmen müssen, weniger Aufsichten haben und beim Elternsprechtag auch nur 2 statt 4 Stunden anwesend sein müssen usw. Klassenleitung trifft allerdings alle.


    Gegen Springstunden habe ich persönlich gar nichts, ich nehme die sogar recht gerne. Mir reicht eine Springstunde, um 2-3 Unterrichtsstunden vorzubreiten, also bedeuten mehr Springstunden weniger Arbeit, die ich mit nach Hause schleppe. Setzt natürlich voraus, dass man in der Schule auch irgendwie zum Arbeiten kommt. Ich bin eher der Typ, der zu Hause nicht so recht in die Gänge kommt... insofern wäre mir ein Teilzeitstundenplan mit z.B. einem freien Tag und 4-5 Freistunden an den anderen Tagen sehr recht.
    Aber das ist natürlich immer sehr individuell.

    Für mich wäre das auch keine Option und ich verstehe die Bedenken in Richtung „Preise kaputtmachen“.


    Andererseits muss man sich halt auch nur den Schuh anziehen, der passt - spricht, mir kann doch völlig egal sein welche Erwartungshaltung andere an mich haben, solange ich mich im gesetzlichen Rahmen bewege und meine eigene, selbstgewählte Linie für vertretbar und richtig halte. Mir erschließt sich oft nicht, wieso sich erwachsene Menschen so massiv von Erwartungen von Kollegen und Schulleitung beeinflussen lassen. Ich war z.B. noch nie (auch in der Probezeit nicht) bei irgendwelchen Abendveranstaltungen oder Schüleraufführungen in der Schule, weil mich das nicht interessiert und ich nicht bereit bin auch noch meine Abende in der Schule zu verbringen. Wird auch schräg geguckt, na und. Es obliegt doch jedem selbst, Grenzen zu setzen und auf blöde Kommentare entsprechend zu reagieren. Gerade bei Themen wie Mutterschutz sehe ich wenig Probleme, latent geäußerte Erwartungen entschieden zurückzuweisen. Insofern.. soll und muss doch jeder selbst wissen, wie er solche Dinge handhaben möchte :)

    Okay, zur Klartellung: nein, ich plane nicht, das Mehr an Freizeit dann in perfektionierte Arbeitsblätter oder sonstwas zu investieren. Ich will wirklich einfach nur mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens haben :) Ich schlafe nach der Schule gerne, habe 2 Hunde, die noch artgerecht ausgelastet werden wollen, versuche täglich zum Sport zu gehen, habe nebenbei auch noch ein Sozialleben und finde es auch schön, einfach mal abends Feierabend zu haben. Das, und die Tatsache, dass ich sowieso jeden Tag 2 Stunden im Auto sitze, weil Arbeitsplatz und Wohnort nicht ganz optimal zueinander liegen, macht Vollzeit einfach wahnsinnig anstrengend. Ich hab das jetzt knapp 6 Jahre lang gemacht und finde die Vorstellung, noch 35 Jahre so durch den Alltag zu hetzen, nicht so wirklich attraktiv..

    Ich habe keine Kinder, niemanden zu pflegen und werde auch auf Teilzeit gehen. Warum? -> weil ich auch in Teilzeit finanziell über die Runden komme, weil ich keine Lust mehr auf die vielen Korrekturen habe und weil mir eine Menge Dinge einfallen, für die ich die gewonnene Zeit besser gebrauchen kann. Sprich, mir geht es schlichtweg um eine bessere work-life-balance und mehr Freizeit.

    Man kann in der Uni oder im Ref die Zusatzqualifikation erwerben, zum Unterrichten reicht aber die Lehrbefähigung für das Sachfach und die Fremdsprache.


    Ob und wie sich bilinguale Klassen durchsetzen, hängt stark von der Profilbildung der Schule und vom Klientel ab. An meiner alten Schule liefen 3 von 4 Klassen eines Jahrgangs bilingual, an der aktuellen Schule eine.


