Beiträge von Maylin85

    Websheriff

    Was kommt denn da auf einen zu?

    Aus meiner Erfahrung an zwei katholischen Gymnasien: in erster Linie ein deutlich angenehmeres und besser erzogenes Klientel als anderswo, ein höheres fachliches Niveau, etwas anstrengendere Eltern.

    Der religiöse Rahmen ist natürlich da, fand ich als nichtreligiöser Mensch im Schulalltag aber eher unaufdringlich.

    Nicht viel, nur das ganz normale. Was alle anderen meiner Kommilitonen auch erwartet haben. Jedenfalls nicht, das man als Praktikant kommt und niemand weiß etwas mit einem anzufangen. Dafür haben die Schulen Wochen vorher Informationsmaterial bekommen.

    Okay. Hier würde ich es aber wirklich nicht persönlich nehmen, wenn Praktikanten halt als "Nebenbeiverpflichtung" laufen. Das ist eben so.

    Was hält dich von der Pilotenausbildung ab? Einer meiner Studis hat gerade damit angefangen. Wenn ich es richtig verstehe, braucht man eigentlich "nur" einen Haufen Geld für Flugstundenund Flugschule, arbeitet sich dann von kleinen Maschinen zu großen Maschinen vor und kann sich dann irgendwann als Verkehrspolit bewerben. Jedenfalls erklärte er das so und verfolgt den Plan so.

    Ich hatte Stadium II und die Arme waren auch mit betroffen (optisch nicht so arg, eher funktional - Haare fönen, Glühbirne über Kopf reindrehen usw. ging nie gut und man sieht die Betroffenheit ja dann im Ultraschall, also war für mich klar, dass sie mitgemacht werden müssen).

    Ich glaube, wie schnell man wieder auf die Beine kommt, ist sehr individuell. Ich hatte jedes Mal Probleme mit dem HB-Wert und in den ersten 2 Wochen massive Kreislaufprobleme, so dass ich froh war, wenn ich es ohne Umkippen zur Toilette oder mal unter die Dusche geschafft habe. Andere gehen an Tag 2 schon fröhlich spazieren und nach 14 Tagen arbeiten. Generell hat man den Schwellungshöhepunkt ca. bei Tag 10-12 und ca. Tage 5-10/12 sind wirklich fies, danach geht es dann aber auch recht schnell wieder aufwärts.

    Arbeitsunfähigkeit kann ich gar nicht so genau sagen. Ich hatte die ersten beiden OPs (Unterschenkel und Oberschenkel vorne) im Abstand von 4 Wochen in den Sommerferien. Das würde ich nie wieder so machen und war viel zu dicht beieinander. Nach den 4 Wochen hatte ich gerade das Gefühl, wieder normal laufen zu können und kreislauftechnisch wieder okayish aufgestellt zu sein. Blutwerte waren auch nur haarscharf wieder im OP-fähigen Spektrum. Dementsprechend hat die 2. OP mich völlig ausgeknocked, Blutwerte so schlecht, dass wir kurz vor Transfusionen standen, und ich brauchte dann noch 3 Wochen über die Sommerferien hinaus (geplant waren 2). OP 3 (Oberschenkel hinten) kam Anfang der Herbstferien und anscheinend ist man da unempfindlicher, jedenfalls hatte ich deutlich weniger Schwellungen, weniger Schmerzen und war nach 3 Wochen wieder fit und arbeitsfähig (also eine Woche in der Schule ausgefallen). Die Arme habe ich erst im folgenden Sommer gemacht, weil die Klinik über Weihnachten und Ostern leider zu war, ich hatte also keine Ausfallzeiten in der Schule. Hier war ich aber gottfroh um die 6 Wochen, denn das war in Sachen Einschränkungen und Schmerzen für mich die schlimmste OP (konnte z.B. mehrere Wochen die Arme nicht über den Kopf heben und alleine Haare waschen, alles war superempfindlich, Kompression an- und ausziehen Horror usw.). Aber auch das ist nicht bei jedem so. Meine Schwester hatte mit den Armen überhaupt keine Probleme. Ich würde vielleicht grob mit 3-4 Wochen bis Arbeitsfähigkeit planen.


