Beiträge von Mara

    Ja, das ist mir klar. Ich hab das explizit nur für Grundschule geschrieben.

    Generell ist die Situation wahrscheinlich sehr unterschiedlich. Bei den weiterführenden Schulen habt ihr oft feste Vertretungsbereitschaften, das ist bei uns zum Glück nicht der Fall. Bei uns läuft das nach Absprache.

    Oft wird bei uns auch aufgeteilt oder man unterrichtet zwei Klassen zusammen, wenn jemand fehlt. Anders ginge es oft gar nicht, weil es zu vielen Zeiten niemand gibt, der vertreten könnte.

    Mich regt es auf. Teilzeit war ja noch nie wirklich Teilzeit wegen der ganzen unteilbaren Aufgaben, angefangen mit Konferenzen, Klassenleitung, Elterngesprächen etc. Zumindest bei uns in der Grundschule ist es so, dass man mit Teilzeit dann all diese Dinge trotzdem voll macht (es sei denn man arbeitet sehr wenige Stunden und ist nur Fachlehrer).

    Dazu kommt, dass Vollzeitkräfte gar keine "Zeit" haben noch irgendwas zu vertreten, denn bei 28 Stunden Unterrichtsverpflichtung pro Woche und nur 25 Stunden Unterricht (jeweils 1. Bis 5.Std, danach ist Mittagspause) müssen Vollzeitkräfte ja schon dreimal wöchentlich in die nachmittägliche Hausaufgabenzeit. Also wann sollten sie vertreten? Zum Vertreten haben nur Teilzeitkräfte "Zeit". Fair ist das nicht! Als Klassenleitung mit Teilzeit ist man also doppelt gekniffen.

    Es ist schon nachvollziehbar, dass dann jüngere Kolleginnen von den Alteingessenen skeptisch beäugt werden

    Skeptisch beäugt wäre verständlich, aber das was hier beschriebenen wird ist doch eine ganz andere Nummer. Das klingt nach ernsten psychischen Problemen des alteingesessenen Kollegen und nach heftiger Schikane.

    Und natürlich kann man sich über die dahinter stehende Politik aufregen, aber das muss man ja nicht an den neuen Kollegen auslassen. Die können ja nichts dafür. Und schlussendlich sollte den alteingesessenen Kollegen klar sein, dass das die einzige Möglichkeit war/ist, dass überhaupt Nachwuchs an die Schulen kommt. Ohne die neuen Seiteneinsteiger ständen sie schlecht da und die alten Kollegen hätten mehr Stress.

    Na ja, aber Sachen werden ja auch gebraucht und da bleibt es nicht aus, dass Sachen kaputt gehen oder Teile verloren gehen. Sowas müsste auch einkalkuliert sein, nicht nur die einmalige Anschaffung.

    Besonders seitdem das Prinzip Klassenraum gleich Gruppenraum an sehr vielen Schulen gilt und die Kinder nachmittags in den selben Räumen spielen wie vormittags lernen leiden die Materialien noch mehr. Denn oft genug werden Karteien, Lernspiele, Lesebücher etc. auch nachmittags von den Kindern genommen (sei es weil die OGS Betreuung nicht aufpasst oder es ihr schlicht egal ist). Seitdem gibt es noch mehr Schwund...

    Ich habe jedenfalls keine Bedenken, dass das Budget irgendwann mal nicht mehr knapp wäre.

    (Mich ärgert ja auch, dass generell anscheinend in keinster Weise mal vorgesehen wäre Räume zu streichen. Selbst Fenster putzen ist mittlerweile ja nur noch seltener als einmal pro Jahr und nur von außen, Staub wischen in Regalen ist nie vorgesehen etc. )

    Ich würde vermutlich Besta nehmen (gibt es in allen möglichen Größen und Tiefen) und den Beamer ins obere Fach mit einer Tür tun und zum Schauen die Tür öffnen. Auf jeden Fall vorher ausprobieren, wie es mit Höhe und Winkel am besten hin haut und danach erst das Möbelstück kaufen.

    Wir haben eine weiße Wand zum Schauen (finde ich auch praktischer im Alltag als schwarz).

    Was genau stört dich? Dass sie Vertretungsunterricht macht? Unsere macht nur in Ausnahmefällen Vertretung (wenn sie zu dem Zeitpunkt sowieso in der jeweiligen Klasse eingesetzt wäre) und dann ist das doch in dem Fall auch die beste Lösung. Wenn sie allen Vertretungsunterricht übernehmen würde, hätte sie keine Chance ihre eigentlichen Aufgaben zu erledigen.

    Das mit dem Matheunterricht bezieht sich doch sicher auf eine einzelne Vertretungsstunde und nicht darauf, dass eure Sozialpädagogische Fachkraft generell in einer Klasse Mathe unterrichtet? Das fände ich sonst tatsächlich seltsam, kann ich mir aber nicht vorstellen.

    Pausenaufsichten übernimmt unsere selbstverständlich und das finde ich auch gut so (warum sollte sich da irgendjemand dran stören?). Sie ist normal mit eingeteilt im Plan.

