Beiträge von Volker_D

    Mache ich doch teilweise auch. Daher sagte ich weiter oben "ausgenommen Schulleitung". Wenn da andere eine entsprechende Funktion haben (davon gibt es aber nicht so viele), dann stehen bei denen Bürostunden im Plan. Das kann ich aber nicht bei allen Leuten so machen. Was wollen z.B. der Lehrer, der für die Zeugnisse zuständig ist bzw. ich mit so einer Bürostunde im Stundenplan? Natürlich haben wir dafür Entlastungsstunden, aber sollen wir unsere Arbeit dann nur in diesen gesetzten Stunden machen? Wir arbeiten da viele Stunden in den Ferien, am Wochende und/oder schnell noch mal über Nacht damit der Laden sauber läuft. Da können wir schlecht sagen: das muss dann halt warten, dass machen wir in unseren Bürostunden/Freistunden.

    Die anderen Argumente von dir finde ich ehrlich gesagt, dass sie gerade dafür sprechen auf die Springstunden zu achten. Ansonsten könnte ich den Verkäufern an der Tanke oder im 24h-McDonalds auch erzählen: "Ach bei uns findet Arbeit 24h pro Tag statt, da gibt es genug Platz für Freistunden. Teilweise kommen Kunden auch erst nach 22.00, ansonsten reichen die Zapfsäulen/Tische/Räume auch einfach nicht."

    Er hat geschrieben "ich habe Kollegen richtig angekackt", das war ohne Bedingung. Und das finde ich nicht die feine kollegiale Art. Da kann man aber durchaus auch einmal nett drauf hinweisen.

    Ich habe nach dem Satz auch noch den nächsten Satz gelesen und dort stand die zitierte Bedingung. Ist es mir nicht wert darüber weiter zu diskutieren. Da haben vielleicht beide Seiten nicht richtig gehandelt; da möchte ich jetzt keine Seite loben wie tolle Menschen sie jetzt sind.

    Ich vermute, dass dies an der subjectiven Wahrnehmung liegen kann.
    Wenn ich als Vollzeitlehrer mit 28 Springstunden ausschließlich am Vormittag (5*6=30 Stunden) eingesetzt bin und dann 2 Freistunden habe, dann ist das ein eher angenehmes Gefühl. Ebenso, wenn jemand 8 Unterrichtsstunden am Tag hat, dann wird sich derjenige auch über eine Freistunde freuen.
    Wenn ein anderer Kollege aber jeden Tag immer nur die 1. und 6. Unterricht hat (und dazwischen frei), dann freut der sich bestimmt nicht.

    Ob es jetzt wirlich 0 Freistunden sein müssen - da gebe ich dir schon recht - das muss evtl. gar nicht sein. Ich vergleiche aber immer mit den Vollzeitkollegen, der nur Vormittags eingesetzt ist. Der kann max 2 Freistunden haben. Daher ist mein Ziel wieder an diese Grenze zu kommen (was ich ja an meiner neuen Schule leider nicht schaffe).

    Wenn jemand mehr Springstunden haben möchte, dann soll der sich einfach beim Stundenplaner melden. Die maximale Anzahl an möglichen Springstunden zu erhöhen erleichtert die Arbeit eines Stundenplaners ungemein! Wenn du mit so einem Wunsch zum Stundenplaner kommst, dann wird der dich dafür noch belohnen. Leider gibt es solche Kollegen i.d.R. selten.

    Wenn man genau liest, dann hatte O.Meier das auch nicht ganz so krass ausgedrückt, wie es jetzt scheint. Im Orginal hat er geschrieben, dass er das macht "wenn sie [die Lehrer, die den Verstoß begangen haben] auch noch meinten 'rumpampen zu müssen.".
    Das wird mir dann aber hier wohl doch wieder zu off-topic.

    ah... Bin mir unsicher, ob ich den "Like"-Button drücken soll oder nicht.
    "Like", weil dein Beitrag zu schön ausführlich ist und es sehr gut erklärt.
    Ich wollte allerdings nicht "Like" drücken, weil ich auch die Probleme des Konzeptes verstehe.

    Genau VR=Vertretungsreserve. Die liegt nicht nur in der 1. Stunde, sondern auch in anderen Stunden. Insofern kann man die 1. Stunde genau so abdecken wie die 3. Stunde.
    "Doppelsteckung" kenne ich selbst auch nicht; ich vermute mal es ist genau das, was ich mit Teamteaching bezeichnet habe.
    Ist gibt da so viele verschiedene Worte für gleiche Dinge: (einige sagen Freistunden, Springstunden, Hohlstunden, ... meinen aber alle das gleiche)

    Aber wenn niemand in der 3. Stunde eine Freistunde hat, wer macht dann die Vertretung?

