Beiträge von Maylin85

    Den Fahrtkostenfall finde ich persönlich einfacher, als diffuse Erwartungen von Eltern und Schülern. Da kann man einmal direkt in der GLK aufstehen und/oder zur Schulleitung gehen, seine Position mitteilen, auf die Rechtslage verweisen und gut ists. Im Normalfall ist das Thema dann geklärt. Eltern und Schüler kommen mit sowas einfach ständig und immer wieder und sind damit in meiner Wahrnehmung deutlich anstrengender.

    @ alle, die gegen (wiederholte) private Ausgaben für die Schüler sind:

    Das ist sicher richtig und tatsächlich finde ich private Ausgaben auch recht unpassend. Ich tue es auch immer wieder. Warum? Weil ich sonst auf dem Rücken der Kinder sparen würde. Was meinst du, wie schnell der Gesetzgeber das Budget für Grund-, Mittel- und Förderschulen anheben würde, wenn jetzt alle diese LK gar nichts mehr privat anschaffen würde.

    20 Jahre? 50 Jahre? Und so lange müsste ich mit unpassenden, unzureichenden Materialien arbeiten? Und so lange müssten das mehrere Durchläufe von Klassen = Kindern erleben? Es wäre auf dem Rücken der Kinder ausgetragen. Das möchte ich nicht.

    Es kann doch auch beides gehen: privates Geld für Schüler ausgeben UND mehr Geld fordern.

    Das sehe ich anders. Der gesellschaftliche Unwille in Bildung zu investieren, wird auf dem Rücken der Gesellschaft ausgetragen. Hinter "dem Gesetzgeber" steht letztlich eine Allgemeinheit, der es nicht wichtig genug ist dafür einzustehen, in diesem Bereich eine Trendwende einzuleiten. Das ist schade, aber dann muss diese Allgemeinheit eben auch mit den Konsequenzen leben. Auf die einzelnen, einem beruflich anvertrauten Kinder zu schauen und sich unnötigerweise individuell für deren Ausbildungsqualitätssicherung verantwortlich zu fühlen, ist meines Erachtens nicht sinnvoll.

    ... erinnert mich an meine Jugend bzw. an Frankreich.
    Alle Lerngruppen ohne Lehrkraft (ob durch Entfall oder durch Lücke im Stundenplan): ab in den Raum, den man vielleicht "Silencium" nennen würde, aber selten super still war. Und im Winter: in die Mensa.
    Dabei würde kein Unterricht ausfallen, denn mindestens eine Vertretungsbereitschaft da ist. Sie würde halt 5 Klassen in der Mensa beaufsichtigen. Schaffen auch die mit Mindestlohn entlohnten Aufsichtspersonen in Frankreich :D

    Die Variante finde ich persönlicn ziemlich gut und ressourcensparend.

    Unabhängig von Einstellungsprognosen: Überleg dir sehr sehr gut, ob du die 2 Fächer wirklich abschließen willst oder lieber noch schnell eins fallen lässt und durch ein weniger korrekturintensives ersetzen möchtest 🙈

    Da hat der Mentor Recht, meine ich. Das Problem habe ich mit Hunden auch ständig und muss dann eben jemanden dafür bezahlen, dass er sie abholt und betreut und/oder für mich von a nach b fährt. Im Bestfall findest du jemanden im Nachbarort, der die Kinder abholt und wo sie bis nach der Konferenz bleiben können - Eltern von Freunden der Kinder vielleicht? Leihomi suchen? Oder, ganz schnöde, Vater in die Verantwortung nehmen?

    Ansonsten: finde raus, ob in eurem Teilzeitkonzept was zu Konferenzen steht. Bei uns haben Leute mit 50% Stelle einen Tandempartner, gehen jeweils nur zu jeder zweiten Konferenz und werden vom Partner über Inhalte der verpassten Konferenz informiert.

    Eben, es geht auch ohne. Gegen Exkursionen während der Unterrichtszeit hat ja auch niemand was und AGs kann anbieten, wer sie anbieten will. Problematisch wird es, wenn daraus eine Verpflichtung konstruiert werden soll - besonders, wenn für solche Sachen nicht ganz konkret ein jährliches Stundenvolumen innerhalb der Jahresarbeitszeit definiert ist.

    Ich lese exakt einmal, brauche für so manche Oberstufenklausur aber auch 1,5 Stunden. Mag sein, dass das keiner liest, Korrekturen halte ich aber für einen Teil des Jobs, den man einigermaßen sorgfältig erledigen sollte.

    Außerschulisches kann man imo auch komplett streichen, ohne fachlichen Qualitätsverlust zu erleiden. Die Effekte davon sind doch eher Chichi.

    1,5 Stunden in eine Korrektur zu investieren, halte ich für sinnvoller und mehr Kerngeschäft, als so ziemlich jede denkbare Wochenendveranstaltung.

    Einige Schulleitungen sind extrem übergriffig mit quasi unbegrenztem Zugriff auf die Lebenszeit von Beschäftigten. Gut wäre, einen Dienstzeitkorridor zu definieren, außerhalb dem keine Termine liegen dürfen. Kaum jemand rennt abends noch so oft zum Arbeitsplatz, wie Lehrer.

    Die Grenzen des Wachstums passen hier übrigens auch nicht. Da sind wir nicht; andere Regionen wachsen. Dass wir vermindert partizipieren, liegt an verschlechterten Standortfaktoren dank falscher politischer Schwerpunktsetzung. Ich erwarte von kommenden deutschen Regierungen, das zu korrigieren.

    Ja, das ist tatsächlich erschreckend, wenn parallel die Staatskosten steigen.

    Das "Jammern auf hohem Niveau" ist an sich ja (noch) nicht ganz falsch, sagt sich aber halt sehr leicht, wenn man seine Schäfchen im Trockenen hat, bis ans Lebensende abgesichert ist und hier nix mehr schultern muss. Wer noch aktiv seinen Lebensunterhalt und seine Altersvorsorge erwirtschaften muss und sich parallel mit immer höheren Belastungen konfrontiert sieht, guckt sicherlich weniger entspannt auf Abschwungtendenzen, Insolvenzen, Arbeitsplatzabbau...

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