    In der Lehrerkonferenz hält unsere sich zurück, wenn es um Dinge geht, die sie nur indirekt betreffen oder bei denen sie sich nicht genug auskennt. Müsste sie nicht (wie man oben sieht), aber bei uns halten sich bei manchen Abstimmungen auch diejenigen zurück, die z.B. nicht Klassenleitung sind oder die bei manchen Themen nicht betroffen sind oder sich nicht auskennen (und manche stimmen vielleicht trotzdem mit ab, obohl sie selbst keinen Plan haben, ist dann Typsache, aber sollte ja nicht allzu stark ins Gewicht fallen, wenn jemand einzelnes trotzdem mal mit abstimmt).

    Sie sind Teil des Kollegiums, mit Rechten und Pflichten. Natürlich haben sie in gewisser Weise eine andere Stellung als Lehrkräfte, vor allem haben sie ihre eigenen Aufgaben, die sich natürlich von denen der Lehrkräfte unterscheiden.

    Es kann dort halt jeder was veröffentlichen. Deshalb gibt es ganz viele ganz unterschiedliche Materialien. Einige sind super durchdacht und mit neuen Ideen, manches macht (für den eigenen Bedarf) keinen Sinn und klar kann es Fehler geben. Bei Verlagen gibt es die Redaktion (und trotzdem kommen hin und wieder noch Fehler vor), bei eduki hat in der Regel nur der Autor selbst drauf geschaut. Klar dass es dann tendenziell mehr Fehler gibt als im gedruckten Schulbuch (dafür kann der Autor die Fehler einfacher verbessern und teilweise wird das Material ja auch nochmal erweitert).

    Mir ist dort vieles zu bunt . Buntkopierer haben wir wie wohl die meisten Schulen nicht und selbst wenn es kein Material zum Kopieren sondern eine Kartei oder ähnliches ist, mag ich es nicht, wenn es zu bunt ist und oft ist eher wenig auf den Seiten, so dass es verschwenderisch wäre es für alle Kinder zu kopieren.

    Trotzdem schaue ich öfter und gerne rein und habe dort auch schon einiges erworben.

    Wie kommst du zu dem Gefühl?

    Weil ich bei allen meinen drei eigenen Kindern diesbezüglich schon Gespräche mit Lehrer: innen Anfang des 5.Schuljahres hatte. Und wenn jeweils die Klassenarbeiten sehr gut bis gut sind, ebenso (Vokabel)Tests und die Hausaufgaben zuverlässig erledigt werden, ist es schon seltsam (und vor allem so gar nicht motivierend), wenn das Kind dann mündlich eine 4- oder schlechter bekommt.

    Jedes Mal habe ich darum gebeten, das Kind, was sich schlicht nicht traut, anfangs noch öfter dran zu nehmen (weil es eben in den unteren Jahrgängen anders als in der Oberstufe nicht nur eine Bringpflicht der Schüler sondern auch eine Holpflicht seitens der Lehrkräfte gibt), aber ich habe da stets auf Granit gebissen.

    Der eine Lehrer wollte mir erklären, dass er extra eine schlechte Note gibt, um das Kind zu motivieren. Was für ein Quatsch (und hat, Überraschung natürlich auch nicht funktioniert).

    Ich nutze schlicht eine Kriterienliste, in der die Anzahl von Beiträgen kaum eine Rolle spielt, sondern die v.a. auf fachliche Qualität abzielt.

    Ich habe (leider) das Gefühl, dass viele Lehrkräfte an weiterführenden Schulen vorwiegend nach Quantität der Beiträge statt nach Qualität benoten, was ich wenig sinnvoll finde (und was gerade für schüchterne und Stille Schüler innen von Nachteil ist).

    Wir sollen jetzt neuerdings die obligatorische 1.Hilfe Fortbildung an einem Tag in den Ferien machen (oder am Wochenende oder uns selbst eine suchen), damit dafür kein Fortbildungstag mehr geopfert werden muss.

    Ich mache am liebsten "große" Fortbildungen mit mehreren Terminen. Hab das Gefühl, dass ich davon mehr mitnehmen kann als von so Veranstaltungen, die einen Nachmittag dauern.

    Die, die eine feste Zeit haben, die sie nachweisen müssen: Wie findet ihr eure Fortbildungen? Gibt es bei euch dafür einen Katalog?

    Macht ihr auch Fortbildungen, die Geld kosten?

    Filme haben wir früher öfter geschaut, aber nun schon länger nicht mehr. Zu viele Kinder schaffen es nicht mehr einen Film (auch wenn es ein Märchen von udf tivi ist, das nur eine knappe Stunde geht) zu schauen. Traurig, aber leider wahr.

    Es geht maximal was kurzes wie Shaun das Schaf oder so. Allerhöchstens 15 min, dann ist die Konzentration aufgebraucht.

