Beiträge von Maylin85

    Schon gelesen? Es ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit, bis Russland es schafft, in anderen europäischen Staaten Unheil anzurichten. In Rumänien waren 100 Mitarbeiter und eine neue Gasplattform durch Drohne mit Sprengstoff ähnlich der auf dem Leipziger Flughafen bedroht.

    https://www.tagesschau.de/ausland/europa…gstoff-100.html

    Hierzu fand ich übrigens (ich glaube?) Stern TV vor ein paar Tagen interessant. Dort ging es um russische Wegwerfagenten und hybride Kriegsführung. In dem Zusammenhang erzählte einer der zugeschalteten Experten von einem Fall in Süddeutschland, wo sich wohl Hacker in ein Smart Home System eingeloggt haben und die autarke Energieversorgung (hab vergessen, was genau der Mensch sich in den Keller gebaut hatte) munter hoch- und runtergefahren haben. Natürlich haben Sprengstoffdrohnen eine andere Dimension, solche Nadelstich-Angriffe in privaten Lebensbereichen haben aber doch nochmal ein ganz eigene Charakteristik, wenn sie großflächiger durchgeführt würden.

    Du hieltest "mehrere Tausend" für übertrieben, ist es offensichtlich nicht. Übrigens auch so ein Ding: die Schönfärberei von Behördenseite stärkt auch nicht unbedingt das Vertrauen in offizielle Kanäle, wenn irgendwelche rechte Portale letztlich besser und seriöser informieren. Realistischere Zahlen kursieren seit Beginn an.

    Zum zweiten Absatz : danke für die Aufklärung, ist mir bewusst. Die 8000 Menschen werden allerdings wohl kaum dauerhaft auf diesem winzigen Fleckchen bleiben (können), deswegen holt Spanien die ersten 500 ja auch bereits aufs Festland. Menschen aus Subsahara- Staaten haben vermutlich auch häufig Anrecht auf Asyl. Also, wo landen die perspektivisch wohl? Ungut.

    Bleib auf dem Teppich und bei den Zahlen. Die Behörden und das spanische Jugendministerium melden derzeit noch zwischen 1.200 und knapp 1.350 unbegleitete Minderjährige vor Ort.
    https://www.migazin.de/2026/08/09/min…ik-und-marokko/
    Die "vielen Tausend" sind maßlos übertrieben.

    Die erwachsenen Menschen wurden fast alle schnell zurückgeschickt

    Da das ja an mich ging, möchte ich nur mal eben darauf hinweisen, dass der spanische Innenminister inzwischen von 5000 spricht, der Regionalpräsident von Ceuta von 8000. Quelle Tagesschau.

    https://www.tagesschau.de/ausland/afrika…ranten-128.html

    Und minderjährig sind die nun offensichtlich auch nicht alle. Man darf gespannt sein, ob es die Mehrheit am Ende nicht doch aufs Festland schafft.

    Die Machtstrukturen sehen auch so ziemlich gesetzt aus, von daher wäre es meines Erachtens an der Zeit, eigene Interessen zu priorisieren.

    Ich hab nichts gegen kleinteilige Projekte, generell kann man im Fall Afghanistan aber wohl festhalten, dass dort schwindelerregende Summen an Steuergeldern verbrannt wurden und werden, für letztlich nix. 2021 184 Millionen Euro, 2022 187 Millionen Euro, 2025 immer noch 70 Millionen Euro. Ginge es nach mir, würde diese Summe erstmal auf 0 gekürzt, bis die Staatsbürgerrücknahme anstandslos klappt.

    Falscher Ansatz. Entwicklungshilfezahlungen per Gießkanne an die herrschende Staatsmacht sind verschwendet. Entwicklungshilfe muss in kleinen Projekten vor Ort die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven der Menschen spürbar verbessern - dann reisen die Menschen aus freier Entscheidung wieder "nach Hause".
    Wie bereits erwähnt, haben die Amis das damals verbockt. Sie hätten die Möglichkeit gehabt. Das Ziel war jedoch nur, den Einflussbereich Russlands zu verkleinern. Die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort waren unwichtig. In diesem Zusammenhang empfehle ich immer gerne den Spielfilm "Der Krieg des Charlie Wilson" mit Tom Hanks, der auf wahren Ereignissen beruht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Krieg_des_Charlie_Wilson

    Mir geht es bei dem Punkt erstmal ausschließlich darum sicherzustellen, dass Ausweisungen gelingen und das Land seine Staatsbürger zurücknimmt. Wenn das über nachhaltige Entwicklungsprojekte gelingt, fein. Wenn man das Geld direkt an die Taliban überweisen muss, auch gut. Realistisch landet man vielleicht bei irgendwas dazwischen, denn auch die Taliban wissen, dass sie auf Entwicklungshilfszahlungen angewiesen sind.

