Beiträge von Stille Mitleserin

    Der erste Schritt zu einem klareren Umgang mit dem Thema wäre die Unterscheidung zwischen Migration und Asyl.

    Viele Einwanderungsländer kommen gut damit zurecht, dass Arbeitsmigranten vom ersten Tag an in die Sozialsysteme einzahlen. Integration ist eine Bringschuld, es wird vor allem der wirtschaftliche Vorteil gesehen, den die Menschen bringen.

    Daneben steht Asyl für Menschen, die verfolgt werden und in höchster Not sind. Hier geht es vor allem darum, diesen Menschen zu helfen.

    Bis heute mischen wir in Deutschland beides miteinander.

    Der Großteil der Flüchtlinge seit 2015 waren junge alleinreisende Männer, am Anfang zu einem Anteil von über 80 Prozent.

    Zuhause waren diese jungen Männer in einem oft strengen Gehorsam an ihre Eltern und das Umfeld gebunden. Nun sind sie zum ersten Mal frei zu tun, was sie wollen, ohne jedes Korrektiv: Alkohol, Drogen, Sex. Manche sind auch traumatisiert von Krieg und Gewalt und der Flucht, sehen das selbst aber nicht so.

    Unsere Polizei wird zunächst einmal gar nicht ernstgenommen: sie ist so anders als die Polizei in der Heimat, statt Gewalt gibt es Gefährderansprachen, bei kriminellen Handlungen kommt ein Gerichtsverfahren mehr als ein Jahr später und es gibt Bewährung - also keine spürbare Strafe.

    Viele der jungen Männer werden hier mit Ehefrauen aus der Heimat Familien gründen und unauffällig leben, aber auch sehr konservativ bleiben.

    Was kann man nun tun? Unsere Justiz und die Polizei müssen sich anpassen und es muss Schnellverfahren geben.

    Ich persönlich würde junge alleinreisende Männer im Asylverfahren gar nicht aufnehmen: entweder sie sind selbst Familienväter oder Kind einer Familie, das schafft Kontrolle.

    Mir wäre es lieber, wenn wir vor allem Menschen im Asylverfahren aufnehmen würden, die wirklich Hilfe benötigen: Alte, Kranke, Behinderte, Frauen. Das würde deutlich teurer werden als heute, man müsste schon vorher Unterbringung bereithalten, könnte aber auch die Zahl und die man Power besser planen.

    Wer als Arbeitsmigrant kommt muss Qualifikation mitbringen und einen festen Job. Wer den verliert, kriminell wird, geht wieder.

    Die Kassen sind leer, wir werden in den nächsten Jahren Verteilungskämpfe erleben. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, für mehr sozialen Frieden zu sorgen.

    Die große Frage für mich ist, warum die Kritik erst so spät kommt.

    Der Presse habe ich entnommen, dass die Rednerin sich darüber beklagt hat, in jedem Schuljahr eine neue Lehrkraft in Mathematik bekommen zu haben - was ich nicht ungewöhnlich finde.

    Selbstverständlich gibt es Umstände, bei denen gerade schwache Schüler keine gute Vorbereitung mitnehmen, zum Beispiel durch Stundenausfälle oder bei mehrfachem Lehrerwechsel. Das hätte man früher thematisieren können.

    Offenbar waren die Vornoten in Ordnung, sonst wären ja nicht so viele SuS zum Abitur zugelassen worden. Da stellt sich die Frage, wie das sein kann. Zu leichte Klausuren, zu sanfte Benotung? Wenig erfahrene Kollegen, keine Tests auf Abitur - Niveau? Das wird an der Schule sicherlich geklärt werden.

    Es ist klug, vorher schon genau hinzuschauen und es ist unfair, die SuS in Sicherheit zu wiegen, wenn die Leistungen sichtbar nicht ausreichen.

    Und was für wilde Gedanken sich Schüler machen! Herr x ist so freundlich zu Frau y( zwei junge Lehrkräfte, sehr attraktiv), der steht auf sie... ( Nö, er wird in zwei Wochen Papa).

    Auch Eltern haben mir schon berichtet, was da am Essenstisch alles vermutet wird! Gossip vom Feinsten.

    Ich finde auch, dass die Aspekte des Rankings nicht gut gewählt waren.