    Die Kosten sind übel, ja. Ich verstehe auch überhaupt nicht, wieso die OPs keine Kassenleistung sind, denn in den meisten Fällen sparen sie so viele Folgekosten... allein die Preise für Kompressionsbekleidung sind ja schon schwindelerregend, dann Lymphdrainagen, die generellen Folgeschäden verringerter Beweglichkeit usw. ... ich hab meine Krankenkasse mit diesem Thema nach den OPs keinen Cent mehr gekostet. Ich muss allerdings sagen, dass ich von der PKV immerhin eine Teilzusage für die Beine hatte, Arme haben sie abgelehnt. Das Problem ergibt sich dann bei der Abrechnung, denn es wird quasi jeder Einstich mit der Kanüle (waren bei mir immer zwischen 18 und 24) einzeln aufgeführt, die Ziffer ist aber nur pro Bein 1x abrechenbar. Zudem sind die OPs als ambulant ausgewiesen (warum auch immer, habs vergessen), auf der Rechnung stehen aber Posten, die nur bei stationären OPs erstattet werden können. Hatte den Effekt, dass letztlich irgendwas um die 125€ übernommen wurden. Von Versicherten bei der Debeka weiß ich, dass sie teilweise Pauschalsummen aushandeln konnten und dann auch mal 2500€ pro OP übernommen wurden. Beihilfeantrag lohnt sich ebenfalls - ich bin zum Amtsarzt geschickt worden und hatte da leider einen "ist doch eine schöne weibliche Figur und Lipödem gibts nicht"-Typen sitzen, der die Notwendigkeit nicht bescheinigt hat. Wenn man hier mehr Glück hat und einen fähigen Amtsarzt erwischt, ist die Beihilfe bei dem Thema aber durchaus zugänglich. Versuch schadet jedenfalls nicht.

    Du hast ja den besseren Vergleich. Ich meine, dass das, was den Kollegen in Deutsch und Englisch am WBK zugemutet wird, nochmal eine Ecke krasser ist, als an üblichen Gymnasien. Dank der sinkenden Schülerzahlen ist das Korrekturvolumen sicherlich geringer, aber jede einzelne Klausur dauert im Schnitt länger.

    Das Leistungsspektrum ist breiter und man hat halt immer wieder Leute mit Migrationsgeschichte, die nie Englisch hatten und wenig Land sehen. Diese Gruppe mal ausgeklammert, finde ich den Unterschied zu meinem letzten Gymnasium mit sehr niedrigem Niveau gar nicht unbedingt groß bzw. nehme teilweise gar keinen wahr. Dafür hatte ich am anderen Ende des Spektrums bisher in allen Kursen immer auch einzelne extrem gute Leute, die lange im Ausland oder Muttersprachler und sprachlich extrem fit waren. Hält sich im Mittel insgesamt die Waage, würde ich sagen.

    Viel viel schlimmer finde ich die Klausuren in Geo, denn die sind sprachlich einfach so unfassbar schlecht (egal ob deutsche Muttersprachler oder nicht), dass die Sachverhalte oft komplett unzureichend oder (so wie hingeschrieben) fehlerhaft dargestellt sind (obwohl es vermutlich anders/richtig gemeint ist). Auch das war am Gymnasium schon oft so, hat hier aber nochmal eine komplett neue Qualität bekommen.

    Ich fand das auch sehr ärgerlich (und meine Ärztin sehr überflüssig).

    Ich habe zum Einstellungstermin ganz normal meinen Dienst angetreten und mein Schulleiter hatte die passenden Unterlagen auf dem Tisch - in dem Fall eben erstmal einen Angestelltenvertrag. Die BezReg merkt ja, ob sie zum Tag x alle Unterlagen für die Verbeamtung zusammen hat, und wenn nicht, gibts eben erstmal einen anderen Vertrag. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nichts irgendwo gemeldet habe.

    In der Regel. Kann man aber auslegen, dass völlig abstrusen Fällen nichts mehr dazu konstruiert werden muss.

    Genau so mache ich es inzwischen auch. Wenn man korrigiert, wie nahegelegt (mit Positivkorrektur und inhaltlichem Kommentar zu Stärken und Schwächen usw.), dauert es einfach ewig und ich hab beschlossen, dass ich das erst wieder mache, wenn ich einstempeln darf und Zeiterfassung mitläuft 😄

    Ok, gut, dann übernimmt man halt genau das. Aber von Positivkorrektur steht da nix.

    https://www.schulentwicklung.nrw.de/lehrplaene/upl…en_Englisch.pdf

    Zweite Seite.

