Beiträge von Jule13


    Ich rechne gern am Schuljahresende Noten aus.....gehört für mich irgendwie mittlerweile dazu...so als Ritual zum langsamen Übergang in die Ferien. ;)


    So entspannt würde ich das bei rund 180 Noten nicht sagen. Ich habe Tapucate. Das nimmt einem nicht alles, aber vieles ab.
    Vorher hatte ich meinen Lehrerkalender (mit den Noten) einmal irgendwo liegen gelassen. DAS Gefühl brauche ich nicht noch einmal. Nun lasse ich mir von Tapucate täglich ein komplettes verschlüsseltes Backup auf meinen Email-Account schicken. Falls das Tablet abschmiert, habe ich alles sicher sowohl auf meinem Rechner als auch die aktuellsten Backups auf dem Mailserver. Gebackupter geht nicht. ;)

    zu 1.: Man verstößt gegen dienstliche Vorgaben - mit den daraus resultierenden, möglichen Folgen.


    In NRW zumindest nicht.
    Laut "Wandererlass" ist nur "in der Regel eine weitere Begleitperson mitzunehmen". Wenn Mädchen an der Klassenfahrt teilnehmen, "ist eine weibliche Begleitung grundsätzlich erforderlich".
    Somit ist man rechtlich auf der sicheren Seite, wenn man mit zwei weiblichen Aufsichtspersonen unterwegs ist. Ob das günstig ist, ist eine andere Frage.

    Das möchte ich dann aber auch so lesen.
    Auch wir haben mit Problemen zu kämpfen, weil uns durch das neue SchräG der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
    Aber Inklusion ist nicht grundsätzlich zum Scheitern verurteilt - Wenn die Bedingungen stimmen. Das heißt: Hinreichende Ausstattung und Personaldecke, Freiwilligkeit und Bereitschaft aller Beteiligten (Schwerpunktschulen), aber eben auch: Erhalt der Förderschulen für die Kinder, denen Inklusion nicht gut tut oder deren Eltern einen geschützten Raum für ihr Kind wünschen. Wir müssen weg von den Dogmen und Ideologien. Es gibt kein allein allseeligmachendes Konzept.

    Dann hätte da aber stehen müssen: "Inklusion kann im Ergebnis sehr rücksichtslos gegenüber der Schülermehrheit sein, wenn man mangels funktionierendem Kozept (o.ä.) in Kauf nimmt, dass die Lust auf das Lernen Schaden nimmt."
    Doch, der Anschein der Zwangsläufigkeit ist im ganzen Artikel forciert und gewollt.
    Dünnhäutig erscheinst mir eher Du. Bist Du etwa der Autor des Artikels?

    Zitat

    Es geht nur um ein Irgendwie-dabei-Sein der Behinderten.


    Zitat

    Man nimmt in Kauf, dass die Lust auf das Lernen Schaden nimmt


    Zitat

    Das Prinzip Inklusion weiß nichts von Bildungsgütern, Schularten oder Fächern. Es kennt keine Rechtschreibung, keine englische Satzkonstruktion, keine geschichtliche Epochenfolge, kein Musikinstrument, keine Sporttechnik, keinen freien Vortrag eines Gedichts.


    Zitat

    dass das schwere Schicksal der Behinderten hier gar nicht ernst genommen wird, sondern als bloßes "Anderssein" zur Auflockerung des Unterrichts eingebaut wird.


    Zitat

    und die behinderten Kinder und Jugendlichen zählen gar nicht als Mitschüler. Sie sind nur Objekte einer kurzfristigen Neugier und werden bald wieder in die Ecke gestellt.


    Nein, unsere inkludierten Schüler sind nicht "irgendwie-dabei". Sie werden nach einem klaren Konzept fest in den Klassenverband eingebunden und von diesem als Mitschüler voll akzeptiert. Sie werden ernst genommen und in der Weise beschult, die ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen angemessen ist. Die Lust auf das Lernen nimmt keinen Schaden.


    Das passiert nur, wenn man Inklusion als Sparmaßnahme begreift und glaubt, dass sich alle Probleme von alleine lösen, wenn man einfach alle Kinder in eine Klasse mit einem Fachlehrer steckt.