    Aber um das zu relativieren ( und vielleicht mal den Druck rauszunehmen) : Mein Kurs hat sich vor Kurzem über Kollegen unterhalten und das Gespräch kam auch darauf, welche Lehrer sie in anderen Berufen sehen. Dem ambitionierten Sportkollegen wurde eine mögliche Tenniskarriere attestiert, bei einem Kollegen in Wirtschaft meinten die Schüler, er wäre ein verdammt guter Anlageberater. Bei einer Kollegin waren sich alle einig, sie wäre in der Politik gut aufgehoben. Das alles ohne Häme, sondern eher mit einem Blick auf die Talente der Kollegen.

    Gedanken würde ich mir wirklich nur bei dem Punkt " leicht zu spicken" machen, da würde ich in Zukunft wie ein Schießhund aufpassen.

    Beim Threadersteller hat der Punkt Unpünktlichkeit wohl deswegen geschmerzt, weil das auch schon von der SL kam und diese sich bestätigt fühlen wird. Aber auch das kann man ändern.

    Darüber hinaus sollte man den Rest mit Humor nehmen.

    Hallo Clira,

    die Aufgaben für die ersten 10 Minuten stehen fest, das ist richtig.

    Im zweiten Teil stellen wir aber weitergehende Fragen zu den 2 Schuljahren. Und da kann ich als Prüfer, wenn jemand sagt, er wisse nicht weiter, könne aber etwas zu xy erklären, den Schüler auffordern, dies zu tun. Dann ist das vielleicht keine gute Note, aber die Vermeidung einer ganz schlechten.

    Wenn die Prüfungskommission sich nicht einig ist wird der Notenwert gemittelt.

    Sobald der Prüfer einen Punkt vorschlägt ist es automatisch ein Punkt. Insofern kann die Story nicht stimmen.

    Eigentlich haben wir ein Kommunikationsverbot bis zur mündlichen Prüfung, ich würde in dem Fall als Schüler aber freundlich nachfragen.

    Kontakt zur SL aufnehmen, ein gute/r SL wird den Schüler stützen und in die Zusatzprüfung begleiten.

    Ich empfehle allen Schülern immer, ein Thema besonders gut vorzubereiten. Bei einem Blackout sollten sie dann dieses Thema anbieten. Als freundlicher Prüfer werde ich auf dieses Angebot eingehen.

    Hallo CDL,

    das mag alles sein, wie du sagst.

    Und die Threaderstellerin wird das auch sicher so handhaben, was gut ist.

    Ich aber wäre stocksauer, wenn mein Partner nicht nur knapp vor der Prüfung mit mir streitet ( was wir täglich tun), sondern mich auch noch mit Schweigen straft, was meine Gesamtlaune ziemlich beeinträchtigen würde.

    Und ja, kurz vor der Prüfung würde ich bei mir Zuhause massiv auf Unterstützung pochen. Die paar Tage kann er doch bitte noch durchhalten.

    Und ich bin wenig harmonisch veranlagt und würde meinem Ärger Luft machen und Rückendeckung einfordern. Bin aber auch schon älter und sehr streitfreudig. Und ich weiß nach 22 Jahren Ehe, dass es auch Gelegenheiten gibt, in denen mein Mann meine volle Unterstützung braucht, obwohl mir gerade alles über den Kopf wächst. Die bekommt er dann natürlich auch!

    Ich habe damals mein Ref mit zwei kleinen Kindern (3 und 6) absolviert, mein Mann in Vollzeit. Da hat es auch öfter gekracht, weil er sich nicht vorstellen könnte, dass man als Lehrer wirklich so viel arbeiten muss. Aber: die Familie hat mir auch geholfen, irgendwann aufzuhören mit der Vorbereitung.

    Was auch geholfen hat, war, meinen Mann mit einzubeziehen in einigen Fragen.

    Das hilft dir momentan natürlich nicht, du hast am Montag deine Prüfung. Ich rate dir: bereite die Stunde fertig vor und mach dann nichts mehr daran. Vielleicht lenkt dich a bissle Zeug sortieren für den Umzug auch ab.

    Ihr werdet reden müssen. Er fühlt sich offenbar übersehen. Oder ihm ist alles zu viel?

    Ich würde da eine Ansprache halten zum Thema, dass jeder zum Prosperieren der Familie beiträgt und alle zusammenstehen müssen, wenn es eng wird. Ob dein Mann das verträgt, weiß ich aber nicht.