    Der beschrieben Fall bei euch ist gar nicht so selten. Zumindest im Bereich Sprachrichtigkeit muss man meines Erachtens Punkte geben; bei Kommunikativer Textgestaltung und Ausdrucksvermögen kann man Abzüge sicherlich mit fehlendem Aufgabenbezug (bei dem dann ja dann auch vermutlich kein angemessener themenspezifischer Wortschatz verwendet wird) rechtfertigen. Wenn ganze Aufgaben fehlen, mache ich es wie Chilli und kürze quasi die zu erreichenden Punkte anteilig runter. Hier ärgert mich allerdings, dass wir 3 Aufgaben haben, sich aber gar nicht alle Kriterien durch 3 teilen lassen - bleibt am Ende immer ungenau und diskussionsabfällig. Und genau solche Überlegungen machen Sprachfachkorrekturen zeitinzensiv, finde ich.

    Meines Erachtens sind die EWHs durchaus verbindlich und nicht optional. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren 😊

    Mir hat neulich jemand erzählt, bei Nachschreibklausuren wären EWHs nicht mehr verpflichtend. Keine Ahnung, ob das so stimmt, aber das wäre ja immerhin eine Erleichterung.

    OT: Würdest du mir vielleicht mal deine Kriterien zusenden (gerne als PN). Das liest sich für mich sehr strukturiert- strukturierter, als z. B. die Vorgaben, die wir für die Korrektur der Abschlussprüfungen in Französisch erhalten. Das fände ich insofern nicht nur spannend, das einmal zu vergleichen, sondern auch als hilfreich, da ich die Korrekturvorgaben an manchen Stellen als zu schwammig und ungenau empfinde, aber noch kein ausformuliertes ergänzendes System habe.

    Chilli war schneller. Ich finde die Kriterien übrigens immer noch ziemlich schwammig und insbesondere mein Lieblingskriterium "löst sich vom Ausgangstext und formuliert eigenständig" auch sehr unsinnig. Gebe ich da jetzt Punkte, wenn jemand losgelöst, aber völlig falsch schreibt? Wenn jemand NICHT losgelöst schreibt, sondern wörtlich übernimmt, würde man das ja sowieso nicht als Eigenleistung berücksichtigen, also meines Erachtens ein sehr überflüssiges Item.

    Mein Amtsarzt war wegen eines minimal außerhalb der Norm liegenden Leberwertes (nein, kein Alkoholmarker 😄) auch nickelig und wollte noch über mehrere Wochen die Werteentwicklung beobachten, was die Verbeamtung bei mir 8 Wochen verzögert hat. Du wirst trotzdem eingestellt, allerdings zunächst im Angestelltenverhältnis. Sobald der Amtsatzt dann grünes Licht gibt, erfolgt die Statusänderung.

    Genau so funktioniert es mit verbindlich vorgegebenen EWH mit allein 12 ausdifferenzierten Einzelkriterien in der sprachlichen Bewertung eben nicht.

    Gerade EWH und INSBESONDERE Positivkorrektur sind meiner Meinung nach extrem zeitbelastend. Da diese beim Abi entfallen, finde ich die Korrektur davon überhaupt nicht so schlimm.

    Empfinde ich auch so. Ich lasse den EWH inzwischen meistens von KI schreiben (passt nicht immer und copy & paste funktioniert in der Regel nicht, aber anpassen ist schneller als komplett selbst schreiben). Die Positivkorrektur ist wahnsinnig zeitfressend und von überschaubarem Wert, hier fällt mir "einfach mal weglassen" aber auch schwer. Ich mache es aber mittlerweile nur noch bei gut abzugrenzenden Einzelfehlern. Wenn der komplette Satz krumm und schief ist, habe ich früher überlegt, was der Schüler wohl gemeint haben könnte, und einen entsprechenden Vorschlag hingeschrieben - das mache ich nicht mehr, weil es unverhältnismäßig Zeit kostet und zu 99% sowieso nicht nachhaltig vom Schüler aufgenommen wird.