    Gemeinsam Frühstücken mache ich auch nicht mehr, weil das Aufräumen zu lange dauert und die ganzen Reste dann noch da sind. Viel zu viel Aufwand dafür,dass viele Kinder dabei auch nach 5 min keine Lust mehr haben sitzen zu bleiben.

    Deshalb ist es bei mir meist so, dass jedes Kind neben dem eigenen Frühstück ein paar Leckereien für sich selbst mitbringen soll (Freunde können sich untereinander ja was abgeben, außer die Kinder mit Lebensmittel Allergien) und ein Spielzeug oder Kuscheltier mitbringen kann. Dann haben sie eine knappe Doppelstunde freie Spielezeit. Das ist meist 3./4.Std. Davor mache ich weihnachtlichen Unterricht. Da gibt es eine weihnachtliche Aufgabe oder ein Rätsel, evt was einfaches zum Basteln oder ein Ausmalbild und wir machen noch den Rest vom Adventskalender fertig, also haben dann meist mehrere Türchen zu öffnen und oft noch eine Geschichte zu Ende vorzulesen.

    Gegen die Besoldung an sich. Die dürfte in den meisten Bundesländern gegen das Grundgesetz verstoßen.

    Nur wer Einspruch einlegt, hat Anspruch auf eine Nachzahlung, wenn die Besoldungsgesetze rückwirkend "geheilt" werden.

    Bringt der Widerspruch auch etwas, wenn ich zu denen gehöre, die dank drei Kindern und hoher Mietenstufe aktuell einen ziemlich hohen Familienzuschlag bekomme?

    Das mit dem Klo ist doch eine typische Schlagzeile (wobei es leider tatsächlich auch ein Thema ist).

    Aber hierbei:

    "Kindern fehle zunehmend „Anstrengungsbereitschaft und Konzentration, Frustrationstoleranz sowie die Fähigkeit, sich fair zu streiten und zu versöhnen“.

    Und auch hierbei

    "Sprachdefizite und Angststörungen nähmen zu. Die Bedürfnisse der Schulkinder würden immer größer."

    Da kann ich vollumfänglich zustimmen.

    Meine Schule liegt in einem guten Einzugsbereich und trotzdem haben viele Kinder mittlerweile extreme Sprachdefizite (und längst nicht mehr nur Kinder, die eine andere Familiensprache als Deutsch haben oder die mehrsprachig aufwachsen).

    Ich habe genau das Gefühl, dass die Kinder immer "mehr" brauchen, viele brauchen so viel Zuwendung, viele "funktionieren" einfach nicht mehr in einer Gruppe/Klasse. Sie können ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse nicht zurückstellen.

    Und das alles klappt so nicht mehr. Ich bin eigentlich immer alleine in der Klasse mit 24/25/26/27/28 Kindern. Damit Unterricht halbwegs laufen kann, bräuchte es in jeder Klasse zusätzliche Unterstützung. Zumindest eine Person, eine Art Schulhelfer:in und ganz krasse Fälle brauchen eine eigene Schulbegleitung (und zwar nicht erst NACH dem ersten Schuljahr). Auch ein Schulsozialarbeiter:innen bräuchte auch jede Schule und sozialpädagogische Fachkäfte, die für eine überschaubare Anzahl von Kindern zuständig sund und nicht eine für 200 Kinder.

    Wenn es nur Schleife binden wäre. Das finde ich tatsächlich überbewertet. Man kommt heutzutage auch gut ohne aus. Geht dann halt nur nicht, dass die Eltern ihren Kindern Schuhe mit Schnürsrnkeln zur Schule anziehen oder Sportschuhe mit Schnürsenkeln mitgeben. Ansonsten kann es uns doch gleich sein.

    Es geht doch mittlerweile um ganz anderes, was die Schulkinder nicht können

    https://www.focus.de/panorama/welt/…310af71b87.html

    Ich habe in Bezug auf unser Berufsbild eher Sorge, dass alles Fachliche zunehmend die KI übernimmt und Lehrkräfte primär zum Sozialarbeiter und Lernüberwacher mutieren werden. Das wäre dann mal so gar nicht mehr meine Welt.

    Ich denke, dass genau das passieren wird. Die KI wird für jedes Kind die nächst passenden Lernangebote bereitstellen können, verschiedene Übungen ausspucken, den Lernfortschritt dokumentieren können etc. Aber was die KI nicht hin bekommen wird ist, dass die Kinder die Angebote annehmen, dass sie sitzen bleiben und sich drauf einlassen.

    Und das allerwichtigste wird (und ist es eigentlich auch jetzt schon), dass die Lehrkräfte die Kinder sozial kompatibel machen. Die Kinder und Jugendlichen mssen den Umgang mit anderen Menschen üben, in Kontakt treten, Konflikte lösen, sich an Regeln halten..., eine Gemeinschaft werden bzw. lernen in einer Gemeinschaft zu leben und bereit sein, ihren Teil zum Gelingen beizutragen. Das wird eine große Aufgabe (noch größer als aktuell schon). Wenn das nicht gelingt können wir einpacken.

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