    Übrigens: es gibt auch als fertiger Lehrer Zeiten, in denen alles liegen bleibt, weil man zB in Korrekturen versinkt. Bis heute witzeln meine Männer "Lehrer tun ja nichts".

    Du schaffst das!

    Liebe Lilly,

    die, die echte Schwierigkeiten haben, ins Leben einzutreten, wird man eher selten am Gymnasium finden.

    Die sind eher im BVJ oder in der Berufsfachschule anzutreffen.

    Gerade Schüler ohne Schulabschluss, und ich wähle hier bewusst die männliche Form, tun sich, auch beim dritten Anlauf, schwer, morgens aufzustehen und den Bildungstempel aufzusuchen.

    Hier fühlen sich oft die Eltern gar nicht mehr in der Pflicht, da zu unterstützen.

    Wer von der Familie vorgelebt bekommt, dass einfach Dinge erledigt werden müssen, bekommt meist noch die Kurve, wenn die Pubertät mit 25 dann mal vorbei ist. (Sorry, Jungs)

    Aber auch die "hoffnungslosen" Fälle machen mir immer wieder Mut: ein junger Mann mit 27 hat nach diversen Anläufen nun seinen Abschluss als Automobilkaufmann ergattert und sein ihn sehr unterstützender Chef übernimmt ihn auch.

    Wer ist in der Pubertät nicht faul?

    Das ist nicht das Problem, wenn man umswitchen kann auf produktives Lernen. Ich stelle aber fest, dass ich eine recht große Menge Sus unterrichte, die das Fachabitur oder Abitur ablegen wollen und total überfordert sind. Sie verstehen die Texte nicht und können nicht abschätzen, wo ihre Lücken sind.

    Viele SuS beschreiben, dass sie auf eine Klausur 2 Stunden "lernen", sie lesen die Aufschriebe durch . Es wird aber nicht kontrolliert, ob die überhaupt vollständig sind, das zu Lernende wird auch nicht ver - oder bearbeitet. Gar nicht aus Faulheit, sondern weil die Abstraktionsfähigkeit nicht so weit reicht.

    Und so scheitern sie schon an Taxonomiestufe 2, dem Transfer. In der Oberstufe bleiben wir damit aber unterhalb der 5 Punkte.

    Ich höre oft, dass in der Realschule 2 Stunden Lernen doch gereicht hätten. Diese Sus verstehen gar nicht, dass der Erfolg nichts mit der investierten Zeit zu tun hat.

    Das meine ich mit "im falschen Bildungsgang".

    Ich hatte vor 15 Jahren gehofft, dass SOL in den zuführenden Schulen für mehr Selbstständigkeit sorgt, aber das Gegenteil ist der Fall. Immer mehr Schüler sind hilflos.

    Das Hauptproblem scheint mir, dass viele SuS sich im falschen Bildungsgang befinden. Sie schaffen es nicht, die Anforderungen zu bewältigen. Aus Angst vor schlechten Noten wird dann in der Klausur betrogen, mit allen Mitteln.

    Da auch bei mir die Überwachungsmöglichkeiten versagen, probiere ich es anders: Wir üben massiv im Unterricht. Die Schüler dürfen sich Spickzettel schreiben, die ich natürlich vorher kontrolliere. Wir erstellen Listen mit hilfreichen Formulierungen, die sie nutzen dürfen.

    Damit erreiche ich nicht die Hardcore- Fälle, aber ein paar verzweifelte Seelen, die so an Sicherheit gewinnen. Eine echte Lösung ist das aber auch nicht.

    In einer Sitzung zur Prüfungsvorbereitung saß vor kurzem ein (!) Schüler, ein erwachsener Mann von 35 Jahren, ein junger Familienvater in Umschulung, der sehr fleißig war und mit natürlichen Mitteln 2er geschrieben hat. Er hat ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und war stinkig, dass viele aus seiner Klasse durch Betrug zu hervorragenden Noten gekommen sind.

    So, wie es läuft, ist es nicht gerecht für die, die sich wirklich Mühe geben.

    Lieber Schokozwerg,

    sogar in unserer Wirtschaftsschule ( auf dem Weg zum Realschulabschluss, eigentlich Fachschulreife) erwarte ich, dass die zum Thema gelernten Fachbegriffe korrekt geschrieben werden.