    Ich denke nicht, dass man befürchten muss, dass das bilinguale Angebot Überhand nimmt. Bili steht ja auch immer in Konkurrenz zu MINT oder anderen Schwerpunkten, die man als Schule setzen kann.

    In Englisch hat eine meiner Schülerinnen neulich ein Referat über Michael Patrick Kelly gehalten. Das war durchaus interessant (biographisch wie auch die mitgebrachten Songbeispiele, die einige biographische Elemente ein wenig reflektieren) und gar nicht so langweilig für die Mitschüler, wie ich gedacht hatte.


    Mir fiel zum Ausgangsposting spontan die australische Opernsängerin Nellie Melba ein.

    Ich war von so einer Geschenkaktion eines einzelnen Schülers (5. Klasse) mal sehr überrumpelt, habe das Geschenk erstmal mitgenommen und dann nach einem nachmittäglichen Telefonat mit der Mutter am nächsten Tag wieder mit nach Hause gegeben.


    Nein, okay ist die Annahme des Geschenks in der beschriebenen Situation vermutlich nicht. Aber ich würde mich auch nicht in die Handhebung der Kollegin reinhängen. Sie wird das schon professionell regeln.

    Ich habe das Problem bei meinen 9ern aktuell auch. Die Schüler habe ich teilweise seit Klasse 5 durchgehend, ich weiß sicher, dass sie die Strukturen damals bei der Einführung beherrscht haben, dass wir im Grammatikheft alle Regeln notiert haben, in unterschiedlich komplexen Aufgabenformaten geübt haben, unregelmäßige Verben bis zum Erbrechen gelernt (und in x Vokabeltests abgetestet) haben, freie Texte in der entsprechenden Zeitform formuliert wurden... und trotzdem ist es bei einigen jetzt nicht mehr abrufbar, wird mit anderen Zeitformen durcheinander geschmissen und die simpelsten Satzkonstrukte funktionieren plötzlich nicht mehr.


    Ich sehe das Problem darin, dass die Zeitformen recht fix hintereinander in Klasse 5-7 durchgezogen werden und durch die Kompetenzorientierung und die Forderung, direkt recht viel Unterrichtszeit auf andere Dinge als (eigentlich meines Erachtens nach notwendiges) Üben zu verwenden, keine Zeit eingeräumt wird, in denen sich die Strukturen nachhaltig setzen können.
    Ich knapse jetzt jede Stunde 10-15 Minuten für die Wiederholung grundlegender Zeitformen und Strukturen ab, zu denen es dann auch Übungsaufgaben für zu Hause gibt. Ob das nachhaltig was verbessert, weiß ich nicht. Vom Bauchgefühl her würde ich auch lieber aus dem eigentlichen Lehrplan aussteigen und mal 2 Monate lang intensiv nur an Grammatik und Wortschatz arbeiten, aber so richtig umsetzbar ist das ja irgendwie auch nicht...

    Ich würde nicht den Versuch unternehmen, den Vater zu „überzeugen“. Äußere klar und sachlich, dass du wesentliche Lebenentscheidungen selbstbestimmt treffen und deine eigenen individuellen Ziele für deine Zukunft definieren wirst. Eltern dürfen sich gerne dazu äußern und ggf. Unmut bekunden, letztlich haben sie es aber so zu akzeptieren und kein Mitbestimmungsrecht.


    Meine Eltern waren auch nicht begeistert, als ich vom Großkonzern ins Lehramt umgeschwenkt bin. Ich habe mir das einmal in Ruhe angehört, aber auch deutlich gemacht, dass die Entscheidung gefallen ist und ich mir weitere Einmischungsversuche verbitte.

    Liebe Kollegen,


    ich suche das RAAbits Einzelmaterial Nr. 180 von Oktober 2012 zum Thema How to write a comment - Methodentraining Teil 3. Ich erinnere mich, dass ich das vor ein paar Jahren mal erfolgreich eingesetzt habe und würde es gerne nochmals für meinen EF Kurs nutzen, der sich gerade richtig schwer mit Kommentaren tut. Leider finde ich in meinen Papierbergen nur noch die 1. und. 4. Seite, was nicht wirklich viel nützt. Nachkaufen scheint nicht möglich zu sein.