    Dass die Lust auf Lernen aller Schüler keinen Schaden nimmt, dass die Behinderten einen festen Platz im Klassenverband haben und für alle ein gleichwertiger Teil des Ganzen sind, der eine Bereicherung darstellt, dass I-Schüler Fortschritte machen, die ihnen zuvor niemand zugetraut hat, dass die Regelschüler an (nicht nur) sozialer Kompetenz gewinnen, dass für gewöhnlich der überwiegende Teil aller Schüler der I-Klassen die Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufen erlangt - das alles ist das Ergebnis von professioneller Arbeit interdisziplinärer Teams im Rahmen eines über einen langen Zeitraum hinweg entwickelten Konzepts.
    Diesen hart erarbeiteten Erfolg meiner erfahrenen Kollegen möchte ich nicht durch solche pauschalen Urteile abgewertet sehen.

    Latein und Biologie sind in NRW keine echten Mangelfächer mehr.
    (Ja, es gab zwischen 2000 und 2011 eine Lateinmangelsituation, die wirklich gravierend war. Aber weil währenddessen jeder Studienberater zu Latein als Einstellungsgaratiefach geraten hat und eben diese vielen Lateinstudenten inzwischen das 1. und inzwischen auch das 2. StEx haben, die Stellen aber mit Zertifikatsinhabern und Quereinsteigern besetzt wurden, hat sich die Situation fast schon umgekehrt.)


    An (nicht nur) unserer Schule (IGS) aktuell händeringend gesucht: Informatik, Technik, Hauswirtschaft, Chemie. An mind. zwei mir bekannten Schulen wird Kunst sehr gesucht. Aber wer weiß: Vielleicht belegen diese Fächer aus diesem Grund jetzt auch wieder viele Studienanfänger, so dass das in 4-5 Jahren schon wieder ganz anders aussehen kann. (vulgo: Schweinezyklus)


    Aber D/Ek oder D/Ge sind m.E. definitiv Todeskombis.

    Zitat

    Trotzdem finde ich, dass man da als Lehrer Präferenzen haben darf, was die Klassenstufeb angeht.


    Und was mache diejenigen, die in einem System arbeiten, in dem es zum pädagogischen Konzept gehört, dass ein Klassenleitungsteam eine Klasse von der 5 bis zur 10 betreut?

    In NRW: Keine Chance. Gehört zu den Dienstgeschäften.
    Allerdings sollte sich die Schulleitung gut überlegen, ob sie jemand völlig Abgeneigtes dazu nötigt. Einwand erheben lohnt sich also u.U.

    24.5 Stunden mit Beginn des Schuljahres 2014/15. Bis dahin noch 23.5. die aber kaum jemand macht, weil's nicht zu schaffen ist. AGs werden bei uns zum Glück mit 2 Stunden angerechnet. Bereitschaft in den ersten beiden Stunden mit 1 Stunde, wenn man nicht vertreten muss und mit 2 wenn vertreten wird. Angemeldete GT-Kinder gibt es erst seit diesem Schuljahr. Bisdahin (seit 2006) Ganztags-Mogel-Betrieb wie oben beschrieben.


    Wir haben in NRW 25,5 Std. und an meiner Schule arbeitet auch kaum ein Kollege Vollzeit.
    Bei uns fehlt meiner Meinung nach aber ebenfalls ein Rhythmisierungskonzept, das dringend nötig wäre.

    Das ist mein persönliches Problem im Ganztagssystem. Wenn ich zwei Nachmittage Unterricht bis 16 Uhr habe (und dabei auch um 8 oder 9 Uhr anfange), einen Konferenznachmittag, an dem immer irgendeine Konferenz ist, und die anderen beiden Tage auch bis 14:30 Uhr gehen, ich keinen Lehrerarbeitsplatz in der Schule zugestanden bekomme (Warteliste, Auswärtige bevorzugt, Besitzstandswahrer usw.), dann weiß ich einfach nicht, wann ich Unterricht vorbereiten soll. (Von Korrekturen rede ich jetzt mal gar nicht erst.) Ich arbeite daher die meisten Wochenenden durch.


    Das ist ein hoher Preis für den Ganztag. Und das sage ich als jemand, der Ganztag grundsätzlich für richtig und wichtig hält.

Werbung