Die "Obergrenze" dürfte sich nach dem Aufschrei aus der Wirtschaft sowieso erledigt haben.
Die Kausalkette würde folgendes Szenario ergeben:
- es wird eine Obergrenze für Flüchtlinge eingeführt
- um diese Obergrenze kontrollieren zu können, müssen Grenzkontrollen durchgeführt und das Schengenabkommen außer Kraft gesetzt werden
- an den Außengrenzen der BRD kommt es zu Staus
- die großen deutschen Industrieunternehmen, die europaweit "Just-in-time" produzieren, müssen wieder Lager errichten oder Produktionsausfälle wegen Materialmangel einkalkulieren.
Die Industrie befürchtet bereits Milliardenverluste und ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Allein durch Staus und Wartezeiten, zusätzliche Bürokratie oder zum Beispiel die Umstellung von Just-in-time-Lieferung auf deutlich teurere Lagerhaltung könnten sich die Kosten für die deutsche Wirtschaft schnell auf zehn Milliarden Euro pro Jahr summieren. Was natürlich auch Rückwirkungen auf Arbeitsplätze, Steuern und Abgaben hätte.