    Neulich habe ich einen Bericht gelesen, dass es jetzt weniger Anschläge gibt. Das ist aber das einzige Positive. Ich hätte schon meinen Schmerz damit, solche Staaten anzuerkennen, weil sie doch so sehr zu unserer Lebensweise konträr sind. Da müsste man andere Lösungen finden ohne dass man solche Staaten anerkennen muss.

    Muss denn jeder Staat unserer Lebensweise entsprechen? Oder muss man nicht irgendwie auch aushalten, dass andere Länder sich andere Realitäten schaffen - selbst dann, wenn viele Ressourcen aufgewandt wurden, sie in einem Systemwandel zu begleiten?

    Ich würde mit Afghanistan nun auch nicht unbedingt enge Zusammenarbeit über das absolute Minimum hinaus anstreben, aber sie sind nunmal die regierende Macht im Land und wo gemeinsame Interessen berührt werden, sollte man sich über Lösungen unterhalten. Hier konkret, Entwicklungshilfezahlungen nur gegen Rücknahme afghanischer Straftäter (und nicht mal medienwirksam 20, sondern grundsätzlich alle).

    Afghanistan hatte seine Chance, die Bevölkerung wollte sie offensichtlich nicht. Mir tut jede Frau dort unfassbar leid, aber ein Land, das auch mit sehr langer, sehr verlustreicher Intervention von außen keinen Wandel schafft, ist nicht "umzukrempeln". Dafür bräuchte es schon ein Aufbegehren von innen heraus. Ich denke, man muss anerkennen, dass die Bevölkerung ihre Regierung akzeptiert hat, also spricht auch nichts gegen die Aufnahme von Regierungsbeziehungen. Haben wir mit anderen Unrechtsstaaten ja auch.

    Ich finde die Vorstellung, man könne von außen und über Entwicklungspolitik mal eben die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in anderen Ländern regeln, reichlich naiv. Darin schwingt auch wieder ein westlicher Überlegenheitshabitus von "wir wissen es besser" mit, auf den Länder des globalen Südens völlig zu Recht grantelig reagieren.

    Entwicklungszusammenarbeit kann Impulse setzen, letztlich muss Entwicklung aber von innen heraus tragen. Wenn die Bevölkerung eines Landes nicht bereit oder Willens ist, Veränderungen einzufordern und sich dafür aktiv einzusetzen, passiert halt sowas, wie in Afghanistan. Und auch in Ländern wie dem Sudan ist es an den internen Kräften, die Machtverhältnisse auszutarieren - ein Bürgerkrieg endet vermutlich nicht, weil Europäer meinen, man könne doch mal "systemische Probleme" diskutieren.

    Vielleicht solltest Du dir ansehen wie viele Menschen Frankreich verlassen nachdem ihn alle Leistungen gekürzt worden sind. Das ist nicht mehr als in anderen europäischen Ländern. Warum deutsche Asylanten sich anders verhalten sollten erschließt sich mir nicht.

    Mag sein, aber wenn von vornherein weniger gekommen sind, bleiben in absoluten Zahlen auch weniger. Dass die Aussicht auf spartanischere Versorgung abschreckt, sieht man auch an der Entwicklung in Dänemark - was spricht dagegen, ein solches System zu übernehmen?

    Sie müssen nicht unser Problem sein. Sie sind aber in der Praxis ein Problem, wenn sie in Deutschland sind. Sie sind da. Sie gehen nicht freiwillig. Also müssen wir uns überlegen, was wir mit ihnen machen. Und die Lösung wir streichen ihnen einfach alle Zahlungen bringt nichts wie wir in Frankreich sehen.

    Natürlich bringt das was. Bitte mal vergleichen, wie viele Asylanträge in Deutschland vs. Frankreich gestellt werden. 2023 waren es in Deutschland mehr als doppelt so viele. Ich würde auch bevorzugt irgendwo hingehen, wo ich ewig weiterversorgt werde, logisch.

    Und unsere Nachbarländer werden damit sicher kein Problem haben ... dann schieben wir die Asylsuchenden in Europa immer im Kreis. Viel sinnvoller wäre eine zentrale Kartei. Asyl wird zentral entschieden. Wer keines bekommt ist überall raus.

    Und wieso müssen Menschen, die bereits durch diese anderen Länder gereist sind, in denen sie nach gültiger Rechtslage nunmal ihren Antrag hätten stellen müssen, nun zwanghaft unser Problem sein?

    Liegt das daran, dass diese Menschen durch Kriegserfahrungen, Flucht, Misshandlung und zuvor erlebter Mangelernährung ein höheres Erkrankungsrisiko besitzen als wir satten, geimpften und ärztlich bestens versorgten Mitteleuropäer?
    Die höheren Gesundheitskosten von Asylsuchenden unterschwellig als "Ausnutzen des Gesundheitssystems" umzudeuten, ist polemisch.