    In deinem Beispiel ist kein einziger Fachbegriff korrekt, darum würde ich darauf die Note 6 geben.

    Übrigens ist das in der Realschule auch so, in einem Musiktest zu Mozart in Klasse 8 wird ein Mosat oder Mozat nicht bepunktet.

    Liebe Miss Marple,

    die BS (Beruflichen Schulen) suchen eben noch Kuk, auch mit D, E, G. , also mit deiner Fachkombination.

    Den Fachunterricht in den Berufen vermitteln die Fachkollegen. Die Klassen haben jeweils eine Stunde D, E, G ( in der Kombi GGK mit Gemeinschaftskunde) pro Woche. Das ist eher selten beruflich gebunden, etwa Geschäftsbriefe oder Business Telefonate, ansonsten klassisch.

    Die BS gibt es als kaufmännische, gewerbliche oder hauswirtschaftliche Schulen. Auf dem Land gibt es auch Mischschulen, die von allem etwas haben, in den Städten sind die Bereiche meist getrennt.

    Wir bereiten z.B. Hauptschüler in 2 Jahren auf den Realschulabschluss vor, Realschüler auf das Fachabitur (2 Jahre) oder auf das Abitur (3 Jahre). Es gibt in Bw eine riesige Zahl von Schulformen und Schulversuchen in Vollzeit. Diese Schüler haben dann natürlich 3-4 h Englisch und Deutsch die Woche und 2 Stunden GGK.

    Die Schulen sind teilweise sehr groß, bis 3000 Sus und 170 Kuk. Schau einfach nach der nächstgelegenen Berufsschule und sieh dir mal an, was die so haben.

    Ich empfehle dir ein Praktikum, idR freuen sich die Schulen über Interessenten, uns kennt nämlich kaum jemand.

    Der große Unterschied zum Gym ist, dass wir jährlich in allen Schularten Prüfungen haben. Wir fangen im April an und sind bis Mitte Juli durchgängig beschäftigt.

    Wir an der BS verdienen genauso viel wie die Kuk am Gym, vielleicht sind bei uns die Beförderungsmöglichkeiten etwas besser.

    Attraktiv ist meist die technische Ausstattung, da wir den aktuellen Stand bedienen müssen ( der in der Ausbildung verlangt wird), sind die BS meist deutlich besser ausgestattet als die Gym.

    Das Ref kannst du auch am Gym machen und danach wechseln, du kannst dein Ref aber auch an der BS machen. Wir sind vielleicht einen Ticken bodenständiger als die Gym, weil viele Kuk bei uns vor dem Studium eine Ausbildung absolviert haben.

    Hilft dir das so etwas weiter?

    LG

    Liebe Miss Marple,

    einen Gedanken würde ich gerne noch hinzufügen: hier in BW steht dir nach dem Studium auch das Lehramt an den Beruflichen Schulen offen. Neben den normalen Ausbildungsberufen haben wir auch Vollzeitklassen, in denen junge Leute ab 15 Jahren alle Schulabschlüsse machen können, bis zum Fachabitur, Abitur und dem Bachelor.

    Unsere Arbeit ist sehr abwechslungsreich, wir haben schwache Sus, die viel Hilfe brauchen, wir bieten Pubertierende in allen Facetten, wir haben auch begabte junge Leute mit Lust auf Bildung.

    Wir haben viele Kuk vom gymnasialen Zweig, die sich bei uns wohl fühlen, wir unterrichten Jugendliche und junge Erwachsene.

    Da kann man auch mal in einem Praktikum reinschnuppern, wie gesagt, wir sind a bissle anders als die anderen...

    Vielleicht wäre das eine Option für dich, denn die Arbeit ist eine andere, als das, was du gerade ganz unvorbereitet machen musst.

    LG

    Stille Mitleserin

    Hallo kgFrosch und Karl-Dieter,

    auf einem Elternabend wurden Erkrankungen abgefragt, laut einem Mitforisten soll Emilys Vater dort gewesen sein, aber nichts gesagt haben.

    Selbst wenn man während der Veranstaltung nichts äußern mag, kann man danach noch auf eine Lehrkraft zugehen und das Gespräch suchen. Oder einen Brief schreiben, eine Mail, etc.

