Beiträge von Seph

    Den Mechanismus von 7 Wonders würde ich als eine Art "Engine Builder mit Draft System" bezeichnen, letztlich baut man über 3 Zeitalter hinweg jeweils 6 Gebäude pro Zeitalter, die teils aufeinander aufbauen und damit teils kostenlos errichtet werden können. Der Clou liegt u.a. darin, dass die jeweiligen Kartendecks nach jedem Bau von Spieler zu Spieler weitergeben werden und dadurch eine recht hohe Interaktivität gegeben ist. Gleichzeitig skaliert die Spieldauer hier mal nicht mit der Spieleranzahl, eine Runde mit bis zu 7 Spielern ist genauso schnell wie mit nur 3 Spielern, da alle gleichzeitig agieren. Es gibt also keine Downtime.

    Everdell ist eins von sehr vielen Beispielen für komplexe Aufbauspiele mit Workerplacement-Mechanimus. Man hat also (anfangs wenige) Arbeiter, mit denen man Ressourcen besorgt, mit denen man wiederum Gebäude u.ä. bauen kann und damit eine immer bessere Siedlung zusammenstellt. Bei dem Spiel ist das Setting halt sehr schön, man baut als Tiervölker in einem verträumten Wald und die Ressourcen sind mal nicht mit Pappblättchen, sondern schön haptisch umgesetzt. Hier muss man aber mit etwas Einarbeitungszeit und v.a. mit Spieldauern von mind. 30-45min pro Mitspieler rechnen, das ist also nichts für mal schnell zwischendurch und fällt hier vermutlich aus dem Raster. Ich wollte nur mal aufzeigen, in welche Richtung jenseits von Begriffe raten u.ä. es so gehen kann.

    Wenn ich mich so durch eure Vorschläge klicke, sehe ich oft die Spiele des Jahres, scheint ein Suchkriterium zu sein...

    ...oder diese sind gerade unter den Preisträgern oder zumindest den Nominierten, weil sie eben besonders gut und daher auch empfehlenswert sind ;)

    Der Brettspielmarkt selbst ist relativ unübersichtlich und es gibt natürlich wesentlich mehr Spiele. Dafür wären aber genauere Anforderungsbeschreibungen bei der Suche sinnvoll, um hier sinnvoll für eine Empfehlung selektieren zu können. Also sowas wie: "Ich suche ein Worker-Placement-Spiel ab ca. 12 Jahre für 3-4 Spieler, welches höchstens 90 Minuten dauert" o.ä.

    PS: Pictures ist wirklich schön und recht kurzweilig, wir holen es für ne schnelle Runde zwischendurch immer mal wieder raus. Den Wiederspielwert empfinde ich jedenfalls höher als z.B. beim ebenfalls sehr guten, aber zumindest in gleichen Spielgruppen schnell repetetivem Ratespiel "Dixit".

    Wäre es also besser ein Abiturzeugnis auszustellen, auf dem im Extremfall bei allen Fächern „nicht bewertbar“ steht?

    Nämlich genau dies müßte dann ja eigentlich dabei rauskommen, wenn man sämtliche Prüfungsleistungen aufgrund des Notenschutzes herausnimmt.

    Solche Übertreibungen bringen die Diskussion wohl kaum voran. Es geht im Ausgangsfall um einen Notenschutz vor Abzügen durch Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit aufgrund einer objektiv nachweisbaren Einschränkung hierbei. Ein solcher Notenschutz verhindert nicht einmal ansatzweise das sachlich korrekte Beurteilen der fachlichen Leistungen in den einzelnen Prüfungsfächern.

    An sich war alles verständlich, jedoch warf der erste Absatz auf Seite 2 ein paar Fragen auf. Meine Kommilitonen und ich verstehen es so, dass wir während des Masterstudiums als Lehrkräfte mit reduzierten Unterrichtsstunden tätig sein können und dabei das volle Gehalt beziehen (?).

    Das hängt davon ab, was du dir unter "volles Gehalt" vorstellst. Personen mit Bachelor, aber ohne Masterabschluss sind i.d.R. befristet und auch nicht in Vollzeit eingestellt. Es wird nun lediglich die Möglichkeit eröffnet, unter Anrechnung einiger Entlastungsstunden berufsbegleitend den Masterabschluss zu erwerben. Wenn das ähnlich wie andere Qualifizierungsmaßnahmen geregelt ist, sollte auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Entlastungsstunden den Aufwand während des Masterstudiums 1:1 abfedern.

    Und was ist, wenn die Person mit einem solchen Abitur dann in den Schuldienst geht in Deutsch oder Englisch? Dann kommt man erst durchs Studium und wird ganz am Ende im Referendariat rausgekegelt, weil die Orthographie der Tafelbilder nicht hinreichend ist.

