Du kannst es noch eine Weile mit den Engelszungen versuchen. Ansonsten sehe ich das wie du: Kurzbeschulung zur Entlastung aller Beteiligten.
Das Kind hat den Förderschwerpunkt GE bereits offiziell attestiert? Dann macht den Eltern klar, dass ihr Kind NIEMALS einen Schulabschluss bekommen wird, ganz egal, auf welche Schule es gehen wird. Das ist drastisch und hart, aber leider auch die Wahrheit. Ich weiß, dass viele Menschen unser Schulsystem nicht durchschauen. Auch viele Eltern von LE-Kindern glauben, dass ihr Kind den regulären Abschluss der Haupt- oder Realschule macht, wenn sie es nur schaffen, ihr Kind dort anzumelden. Da musste ich schon einige unangenehme Gespräche zu führen ...
Eventuell braucht ihr einen anderen Inklusionshelfer als den jungen Mann? Wenn Worte ihn nicht erreichen, braucht er vielleicht eine Form der unterstützten Kommunikation, aber da kenne ich mich nicht aus. Piktogramme, Bilder etc. Alles Dinge, die in der FS geistige Entwicklung gang und gebe sind.
Auch wenn ihr es nicht müsst, würde ich auch diesem Schüler ein Halbjahreszeugnis schreiben. Nennt es irgendwie anders, Lernbericht, Lerndokumentation und lasst sie den Eltern zukommen. Aber auch ab in die Akte damit, sodass ihr eure Beratungen, Förderversuche und Interventionen dokumentiert habt. Noch onaniert er "nur", eventuell wird er aber mit zunehmendem Druck und Frust auch aggressiv? Dann wird es mit der Dokumentation für alle einfacher, ihn in einem für ihn passenden Angebot unterzubringen.
Aber wie du schon sagst, auch die Kurzbeschulung ist keine Dauerlösung.