Beiträge von Maylin85

    Den Weg in die Koordination oder Schulleitung macht man aber wirklich nicht wegen der paar Euro mehr, sondern vor allem, um die Arbeitsbedingungen aktiv mitgestalten zu können.

    Das ist in Anbetracht der Tatsache, wie viele neue Schulleitungen die Arbeitsbedingungen direkt erstmal aktiv verschlechtern, bemerkenswert.

    state_of_Trance

    Da ich den Arbeitsauftrag nicht ganz verstanden habe, würde ich mich aufgrund wichtiger privater Termine schonmal aufmachen. Maylin85 kann bestimmt für mich übernehmen. Teilst du das kleiner gruener frosch mit?

    Ich bin der Zeitwächter. Ich kenne den Arbeitsauftrag nicht und muss den auch gar nicht kennen 🙄

    Außerdem ist "weil ich den Arbeitsuftrag nicht verstanden hat, gehe ich lieber privaten Terminen nach" ganz schön frech und kein guter Grund ☝️ Beschwerde an Gruppenleitung!

    So rein gefühlsmäßig würde ich meinen, dass die Bestimmung der Art der Anrede unter das Persönlichkeitsrecht fallen müsste/sollte. Wenn man seine Pronomen bestimmen und einfordern darf, sollte Duzen/Siezen eigentlich auch drin sein.

    Der Schüler ist erwachsen und kann selbstverständlich das Siezen einfordern. Er hat ja sehr klar ausgedrückt, was er erwartet; meines Erachtens ist das zu respektieren. Man muss sich dann eben nur überlegen, ob man für die komplette Gruppe switcht.


    Ich sieze überall, auch in IFK und Ausbildungsvorbereitung. Und auch am Gymnasium hatte ich Kollegen, die in der Sek II konsequent zum Sie gewechselt sind - würde ich rückwirkend vermutlich auch so machen.

    Ich mag meine Schwester eigentlich sehr gerne und wir waren lange sehr eng, ich habe den Kontakt aber im letzten Sommer abgebrochen. Das muss nicht für immer sein, momentan bringt es aber einfach nichts, solange sie nicht aus ihrem "doof-Modus" raussnappen kann.

    Vermutlich kein guter Tipp, aber mein Weg ist inzwischen, bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung zu schauen, ob sie eher Bereicherung oder eher Belastungsfaktor ist. Wenn Letzteres, dann muss ich sie nicht zwingend aufrecht erhalten.

    Ohne Beamtenstatus würde ich mir das alles sehr sehr gut überlegen angesichts dessen, was man an Pensionsansprüchen verliert. Das wäre für mich der deutlich relevantere Punkt, als die Eingruppierung für die aktiven Bezüge. Zu diesem Punkt müsste dir doch die Personalabteilung des potentiellen neuen Arbeitgebers konkret was sagen können.

    Aber spannend, dass nicht mehr alle kirchlichen Träger Planstellen anbieten. Wie schade! Die Diakonie stellt hier leider auch nur noch im Angestelltenverhältnis ein, mir schien das aber bisher eher noch die Ausnahme zu sein.

    Oder aber: wenn man Unwichtiges zu sehr und zu lange unreguliert laufen lässt, setzt es sich schleichend auch in andere, wichtigere Bereiche fort, bis man irgendwann in der Breite eine Erosion von kontextangemessenen Verhaltensmustern und Haltungen vorfindet.

    Ich habe zuvor schonmal geschrieben, ich lasse weder Kappen/Mützen/Kapuzen abgenehmen, noch kommentiere ich Jogginghosen oder Straßenstrichoutfits. Isoliert betrachtet ist das alles vermutlich auch wirklich nicht so wichtig. In Kombination mit all den anderen problematischen Verhaltensweisen, die sich in Schulen manifestieren, passt es aber dann halt doch wieder ins Bild einer Auffassung von Schule als einem Ort, an dem man tut und lässt, was einem halt gerade in den Kram passt.