    Ich weiß nicht, wie es bei dir war, aber ich musste weder zur Bewerbung zum Referendariat noch für die Planstelle jemals mein Abiturzeugnis vorzeigen. Eine verpflichtende Bemerkung zur Aussetzung der Bewertung sprachlicher Richtigkeit würde in einem solchen Szenario also schlicht keinen Unterschied machen.

    Hat jemand einen Tip? Vieles ähnelt sich, habe ich den Eindruck, oft muss man Begriffe zeichnen, pantomimisch darstellen oder mit Würfeln nachbauen...

    Naja, es gibt ja zig verschiedene Spielmechanismen in Brettspielen, insofern gibt es da schon ganz gute Auswahl. Über welches Alter reden wir denn etwa und kommen mit dem Begriff "kurzweilig" nur einfache Spielprinzipien und kurze Spieldauern oder auch "strategischere" Kennerspiele in Frage?

    Sehr schön unter den aktuellen Spielen fand ich dieses Jahr das aktuelle Spiel des Jahres "Dorfromantik", welches weitgehend kooperativ und vergleichsweise einfach, dafür mit einer Art kleinem Kampagnenmodus ist, in dem man sich schrittweise weiteres Material freischaltet. Wir spielen hier aber auch sehr gerne komplexere Spiele mit verschiedensten Thematiken, extrem süß und dennoch sehr fordernd ist "Everdell". Mit jeweils sehr kurzen Spieldauern und dennoch tollen und sehr unterschiedlichen Mechanismen können z.B. Spiele wie "7 Wonders", "Colt Express" oder "Magic Maze" aufwarten.

    Ich teile die Einschätzung, dass das kein Hindernis für eine Verbeamtung darstellen sollte. Das beurteilt aber nicht der Bewerber, sondern der Amtsarzt. Insofern darf man nicht einfach entsprechende Angaben weglassen, sofern sie in den Abfragezeitraum fallen.

    Sowohl mehr Zeit als auch die Nichtbewertung von Teilleistungen müsste meines Erachtens vermerkt werden. Der Sinn eines Abschlusszeugnisses besteht nunmal u.a. darin, dass ein potentieller Arbeitgeber ein Instrument zur Vorselektion an der Hand hat. Jemand, der defizitär schreibt oder für Abeitsprozesse länger braucht als der Durchschnitt, dürfte für viele Positionen von vornherein ungeeignet sein. Das sollte man entsprechend sehen können.

    Welche Relevanz soll denn das defizitäre Schreiben in der Wirtschaft mit Blick auf Programme zur Textverarbeitung mit entsprechenden automatischen Korrekturmechanismen und die Möglichkeit zur Nutzung von KI zur Ausformulierung noch haben? Hier hält das Schulsystem mal wieder einfach nicht Schritt.

    Aus meiner Sicht kann keine Konferenzordnung die vorgegebene Anwesenheit der Stimmberechtigten aushebeln.

    ...wenn diese Vorgabe wirklich in "ranghöheren" Vorgaben enthalten ist, teile ich diese Einschätzung. Die Frage ist doch, ob das wirklich so ist. In NDS macht das NSchG quasi nur Aussagen über das Stimmrecht bestimmter Personengruppen in entsprechenden Gremien, nicht aber über deren dafür nötige Anwesenheit. Eine entsprechende Einschränkung des Stimmrechts auf nur Anwesende habe ich bislang nur in der (wie gesagt veralteteten und außer Kraft gesetzten) Konferenzordnung gefunden, die quasi "ranggleich" ja ersetzt werden darf. Vielleicht übersehe ich aber auch irgendeine Verordnung gerade. Indirekt folgern könnte man das vermutlich aber sonst aus dem Begriff der Beschlussfähigkeit eines Gremiums.

    PS: Ich persönlich halte eine solche Einschränkung im Übrigen für sehr sinnvoll. Nur die direkt Anwesenden erleben ja auch die zur Meinungsbildung wesentliche Diskussion zu den Tagesordnungspunkten mit und können dann auch eine adäquate Entscheidung treffen.

    Weg mit den Bemerkungen und keine Nachteilsausgleiche. Das führt Noten ad absurdum... naja noch mehr als sie eh schon Absurd sind.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Nachteilsausgleiche sind ja gerade so zu stricken, dass sie lediglich die objektiv feststellbaren Nachteile ausgleichen und gerade nicht zu einer Veränderung der Leistungsanforderungen führen. Insbesondere im Bereich der Abschlussprüfungen wird da sehr genau drauf geschaut.

    Aber eine schuleigene Verordnung hebelt nicht die landesweit geltenden Erlasse und Gesetze aus (Stichwort Normenhierarchie). Egal, was die Schule da festgelegt haben könnte: Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Festlegungen nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen, ist in diesem Fall hoch.

    Nur eine kurze Anmerkung, da du selbst in NDS tätig bist: bei uns ist explizit im SchulG vorgesehen, dass sich die Gesamtkonferenz (und damit auch den Teilkonferenzen) eine eigene Ordnung auferlegen kann. Diese muss dementsprechend nicht deckungsgleich sein mit der per (bereits außer Kraft gesetztem) Erlass geregelten Verfahrensordnung für Konferenzen.

