Beiträge von Jule13

    Ohne jemanden diffamieren zu wollen: Man muss bei der Überlegung auch die gesamten Folgen einbeziehen. Wenn sich zu wenige Menschen impfen lassen, bleibt die Situation, wie sie derzeit ist (und wird schlimmer). Meine Entscheidung für oder gegen eine Imfpung wirkt sich nicht nur auf mein eigenes Schicksal aus.

    Egal wie die "Werbetrommel" für diesen Impfstoff aktuell gerührt wird, nach allem was man zwischen den Zeilen lesen kann, ist AZ nun einmal ein Impfstoff zweiter Klasse im Vergleich zu den anderen verfügbaren (Biontech, Moderna).

    Den reinen Zahlen nach sieht das so aus. Ich war auch erst sehr skeptisch. Wenn man aber mal die Praxis anschaut, dann zeigt sich, dass bisher von den mit AZ Geimpften niemand stationär behandelt werden musste und niemand gestorben ist.

    Wenn mir das Zeug einen 100%igen Schutz davor bietet: Her damit! Und wenn ich dann im unwahrscheinlichen Falle, dass ich mich mit Corona infiziere, Erkältungssymptome bekomme: Na und? Habe ich auch sonst mehrfach im Jahr.

    Da sich bei mir spontan und sehr überraschend die Möglichkeit auftut:

    Hat schon einmal jemand tatsächlich versucht, einige SchülerInnen von zu Hause aus am Präsenzunterricht teilnehmen zu lassen? Ich wüsste gerne, wo genau die Kamera bei Euch platziert ist, und wie ihr das große Problem Ton löst. Wenn man einfach den Laptop mit der Kamera auf die Tafel ausrichtet, hören die Schüler in Distanz ja entweder Soundbrei aus dem Laptop-Mikro oder nur mich vom Headset. Gibt es da eine praktikable Lösung?


    (Die rechtliche Seite ist zweitrangig. Um die würde ich mich erst kümmern, wenn’s technisch wirklich sinnvoll möglich ist.)

    Wobei ich das gerade regional für schwierig halte. Man muss bei der Inzidenz-Zahl auch beachten, wo genau die Fälle aufgetreten sind.

    Meine Kommune kommt von der relativ hohen Inzidenzzahl nicht runter, weil immer wieder große Einrichtungen betroffen sind: Da war das Altenheim, in dem sich um die 60 Bewohner und 30 Pfleger infiziert haben, danach wieder eines mit ungefähr solchen Zahlen, danach traf es (zum wiederholten Male; kommunale Lernfähigkeit = Null) eine Erstaufnahmeinrichtung mit über 100 Fällen unter Bewohnern und 30 Fällen unter Betreuern und Wachpersonal usw.

    Das ist eine andere Situation, als wenn sich die Fälle über das ganze Stadtgebiet streuen, finde ich. In kleineren Kommunen kann schon nur einer der aufgetretenen Fälle den Zahlen nach zu einer Hotspot-Situation führen.

    Die Eltern meiner Klasse haben vor 5 Jahren meine Privatnummer bekommen - mit der Bitte, zu berücksichtigen, dass ich Familie habe, und nur anzurufen, wenn es richtig brennt.

    Ist in den 5 Jahren ganze 2x passiert, dass Eltern mich angerufen haben. Und ja, da hat es dann auch richtig gebrannt.


    War mit einem gewissen Risiko verbunden, denn ich kannte die Klasse ja noch nicht, aber der Vertrauensvorschuss hat sich gelohnt.

    Ob ich das nochmal mache, weiß ich aber noch nicht.

    Ich habe schon an einigen Schulen gearbeitet, an denen viele Kollegenkinder waren. Ist aktuell auch so. Keines dieser Kinder hatte den Elternteil im regulären Unterricht. Das lässt sich vermeiden und wird auch vermieden. Erlaubt ist es aber.

    Ich wohne am Ort, und trotzdem wird das sehr grenzwertig vor allem für meine Schüler, die dann gerade nicht in der Schule sind. Die kann ich nämlich nicht mehr in Echtzeit betreuen. Die werkeln dann tatsächlich nur noch an Plänen herum.

    Ich fürchte, dass meine Schüler mit der neuen Regelung schlechter dastehen als vorher.

    Ich finde es an meiner Schulform auch rein infektologisch schwierig: Wir haben ja im Abschlussjahrgang kaum Stunden im Klassenverband. Da sind in den Hauptfächern und einigen Nebenfächern E- und G-Kurse, es gibt WP I und WP II ...

    Da mischt sich dann halt statt des ganzen nur der halbe Jahrgang. Ob damit so viel gewonnen ist?

    Ich kann mir im Moment noch nicht so recht vorstellen, dass Wechselunterricht nicht eine enorme Bremse bei den Großen ist.

    Derzeit habe ich nicht das Gefühl, dass wir langsamer vorankommen.

    Zumal ich auch nicht weiß, wie ich allen gerecht werden soll: Ich habe mehr als 50% Unterricht in Abschlussklassen und kein WLAN in der Schule.

    Kommt auf die Räume und die Heizungen an. Wir können alle Räume super lüften, aber die Heizungen sind in vielen Räumen unterdimensioniert. Wenn man da alle 15 Min. 5 Min. lüftet, wird’s nicht mehr warm. War schon im Dezember so, und da hatten wir so um die +8°C.

    Meine Klasse hat auch sehr überwiegend die Kamera augeschaltet.

    Der Unterricht fällt mir dadurch schwerer, aber ich kann sie nicht zwingen, die Kamera einzuschalten. Einige haben (die durchaus berechtigte) Angst, dass sie gefilmt oder fotografiert werden und die Bilder dann entstellt irgendwo veröffentlicht werden.

    Ich habe die Kamera an, weil ich finde, dass ich das Risiko ja auch vorher in der Schule immer hatte und auch bisher damit leben konnte.


    Aber schöner ist es schon, wenn alle die Kamera einschalten, wie das in manchen meiner Kurse der Fall ist.

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