    Ich weiß warauf du hinaus will, aber:
    Wir haben gut 50 Kollegen und 25 Klassen. Sprich: Es haben immer 40% der Kollegen frei. (die anderen 10% sitzen in den Kursen, Teamteaching, VR, ...) Natürlich ist bei 0 Springstunden das Risiko größer, dass dann die Kollegen schon zufällig alle nach Hause gefahren sind/noch nicht da sind. In der Praxis ist das irrelevant. Warum?
    1. Das ist bei uns in der 1. und 6. Stunde doch nicht anders. Da geht es genau so! Warum sollte das in der 3. Stunde plötlzich ein Problem sein?
    2. Bevor ein Lehrer Mehrarbeit macht kann man auch die VR nehmen, ein Teamteaching auseinander ziehen, Kurse zusammenlegen, ...
    3. Was ist wohl schöner? Wenn du immer 0-1 Springstunden hast und dann aber ein paar mal eine Stunde länger bleiben muss, um Vertretung zu machen, obwohl du laut Plan schon nach Hause hättest fahren können. - Oder dich an den 160+ Tagen im Jahr in der Schule über die vielen vergeudeten Springstunden ärgerst, weil du dort unnötig abhängst, weil dein Stundenplaner meint, dass es dir dann besser gehen würde, falls ich an diesen Tagen mal eine Vertretung machen müsstest? Was hast du davon, wenn du in über 90% aller Fälle deine Springstunden unnütz "verschwendest". Die hätte du auch sinnvoll für Unterrichtsvorbereitung und Nachbereitung nutzen können. In der Schule geht das aber im Grunde oft nicht, dafür fehlt es dort einfach an ruhigen Arbeitsplätzen mit entsprechendem Material, an denen man auch konzentiert über etwas längeren Zeitraum arbeiten kann.

    Vertretung wird normalerweise in meinem BL an den Grundschulen nicht über die Lehrkräfte, sondern über gesondert dazu eingestellte pädagogische MitarbeiterInnen erteilt, die im Notfall einspringen, nicht aber für längere Vertretungen einzusetzen sind.

    Für den Lehrer finde ich das ein sehr schöne Konzept. Ich bin mir aber nicht sicher, wie das für so einen päd. Mitarbeiter aussieht.
    Darf ich mal fragen wie das in der Praxis dann für so einen pädagogischen Mitarbeiter aussieht?
    Ich befürchte, dass es dann dort auf 1-2 Extreme herauslaufen könnte:
    1) Der Mitarbeiter hat an mehreren Tagen nichts zu tun, weil keine Vertretung anfällt (Was ja für ihn schön wäre, aber sich wohl kaum eine Schule leisten kann)
    2) Der Mitarbeiter ist voll im Stress, weil er a) immer zwischen Schulen hin und her pendelt bzw b) immer nur Vertrung bei ihm Unbekannten Schülern hat (was ich leider befürchte)
    Wie viele Stunden muss den so ein pädagogischer Mitarbeiter unterrichten um als "Vollzeitkraft" zu zählen?

    Bei Krankheit musst du (fast) nie einen Grund angeben.
    Es gibt natürlich einige Ausnahmen. (Ansteckende meldepflichtige Erkrankung, ...)

    In einigen Fällen kann es auch von Vorteil sein den Grund anzugeben, weil die Schulleitung dann ggf verpflichtet ist weitere Maßnahmen zu ergreifen (Reduzierung der Aufsichten, ...)

    Sehe ich anders. An meiner alten Schule konnte ich die Anzahl der Springstunden reduzieren (in Vergleich zu meinem Vorgänger). Das Ende vom Lied war, dass wir genau so gut (wenn nicht sogar besser) vertreten konnten, (evtl weil die Kollegen gefühlt weniger oft krank waren (Weniger Stress, Burnout, ....)... Habe ich damals aber nicht so genau gezählt).
    Dein Vorschlag hilft an vielen anderen Schulformen nichts, da der Unterricht i.d.R. nicht einfach so ausfallen kann. Wenn da eine Stunde vorzogen wird, dann muss stattdessen die "Randstunde" vertreten werden. -> Problem ist dann nur verschoben, aber nicht einfacher geworden.

    Letztendlich muss man aber auch einen Stundeplan hinbekommen, der nochVertretungen zulässt ohne einzelne Kollegen übermäßig einzusetzen … und das steht manchmal nicht ganz im Einklang von „minimalen Springstunden pro Tag“.