    Wie das in den anderen Bundesländern im Einzelnen geregelt ist, kann ich gerade nicht vollständig beurteilen.

    PS: Ansonsten ist dein Hinweis auf die Normenhierarchie natürlich goldrichtig.

    Daher meine Frage: Was tut ihr, um effektiver zu arbeiten? Wie bereitet ihr effektiv Unterricht vor? Wie sorgt ihr für eure work-life-balance?

    Eine deutliche Entlastung ist die Zusammenarbeit mit anderen Lehrkräften. Seitdem wir auf Ebene der Fachlehrkräfte eines Jahrgangs uns die Vorbereitung von Unterrichtssequenzen aufgeteilt haben (jeder bereitet reihum mal den Sequenzplan, Arbeitsblätter, Tests, Klassenarbeiten u.ä.) vor, habe ich deutlich weniger Zeitaufwand für die Unterrichtsvorbereitung insgesamt. Das bedingt natürlich, dass man auch wirklich Kollegen hat, die dazu bereit sind.

    5000 Euro sind für Umzug, Neueinrichtung und alles was man zahlt eher ein Witz. Ich weiß nicht, wo du lebst. Vielleicht irgendwo auf dem Dorf, aber meine Rechnungen sind mehr als realistisch.

    Genau da beginnt doch das Problem. Wenn man keine Ersparnisse hat, aber dafür eine komplette Neueinrichtung haben will, muss sich nicht wundern, dass das nicht hinkommen kann. Auf die Einrichtung mit Bestandsmöbel und günstige Alternativen wie Haushaltsauflösungen, Kleinanzeigen u.ä. wurde bereits einige Male hingewiesen.

    Für den Umzug reicht bei den scheinbar wenigen bis keinen vorhandenen Möbel vermutlich ein einfacher Kleintransporter, den man sich für um die 100€/Tag anmietet. Wenn dann noch 1-2 Helfer mit anpacken, ist das schnell und kostengünstig erledigt. Die Wohnung selbst kann man dann auch Step by Step weiter einrichten. Ich hatte die Situation tatsächlich direkt nach dem Referendariat und habe halt erstmal nur eine sehr günstige gebrauchte Küche für ca. 400€ gekauft, die weit weg von schön, aber zumindest funktional war, einen Schreibtisch mit Bürostuhl hingestellt und eine Matratze auf Palette als Bett genutzt. Danach ging es schrittweise mit "richtigem" Bett, 2 Kommoden usw. weiter.

    Hier vergessen einige auch, dass man die 1500 Euro ja nicht direkt als netto raus hat.

    Hier ist bereits mehrfach beschrieben worden, dass das durchaus so ist. Darauf scheinst du leider nicht eingehen zu wollen. Und ja, es gibt sicher Gegenden, in denen die Wohnung sehr teuer werden kann. Ob das ausreicht, um (aufstockend) Leistungen zu beziehen, kann hier niemand seriös ohne genaue Kenntnis der finanziellen Umstände beurteilen. Im Regelfall sollte das aber bei der Anwärterbesoldung nicht notwendig sein.

    Was aber genauso gilt und schon von einigen hier geschrieben wurde: Das Nichtvorhandensein von Rücklagen ist mit Sicherheit auch aktuell kein zwingender Grund, das Referendariat noch nicht anzutreten und nach hinten aufzuschieben. Die damit verbundenen Einbußen im Lebenseinkommen dürften deutlich höher ausfallen, als bei möglichst zügigem Absolvieren dieses Ausbildungsabschnitts.

    Das sollte so theoretisch sein, ich kenne aber kleine Vereine und Träger, die das weniger streng handhaben.

    ...die in der Regel auch gerade nicht mit Hauptamtlichen, sondern eher mit Ehrenamtlichen arbeiten...

    Und nein. Das Pärchen hatte definitiv kein erweitertes Führungszeugnis im Gepäck dabei. Geht auch gar nicht, weil die Dinger ja stets aktualisiert werden müssen.

    Siehe oben. "Pärchen auf Durchreise" werden wohl eher nicht als hauptamtlich Beschäftigte verpflichtet, sondern vlt. kurz zur Aushilfe. Ansonsten klingt das sehr nach Hörensagen.

    Seph: 800€ Wohnkosten incl. Nebenkosten sind ein absolut realistischer Wert bei Neuvermietung (muss man in vielen Gegenden erstmal bekommen)

    Es gibt sicher Gegenden - insbesondere in den Großstädten - in denen das selbst für kleinere Wohnungen gilt. Das ist aber nun wirklich nicht zwingend der Fall. Selbst in der nahen und beliebten Uni-Großstadt bei uns findet man kleinere 1-Raum-Wohnungen auch schon für knapp 300€ (kalt). Wenn es nur um eine vorübergehende Bleibe für das Referendariat geht, reicht das durchaus mal aus.

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