    In meiner Generation trugen viele junge Männer lange Haare. Fanden auch nicht alle Lehrer schick.

    Och, schick finde ich das häufig schon. Aus heutiger Sicht verstehe ich aber schon ein wenig, dass man diesen "Gegenkulturlern" nicht viel abgewinnen konnte. Die 68er & Nachfolger haben die Gesellschaft nun auch nicht gerade nur nachhaltig positiv geprägt.


    So "veraltet" sind meine Vorstellungen eigentlich auch gar nicht, solange man nicht gerade halbnackt oder im Trainingsanzug erscheint 😊 Ein paar Leitplanken könnte man schon setzen. US Schulen haben das z.B. besser im Griff. Bzw. ich frage mich gerade generell, ob es überhaupt noch ein anderes Land gibt, wo Schüler ähnlich gammelig oder unangezogen zur Schule erscheinen, wie in Deutschland...

    Und wie war es früher? Klappe halten, heiraten, Mann bedienen. Er, der große Geldverdiener und lässt sich die Schlappen bringen. Sonntags in die Kirche und dann machen, was man will. Hauptsache nach außen hui, nix anmerken lassen. Alles unter den Teppich gekehrt. Wenn es ganz schlimm war, sich in der Beichte erneuern lassen.

    Ja, das ist nicht sonderlich schön (außer vielleicht Klappe halten, das wünsche ich mir durchaus mehrfach am Tag mal), ich sehe den Zusammenhang zum Thema allerdings nicht.


    Kleidung spiegelt Haltung, egal wie sehr man versucht, sich das Geschlünze schön oder legitim zu reden 😊

    Ich denke, wenn ein krankgeschriebener Beamter zum Sport, in Restaurants oder ins Konzert geht, wird daran niemand Anstoß nehmen, solange er dabei nicht überdreht-quietschfidel durch die Gegend hüpft. Auf die Bühne stellen würde ich mich aber wiederum nicht.

    Machst du auch die Unterscheidung bei den Angestellten der freien Wirtschaft, die Krankengeld bekommen?
    Also: "nur", weil ein Beamter Krankengeld bekommen, darf er keiner Freizeitaktivität nachgehen, die der Genesung förderlich ist bzw. nicht entgegen steht?

    Ja. Ich denke, gegen Freizeitaktivitäten in "normalem Ausmaß" hat niemand was, TV Auftritte sind aber eben eine andere Dimension. Sowas lässt jedes Fingerspitzengefühl und Gespür für Anstand und Maß vermissen.

    Vermutlich kommen Angestellte aber sowieso seltener als solche Ideen.

    Ich finde die Unterscheidung verständlich. Im Ruhestand ist man raus, keinem Arbeitsplatz mehr formal zugeschrieben und verpflichtet, bekommt deutlich weniger Bezüge und soll halt machen, was geht und gut tut.

    Bei einer Krankschreibung, während der man noch gut bezahlt wird und wo die Dienststelle noch gewisse Erwartungen an eine möglichst baldige Rückkehr hat, sind TV Auftritte und Konzertaktivitäten einfach komplett unangemessen. Im Zweifel ist die medizinische Bewertung hier auch egal, es geht einfach auch um katastrophale Außenwirkung und damit mindestens einen Imageschaden für den Arbeitgeber. Geht einfach nicht.

    Meine neue Schule ist ja ebenfalls eher Brennpunkt und ich erlebe es tatsächlich auch zum ersten Mal, dass Eltern ihre Kinder ständig anrufen. Und die Jugendlichen halten "das ist meine Mutter/mein Vater" wiederum für einen adäquaten Grund, um erstmal fröhlich weiterzutelefonieren.

    Normal tickende Etern kommen vermutlich überhaupt nicht auf die Idee, dass es irgendwie angemessen sein könne, während der Unterrichtszeit anzurufen.

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