    Nach so einer Aufforderung wäre mir als Elternteil zumindest klar, dass ich die schwere chronische Erkrankung meines Kindes melden muss. Irgendwie. Aber das hat nicht stattgefunden.

    Hallo platty,

    in der Schülerakte gab es wohl einen eintrag. Die Lehrer, die Emily unterrichtet haben, wussten auch von der Erkrankung, haben aber auch nichts gesagt, als sie eine Teilnehmerliste von den begleitendne Lehrer erhielten.

    Ich finde, dass die verschiedenen Berichterstattungen in den Medien die Fakten doch etwas verzerrt haben - zuungunsten der Kolleginnen.

    - Die Eltern sind getrennt, der Vater ist gar nicht mehr sorgeberechtigt. Im Vorfeld der Fahrt war er nicht beteiligt.

    - Die Fahrt nach London war eine freiwillige Fahrt gemischter Klassen ohne die angestammten Lehrer, die verurteilten Lehrkräfte kannten Emily vorher nicht.

    - Es fand ein Elternabend statt, auf dem die Vorerkrankungen abgefragt wurden. Ob Emilys Mutter anwesend war, ist mir nicht bekannt. Eine schriftliche Abfrage hat nicht stattgefunden. Die angestammten Lehrkräfte wurden von den begleitenden Lehrkräften über die Teilnehmer informiert, eine Rückinfo fand nicht statt.

    - Die Gruppe war wohl am Donnerstag schon in London unterwegs und abends chinesisch essen. Daraufhin hat nicht nur Emily sich übergeben, sondern mindestens noch ein weiteres Mädchen.

    - Am Freitagmorgen sollten Freundinnen bei Emily bleiben (und auch dem anderen Mädchen), die 4 Lehrkräfte waren mit den knapp 60 Kindern den Tag über unterwegs. Wussten die Freundinnen von dem Diabetes? Warum hat keines der Mädchen etwas gesagt, auch Emily nicht?

    - Laut den 4 Lehrkräften wurden abends alle Zimmer besucht, aber mehr Info habe ich dazu nicht.

    - Nach der Nacht zum Samstag wurde der Rettungsdienst verständigt, Emily kam ins KH. Am Samstagmorgen hat Emilys Mutter den ersten Kontakt zu ihrer Tochter aufgenommen.

    Wir reden faktisch von einem Tag, nicht von drei - den ganzen Donnerstag war Emily mit dabei, am Freitag blieb sie im Hostel, am Samstagmorgen wurde der RTW verständigt.

    Ehrlich gesagt: Ich unterrichte ältere Schüler, aber das hätte mir durchaus auch passieren können. Ich wüsste nicht einmal, wo meine Schule die Schülerakten aufbewahrt, ich habe in 20 Jahren noch nie eine gesehen.

    Für mich bleiben noch einige Fragen ungeklärt, die vielleicht in der Prozessakte stehen. Gerade die Rolle der Mutter wundert mich sehr.

    Die Kolleginnen hätten sicherlich genauer hinschauen können, aber das können wir immer und jederzeit. Ob das für eine Verurteilung ausreicht, daran habe ich echte Zweifel.

    Einerseits habe ich die Maske wirklich satt - meine Leisen höre ich nicht gut, sie beteiligen sich kaum noch, meine Migranten haben Probleme bei den (vorgeschriebenen) Diktaten, weil sie die Endungen nicht hören, wir lachen mit Maske viel weniger, weil der Witz schon rum ums Eck ist, bis wir checken, dass alle unter der Maske grinsen.

    Andererseits ist der Zeitpunkt nicht wirklich gut - viele sind noch erkrankt, die Ferien stehen vor der Tür, danach starten die Prüfungen. Ich hätte dringend nötig, vor dem Prüfungsreigen noch mal Luft zu schöpfen und bräuchte in den Ferien Erholung, keine Quarantäne.

    In der Prüfungszeit möchten weder die Schüler noch ich krank sein.

    Wer es schon hatte ist gerade fein und maskenlos raus, ich habe gerade jetzt wenig Lust auf Corona und trage deswegen weiter Maske, auch wenn ich ständig einen trockenen Hals habe und meine Stimme leidet. Nach 8 Stunden begebe ich mich dann mit Kopfschmerzen nach Hause und denke über eine Frühpension nach.

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