Sollten Lehrkräfte unter der Arbeitszeit bleiben, kann man Aufgaben innerhalb des Kollegiums besser verteilen.
Also die Arbeit eines anderen Lehrers erhöhen.
Offensichtlich sind eure Systeme zu groß, um die Arbeit der anderen zu sehen oder um Aufgaben aufzuteilen.
Das hat, denke ich, nichts mit der Größe zu tun. Das sieht man auch durchaus auch bei den großen Systemen. Das hat schlicht damit zu tun, dass u.a.
a) ... es zum Teil überhaupt nicht auf andere verteilt werden kann, weil die anderen es nicht können (Bei uns hat ja hier jeder nur bestimmt Fächer und ist nicht ein "Alleskönner".)
b) ... es teilweise überhaupt keine gesetzliche Vorgabe gibt dies plötzlich auf andere Lehrer abzuschieben
c) ... selbst wenn es Dinge gibt, die abgeschoben werden können: Wer entscheidet das auf welcher Grundlage?
d) ... wir das "Abschieben" schon lange machen; da wo wir es können. Bzw. wir einen Stundentopf haben, wo man entlasten kann. Der Topf ist aber sehr klein.
Warum machst du dir mehr Gedanken um die einzelnen, die unter 40h bleiben, als um die, die immer wieder über 50h liegen?
Ich habe mir von Anfang an Gedanken über alle 3 Gruppen gemacht. Siehe mein Betrag #23.
Weil sich fast alle nur Gedanken um die Leute mit 50h machen. Die Punkte sind schon gut durchdacht. Es machen sich aber zu wenige Leute Gedanken um die Leute mit zu wenig Stunden. Dummerweise wird es aber genau für die Leute dann Konsequnzen haben, wenn keiner darüber nachdenkt, was mit den Leuten passiert, die zu wenig arbeiten. Man trifft dann sehr schnell falsche Entscheidungen und denkt nicht darüber nach welche Konsequnzen es hat. Es ist immer wichtig ein Problem von allen Seiten zu beleuchten, damit man erkennen kann welche Auswirkungen das Ganze hat.
Ich kann mehrere "schöne" Bespiele nennen. An meiner ersten Schule gab es zum Beispiel auch die Diskussion, wie die Entlastungsstunden/Topfstunden gerecht verteilt werden. Damals gab es an der Schule ein recht kompliziertes System, bei dem jeder seine Arbeit "berechnet" hat. Das da gab es dann Punkt für Wettbewerbe, Klassenlehrer, Arbeiten (Da hatten dann z.B. ein Mathelehrer 1,5 Punkt pro Schüler bekommen, während ein Deutschlehrer 2 Punke pro Schüler bekam.), ... . Alle Punkte wurden aufgezählt und die Lehrer mit den meisten Punkten bekamen eine Entlastungsstunde für eine bestimmte Anzahl von Punkten. Unverbrauchte Punkte wurden natülich ins nächste Schuljahr übernommen.) Da konnten die Lehrer dann natülich schon mal streiten wie viel Punkte jetzt was Wert ist. Schlussfolgerung war: Ein Lehrer meinte die Klassenlehrer müssen auf jeden Fall entlastet werden. Da fast alle Lehrer Klassenlehrer waren (auch ich) fand sich sofort eine Mehrheit für diesen Vorschlag, obwohl mehrere andere Lehrer (auch ich) sich dagegen ausgesprochen hatten. Dummerweise gingen damit fast alle Topfstunden an die Klassenlehrer. Nach der Abstimmung hatte ich dann aufgezeigt und meine zusätzlichen Aufgaben abgeben. Da guckten alle ganz doof und keiner wollte es übernehmen. Nach der Konferenz hatte mich dann mein Chef angesproche und gefragt, ob ich das den wirklich nicht mehr mache oder ob ich das nur so gesagt hätte. Fand ich schon spannend was so passiert, wenn man nicht vorher genau überlegt was man sich wünscht. Und ich könnte dir noch mehr solcher Stories erzählen. Daher beleuchte ich ein Problem immer von allen Seiten, auch wenn es im ersten Moment so aussieht das ich davon nur profitieren könnte (Und das habe ich ja schon mehrfach geschrieben: Ich gehe davon aus, dass ich davon in Summe vermutlich eher deutlich profitieren würde.)