    Ist doch total egal, wo genau die Ursachen liegen. Man kann doch einfach sachlich anerkennen, dass Menschen in die Versorgungssysteme aufgenommen werden, die überdurchschnittlich Kosten verursachen und unterdurchschnittlich einzahlen. Du magst das gerne polemisch finden, ich habe allerdings nirgends etwas von "Ausnutzen" geschrieben. Faktisch gehen Flüchtlinge nachweislich seltener zum Arzt, als andere Bevölkerungsgruppen, es fallen aber höhere Kosten für insbesondere Krankenhausaufenthalte und Orthopädie an. Unterm Strich erhöht sich der Druck auf unsere Solidarsysteme. Ich denke, dass auch dieser Aspekt in der Debatte um Abschiebungen, Duldungen usw. berücksichtigt werden darf.

    Ich mache das alles in iDoceo. Für Einsammelkram kann man unkompliziert Checklisten anlegen und jede Lerngruppe hat ein digitales Infoboard in Pinnwandoptik, wo man Notizzettel anheften kann, aber auch Ordner erstellen, Fotos hinterlegen oder Dokumente abscannen usw. Analaog hatte ich immer ultimatives Chaos, digital ist nun alles schön und unkompliziert an einem Ort 😊

    Was sollen wir denn konkret machten? Also der mutmaßliche Syrer Mohammed A. wird abgelehnt. Ausweis hat er nicht. Zurück will er auch nicht. Syrien lehnt die Aufnahme sowieso ab solange wir nicht beweisen können, dass er Syrer ist. Nach 4 Wochen willst Du jetzt alle Leistungen kürzen? Und dann? Dann sitzt er in Deutschland auf der Straße und verhungert? Da bekommen wir ein Problem mit dem Grundgesetz. Mal davon abgesehen ist es auch schwierig, wenn sein Heimatland ihn nicht zurück will. Was soll man dann machen? Und wir machen es dann mit unseren Nachbarländern? Die Personen sollen freiwillig ausreisen? Also ziehen sie ins nächste Nachbarland und die haben dann das Problem? Auch nicht so ganz einfach, oder?

    Dann sollte dieser Mensch in ein Abschiedezentrum überführt werden, wo er mit lebensnotwendigen Sachgütern versorgt wird, aber kein Bargeld in die Hand bekommt und sich auch nicht frei durchs Land bewegen darf. Möglicherweise erinnert er sich dort an seine Identität, die man dann nachfassen und damit eine Grundlage für die Abschiebung schaffen kann. Dass ein Land seine eigenen Staatsbürger nicht zurücknimmt, kann so auch nicht hingenommen werden und sollte mit einem sofortigen Stopp sämtlicher Entwicklungshilfegelder quittiert werden. Das Ganze idealerweise als EU-weit einheitliches Verfahren, dann gibts auch keine Probleme mit den Nachbarländern.

    Das mag in der Theorie gut klingen, realistisch betrachtet müssen wir aber auch die Rahmenbedingungen in den verschiedenen Länder berücksichtigen. Gesetzliche Regelungen basieren auf der realen Welt und müssen zudem auch durchführbar sein. Wenn ich eine geringe Menge an Asylbewerbern habe, kann ich diese ganz anders betreuen als wenn ich überrannt werde.

    Das siehst Du doch auch gerade im Schulsystem. Wenn wir pro Schule 1-2 Förderkinder inklusiv unterrichten würden und dafür genug Unterstützung durch Förderschullehrkräfte bekommen, wird wohl (außer ein paar AfD-Fans) niemand meckern. Wenn wir aber in jeder 5-6 Förderkinder haben und die Förderschulkräfte etc. alle paar Wochen mal zu Gesicht bekommen, sind die meisten Lehrkräfte überfordert.

    Was ist das denn für ein schiefes Beispiel? Pragmatischer und vernünftiger Vorschlag wäre dann wohl, die Inklusion zu begrenzen, so dass sie händelbar bleibt - z.B. in dem man sie nur für Kinder öffnet, bei denen eine gewisse Kompatibilität mit dem System zu erwarten ist.

    Übertragen auf Migration... ähm ja, merkst du selbst, ne? 😉

    Jetzt sollten wir aber mal ein wenig den Erdkundeunterricht dazu nehmen. An wie viele klassische Fluchtländer grenzt Kanada denn? Wie viele Menschen fliehen wohl so jährlich nach Kanada? Wie könnten Fluchtrouten aussehen? Woher kommen Flüchtlinge, die nach Kanada kommen? Übrigens auch Australien bekommt das Flüchtlingsproblem relativ gut in den Griff.

    Es geht einfach um gesetzliche Regelungen und Grundsätze. Die geographische Lage hat absolut gar nichts mit der Gestaltung des Rechtsrahmens zu tun.

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