    Ahh??? Nein. Warum? Ob da nun 0 oder 10 Springstunden sind. Das ändert daran im Grunde absolut nichts. Funktioniert an Grundschulen doch auch mit 0 Springstunden. Auch bei der 1. und letzten Stunde eines Tages funktioniert es auch. Da hat auch keiner eine Springstunde.
    Wenn immer der gleiche Lehrer krank wäre, dann würde sich das natülich auf eine Hand voll Kollegen übermäßig auswirken. Aber in so einem Fall macht der Stundenplaner normalerweise eh einen neuen Plan und löst das nicht über adhoc Vertretung.

    Umgekehrt: ein Kollege bei uns schickt immer Aufgaben. Tolle Sache. Allerdings bestehen die meist in Abschreibeaufträgen. Ob das wirklich fachlich so viel bringt? Von daher: Mut zur Lücke ;)

    hmm.... habe ich noch nie darüber nachgedacht: Ob es Kollegen gibt, die immer schön den Vertrungsunterricht vorbereiten, weil so der Kollege die Arbeit machen muss. Die Schüler sind dann trotz Vertretung nicht grottenschlecht und er/sie selbst hat weniger Arbeit?

    Von akribisch listen-führenden Elternvertretern ganz zu schweigen, die sich ein Hobby daraus machen, Lehrkräften an den Karren zu fahren...

    Ja. Die Idee dahinter ist schon ganz richtig und sollte auch nicht vergessen werden. Man muss sich aber auch angucken inwieweit das sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile man sich erkauft.

    Ob da die Daten nun online sind oder nicht; das schütz rein gar nichts vor solchen Menschen. Die lassen ihr Kind z.B. einfach den Vertretungsplan fotografieren ("Du bekommsst auch ein tolles Handy. Musst es dann aber auch schulisch nutzen und mir jeden Tag schön fleißig zeigen was so an Vertretung (für den nächsten Tag) anfällt.")
    Auch reines Fragen des Kindes bzw. von Kindern vor dem Schulhof würde diese Daten sofort aufdecken.

    "An den Karren fahren" können die da eigentlich eh nicht viel. Die Schulleitung zählt eh die genau Anzahl an Krankmeldungen. Muss ja schließlich ggf. BEM anordnen und/oder auf besondere Abwesenheitsgründen weitere/zukünftige Rücksicht nehmen.

    Man müsste dann schon die Lehrernamen auf dem Vertretungsplan in der Schule löschen; was vom Datenschützer in Niedersachsen auch empfohlen wird. Das hat dann aber auch Nachteile für den normalen Schulbetrieb: Der Lehrer kann z.B. nicht sehen, wenn bzw. wo er adhoc zur Vertretung eingesetzt ist. Er müsste erst ins Lehrerzimmer laufen. Wenn wir das bei uns so an der Schule machen würden, dann würden so einige Vertrettungsstunden gar nicht mehr halten; wenn ich da immer erst vom einem zum anderen Gebäude hin und her laufen muss nur um zu sehen, dass ich in dem dritten Gebäude Vertretungsunterricht habe, dann ist die Stunde schon weit mehr als zur Hälfte um.
    Auch die Lehrer können sich gegenseitig nicht so eben finden. An Schulen mit nur einem Lehrerzimmer kein Problem. An großen Schulen mit x Leherzimmern aber evtl doch.

    Die Schüler können an dem Namen auch schon erkennen, was sie machen (Da sie oft wissen: Bei dem Lehrer werden wir stattdessen in M weitermachen und machen das im Optimalfall sogar schon ...)

    Ich sehe es auch als Sicherheitskonzept: Wenn da einfach nur "Vertretung" steht, dann braucht da bei uns nur jemand etwas abwarten das mal eine Klasse z.B. vom Sportunterricht oder Kunstunterricht kommt um dann die ersten Schüler abzufangen und zu sagen "Ich bin euer Vertretungslehrer. Wir gehen rüber in den NaWi-Bereich. Du bleibst hier und wartest bist alle anderen hier angekommen sind und kommst dann rüber. Wir anderen gehen schon mal los." Den Schülern würde da evtl. nichts auffallen. Steht ja so auf dem Vertretungsplan.

    Wer will, der kommt an die Daten eh recht leicht ran.Ob sie da nun stehen oder nicht. Ja, dass würde sogar für "ohne" Passwort sprechen. Aber da gebe ich den Datenschützern natürlich schon recht. Da muss mindestens ein Passwortschutz her und im optimalfall sieht der Schüler auch nur seine Vertretung und nicht die Vertretung der ganzen Schule.

