Wechsel. Nicht jedes Jahr alle Klassen, aber jede Klasse alle 2-3 Jahre. Aus den von Plattypus genannten Gründen.
Übrigens finde ich nicht, dass es mehr Qualität bedeutet, wenn ein Lehrer eine Klasse über 6 Jahre betreut. Jeder von uns hat Stärken, aber auch Schwächen und allgemein Eigenheiten: kann mit einem Typ Schüler besonders gut, mit einem anderen aber vllt. weniger, legt viel Wert auf inhaltliche Arbeit, vernachlässigt aber vllt. die Entwicklung bestimmter Softskills (Kompetenzen)*, usw.
Wer mehr Lehrer kennenlernt, lernt auch mehr Lehrertypen kennen, was ich als Bereicherung ansehe. So hat jeder die Chance mal auf Lehrer zu treffen, die einfach genau auf der eigenen Wellenlänge unterrichten, lernt aber auch mit solchen, bei denen das nicht der Fall ist, klarzukommen. Das sind beides wertvolle Erfahrungen, von denen man auch als Erwachsener noch profitiert, was für die Qualität einer Schule spricht.
* [nein, das muss kein Widerspruch sein, ich weiß, ich versuche nur denkbare Beispiele zu geben]
Bei mir steht übrigens momentan (bzw. bereits seit dem letzten Jahr) zur Diskussion, dass ich eine Klasse, die ich nun im vierten Jahr unterrichte, auch nächstes Jahr noch behalten soll. Üblicherweise wechseln wir nach 3 Jahren. Natürlich hat es seinen Grund, dass ich länger drin bin bei denen und ich verstehe das Argument dafür, dass ich auch noch das fünfte Jahr machen soll. Ich mag die Kinder in dieser Klasse auch wirklich gerne, aber auf gut Deutsch kotze ich langsam ab bei dem Gedanken, sie nächstes Jahr immer noch zu haben. Es langweilt und nervt mich inzwischen einfach, immer denselben Leuten Sachen dreifach zu erklären und immer wieder dieselben Fehler und Probleme bei denselben Leuten angehen zu müssen ("Leon, du musst die Vokabeln lernen!" - wie oft ich das in den letzten Jahren schon gesagt habe kann ich nicht mehr zählen......).