    Wahrscheinlich hat jedes Bundesland seine Vor- und Nachteile. Mich nervt am meisten - und das ist bundeslandübergreifend - mit welch dreister Blasiertheit der Dienstherr seiner Verpflichtung zur korrekten Arbeitszeiterfassung nicht nachkommt und meint, entsprechende Urteile einfach ignorieren zu können. Das reicht auch in Themen wie Korrekturbelastung, unterschiedliche Deputate in den Bundesländern usw. rein, denn vermutlich würde man damit recht schnell feststellen, was im gesetzlichen Vertragsrahmen funktioniert und was eben nicht.

    Conni

    Oha, welch Odyssee. Der Hausarzt würde mir gewaltig auf den Keks gehen 🙈 Ich war durch Zufall wegen was ganz anderem beim Arzt, der bemerkte direkt überproportional blaue Flecke und Kalibersprünge am Knie und konnte an den richtigen Facharzt verweisen. Knöchel waren bei mir nicht betroffen, daher ging es auch ohne Kompression dort.

    Dass ich Schmerzen habe/hatte, habe ich auch erst rückblickend so richtig gemerkt, als sie dann weg waren - man hält das ja für normal so 😄

    Medizinische Notwendigkeit kann der Phlebologe immer bescheinigen, es gibt nur für Stadium I und II halt keine Kostenübernahme. Ich hab alle 4 OPs in die Ferien gelegt und bei 2en in der Schule nur kommuniziert, dass ich operiert werde und voraussichtlich noch 2 Wochen über die Ferien hinaus ausfalle. Hat niemand hinterfragt und die Krankschreibung kam vom Phlebologen. Aber ja, ist teuer und man muss Nutzen und Aufwand abwägen. Für mich wars richtig. Dass es woanders zu Schüben kommen kann, stimmt aber auch leider.

    Eine Ausbildung muss kein Abstieg sein. Eine Ex-Kommilitonin hat nach unserem zeitgleich abgeschlossenen Studium eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht und ihr Netto liegt heute höher als meins. Wenn man gut verdient, kann man auch entsprechend in private Altersvorsorge investieren. Sich darüber Gedanken zu machen, dass man das auch 5 Jahre früher hätte haben können, ist müßig - du bist eben jetzt Ende 20 und musst jetzt ausloten, welche Optionen für dich am besten sind.

    Ich würde mir allerdings auch erstmal überlegen, was du eigentlich machen möchtest und wo deine Stärken liegen. Rechtspflege oder Gärtner klingt jedenfalls auch ziemlich willkürlich und nicht sehr planvoll.

    Rundstrick - das hat aber ein echter Experte verschrieben 🙈

    Ich kam mit nichts außer Leggins klar. Eine Bekannte fand mehrteilige Systeme toll ... Socken + Kniestrümpfe + Capri oder sowas. Muss man wahrscheinlich ein bissi ausprobieren, was passt und was man überhaupt braucht.


    Ich kann bei dem Thema nur generell immer wieder raten, so früh und so umfassend wie möglich zu operieren. Völlig andere Lebensqualität und im besten Fall braucht man das alles nicht mehr.

    Das ist so pauschal falsch. Wenn du durch die längere Strecke eine deutliche Zeitersparnis hast, kannst du das absetzen..

    Naja, definiere deutlich. Wenn alles frei ist, brauche ich für beide Strecken etwa gleich lang (Navi rechnet 2-3 Minuten Unterschied aus). Zu Stoßzeiten ist die längere meist 10-15 Minuten schneller, aber auch nicht immer. Letztlich muss man jeden Tag individuell schauen... beide Strecken haben Baustellen, beide Strecken sind stauanfällig, haben temporäre Sperrungen, an gefühlt 2 von 5 Tagen sind auf Teilstrecken irgendwelche Ausweichstrecken über Landstraßen oder durch die Stadt schneller. Finanzamt hat die längere Strecke (die ich öfters fahre) vor 2 Jahren nicht gelten lassen.

    Wie gesagt, wenn ich mir das freiwillig so aussuche, mein Problem. Bei Zwangsversetzung würde ich allerdings etwas knatschig werden und nicht extra früher los.

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