    Um den Vergleich mal zur Realschule zu machen:
    Die Vorgaben von Zirkuskind zu 100% (Ausnahme Schulleitung)
    - max 7h pro Tag
    - max 6h hintereinander
    - max 4 Springstunden (Vollzeit; inkl Mittagspause)
    - noch viele weitere Punkte (für Lehrer und Schüler)

    Vergleich mit meiner alten Realschule:
    Die Vorgaben von meiner neuen Schule
    - max 2 Springstunden (Vollzeit)
    - noch ein paar extra Punkte (z.B. max 4 Stunden Sport pro Tag, ...)

    Vergleich Grundschule:
    - keine Springstunden
    ...

    Insofern: Das kann man nicht so ganz vergleichen. Einfach mal selbst machen; nur dann kann man wirklich sehen was möglich ist. PN an mich und ich zeige gerne genauer wie man das macht.

    So krass war es bei mir vom Prinzip auch schon mal. Da kam zwar nicht der Stundenplan als Wunsch, aber da kam eine Liste wann man denn überhaupt kann und der Wunsch mit dem freien Tag; mit dem Problem, dass ich durch die "Zeitwünsche" weniger Stunden im Plan setzen hätte können als ich laut Stundendeputat des Lehrers setzen musste.

    Mit der DSGVO dürfen die abwesenden Lehrer nicht mal benannt werden, sprich Online ist nur einzusehen, welche Klasse welches Fach wann hat, aber mit wem und warum nicht mehr.

    Das stimmt so nicht unbedingt. Einige Datenschutzbeauftragen von einigen Ländern sehen das zwar vorsichtshalber so streng (z.B. Niedersachsen); andere sehen das aber nicht so streng (z.B. NRW), da es auch gute Gründe geben kann warum der Lehrername wichtig ist. (natürlich nur in einem geschützen Bereich; nicht öffentlich für jeden x-beliebigen Internetnutzer)

    Das ist sehr stark abhängig von der Schulform und der Zusammensetzung des Kollegiums.
    Es gibt übrigns viel mehr Dinge, die ein Stundenplaner beachtet. Nicht nur die wenigen Punkte, die oben genannt wurden.
    Lehrerwünsche zu beachten ist an einer Grundschule viel einfacher als an einer Gesamtschule; an einer Halbtagsschule viel einfacher als an einer Ganztagsschule; in einem Kollegium mit vielen Vollzeitkräften viel einfacher als in einen Kollegium mit vielen Teilzeitkräften, ...
    Ich hatte das schon einmal ausführlicher hier im Forum vor ein paar Monaten erläutert.

    Wenn man an der Schule unzufrieden ist, dann nutzt es i.d.R. sehr wenig da zusätlzliche Beschlüsse zu fassen, weil der Stundenplaner seinen Job i.d.R. schon am Limit macht und es nicht besser kann (weil er selbst am Limit ist oder seine Software). Dementsprechend helfen solche Beschlüsse nicht viel, es sei den man macht den Plan an anderer Stelle schlechter oder man hebt das Limit auf (indem man den Stundenplaner mehr schult, mehr Zeit für seine Arbeit zu Verfügung stellt oder bessere Software bereitstellt).

    Wenn man unzufrieden ist, dann würde ich es einfach mal selbst machen (und ja: genau so habe ich das vor Jahren gemacht); dann kann man selbst erkennen was an seiner Schule möglich ist und was nicht.
    Ich kann gerne jeden bei diesem Schritt unterstützen. Kann ich allerdings hier nicht öffentlich im Forum machen, weil es gegen die Nutzungsbedingungen des Forums verstößt. Wer dort Hilfe haben möchte kann mich gerne per PN anschreiben. Ich werde dann Hilfe anbieten. (Nächste Woche sieht es aber schlecht aus, da ich auf Klassenfahrt bin. In "meinem" (es ist nicht "meins"; will nur sagen, dass es nicht "dieses" ist) Forum können aber auch andere helfen (da sich bei "uns" es im Grunde ausschließlich um dieses Thema dreht).

    Ich stelle es mal vorsichtshalber off-Topic (auch wenn ich es wohl sogar mit meinen Schülern machen werde).
    Ich vermute es könnte auch andere hier interessieren:
    https://open.hpi.de/courses/hate_and_fake2019

    (Ja, dauert leider noch etwas. Ja, ist mehr als nur "Wann schließe ich einen Beitrag" u.ä.. . Ja, der letzte Mikrocontoller-Kurs war nicht so gut. Aber ich habe dort schon viele andere Kurse gemacht und erwarte daher wieder einen schönen/guten Kurs)

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