    Ich wäre superdankbar, falls mir jemand weiterhelfen würde und bezahle natürlich auch gerne :)

    Hä?Und wieso schickt man dann nicht den Praktikanten zum kopieren und macht selber im Unterricht weiter?

    Mal so rein praktisch gedacht: dann muss ich erst meinen 5stelligen Kopiercode und meine 4stellige Zugangsnummer weitergeben, evtl. erklären wo der Kopierer überhaupt ist, evtl. noch erklären wie man zwei Seiten auf eine kopiert bekommt (weil Kopierkosten und so)... also ich würde tendenziell auch eher selbst gehen. Ganz gelungen finde ich das bei so einem sensiblen Thema davon abgesehen aber auch nicht. Selbst ohne eigene Betroffenheit kann man eigentlich nicht davon ausgehen, dass jeder spontan und ohne Befangenheit oder Vorbereitung in das Thema einsteigen und weiterarbeiten kann.


    An die TE: ich denke, du machst dir zu viele Gedanken darüber was jemand denken könnte. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es einen Kollegen gibt, der kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass jemand aufgrund persönlicher Betroffenheit aktuell nicht im Unterricht über dieses Thema sprechen kann. Aus meiner Sicht ist es völlig in Ordnung und unproblematisch das sachlich anzusprechen und vor diesem Hintergrund eine andere Lerngruppe für die restliche Praktikumszeit zu wählen.

    Ich weise ab Klasse 5 in allen Tests (Erdkunde) neben den Inhaltspunkten auch Punkte für Sprache (Rechtschreibung und Ausdrucksvermögen) aus (bzw. sehe mich dazu genötigt, nachdem meine Schüler regelmäßig Sätze ohne Verben und dergleichen abliefern in einem Ausmaß, über das ich nicht mehr hinwegsehen kann/will). Wir haben dazu allerdings keinen Fachkonferenzbeschluss und das ist meine eigene Entscheidung.

    Im Radio (WDR) wurden die Nationalitäten schon letzte Woche (Donnerstag, glaube ich?) benannt. Ich sehe da weder ein Rückhalten von Informationen noch eine Verletzung des Pressekodex.

    Maßgeblich sollte für solche Entscheidungen das Berufsziel sein. Wenn Oberschule für dich nie ein Thema war, du unbedingt an die Grundschule wolltest und sich nun dort ein Studienplatz aufgetan hat, würde sich mir die Frage überhaupt nicht stellen. Mal in einer anderen Gegend ein paar neue Eindrücke mitnehmen, neue Menschen treffen, sich ein wenig abnabeln usw. kann auch nicht schaden :)


    Zu deinen Fragen: eine Freundin meiner Schwester hat Grundschullehramt in Bamberg studiert und arbeitet jetzt an einer Grundschule in Dresden (hat da auch das Ref gemacht, meine ich). Das scheint also zu gehen.

    „Wird nicht langweilig“ stimmt nur so halb, finde ich.
    Herausfordernd und abwechslungsreich ist alles, was sich auf der sozialen und zwischenmenschlichen Ebene abspielt. Rein fachlich gesehen langweilt mich der Job ehrlich gesagt aber durchaus, denn die Unterrichtsinhalte sind nunmal ziemlich trivial und es wird auch nicht spannender, wenn man einen Jahrgang zum 4. oder 5. Mal (öfters hats mich noch nicht getroffen ) macht. Zudem entfällt ein nicht unwesentlicher Teil der Arbeitszeit auf stumpfsinnige Fließbandarbeit wie Korrekturen. Allerdings hat man diese wiederkehrenden Routinearbeiten vermutlich in fast jedem Job, also ist das auch nicht direkt ein Alleinstellungsmerkmal des Lehrerjobs

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